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"Meinst du jetzt, ich solle lieber eine Mainstream-Auffassung annehmen?" Professionalität als reflexive Positionierung in einem Wissensfeld
Kerstin Jergus / Christiane Thompson (Hrsg.): Autorisierungen des pädagogischen Selbst. Studien zu Adressierungen der Bildungskindheit. Wiesbaden: Springer VS 2017 (356 S.) [Rezension]
Rezension von: Kerstin Jergus / Christiane Thompson (Hrsg.): Autorisierungen des pädagogischen Selbst. Studien zu Adressierungen der Bildungskindheit. Wiesbaden: Springer VS 2017 (356 S.; ISBN 978-3-658-13811-0; 24,99 EUR)
Educating and keeping children – the order of institutionalized childhood in politics
Die Institutionen der frühen Kindheit sind aus den aktuellen bildungspolitischen Diskussionen nicht mehr wegzudenken und gelten als Hoffnungsträger_in für unterschiedliche Anliegen. Die Dissertation widmet sich dem politischen Sprechen über diese Institutionen und dessen Ordnungen und erforscht dies anhand der Debatten, die im Wiener Landtag und Gemeinderat zwischen 1960 und 2010 über das Kindertagesheimwesen geführt wurden. Die Debatten werden mithilfe der Diskurskritischen Policy Analyse untersucht – diese Vorgehensweise nimmt Anleihen bei der foucaultschen Diskursanalyse sowie bei Policy Analysen und wurde im Zuge der Dissertation entwickelt. Das Datenkorpus der Untersuchung besteht aus Wörtlichen Protokollen, Anfragen, Anträgen etc. aus dem Wiener Gemeinderat und Landtag und wird ergänzt durch Veröffentlichungen der Stadtverwaltung. Den Kontext der Arbeit bilden das Dispositiv der Kindheit und das politische Forum des Landtages und Gemeinderates. Als Ordnungen, die die Debatten prägen, werden Ausschlüssen, Verschiebungen, stabile Momente und Subjektpositionen für Kinder, Eltern und Pädagog_innen herausgearbeitet. In der Zusammenschau dieser Ordnungen wird deutlich, dass das Kindertagesheimwesen und dessen politischen Aushandlungen als Ort der Subjektivierung und als ein Regime der Aufmerksamkeit verstanden werden können, die letztendlich der Regulierung der Bevölkerung dienen.Institutional childcare and education are an integral part of the current political discussions and considered as promising. The thesis focuses on the political talk about these institutions and their orders based on the debates about institutional childcare. The examined took place in Vienna’s municipal council and state parliament (Gemeinderat and Landtag) between 1960 and 2010. The debates are analysed using the Diskurskritische Policy Analyse which was developed in the course of the dissertation - the approach borrows from Foucault's discourse analysis as well as policy analysis. The data corpus of the study consists of protocols, requests, proposals etc. from Vienna’s municipal council and state parliament and is complemented by publications of the city’s administration. The dispositive of childhood and the political forum of the municipal council and the state parliament form the context of the research project. Exclusions, shifts, stable moments and subject positions for children, parents and pedagogues are identified and described as orders which structure the debates. When considering these orders institutional childcare can be understood as a place of subjectivation and as a regime of attention that both ultimately serve the regulating of the population.Julia Seyss-InquartAbweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersZsfassungen in dt. und in engl. SpracheGraz, Univ., Diss., 2015 007
Der Ordnung institutioneller Kindheit im bildungspolitischen Sprechen auf die Spur kommen – Diskursanalyse als Werkzeugkiste
Der Beitrag gibt einen Einblick in die Methodologie und das methodische Vorgehen der diskursanalytisch angelegten Studie „bildung versprechen – Zur Ordnung institutioneller Kindheiten in politischen Debatten“. Ausgehend von der Beobachtung, dass Kindergärten in Österreich einen gesellschaftlich vollkommen anderen Stellenwert als Schulen haben, analysiert die Autorin das bildungspolitische Sprechen anhand wörtlicher Protokolle und Gesetzestexte aus dem Wiener Gemeinderat und Landtag im Zeitraum von 1960 bis 2010, die das Kindertagesheimwesen betreffen.
DOI 10.18442/falki-4-1-
„Wenn ich groß bin, werde ich Humankapital“ – Anmerkungen über die institutionelle Fremdbetreuung von Kindern
Margarete Jooß-Weinbach: Erzieherinnen in der Krippe, Modi, Motive und Konstitutionen professionellen Handelns. Weinheim, Basel: Beltz Juventa 2012 [Rezension]
Rezension von: Margarete Jooß-Weinbach: Erzieherinnen in der Krippe, Modi, Motive und Konstitutionen professionellen Handelns, Weinheim, Basel: Beltz Juventa 2012 (222 S.; ISBN 987-3-7799-2551-4
Educating and keeping children – the order of institutionalized childhood in politics
Die Institutionen der frühen Kindheit sind aus den aktuellen bildungspolitischen Diskussionen nicht mehr wegzudenken und gelten als Hoffnungsträger_in für unterschiedliche Anliegen. Die Dissertation widmet sich dem politischen Sprechen über diese Institutionen und dessen Ordnungen und erforscht dies anhand der Debatten, die im Wiener Landtag und Gemeinderat zwischen 1960 und 2010 über das Kindertagesheimwesen geführt wurden. Die Debatten werden mithilfe der Diskurskritischen Policy Analyse untersucht – diese Vorgehensweise nimmt Anleihen bei der foucaultschen Diskursanalyse sowie bei Policy Analysen und wurde im Zuge der Dissertation entwickelt. Das Datenkorpus der Untersuchung besteht aus Wörtlichen Protokollen, Anfragen, Anträgen etc. aus dem Wiener Gemeinderat und Landtag und wird ergänzt durch Veröffentlichungen der Stadtverwaltung. Den Kontext der Arbeit bilden das Dispositiv der Kindheit und das politische Forum des Landtages und Gemeinderates. Als Ordnungen, die die Debatten prägen, werden Ausschlüssen, Verschiebungen, stabile Momente und Subjektpositionen für Kinder, Eltern und Pädagog_innen herausgearbeitet. In der Zusammenschau dieser Ordnungen wird deutlich, dass das Kindertagesheimwesen und dessen politischen Aushandlungen als Ort der Subjektivierung und als ein Regime der Aufmerksamkeit verstanden werden können, die letztendlich der Regulierung der Bevölkerung dienen.Institutional childcare and education are an integral part of the current political discussions and considered as promising. The thesis focuses on the political talk about these institutions and their orders based on the debates about institutional childcare. The examined took place in Vienna’s municipal council and state parliament (Gemeinderat and Landtag) between 1960 and 2010. The debates are analysed using the Diskurskritische Policy Analyse which was developed in the course of the dissertation - the approach borrows from Foucault's discourse analysis as well as policy analysis. The data corpus of the study consists of protocols, requests, proposals etc. from Vienna’s municipal council and state parliament and is complemented by publications of the city’s administration. The dispositive of childhood and the political forum of the municipal council and the state parliament form the context of the research project. Exclusions, shifts, stable moments and subject positions for children, parents and pedagogues are identified and described as orders which structure the debates. When considering these orders institutional childcare can be understood as a place of subjectivation and as a regime of attention that both ultimately serve the regulating of the population.Julia Seyss-InquartAbweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des VerfassersZsfassungen in dt. und in engl. SpracheGraz, Univ., Diss., 2015 007
Thomas Pille: Das Referendariat. Eine ethnographische Studie zu den Praktiken der Lehrerbildung. Bielefeld: transcript 2013 (262 S.) [Rezension]
Rezension von: Thomas Pille: Das Referendariat. Eine ethnographische Studie zu den Praktiken der Lehrerbildung. Bielefeld: transcript 2013 (262 S.; ISBN 978-3-8376-2289-8
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