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Kaminsky, Carmen/Seelmeyer, Udo/ Siebert, Scarlet/Werner, Petra (Hrsg.) (2020). Digitale Technologien zwischen Lenkung und Selbstermächtigung. Interdisziplinäre Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa. 186 S., 29,95 €.
Kaminsky, Carmen/Seelmeyer, Udo/Siebert, Scarlet/Werner, Petra (Hrsg.) (2020). Digitale Technologien zwischen Lenkung und Selbstermächtigung. Interdisziplinäre Perspektiven. Weinheim: Beltz Juventa. 186 S., 29,95 €.
In Kontexten der Sozialarbeit sowie der Therapie werden digitale Technologien von Self Tracking bis Gamification eingesetzt. Die Publikation versucht anhand interdisziplinärer Perspektiven Technik, ‚die auf soziale Verhaltensänderung zielt‘, in ihren Chancen und Risiken zu beleuchten.
Dazu widmet sich der erste Teil dem Spannungsfeld zwischen Ermächtigung und Kontrolle bei digitalen Tools aus einer techniksoziologischen Perspektive. Dabei wird das Konzept der ‚digitalen Dienstbarkeit‘ entworfen, um den Nutzen der Technologie für den Menschen zu beschreiben. Anhand eines zeitlichen Abrisses der verschieden ‚Zäsuren‘ der Digitalisierung wird aufgezeigt, wie sich das Selbstbild durch die digitale Transformation verändert.
Die Frage nach Lenkung und Selbstermächtigung durch digitale Technologien wird in den weiteren Beiträgen anhand konkreter digitalisierter Praktiken in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit diskutiert. Die behandelten Settings reichen von Gamification und Technikberatung für ältere Menschen bis zur Verwendung sozialer Medien und Online-Experimente als ‚Living Labs‘. Konkret werden dabei ethische Fragen zur Digitalisierung in der Sozialen Arbeit gestellt und auf die Herausforderung der Einhaltung der ‚klassischen ethischen Anforderungen der Profession‘ verwiesen.
Die Publikation bietet einen tiefen interdisziplinären Einblick in grundlegende ethische Debatten in der Arbeit zwischen Mensch und Technologie und bestärkt die langjährige Forderung der Sozialarbeitswissenschaften nach mehr Reflexivität und interdisziplinäreren Perspektiven bei der Entwicklung von digitalen Technologien
Das Ende der Normalisierung?: Soziale Arbeit zwischen Normativität und Normalität
Seelmeyer U. Das Ende der Normalisierung?: Soziale Arbeit zwischen Normativität und Normalität. Edition soziale Arbeit. Weinheim: Juventa-Verl.; 2008
"Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme". Zur Rolle von Dokumenten in der Verwaltung von Arbeitslosigkeit
Im Rahmen des Sozialinvestitions- und Aktivierungsparadigmas ist die Praxis der Arbeitslosenversicherung und der Sozialhilfe primär auf die Eingliederung der Klientel in den Arbeitsmarkt ausgerichtet. Die „Vermittlungsfähigkeit“ der Erwerbslosen ist dabei zugleich Voraussetzung für und Ziel der Arbeit dieser Institutionen. Sie wird einerseits interaktiv und situativ zwischen Sozialarbeitenden und Erwerbslosen ausgehandelt, anderseits wird sie „interobjektiv“ mit Rekurs auf situationsunabhängige Strukturierungen abgeprüft und kategorisiert. Diese Strukturierungen sind in einer Reihe von Formularen abgelagert, die den Sozialarbeitenden als objektivierte Kategorisierungsanleitungen dienen. Zusammen mit weiteren Dokumenten bilden sie einen Textkorpus, der in der Summe den zu bearbeitenden „Fall“ konstituiert und verschiedene Funktionen erfüllt. Das Dossier ist Aushandlungsgegenstand zwischen Klient/in und Sozialarbeiter/in im Beratungsprozess, Handlungsanleitung für die Sozialarbeitenden sowie Medium der Handlungskoordination mit externen Institutionen. Überdies verknüpft es die lokale Praxis mit übergreifenden sozialpolitischen Diskursen, indem auf der Basis der mit den Fallakten erzeugten Fakten Statistiken erstellt werden, die ein Wissen um das soziale Problem der Arbeitslosigkeit hervorbringen
Widersprüche der Mediatisierung Sozialer Arbeit
http://www.amazon.de/Mediatisierung-Sozialen-Arbeit-Grundlagen/dp/383401516
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Zum Digitalisierungsdiskurs in der Sozialen Arbeit. Befunde – Fragen – Perspektiven
Insgesamt ist in den letzten Jahren eine Bewegung von einer lange Zeit nur randständigen Thematisierung zu Digitalisierung als relevantem Querschnittsthema auch in der Sozialen Arbeit zu erkennen. Der wissenschaftliche Diskurs zu Digitalisierung und Digitalität in der Sozialen Arbeit weist – auch historisch – verschiedene Stränge auf. Neben frühen Impulsen u.a. aus der Medienpädagogik mit Fokus auf subjekt- und bildungsbezogene Thematisierungen und der Sozialinformatik, die auf Technik im Kontext von Organisation fokussiert, werden auch der kommunikationswissenschaftlich geprägte Diskurs zu ‚Mediatisierung‘, techniksoziologische Debatten und jüngere Zeitdiagnosen zur ‚Digitalen Gesellschaft‘ aufgegriffen. Auch im (fach-)politischen Diskurs hat das Thema – zuletzt forciert durch die Corona-Pandemie – einen zentralen Stellenwert erlangt. Implizit liegen den Diskursen nicht selten programmatische und normative Orientierungen zugrunde, die sich sowohl als grundlegende Technikskepsis oder aber zunehmend als reflexartiger Innovationsimpuls deuten lassen. Erst in Ansätzen hingegen entwickelt sich eine eigenständige Theoriebildung und Empirie in der Sozialen Arbeit zu Fragen der Digitalität. (DIPF/Orig.
Professionalism and Information Technology: Positioning and Mediation
The starting point of this paper is the assumption that - on the one hand - information technology (IT) is increasingly shaping the professional knowledge base and on the other the relation between organisation and profession. IT is changing the role, responsibilities and practices of social workers and therefore it is important to deal with the impact of IT on social work (representative for many: Harlow and Webb 2003; Burton and van den Broek 2008).
Hence, the general aim of this paper is to stimulate a basic discussion on “IT application in social work“, or rather, in a more general way, on „technology and professions“. Secondly, it is about an analytical differentiation of the process of informatisation, respectively formalisation. Thirdly we want to discuss the assumption and overall combination of efficiency, effectiveness and IT.
Therefore this paper is arranged as follows: After some opening remarks (chapter 1) we outline case management systems as research object (2). Further on, we confront the approach of reflexive professionalism (3) with the process of formalization (4). Subsequently, we touch on the debate of “technologies of care” (5) and conclude with some short remarks on a research program (6)
Informationstechnologien im Kontext vorbeugender Sozialpolitik in NRW: Bestandsaufnahme, Funktionen und Perspektiven
Die vorliegende Studie untersucht den Einsatz von Informationstechnologien in präventiven kommunalen Hilfearrangements anhand von Fallbeispielen aus Präventionsprogrammen in NRW und auf der Grundlage einer literaturbasierten Auseinandersetzung. Ziel der Expertise ist es, die aktuelle sowie basierend auf aktuellen technologischen Entwicklungen auch die potenzielle Bedeutung von Informationstechnologien im Kontext vorbeugender Sozialpolitik herauszuarbeiten. IT erfüllt - so ein zentrales Ergebnis der Analyse - vier zentrale Funktionen: (a) die Steuerung von Hilfesystemen, (b) die Vernetzung von Akteur_innen, (c) die Unterstützung von Fallarbeit und (d) die Einbindung von Adressat_innen. Neue Technologien könnten insbesondere die Sozialplanung und die präventive Verhaltenssteuerung weitreichend verändern. Die Studie schließt mit Entwicklungs- und Forschungsperspektiven zur Weiterentwicklung von kommunalen Präventionsprogrammen hinsichtlich ihrer Unterstützung durch Informationstechnologien.This study focuses on the use of information technologies in social services and local welfare policies. Aim of this study is to examine the relation and potential importance of IT to current frameworks of preventive social policies ('vorbeugende Sozialpolitik'). The study is based on five exemplary case studies in prevention programmes in North Rhine-Westphalia as well as a literature review of IT usage in the social sector. The functions of IT in preventive social policy are differentiated on four levels: (a) steering and monitoring social service systems, (b) networking and cooperating of actors, (c) assisting case work (d) and involving citizens and clients. The study concludes with future prospects for the use of new technologies (‚social policy 4.0‘), research and local development
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
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