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    Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit

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    The publication of this work was supported by the Open Access Publication Fund of Humboldt-Universität zu Berlin.Regenbogenfamilie, Inseminationsfamilie, Mehrelternfamilie: Diese Begriffe versuchen das Phänomen zu fassen, dass Elternschaft und Familie in vielfältigen Konstellationen verwirklicht werden. Sie stehen dabei im Spannungsfeld zwischen empirischer Vielfalt und gesellschaftlichen Norm- und Normalitätsvorstellungen. Die Beiträge des Sonderheftes erkunden die Familienformen lesbischer Zweielternfamilien, Trans* und Co-Elternschaft, nicht-monogamer Beziehungsnetzwerke sowie queere Beziehungsnetzwerke im Kontext von Flucht. Die Autor*innen beschäftigen sich aus geschlechter-, sexualitäts- und queertheoretischen Perspektiven mit vielfältigen Familienformen jenseits heteronormativer Verwandtschaftsbeziehungen. Der empirische Fokus liegt auf den familialen Alltagspraxen: Wie gestaltet sich das doing family und doing reproduction in diesen Familien? Hier stehen die damit einhergehenden Ambivalenzen und Ungleichheiten im Zentrum. Einerseits werden die rechtlichen und politischen Öffnungen sowie die reproduktionstechnologischen Möglichkeiten in der Praxis vielfältig genutzt. Durch den Gebrauch von assistierter Reproduktion wird die Norm der zweigeschlechtlichen Fortpflanzung innerhalb der heterosexuellen Paardyade aufgebrochen. Andererseits sind neben Prozessen der Einschließung auch neue Ausschlüsse zu beobachten, scheinen doch nur solche Liebes- und Lebensformen staatliche Anerkennung zu gewinnen, die der ‚Normalfamilie‘ ähneln

    "Doing parenthood" within ambivalent orders of recognition

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    Of general knowledge – at least in sociological, social work and anthropological research – is the fact that conceptions of the family institution and daily practices of families have pluralized. Moreover, the diversity of families has become more visible over the past decades. However, we can still observe that some families are more equal or rather, different than others. Therefore, some questions arise that may be worth examining: Who is considered a parent and what is a family? Based on interviews with families beyond the heterosexual two-parent norm, the author analyses the recognition of non-normative families and parenthood. How are parenthood and family practiced and what are the kinds of experiences of social inequality, inclusion, and/or exclusion that these families cope with? These questions led her to the reconstruction of family narratives. Considering inclusion and exclusion as key characteristics of recognition order, she focuses on two specific fields relevant to social work: stepchild adoption and interactions with educational institutions. (DIPF/Orig.

    The Elterngeld : Germany on its way to gender equity?

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    Zum Januar 2007 wird das Elterngeld in Deutschland eingeführt. Im Vorfeld gab es innerhalb der Großen Koalition heftige politische Kontroversen über "Papamonate", "Wickelvolontariate" und "Einschränkungen der Wahlfreiheit von Familien". Der erzielte Kompromiss zum Elterngeld wurde als innovative sozialstaatliche Reform und Paradigmenwechsel propagiert. In diesem Beitrag soll der Frage nachgegangen werden, wie das Elterngeld aus einer Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit zu beurteilen ist und in diesem Sinne tatsächlich einen Paradigmenwechsel darstellt. Dazu wird auf das Modell einer Gerechtigkeitsutopie von Nancy Fraser zurückgegriffen und das Elterngeld anhand dessen einer normativen Bewertung unterzogen. Ist Deutschland durch das Elterngeld einer Geschlechtergerechtigkeit näher gekommen? Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass das Elterngeld, da es auf eine geschlechtsstrukturierte Realität trifft, die vorhandene Arbeitsteilung eher verfestigt als diese aufzubrechen. Es kann als zaghafter, jedoch nicht gänzlich überzeugender Schritt in Richtung Geschlechtergerechtigkeit gewertet werden.To the first January 2007 the Elterngeld will be implemented in Germany. Beforehand there was a intense political dispute about leave arrangements especially for fathers. The achieved compromise was announced as an innovative welfare reform and paradigm change. This paper analyses the Elterngeld in terms of its gender equity and tries to answer, if it is really a change of paradigm. Nancy Frasers thought experiment will be used as theoretical framework for evaluating the Elterngeld in a normative manner. Is the Elterngeld a step towards gender equity in Germany? In the End the author assumes that the Elterngeld can be seen as a little but unconvincing step towards gender equity

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Cui bono? Comparison of two basic income models: ‘Solidarisches Bürgergeld’ vs. ‘Grünes Grundeinkommen’

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    Die Auseinandersetzung mit zwei Grundeinkommensmodellen, dem Solidarischen Bürgergeld des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus und dem Grünen Grundeinkommen der baden-württembergischen Grünen, ist Gegenstand dieser Arbeit. Die Grundidee beider Modelle ist, das Gros der heutigen steuer- und beitragsfinanzierten Sozialleistungen durch eine für alle BürgerInnen identische und an keine Bedingung geknüpfte (monetäre) Transferleistung des Staates zu ersetzen. Diese Idee besticht durch ihre Einfachheit, spontan leuchtet jedem ein, wie es funktionieren könnte. Doch betrachtet man die konkrete bundesdeutsche Ausgangslage und geht in Gedanken die Veränderungen durch, die die Einführung eines Grundeinkommens mit sich bringen würden, dann erhöht sich die Komplexität exponentiell und die Übersichtlichkeit geht verloren. Der Fokus liegt auf der Analyse und Bewertung zweier konkreter Modelle, des Solidarischen Bürgergeldes und des Grünen Grundeinkommens, im bundesdeutschen Kontext. Cui bono? Der Frage, wem welches Modell Vorteile bringt und wem Nachteile, wird unter Zuhilfenahme der Konzepte der Sozialen Gerechtigkeit und der Geschlechtergerechtigkeit nachgegangen. Für das Solidarische Bürgergeld und das Grüne Grundeinkommen werden dazu in einem ersten Schritt die immanenten Prinzipien sozialer Gerechtigkeit – Bedarfs-, Leistungs- und Chancengerechtigkeit – herausgearbeitet. Mit dieser Analyse ist jedoch noch nicht die Frage beantwortet, ob die Einführung eines dieser beiden Modelle aus normativer Sicht als wünschenswert gelten kann. Innerhalb des Diskurses wird gelegentlich als scheinbar letztes rettendes Argument angebracht, dass „das Grundeinkommen ja auch gut für Frauen sei“. Daher werden nach der Analyse der immanenten Gerechtigkeitsprinzipien die beiden Modelle zusätzlich mit Hilfe von Theorien zu Geschlechtergerechtigkeit von Nancy Fraser und Joan Tronto einer Bewertung unterzogen.In the last years in Germany the discussion about the idea of an unconditional basic income has been revitalized. The main idea is to replace all tax and fee-financed social benefits with an income which is unconditionally granted to all individuals. From a general conceptional perspective, this idea seems to be very simply and plain. However, if one considers the different models as well as the social context, the idea becomes more complex. The study analyzes and evaluates the two basic income models ‘Solidarisches Bürgergeld’ and ‘Grünes Grundeinkommen’ in the German context under perspective of “Cui bono?” It asks who benefits and who loses from the implementation of these models. It will be answered with the theoretical background of social justice concepts and theories of gender equality. In detail, I explore the models ‘Solidarisches Bürgergeld’ and ‘Grünes Grundeinkommen’ in respect to their immanent principles of ‘equity of needs’ (Bedarfsgerechtigkeit), ‘performance fairness’ (Leistungsgerechtigkeit) and ‘equal opportunities’ (Chancengerechtigkeit). However, the question remains unanswered as to whether or not the implementation of one of these models is preferable from the aforementioned normative perspectives. Therefore, it is followed by an assessment of both options from the perspective of gender equality theories from Nancy Fraser and Joan Tronto

    Zwischen Konsens und Konflikt. Wie Paare Elternzeiten aushandeln

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    Kontinuität und Wandel in den Geschlechterverhältnissen lässt sich nicht zuletzt in Aushandlungen von Paaren zur Elternzeit beobachten, in denen individuelle Präferenzen, Ideale der Lebensführung, institutionalisierte Geschlechterannahmen, familienpolitische Angebote und ökonomische Rahmungen komplex verwoben werden und dabei von den Paaren in unterschiedlichster Manier abgerufen, relevant gemacht oder negiert werden können. Im Fokus des Beitrags steht die Frage, wie Paare Beruf/Karriere und Einkommen in Aushandlungen zur Elternzeitnahme durch geschlechterdifferenzierende Zuschreibungen von Betreuungsverantwortung (ir-)relevant setzen.Basierend auf Paar- und Einzelinterviews mit un-/gleichgeschlechtlichen Elternpaaren werden zentrale Begründungsfiguren zur Selbst- und Fremdzuschreibung von Betreuungsverantwortung diskutiert. Der systematische Vergleich der Begründungsfiguren ermöglicht eine Differenzierung von konsensuellen und konfliktbehafteten Aushandlungen zur Elternzeit und zeigt zugleich die Relevanz von Familienarbeit als eigenständigen Aushandlungsbereich. Inwiefern dabei Elternzeit als zu vermeidend und/oder erstrebenswert gilt variiert zwischen den Begründungsfiguren. Daran anknüpfend lässt sich eine ambivalente Gleichzeitigkeit von Öffnungs- und Schließungstendenzen in den Zuschreibungen von Ernährer- und Betreuungsverantwortung in paarinternen Aushandlungen konstatieren.Die empirischen Ergebnisse zeigen zudem eindrücklich die Eigenleistung der Paare, ihre beruflichen Perspektiven und finanziellen Situationen zu interpretieren und entsprechend ‚Passungen‘ mit Elternzeitarrangements herzustellen. Deutlich wird, dass sich die ausgehandelten Zuständigkeiten für Familienarbeit nicht (allein) über Erwerbsarbeit und Einkommen verstehen lassen. Indem bspw. in einigen Studien die Elternzeitnahme von Vätern über Erwerbstätigkeit, Bildungsniveau und ökonomische Ressourcen erklärt werden soll, werden Hierarchisierungen von Erwerbs- und Familiensphäre perpetuiert und ein ‚occupational bias‘ (re-)produziert. Statt das Vorhandensein von ‚Aushandlungs- und Machtvorteilen‘ (z.B. Karrierestatus oder ein nominal höheres Einkommen) zu betrachten, gilt es in empirischen Studien stärker das Relevantsetzen und Mobilisieren bzw. Nicht-Relevantsetzen und Nicht-Mobilisieren dieser als interaktiv-emergentes Phänomen zu berücksichtigen

    Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit

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    Rainbow family, insemination family, multi-parent family: These terms try to understand the phenomenon that parenthood and family are realized in diverse constellations. They are caught between empirical diversity and societal norms and norms. The articles in the special issue explore the family forms of lesbian two-parent families, trans * and co-parenting, non-monogamous relationship networks as well as queer relationship networks in the context of escape .; Same-sex parenting, co-parenting, blended family: These terms try to capture the phenomenon that parenthood and family are realized in manifold constellations. They are caught between empirical diversity and social notions of norm and normality. The articles in this special issue explore the family forms of lesbian two-parent families, trans * and co-parenthood, non-monogamous relationship networks, and queer relationship networks in a refugee context.Regenbogenfamilie, Inseminationsfamilie, Mehrelternfamilie: Diese Begriffe versuchen das Phänomen zu fassen, dass Elternschaft und Familie in vielfältigen Konstellationen verwirklicht werden. Sie stehen dabei im Spannungsfeld zwischen empirischer Vielfalt und gesellschaftlichen Norm- und Normalitätsvorstellungen. Die Beiträge des Sonderheftes erkunden die Familienformen lesbischer Zweielternfamilien, Trans* und Co-Elternschaft, nicht-monogamer Beziehungsnetzwerke sowie queere Beziehungsnetzwerke im Kontext von Flucht.; Same-sex parenting, co-parenting, blended family: These terms try to capture the phenomenon that parenthood and family are realized in manifold constellations. They are caught between empirical diversity and social notions of norm and normality. The articles in this special issue explore the family forms of lesbian two-parent families, trans* and co-parenthood, non-monogamous relationship networks, and queer relationship networks in a refugee context

    Die Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen

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    Der Sozialstaat in Deutschland steht seit einigen Jahrzehnten vor bedeutenden Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wird zunehmend die Praktikabilität der bestehenden wohlfahrtsstaatlichen Arrangements in Frage gestellt. Als eine Alternative zu dem als ungerecht empfundenen sozialen Sicherungssystem wird die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens debattiert
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