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Militärische Gewaltkulturen von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg
The publication of this work was supported by the Open Access Publication Fund of Humboldt-Universität zu Berlin.Haben sich in militärischen Einheiten, in Gesellschaften, Staaten oder Nationen spezifische Kulturen etabliert, die zu exzessiver militärischer Gewalt geführt haben? Die Beiträge dieses Bandes untersuchen, wie sich in den regulären Armeen der europäischen Großmächte – von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – spezifische militärische Gewaltkulturen entwickelten. Zudem beleuchten sie, welche Rolle diese bei der Ausübung exzessiver Gewalt von Soldaten spielten. Der Fokus des Bandes liegt dabei auf physischer Gewalt, die von Zeitgenossen sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten als illegitim angesehen wurde. So können sowohl die Maßstäbe der Legitimität und Illegitimität von Gewalt als auch die Bedingungen ihres Wandels aufgezeigt werden. Das überraschende Ergebnis ist: Trotz der Spezifik militärischer Gewaltkulturen der europäischen Armeen in den verschiedenen Epochen hatten diese weniger Auswirkungen auf exzessive Gewalt als bislang in der Geschichtswissenschaft angenommen
Katholische Dunkelräume
Seitdem 2010 der frühere sexuelle Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bekannt wurde, wird auch in Deutschland intensiv über den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Vertreter der katholischen Kirche diskutiert. Mit der 2018 veröff entlichten MHG-Studie begann die wissenschaftliche Aufarbeitung, an der seitdem Vertreter verschiedener Disziplinen beteiligt sind. Der Band trägt den bisherigen Forschungsstand aus den unterschiedlichen Fachgebieten (Geschichtswissenschaft, Pädagogik, Recht, Psychologie) zusammen. Deutlich wird, welche innerkirchlichen und gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren das Fehlverhalten von Geistlichen ermöglichten. Darüber hinaus wird danach gefragt, welche Spezifika der sexuelle Missbrauch in der katholischen Kirche aufweist und inwieweit er in gesamtgesellschaftliche Phänomene eingeordnet werden muss. Zudem zeigt das Buch, inwiefern gerade historiographische Zugänge dazu beitragen können, Licht in die katholischen Dunkelräume zu bringen
Katholische Dunkelräume
Seitdem 2010 der frühere sexuelle Missbrauch am Berliner Canisius-Kolleg bekannt wurde, wird auch in Deutschland intensiv über den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Vertreter der katholischen Kirche diskutiert. Mit der 2018 veröff entlichten MHG-Studie begann die wissenschaftliche Aufarbeitung, an der seitdem Vertreter verschiedener Disziplinen beteiligt sind. Der Band trägt den bisherigen Forschungsstand aus den unterschiedlichen Fachgebieten (Geschichtswissenschaft, Pädagogik, Recht, Psychologie) zusammen. Deutlich wird, welche innerkirchlichen und gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren das Fehlverhalten von Geistlichen ermöglichten. Darüber hinaus wird danach gefragt, welche Spezifika der sexuelle Missbrauch in der katholischen Kirche aufweist und inwieweit er in gesamtgesellschaftliche Phänomene eingeordnet werden muss. Zudem zeigt das Buch, inwiefern gerade historiographische Zugänge dazu beitragen können, Licht in die katholischen Dunkelräume zu bringen
Die Hohenzollern-Legende:Dynastie und Geschichtspolitik im Kaiserreich
Discusses the public use of History to generate soft power for the ruling dynasty in Imperial Germany
Selbstbehauptung versus Antiziganismus
Die Siedlung Friedrichslohra stellt insofern eine Besonderheit dar, als es sich neben den Siedlungen in Wittgenstein und Württemberg um eine der frühesten Ansiedlungen von Sinti in Deutschland handelte. Bis heute wird in der Geschichtsschreibung die These tradiert, der preußische König Friedrich II. (1712-1786) habe das Modell der Zwangsassimilierung der Roma in Österreich-Ungarn zum Vorbild genommen und befohlen, die Sinti seines Herrschaftsbereiches in Friedrichslohra bei Nordhausen in der preußischen Provinz Sachsen anzusiedeln. Diese These wird in der Studie hinterfragt und die Bedingungen für die Sesshaftwerdung dargestellt werden.
Ein exemplarischer Umerziehungsversuch von Sinti, die sich in Friedrichslohra niedergelassen hatten, durch den protestantischen Naumburger Missions-Hilfs-Verein unterstützt durch die preußischen Behörden in den Jahren 1829-1837 ist einer der Schwerpunkte der vorliegenden Arbeit. Daran anschließend folgt eine Untersuchung der Eingaben von Sinti gegen die Ablehnung von Gewerbescheinen und Pässen an das preußische Innenministerium im Zeitraum von 1842-1909. Ein weiterer umfangreicher Teil der Studie setzt sich mit der NS-Verfolgung der Sinti aus Friedrichslohra und ihrer Nachkommen auseinander. Im Fokus stehen die Biographien verfolgter Sinti.
Die Erforschung des Themas beruht auf Recherchen und Auswertungen historischer Dokumente und zeitgenössischer Literatur in diversen Archiven und Bibliotheken. Im Gegensatz zu den meisten Publikationen über Sinti und Roma, in denen negative Urteile tradiert werden, überliefern die bearbeiteten Aktenbestände eine Reihe von Selbstzeugnissen. Diese geben Rückschlüsse auf die Selbstdarstellung und Selbstbehauptung der Sinti von Friedrichslohra.The settlement Friedrichslohra is special in that it was one of the earliest settlements of Sinti in Germany, along with the settlements in Wittgenstein and Württemberg. To this day, historians maintain that the Prussian King Frederick II (1712-1786) took the model of the forced assimilation of the Roma in Austria-Hungary as a model and ordered the Sinti of his domain to settle in Friedrichslohra near Nordhausen in the Prussian province of Saxony. This thesis will be questioned in the study and the conditions for the settlement will be presented.
An exemplary reeducation attempt of Sinti, who had settled in Friedrichslohra, by the Protestant Naumburger Missions-Hilfs-Verein supported by the Prussian authorities in the years 1829-1837 is one of the focal points of the present work. This is followed by an investigation of the petitions of Sinti against the refusal of trade licenses and passports to the Prussian Ministry of the Interior in the period 1842-1909. Another extensive part of the study deals with the Nazi persecution of the Sinti from Friedrichslohra and their descendants. The focus is on the biographies of persecuted Sinti.
The research of the topic is based on research and evaluation of historical documents and contemporary literature in various archives and libraries. In contrast to most publications on Sinti and Roma, in which negative judgments are passed on, the files examined contain a number of self-testimonies. These allow conclusions to be drawn about the self-presentation and self-assertion of the Sinti of Friedrichslohra
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
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