Hochschulschriftenserver der Pädagogischen Hochschule Freiburg
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Mehrsprachigkeitsdidaktik in der sprachpraktischen Ausbildung angehender Spanischlehrkräfte - Eine empirische Untersuchung am Beispiel des Subjuntivo
Kann eine mehrsprachige Ausbildung von angehenden Fremdsprachenlehrkräften die sprachlichen Kompetenzen fördern? Werden Sprachvergleiche als lernförderlich wahrgenommen? Wie wirken sich eigene Lernerfahrungen auf die Einstellungen und Handlungsdispositionen aus? Eva Nelz untersucht dies im Rahmen einer experimentellen Studie zur Wirksamkeit einer mehrsprachigen Lerngelegenheit, die im Rahmen des Promotionskollegs CURIOUS der School of Education FACE entstanden ist
Erste Hilfe an Schulen - eine empirische Untersuchung zum Kenntnisstand der Lehrkräfte
Abstract
An Schulen ist die Erste-Hilfe-Kompetenz von Lehrkräften von besonderer Bedeutung, da dort bei Eintritt eines Notfalls in der Regel kein medizinisches Fachpersonal vor Ort ist, um die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen zeitnah durchzuführen. Daher sind qualifizierte Laienhelfer unverzichtbar, denn bei schweren Notfällen entscheiden oft die ersten Minuten über Leben oder Tod. Da Eltern ihre Kinder in der Schule der Aufsicht und Verantwortung der Lehrpersonen übergeben, müssen sie sich darauf verlassen können, dass diese einerseits präventiv Unfällen vorbeugen und anderseits in Notfallsituationen adäquat reagieren können. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit der aktuelle Kenntnisstand von Lehrkräften im Bereich der Erste-Hilfe empirisch untersucht, um festzustellen, ob diese bestmöglich auf eine bedarfsgerechte Hilfeleistung vorbereitet sind, um im Ernstfall entsprechend reagieren können.
Auf Basis eines hypothesengenerierenden Interviews mit einer langjährig erfahrenen Lehrkraft wurde ein Fragebogen konzipiert, um die aus dem Gespräch abgeleiteten Schlussfolgerungen sowie das vorhandene Wissen in Erster Hilfe empirisch zu überprüfen. Dieser wurde sowohl an Lehrpersonen mit Berufserfahrung als auch an Lehramtsstudierende verteilt. Quantitativ und qualitativ ausgewertet werden konnten die Antworten von 100 Lehrkräften und 72 Studierenden.
Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung legen die Vermutung nahe, dass im Bereich der Ersten-Hilfe-Kompetenzen in beiden Gruppen erhebliche Mängel bestehen, so dass viele in Notfällen den Schülerinnen und Schülern keine adäquate Erste-Hilfe-Versorgung zukommen lassen könnten. Insofern sollten die Ergebnisse dieser Arbeit zum Anlass genommen werden, sowohl jetzige als auch zukünftige Lehrkräfte besser auf diesen auch in der Schule wichtigen Bereich vorzubereiten
Grundlagen der empirischen Forschung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimabildung im Research Center for Climate Change Education and Education for Sustainable Development (ReCCE)
Im Forschungszentrum ReCCE (Research Center for Climate Change Education and Education for Sustainable Development) werden Voraussetzungen, Prozesse und Ergebnisse von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimabildung in der formalen und non-formalen Bildung untersucht. In diesem Papier soll das Forschungsverständnis geklärt, wichtige Forschungsgegenstände skizziert und Qualitätskriterien für die empirische Arbeit bestimmt sowie eine Abgrenzung zu anderen pädagogischen Diziplinen vorgenommen werden
Grundlagen der empirischen Forschung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimabildung im Research Center for Climate Change Education and Education for Sustainable Development (ReCCE)
Im Forschungszentrum ReCCE (Research Center for Climate Change Education and Education for Sustainable Development) werden Voraussetzungen, Prozesse und Ergebnisse von Bildung für nachhaltige Entwicklung und Klimabildung in der formalen und non-formalen Bildung untersucht. In diesem Papier soll das Forschungsverständnis geklärt, wichtige Forschungsgegenstände skizziert und Qualitätskriterien für die empirische Arbeit bestimmt sowie eine Abgrenzung zu anderen pädagogischen Disziplinen vorgenommen werden
Ästhetik und Semiotik in bildnerischen Arbeiten von Grundschulkindern
Der Beitrag beschäftigt sich anhand von Fotografien mit der Ästhetik und Semiotik bildnerischer Arbeiten von Kindern der dritten und vierten Klassenstufe. Diese Arbeiten entstanden in zwei Lehr-Lernszenarien, die eine Designerin nach dem Prozess und den Prinzipien des Design Thinking im Fach Kunst/Werken und im Sachunterricht in einer Grundschule in Baden-Württemberg durchführte. Skizzen, welche die Kinder als Entwürfe für dreidimensionale Modelle anfertigten, sowie die Modelle selbst wurden einer qualitativen Analyse nach Kuckartz (2018) unterzogen und hinsichtlich ihrer Ästhetik und Semiotik beschrieben. Für die Begriffe „Skizze“ und „Modell“ wird im weiteren Verlauf der Begriff „Artefakt“ in Anlehnung an Park (2020, S. 31) verwendet.
Ziel des Beitrags ist es, die inhärente Ästhetik und Semiotik, welche den Artefakten einerseits sowie dem Schaffensprozess andererseits innewohnen, aufzuzeigen. Die Arbeiten werden zum Teil mit Kommentaren der Kinder untermauert, welche im Rahmen von Interviews, Mitschrieben während der teilnehmenden Beobachtung sowie anlässlich ihrer Präsentationen entstanden sind. Dadurch soll die Möglichkeit zur Reflexion gegeben werden, inwieweit Kinder, wenn man sie selbstbestimmt (Largo, 2011) und ohne vorab kommunizierte Zielvorgaben arbeiten lässt (Heyl & Schäfer, 2016; Stettler, 2021), auf eine selbstverständliche und natürliche Art und Weise in der Lage sind, Lösungen für Aufgaben zu finden (Brown, 2009), welche ihnen im Unterrichtsgeschehen gestellt werden. Zusätzlich wird die Fähigkeit der Kinder dokumentiert, aus Fehlern oder Unwägbarkeiten, welche sich im Verlauf des Schaffensprozesses ergeben haben (Brown, 2009), zu lernen, ihr Bauvorhaben dementsprechend durch Umcodierung (Schwarzfischer, 2013) anzupassen und an dessen Ende den Sinn und die Funktion ihrer Artefakte sowohl visuell als auch verbal zu erläutern (Eco, 2002). In diesen ästhetischen und semiotischen Manifestationen wurden große Synergieeffekte der Fächer Sachunterricht und Kunst/Werken deutlich. Deshalb gibt der Beitrag am Ende einen Ausblick auf eine innovative und transformative Designpädagogik (Park, 2020, S. 33), welche in der Lage ist, die Synergieeffekte dieser beiden Fächer zu nutzen und zu vernetzen, um die kreativen und innovativen Potenziale zu fördern, welche Kinder dieser Altersstufe mitbringen
Die Entwicklung des akademischen Selbstkonzeptes und der Lernzielorientierung von Schüler*innen im Verlauf der Sekundarstufe I an Ganztagsschulen
Der Ausbau der Ganztagsschulen in Deutschland zielt unter anderem darauf ab, Schüler*innen umfassend individuell in ihrer Entwicklung zu fördern. Aktuelle Untersuchungen verdeutlichen den Bedarf an weiterer Forschung, insbesondere zur Analyse individueller Entwicklungsverläufe und ihrer Zusammenhänge mit der Ganztagsschulteilnahme. Zwei bedeutende Schüler*innenmerkmale im Kontext von Leistung und Lernen sind das akademische Selbstkonzept und die Lernzielorientierung.
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung des akademischen Selbstkonzepts und der Lernzielorientierung von Schüler*innen während der Sekundarstufe I an Ganztagsschulen, abhängig von ihrer Teilnahme am Ganztagsunterricht. Zudem werden differenzielle Entwicklungsverläufe beider Merkmale analysiert und Bedingungsfaktoren für positive Entwicklungsverläufe überprüft.
Die Ergebnisse verdeutlichen eine signifikante Abnahme sowohl des akademischen Selbstkonzepts als auch der Lernzielorientierung der Schüler*innen während der Sekundarstufe I. Es zeigt sich jedoch kein direkter Effekt der Teilnahme am Ganztagsunterricht auf diese Abnahme. Personenzentrierte Analysen ergeben unterschiedliche Entwicklungsverläufe für beide Merkmale, wobei nur vereinzelte Zusammenhänge zur Ganztagsteilnahme erkennbar sind. Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass die Qualität und Gestaltung der Ganztagsangebote von Bedeutung sind.
Die empirischen Befunde werden im Rahmen bestehender Theorien interpretiert und in die aktuelle Forschungslage eingebettet. Dabei werden auch praktische Implikationen abgeleitet und mögliche Auswirkungen auf die Forschung im Bereich der Ganztagsschulforschung diskutiert
Do students learn more from failing alone or in groups? Insights into the effects of collaborative versus individual problem solving in productive failure
Productive Failure (PF) is an instructional design that implements a problem-solving phase which aims at preparing students for learning from a subsequent instruction. PF has been shown to facilitate students’ conceptual knowledge acquisition in the mathematical domain. Collaboration has been described as a vital design component of PF, but studies that have investigated the role of collaboration in PF empirically so far, were not able to confirm the necessity of collaboration in PF. However, these studies have diverged significantly from prior traditional PF studies and design criteria. Therefore, the role of collaboration in PF remains unclear. In an experimental study that is based on the traditional design of PF, we compared a collaborative and an individual problem-solving setting. It was hypothesized that collaboration facilitates the beneficial preparatory mechanisms of the PF problem-solving phase: prior knowledge activation, awareness of knowledge gaps, and recognition of deep features. In a mediation analysis, the effects of collaborative and individual problem solving on conceptual knowledge acquisition as mediated through the preparatory mechanisms were tested. In contrast to the hypotheses, no mediations or differences between conditions were found. Thus, collaboration does not hold a major preparatory function in itself for the design of PF
Differentiated description of pre-service early childhood teachers’ skill to plan actions with respect to math-related learning support—An exploratory study
Der Handlungsplanung als Teil professioneller Kompetenz kommt eine wesentliche Bedeutung bei der Überführung von Wissen in spontane Handlungen in pädagogischen Situationen zu. Obwohl Forschung die Bedeutung der Handlungsplanung für professionelles Handeln im Bereich früher mathematischer Bildung kontinuierlich betont, ist sowohl empirisch als auch inhaltlich wenig bekannt, welche Formen der mathematischen Lernunterstützung sich zeigen. Es lassen sich drei Formen unterscheiden: (1) Anleitung , (2) Begleitung und (3) Keine mathematikbezogene Lernunterstützung . Die vorliegende Studie versucht einen Beitrag zur differenzierten Beschreibung der Handlungsplanung in der frühen mathematischen Bildung zu leisten, indem Daten von n = 240 angehenden Erzieher*innen explorativ untersucht werden. Die drei zuvor theoretisch aus der Literatur zur Lernunterstützung abgeleiteten Formen ließen sich als Kategorien in den schriftlich formulierten Handlungsplanungen codieren. Darüber hinaus konnten Unterkategorien identifiziert werden, die die Handlungsplanung noch differenzierter beschreiben. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund der Situationsabhängigkeit, möglicher Erklärungen für die unterschiedlichen Gestaltungen der Handlungsplanungen und praktischer Implikationen diskutiert.The skill to plan actions is an inherent part of professional competence and crucial for the transformation of professionals’ knowledge to observable behavior. Although research on professional performance in early mathematics education continuously emphasizes the skill to plan actions, only little is known when it comes to empirical evidence or the differentiation with regard to three categories identified in the literature of math-related learning support: (1) accompanying mathematical learning, (2) guiding mathematical learning, and (3) no math-related action . The present study contributes to a differentiated description of the skill to plan actions in the field of mathematics education in children’s early years by examining n = 240 pre-service early childhood teachers’ responses to a standardized test and by applying exploratory analyses. The three former theoretically derived types were found empirically in the responses of the pre-service early childhood teachers. Furthermore, subcategories to describe the skill to plan actions in more detail have been identified. Results are discussed regarding situation-specificity, explanations for variability across these different types and practical implications
Intentional and actional components of engaged participation in public health research studies: qualitative synthesis of a recruitment and retention process into the theory-informed INTACT-RS framework
Abstract
Background
Ensuring motivated and successful study participation is a key challenge in the design and conduct of health research studies. Previously, recruitment barriers and facilitators have been identified mainly from experience, and rarely based on theoretical approaches. We developed a framework of intentional and actional components of engaged participation in public health research studies (INTACT-RS), informed by psychological behavioral models. We aimed a) to identify precise indicators for each framework component and b) to better understand which components and decision processes are essential for study participants.
Methods
Within a multicenter research network, we applied various approaches to recruit parents of newborns, pediatricians, and midwives. All recruitment processes were documented from the perspective of both participants and researchers. We used different qualitative and quantitative data material, which we applied in a multistage process according to the basic principles of qualitative content analysis.
Results
INTACT-RS encompasses pre-intentional, intentional and actional phases with a total of n = 15 components covering all aspects of an individual’s involvement with a research study. During intention formation, an understanding of efforts and benefits, why participation is valuable beyond contributing to research, and how others perceive the study, were particularly important to (potential) participants. Subsequently (intentional phase), participants consider how and when participation is compatible with their own resources, ability and availability, and hence seek for close communication with, and flexibility and support from the research team. During and after (initial) participation (actional phase), participants’ assessment of whether expectations and interests have been met impact crucial further steps, especially the willingness to continue and to recommend participation to others. A strong topic-wise and or supportive participation interest as well as active, continuous exchange with the researchers appeared to be central determinants of study completion and data validity.
Conclusions
A theoretical framework is now available to plan and conduct recruitment of different target groups, which accounts for essential motivational and volitional decision-making processes. Based on empirically specified constructs, possible barriers can be addressed even before the initial recruitment process. Therefore, recommendations for scientific practice have been formulated