Hochschulschriftenserver der Pädagogischen Hochschule Freiburg
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Das Kind als (a)sexuelles Wesen? Die Thematisierung von Sexualität im Fachdiskurs der Kindheitspädagogik
In Sexualität und Wahrheit weist Michel Foucault (1983) auf die Relevanz von Diskursen zu kindlicher Sexualität hin, indem er jene in einem Sexualitätsdispositiv verortet. Das Sexualitätsdispositiv habe einen machtvoll-produktiven Charakter, sei auf Generativität ausgerichtet und ziele auf eine „Intensivierung des Körpers“ (Foucault 1983, S. 126–129). Aus einer (human-)differenzierungstheoretischen Perspektive scheint bedeutsam zu sein, dass Diskurse über kindliche Sexualität Differenzierungen zum Ausdruck bringen. ‚Kinder‘ als Ausdruck kultureller Differenzierung lassen sich erstens als „elementare kulturelle Spezies“ (Hirschauer 2021, S. 156) konzeptualisieren. Zweitens sind Prozesse kultureller Differenzierung „durch Erzählungen, populäre und gelehrte Thematisierungen“ (Dizdar et al. 2021, S. 11) diskursiv.
Die vorliegende Masterthesis greift Diskurse zu kindlicher Sexualität als zentralen Analysegegenstand auf. Am Beispiel des kindheitspädagogischen Fachdiskurses wird die deutschsprachige Thematisierung kindlicher Sexualität für den Diskurszeitraum zwischen 2013 und 2024 analysiert
Social Work in Jordan
Zusammenfassung
Der Beitrag informiert über die Entwicklung, die Erfordernisse und die Schwierigkeiten der Sozialen Arbeit in Jordanien sowie die Studiengänge und den Arbeitsmarkt. Aufgezeigt wird, dass Soziale Arbeit unter Bedingungen eines nur schwach entwickelten Sozialstaats stattfindet und zu einem großen Teil im Kontext von internationalen, nationalen und lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), deren Angebote sich überwiegend an Geflüchtete richten. Aufgrund fehlender oder geringer rechtlicher Ansprüche auf sozialstaatliche Unterstützung erfolgt Hilfe überwiegend als eine zivilgesellschaftliche Wohltätigkeit unter Bedingungen knapper Mittel.Abstract
The article provides information on the development, requirements and difficulties of social work in Jordan, as well as the courses of study and the labor market. It is shown that social work takes place under conditions of a poorly developed welfare state and to a large extent in the context of international, national and local non-governmental organizations (NGOs), whose services are mainly aimed at refugees. Due to a lack of or low legal entitlement to welfare state support, assistance is mainly provided as civil society charity under conditions of scarce resources
KlimaWandelbar Ausgabe 1
KlimaWandelBar ist eine Zeitschrift, die sich an Lehrkräfte und andere Bildungsakteure richtet. Ziele von KlimaWandelBar sind die Kommunikation von Erkenntnissen aus der empirischen Bildungsforschung im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Klimabildung sowie die Inspiration der Schulpraxis. Herausgegeben wird die Zeitschrift von Vanessa Aeschbach, Christian Hörsch und Jennifer Stemmann im Auftrag des Forschungszentrums ReCCE, einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Freiburg mit einem Fokus auf BNE und Klimabildung.
Inhalte von Ausgabe Nr. 1, 2024:
(1) Machen die Einstellungen der Lehrkräfte den Unterschied?
(2) Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule: mit Kopf und Hand, aber ohne Herz?
(3) Aus dem Leben einer Wissenschaftlerin
(4) Let’s play Free Rivers
(5) Lehrkräfte vernetzen sich
(6) Klimawandel-Experimente für die MINT-Fächer
(7) Wind- und Sonnenenergie in Deutschlan
Teaching and learning floating and sinking: A meta‐analysis
Floating and sinking (FS) is a key topic in science education, both at primary and secondary levels. The interpretation of FS phenomena, however, is challenging due to the difficulty of the scientific concepts and explanatory models involved (e.g., density, buoyancy), along with students' everyday experiences, which conflict with scientific explanations. Consequently, many studies over the last few decades have investigated how FS could be taught effectively to students of different ages while utilizing multiple teaching approaches. This meta‐analysis summarizes findings from 69 intervention studies on teaching FS conducted between 1977 and 2021. Over all studies, we estimated a mean effect size of g = 0.85 (95% CI = 0.71, 0.99). This large effect size demonstrates that, although FS is a challenging concept, teaching FS is effective even in elementary school. Moreover, in a moderator analysis, we investigate the effect of intervention characteristics, students' age, as well as study design, and assessment features on the mean study effect size. To analyze the effect of these moderator variables, we use a three‐level hierarchical meta‐regression model for dealing with multiple effect sizes from single studies. We found two intervention characteristics that explain variance in study effect sizes: longer lasting interventions result in larger effect sizes and interventions where hands‐on experiments are applied are more effective than those utilizing virtual experiments. Furthermore, studies with a treatment‐control group comparison have significantly smaller effect sizes than studies with a pre‐post design. We discuss the implications of our findings regarding the moderator variables for effective teaching of FS and further research on FS
Handlungsorientierungen von Praxisausbildenden der Sozialen Arbeit
Marc Goldoni untersucht in der qualitativ-rekonstruktiven Studie Handlungsorientierungen von Praxisausbildenden der Sozialen Arbeit in der Schweiz zu ihrer Tätigkeit an der Schnittstelle von Hochschule und Praxis. Insbesondere der Zusammenhang von berufsbiografischen Aspekten, organisationalen Rahmenbedingungen und professionsspezifischen Diskursen wird dabei in den Fokus genommen. Der Autor entwickelt darauf aufbauend unterschiedliche Typen von Praxisausbildenden. Diese verstehen ihre Aufgabe in ihrer jeweils eigenen Logik. Es zeigen sich typenspezifische Ausprägungen wie und an welchen Problemgegenständen Reflexion betrieben wird und welche Herausforderungen dabei auftreten. Die auf Grundlage narrativ orientierter Einzelinterviews und mit der Dokumentarischen Methode rekonstruierten Ergebnisse geben einen vertieften Einblick in eine bisher wenig beleuchtete Praxis. Sie geben zudem wichtige Hinweise darauf, an welchen Punkten Weiterbildungsangebote von Hochschulen ansetzen können
Jugend, sexuelle Gewalt und Männlichkeiten. Wie sprechen Jungen, die in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe leben, über sexuelle Gewalt und welche Bedeutung haben Männlichkeiten? Eine qualitativ-rekonstruktive Studie.
Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen stellt in Deutschland ein relevantes Phänomen dar, von dem auch Jugendliche betroffen sind, die in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe leben. Verschiedene Forschungsergebnisse verweisen darauf, dass sexuelle Gewalt und ihre Verhinderung eng mit der Geschlechtlichkeit der Akteure und ihren Vorstellungen von Sexualität verbunden sind. An diese Erkenntnisse knüpft die vorliegende Arbeit an und beschäftigt sich mit den Fragen, ob und wie Jungen aus der stationären Jugendhilfe über sexuelle Gewalt erzählen und welche Bedeutung Männlichkeiten dabei haben. Entsprechend werden subjektive Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität und sexueller Gewalt in die Analyse miteinbezogen. Im Zuge eines qualitativ-rekonstruktiven Forschungsprozesses wurden bereits existierende Interviewdaten im Rahmen einer Sekundärnutzung in Anlehnung an das integrative Basisverfahren nach Kruse ausgewertet und die Ergebnisse der Fallanalysen auf der Grundlage von Rekonstruktionen und Kontrastierungen übergreifender zentraler Motive und Thematisierungsregeln zu vier analytischen Typen gebündelt, die unterschiedliche Erzählpositionen zu sexueller Gewalt darstellen. Hierbei beziehen sich die Auswertungen schwerpunktmäßig auf Erzählungen zurückliegender, sprachlich aufgearbeiteter sexueller Übergriffe, die als Erfahrungswissen zu sexueller Gewalt rekonstruiert wurden. Nach dem Typ »Der ehemals Übergriffe«, werden im Verlauf der Arbeit die Typen »Der intervenierende Bystander«, »Der nicht-intervenierende Bystander« und »Der Unerfahrene« kontrastiv ausgearbeitet. Aufbauend auf der Ergebnisdarstellung werden abschließend Folgerungen für eine mit Geschlechtervorstellungen arbeitende Soziale Arbeit im Kontext von Prävention sexueller Gewalt und sexueller Bildung sowie für weitere Forschung im Themenfeld abgeleite
Physical activity in women after breastcancer
Die positiven Effekte eines sportlich aktiven Lebensstils bei Frauen nach Brustkrebs sind wissenschaftlich gut belegt. Dennoch gelingt es einem Großteil der Frauen trotz hoher Motivation nur ungenügend, Bewegungsempfehlungen umzusetzen. Für wenig sportlich aktive Frauen nach Brustkrebs während der onkologischen Rehabilitation existiert bisher kein spezifisches Programm zur nachhaltigen Bewegungsförderung.
Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, die SpA bei Frauen nach Brustkrebs aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen, um Anknüpfungspunkte für die onkologische Rehabilitation zu definieren. Hierfür wird a) der Umfang SpA bei Frauen nach Brustkrebs zu Beginn der onkologischen Rehabilitation erhoben und erörtert, welche Assoziationen die Begriffe SpA und KA hervorrufen; b) untersucht, welche Schlussfolgerungen sich aus der Anpassung, Implementation und formativen Evaluation eines Programms zur Verhaltensänderung für wenig sportlich aktive Frauen ergeben; c) die Wirksamkeit eines motivational-volitionalen Programms zur Bewegungsförderung 12 Monate nach der Durchführung bestimmt. Die Dissertation entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Motivational-volitionale Intervention – Bewegung nach Brustkrebs (MoVo-BnB)“.
Der Umfang SpA wurde in einer querschnittlichen Befragung zu Beginn der medizinischen Rehabilitation in zwei Einrichtungen mit dem Kurzfragebogen (BSA-F) erfasst. Um Begriffsassoziationen, Motive und Barrieren in Bezug auf SpA und KA zu erfassen, wurden 21 leitfadengestützte Interviews geführt, digitalisiert und transkribiert. Die Auswertung erfolgte deduktiv-induktiv nach der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse. In einem mehrstufigen interdisziplinären Entwicklungsprozess wurde unter Berücksichtigung pädagogisch-didaktischer, psychologischer und bewegungstherapeutischer Evidenz ein Programm für Frauen nach Brustkrebs mit bewilligter medizinischer Rehabilitation entwickelt und umgesetzt, die wenig sportlich aktiv waren (<60 min/Woche). Zur Umsetzung wurden Train-the-Trainer-Seminare durchgeführt. Vier Einheiten wurden in zwei Rehabilitationskliniken implementiert. Schulungsqualität, didaktische Methoden und Be-gleitmaterial wurden 6 Wochen und 12 Monate nach der Implementation durch Patientinnen, Trainerinnen und Projektmitarbeiterinnen evaluiert (n = 127 Bewertungen). Die Wirksamkeitsanalyse wurde in einer nicht randomisiert, prospektiven, bi-zentrischen und kontrollierten Studie (Messzeitpunkte: zu Beginn, am Ende sowie 6 und 12 Monate nach Abschluss der Rehabilitation) untersucht. Die Kontrollgruppe (n = 266) erhielt die normale medizinische Rehabilitation und die Interventionsgruppe (n = 279) zusätzlich MoVo-BnB. Zielkriterien waren der Umfang SpA (BSA-F), die gesundheitsbezogene Lebensqualität (QLQ-C30) und die brustkrebsspezifische Lebensqualität (QLQ-Br23). Die Auswertung geschah mittels Kovarianzanalyse.
Ein Viertel (n = 806) der befragten Frauen ist in den vier Wochen vor Rehabilitationsbeginn mindestens 150 Min/Woche sportlich aktiv, jede zweite Frau weniger als 60 Min/Woche. Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Begriffsverständnis Einfluss auf das Bewegungsverhalten hat. Vielmehr existieren in der Studienpopulation typische Barrieren (u. a. fehlende Motivation, Müdigkeit, Zeitmangel), die die Frauen daran hindern, sportlich aktiv zu sein. Sowohl der Prozess der Implementierung als auch die zwei formativen Evaluationen verdeutlichen, dass die Einführung eines neuen Programms weniger von der Konzeption und den Inhalten abhängig ist, als von den vor Ort bestehenden Rahmenbedingungen. Die Ergebnisse der zwei mehrperspektivisch durchgeführten formativen Evaluationen ergeben gute Werte für die Schulungsqualität, Methoden und Begleitmaterialen. Die Praxistauglichkeit und Akzeptanz der ressourcenneutralen Intervention lassen sich bestätigen. Bezüglich der Wirksamkeitsanalyse lässt sich feststellen, dass MoVo-BnB 12 Monate später zu einer Verbesserung der sportlichen Aktivität um 22 Minuten pro Woche führt. Hinsichtlich der gesundheitsbezogenen und der brustkrebsspezifischen Lebensqualität lassen sich keine substanziellen Unterschiede zwischen den Gruppen identifizieren.
Schließlich erweitern die Ergebnisse den Forschungsbereich um verbessertes Wissen bezüglich sportlicher Aktivität bei Frauen nach Brustkrebs zum Zeitpunkt der onkologischen Rehabilitation. Durch spezielle Unterstützungsmaßnahmen lassen sich mehr Individuen erreichen, ihr Bewegungsverhalten zu verbessern. Weiterer Handlungsbedarf ist erforderlich.The positive effects of a physically active lifestyle in women after breast cancer, the most common form of cancer in women, have been scientifically well documented. Nevertheless, for the majority of the women it is a challenge to meet recommended guidelines for physical activity. Currently for women after breast cancer who are minimally physically active there is no specific program for the sustainable promotion of physical activity during oncological rehabilitation.
The aim of this work is to examine the physical activity of women after breast cancer from different perspectives in order to define connecting points for oncological rehabilitation. For this purpose, a) the extent of exercise in women after breast cancer at the beginning of oncological rehabilitation and the associations of the terms sports and physical activity was assessed; b) the conclusions drawn from the adaptation, implementation, and formative evaluation of a behavior change program for less physically active women were examined; c) the effectiveness of a motivational-volitional program for women after breast cancer was assessed. The dissertation was created as part of the research project “Motivational-volitional Intervention – Movement after Breast Cancer (MoVo-BnB)”.
The amount of exercise is surveyed by means of a cross-sectional survey at the beginning of medical rehabilitation, data was collected using the short questionnaire of physical activity (BSA-F). To investigate associations, motives and barriers regarding sports and physical activity 21 guided interviews were conducted. The interviews were digitized and transcribed. The analysis was carried out deductively-inductively according to the structured qualitative content analysis. In a multi-stage interdisciplinary development process, the pedagogical-didactic, psychological and physical evidence-based program was developed and implemented for women after breast cancer who were approved for medical rehabilitation and were minimally, physically active (<60 min/week). Train-the-trainer seminars were carried out for the implementation. Four sessions were implemented in two clinics. The training quality, didactic methods and accompanying material were evaluated 6 weeks and 12 months after implementation by patients, trainers and project members (n = 127 evaluations). The effectiveness analysis was examined in a non-randomised, prospective bi-centered controlled trial. Data was assessed at 4 measurement points: at admission, discharge, 6 and 12 months post discharge. The control group (n = 266) has received the standard rehabilitation, and the intervention group (n = 279) attended additionally MoVo-BnB. The primary outcome was self-reported physical activity, secondary outcomes were health-related and breast cancer-specific quality of life. Analysis of change was performed by covariance analysis.
A quarter (n = 806) of the women is physically active for at least 150 minutes/week in the four weeks before the start of rehabilitation, every second woman less than 60 minutes/week. There is no evidence that any association of the terms has an influence on the movement behavior. Rather, there are typical barriers in our target group (including lack of motivation, fatigue, lack of time) that prevent women from exercising. The process of implementation and the two formative evaluations indicate that the introduction of a new program is less dependent on the conception and content than the framework conditions existing on location. The findings of two formative evaluations, which were carried out from multiple perspectives, reveal good values of the training quality, methods and accompanying materials. The practicability and acceptance of the resource neutral intervention can be confirmed. With regard to the effectiveness analysis, it can be stated that 12 months later, MoVo-BnB leads to an improvement in physical activity by 22 minutes per week. With regard to health-related and breast cancer-specific quality of life, no substantial differences can be identified between the groups.
Finally, the results expand the research area with improved knowledge regarding physical activity in women after breast cancer at the time of oncological rehabilitation. Through special interventions, more individuals can be reached to improve their health-related behavior. Further research is required
Die Anreicherung professionellen Handelns mit wissenschaftlichem Wissen. Eine explorative Fallstudie in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit
Ausgehend von dem Anspruch, professionelles Handeln im Kontext der Sozialen Arbeit mit wissenschaftlichem Wissen zu verknüpfen und der Annahme, dass dazu neben individuellen Aspekten auch strukturelle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind, wird zunächst ein theoretisches Modell entwickelt, das solchermaßen verortete Prozesse der Erzeugung von Wissenschaftlichkeit erklärt. Der empirische Test in einer Praxisorganisation unter Verwendung des von Daniel Gredig und Peter Sommerfeld entwickelten Modells des Praxis-Optimierungs-Zyklus bestätigt einerseits wesentliche Grundannahmen des theoretischen Modells und zeigt exemplarisch, wie und unter welchen Voraussetzungen Wissenschaftlichkeit realisiert werden kann
Accept it or forget it: mandatory digital learning and technology acceptance in higher education
In early 2020, the COVID-19 pandemic led to a rapid shift to emergency remote teaching and mandatory digital learning in higher education. This study tested an extended causal model built on the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) under the restrictions on higher education stemming from the pandemic. Data collected from a survey among 485 students were analyzed using structural equation modeling. Confirmatory factor analyses were performed to examine the construct validity of the measurement model using polychoric correlations. Path analysis was used to test the causal model. The results indicate a psychologically sound baseline model with nine latent variables that affect students’ behavioral intention to accept and continue using technology for learning. However, the model is only partially in line with the proposed causal model based on UTAUT. The implications of these results are discussed in terms of technology acceptance and use in higher education, both under the restrictions leading to mandatory digital learning and in future
Analysing mathematical modelling tasks in light of citizenship education using the COVID-19 pandemic as a case study
In this paper, we discuss the theoretical background of mathematical modelling and its connection to citizenship education. Citizenship education in this context means that young people are equipped with competencies to respond as responsible citizens in situations relevant for society. To outline the connection between mathematical modelling and citizenship education in theory, we discuss the aims of mathematical modelling, modelling competences and the connection between numeracy and modelling. Based on these reflections we present an extended modelling cycle that specifically highlights modelling steps relevant to citizenship education. To show how the theoretical connection between mathematical modelling and citizenship education can be used in teaching practice, we describe three different examples of modelling tasks and analyse them with the help of the extended modelling cycle. We argue that the three tasks support different learning aims in relation to citizenship education and require modellers to carry out different steps of the extended modelling cycle. As an example of context, we used the pandemic caused by COVID-19, as it affected the quality of human life greatly, as all students in the Western world experienced