Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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    4515 research outputs found

    Warum der deutsche Föderalismus nicht neu erfunden werden muss.

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    Der deutsche Föderalismus weist nach wie vor Reformbedarf auf. Dabei gilt es jedoch, eine kooperative Form des Föderalismus und die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu bewahren, da es sich hierbei um grundlegende Legitimationsquellen der Bundesstaatlichkeit handelt. Zwischen der Idee des Wettbewerbsföderalismus und dem Postulat der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse besteht ein latenter Zielkonflikt, der eine hemmende politische Wirkung entfalten kann. Bestandteil einer Föderalismusreform muss deshalb eine Reform der Finanzbeziehungen einschließlich einer grundlegenden Reform der vertikalen Umsatzsteuerverteilung sein

    Lebenswertes Stuttgart – Die globale Agenda 2030 auf lokaler Ebene. Bestandsaufnahme auf Grundlage von Indikatoren zur Abbildung der Sustainable Development Goals (SDGs).

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    Als eine der ersten Kommunen in Deutschland hat die Landeshauptstadt Stuttgart zwischen Juni und Oktober 2018 die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, pilothaft die "SDG-Indikatoren für Kommunen" zu erproben. In einer zweiten Phase zwischen Juli und September 2019 wurden die Daten aktualisiert. Die Ergebnisse dieser Bestandsaufnahme, die in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und dem Difu durchgeführt wurde, sind im vorliegenden Bericht zusammengefasst. Die Bestandsaufnahme für die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt zwei wesentliche Zielsetzungen: Erstens, den derzeitigen Stand einer der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit verpflichteten Metropole auf Grundlage vorhandener Daten zu analysieren und damit die Möglichkeiten einer zielgerichteten strategischen Weiterentwicklung eigener Maßnahmen zu verbessern; zweitens, mit dieser SDG-Bestandsaufnahme einen methodischen Beitrag zur Weiterentwicklung der SDG-Indikatoren für eine angemessene und wirkungsvolle Gestaltung zukünftiger SDG-Bestandsaufnahmen in Kommunen zu leisten. Aufgrund unterschiedlicher Ausgangsvoraussetzungen ist damit ein Städtevergleich weder möglich noch ist er angestrebt – Kommunen erhalten jedoch einen Werkzeugkasten an die Hand, um die eigene Entwicklung messen zu können

    Klimaschutz und Klimaanpassung als zentrale Bestandteile einer nachhaltigen Entwicklung.

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    Blau-grün-graue Infrastrukturen vernetzt planen und umsetzen. Ein Beitrag zur Klimaanpassung in Kommunen.

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    Diese Veröffentlichung basiert auf Forschungsarbeiten im Verbundvorhaben „Resilient networks: Beiträge von städtischen Versorgungssystemen zur Klimagerechtigkeit (netWORKS 4)“. Ausgangsthese des Forschungsvorhabens war, dass sich durch die Kopplung blauer, grüner und grauer Infrastrukturen Synergiepotenziale gewinnen, Klimafolgen abmildern und die Klimagerechtigkeit steigern lassen. Der Forschungsverbund netWORKS hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeiten der Kopplung zwischen den drei Infrastruktursystemen zu identifizieren und zu beschreiben. Er hat auch erste Bewertungen vorgenommen und geprüft, wie und wo die Kopplung zu einer klimaangepassten und klimagerechteren Stadt- und Infrastrukturentwicklung beitragen kann. Dialog- und Sensibilisierungsprozesse in den Partnerstädten Berlin und Norderstedt im Rahmen laufender städtebaulicher Planungsprozesse boten eine Möglichkeit, die Idee einer vernetzten blau-grün-grauen Infrastrukturplanung zur Anpassung an den Klimawandel einzutragen und in ausgewählten Schritten der planerischen Umsetzung zu begleiten. Im Ergebnis wurden Empfehlungen für die Praxis entwickelt. Diese richten sich an jene Akteure, die Planungsprozesse auf Objekt- und vor allem Quartiersebene gestalten. Die Empfehlungen für die Praxis zeigen auf, wie die Potenziale einer integrierten blau-grün-grauen Infrastrukturplanung tatsächlich gehoben werden können. Sie erheben dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bilden das ab, was der Forschungsverbund in seiner dreijährigen Arbeit an Erfahrungen und Wissen sammeln konnte

    Zur Reform des Bildungsföderalismus in der Bundesrepublik. Kooperative Unitarisierung durch Institutionenbildung?

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    Die Kultusministerkonferenz (KMK) dient den Bundesländern seit ihrer Gründung 1948 zur horizontalen Selbstkoordination ihrer Bildungssysteme und steht damit exemplarisch für den "kooperativen Föderalismus" deutscher Prägung. Der Beitrag problematisiert die jüngsten Bestrebungen der KMK zu einer Reform der eigenen Strukturen, die zwar zwischenzeitlich einmal mehr gescheitert sind, aber demnächst wieder auf der politischen Agenda stehen dürften. Dabei soll mit der Schaffung eines "Nationalen Bildungsrates" der Versuch unternommen werden, die Bildungspolitiken der Länder durch eine Standardisierung der Anforderungen hinsichtlich Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit übergreifend abzustimmen und zu koordinieren. Auf diese Weise wird ein schon seit längerem zu beobachtender "Ausweichansatz" fortgeführt, indem die politischen Schwierigkeiten einer grundlegenden institutionellen Reform der KMK durch die Neuschaffung eines "institutionellen Satelliten systems" um die KMK herum umgangen werden. Denn schon in den vergangenen Jahren sind verschiedene bildungswissenschaftliche Institutionen aufgebaut worden, deren Aufgaben vor allem im Bildungsmonitoring und in der Entwicklung von Ansätzen zur Qualitätsverbesserung des Bildungswesens bestehen. Durch Studien und Beratungsleistungen dieser Institutionen wächst der Druck auf die Bildungspolitik und -verwaltung, dem sich vor allem die KMK und die in ihr vertretenen Bundesländer stellen müssen

    Spaces of Fear – Angsträume. [Themenschwerpunkt]

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    Dieses Themenheft befasst sich mit der dialektischen Beziehung zwischen der Räumlichkeit der Städte des 20. Jahrhunderts und einer bestimmten Emotion - der Angst: von einer körperlich spürbaren Angst vor Bombenangriffen, über die Angst vor Verkehrsunfällen, die in den stadtplanerischen Diskussionen instrumentalisiert wurden, bis hin zu diffuseren Ängsten, wie jenen die mit den Bahnhöfen assoziiert wurden, oder urbanen Angstprojektionen der Nachkriegszeit. Die Beiträge des Schwerpunkts: Mikkel Høghøj, Monika Motylińska: Spaces of fear in European cities of the 20th century / Angsträume in den europäischen Städten des 20. Jahrhunderts (S. 5 ff.); Sabine Kalff: Back to the cellar. Underground urban spaces of fear and air warfare in Berlin, 1940-1945 (S. 13 ff.); Aleksandra Łuczak: Fears and charms of mobility and transience. Warsaw's central railway station in the 20th century (S. 29 ff.); Clara Aßmann: „Die Straße war schuld!" Die Konstruktion eines Angstraums und der autogerechte Stadtumbau in der Bundesrepublik Deutschland (S. 51 ff.); Tim Verlaan: `The City is collapsing under our very own eyes'. Spaces and emotions of the Dutch urban crisis (S. 65 ff.); Monika Motylińska: Leitrezension (S. 82 ff.).In this themed issue, we explore the dialectical relationship between the spatiality of 20th century European cities and a particular emotion - fear: from a physically palpable fear of bomb attacks, to the fear of traffic accidents instrumentalised in urban planning discussions, to more diffuse fears such as those associated with railway stations or post-war urban fear projections. By addressing different aspects, roots and shades of the tension between fear and urban space, we aim to offer new perspectives and insights into the emotional history of 20th century urban Europe

    Studie zum Bestand und Zustand des gemeindlichen Straßennetzes in Sachsen-Anhalt. Mittel- und langfristige Investitionsbedarfe.

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    Die Studie hat für die Gemeindestraßen in Sachsen-Anhalt einen Investitionsstau von etwa 3,7 Milliarden Euro und Unterhaltungsrückstände von weiteren 500 Millionen Euro ermittelt. 37 Prozent und damit mehr als ein Drittel der Gemeindestraßen in Sachsen-Anhalt befinden sich demnach in einem „sehr schlechten“ oder „schlechten“ Zustand und nur 31 Prozent in einem „guten“ oder „sehr guten“ Zustand. Dem standen im Zeitraum 2016 bis 2019 jahresdurchschnittliche Investitionen der Kommunen von nur rund 147 Millionen Euro sowie Instandhaltungsmaßnahmen von 42 Millionen Euro gegenüber. Auf Basis einer im Sommer 2020 bei den Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt durchgeführten Befragung wurde ein Umfang des gemeindlichen Straßennetzes von rund 17.700 km ermittelt. Hinzu kommen land- und forstwirtschaftliche Wege von 16.500 km und rund 2.000 km straßenunabhängige Rad- und Gehwege. Für die Brücken in Sachsen-Anhalt wird der Investitionsbedarf bis 2025 auf über 640 Mio. Euro beziffert

    Elftes Gutachten zur Umsetzung der Zusagen der Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber

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    Mit den „Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Verbraucher-, Umwelt- und Gesundheitsschutz, Information und vertrauensbildende Maßnahmen beim Ausbau der Mobilfunknetze“ haben die Mobilfunknetzbetreiber im Dezember 2001 eine freiwillige Selbstverpflichtung gegenüber der Bundesregierung abgegeben. Sie umfasst Abstimmungsverfahren zur Kommunikation und Partizipation von Kommunen bei der Standortplanung und -entscheidung sowie Maßnahmen zum Verbraucherschutz und Verbraucherinformation zu Mobilfunktelefonen. Bestandteil dieser Selbstverpflichtung ist ein regelmäßiges Monitoring der Maßnahmen durch unabhängige Gutachter*innen. Das vom Difu erstellte Gutachten überprüft die wesentlichen Kernpunkte der freiwilligen Selbstverpflichtung. In den zwei Berichtsteilen „Kommunikation und Partizipation“ sowie „Verbraucherschutz und Verbraucherinformationen“ werden Untersuchungsziele, methodische Herangehensweisen und Ergebnisse jeweils ausführlich dargestellt

    Ein anderer Stadtverkehr ist möglich. Neue Chancen für eine krisenfeste und klimagerechte Mobilität. Studie.

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    Die Corona-Pandemie wirkt auf die Diskussion um die Verkehrswende ein und verändert zumindest zeitweise die Mobilität in den Städten. Die zentrale Herausforderung, die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen, bleibt jedoch bestehen. Die Studie hat zwei Zielsetzungen: Sie will erstens den Kommunen eine Argumentationshilfe bieten, die Herausforderungen der Pandemie so zu nutzen, dass entscheidende Fortschritte auf dem Weg hin zu einer krisenfesten und klimagerechten Mobilität erzielt werden. Damit will sie gleichzeitig Städte und Gemeinden ermutigen, aktiv zu werden und das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Die zweite Zielsetzung ist, den konkreten Handlungsbedarf bei Bund, Ländern und Kommunen aufzuzeigen, so dass der Transformationsprozess gelingt

    Nachhaltige Quartiersentwicklung in urbanen Wachstumsregionen: Bausteine und Instrumente. Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt TRASIQ – Transformative Strategien einer integrierten Quartiersentwicklung.

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    Städte stehen vor entscheidenden Herausforderungen für das Gelingen einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung. Die Schaffung von Wohnraum ist in Einklang zu bringen mit weiteren städtischen Funktionen wie Verkehr, Freiraumqualität oder der sozialen Durchmischung. Viele Städte erkennen und adressieren diese Herausforderungen und erlassen Beschlüsse und Strategien, wie die politisch gesetzten Ziele erreicht und Zukunftsaufgaben bewältigt werden können. Die Aufgaben sind komplex und miteinander verknüpft, daher wundert es nicht, dass zwischen diesen Zielen ebenfalls Konflikte entstehen. Im Forschungsprojekt TRASIQ wurden diese Zielkonflikte identifiziert und Wege gesucht, wie diese Konflikte bearbeitet, diskutiert, entschieden oder überwunden werden können. Beispielhaft wurde die Planung eines neuen innerstädtischen Quartiers auf einer Konversionsfläche in Darmstadt betrachtet. Im Anschluss an eine Analyse der Zielkonflikte und der Lösungsansätze, die andere Kommunen gefunden haben, wurden zwei zentrale Instrumente entwickelt und getestet: die so genannten "Planungsforen" als innovatives Instrument der Bürger- und Bürgerinnenbeteiligung und ein webbasiertes Nachhaltigkeits-Bewertungstool, das Wechselwirkungen und Zielkonflikte bei der Quartiersentwicklung verdeutlichen kann. Auf diese Weise können Entwicklungsvarianten spielerisch erprobt und diskutierbar gemacht werden

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