Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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Dialogbrücken beim Stromnetzausbau. Die Mitwirkung von Kommunen an der Öffentlichkeitsbeteiligung in Thüringen.
Die Stimmungslage in der Bevölkerung zur Energiewende
ist von einem Widerspruch geprägt. Während
die Energiewende als Transformationsprojekt breite
Zustimmung erfährt, rufen Vorhaben vor Ort
häufig Widerstand und Protest hervor. Für den Erfolg
der Energiewende ist Akzeptanz somit ein Schlüsselfaktor.
Als Akteur beim Stromnetzausbau werden Kommunen
in Forschung und Politik bislang kaum wahrgenommen.
Das ist erstaunlich – tragen Städte und
Gemeinden doch ganz wesentlich die Lasten und Risiken
der damit verbunden Vorhaben. Für den Dialog
mit der Öffentlichkeit nehmen Kommunen außerdem
eine wichtige Schlüsselposition ein. Dieses Defizit
greift die vorliegende Studie auf.
Deutlich wird: Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende
hängt maßgeblich davon ab, ob und inwieweit
es gelingt, in und mit den Kommunen tragfähige
Lösungen für den Leitungsausbau zu verhandeln. Die
entscheidende Voraussetzung hierfür ist allerdings
eine schlüssige Öffentlichkeitsbeteiligung, die auch
kleinere Kommunen adäquat adressiert und unterstützt
Corona-Krise und Nachhaltigkeit – Mut zur Zukunft. Standpunkt.
Corona-Pandemie und Klimanotstand bedeuten auch: Suche nach Lösungen, Wille zum
Verändern und Gestalten nachhaltiger Lebenswelten. Politik und Gesellschaft, Kommunen
und Wissenschaftseinrichtungen wie das Difu stehen in der Verantwortung
Sicherheitsempfinden von Kindern und Jugendlichen.
Der Beitrag beschreibt die sichere Gestaltung des Raumes und des direkten Wohnumfelds speziell für Kinder und Jugendliche als einen wichtigen Bestandteil der städtebaulichen Kriminalprävention unter bedarfsgerechten Aspekten. Er zeigt auf, dass Sicherheitsbelange und -wahrnehmungen von Kindern und Jugendlichen insbesondere im öffentlichen Raum bislang wenig differenziert betrachtet und als eigenständiges Thema in der Sicherheitsforschung und –praxis kaum berücksichtig werden, obwohl das Sicherheitsempfinden von Kindern und Jugendlichen an vielen Stellen anderen prägenden Merkmalen folgt als das von Erwachsenen. Nach Meinungen der Autorinnen und des Autors gilt es, diese Wissenslücken zu schließen
Neue Wege zu zukunftsfähigen Kommunen. Die BMBF-Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“.
Der demografische Wandel verändert das Bild deutscher Städte. Ihre Bewohner werden älter und durch Zuwanderung vielfältiger. Weniger Menschen werden in Deutschland leben - und sich ungleich verteilen: Wachsende Städte stehen gleichzeitig schrumpfenden Städten gegenüber, die sich nach typischen regionalen Mustern verteilen. Das stellt Städte vor Herausforderungen. Wachstumsschmerzen und Schrumpfungsprobleme machen dabei gänzlich unterschiedliche Handlungsnotwendigkeiten deutlich. Obwohl die Anpassungen der Städte vor allem in den zentralen Feldern von Wohnen, Daseinsvorsorge und Mobilität erfolgen müssen, erfordert ein dringend notwendiger Neubau andere Instrumente als der Rückbau leerstehender Gebäude. Ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr, der mehr Menschen transportieren muss, ist etwas anderes als ein Ansatz, der Mobilität auch in entvölkerten, ländlichen Regionen sicherstellen will. Neue Kitas und Altenheime zu bauen etwas anderes als die soziale Infrastruktur auch bei stark zurückgehender Nachfrage noch wirtschaftlich zu betreiben. Vor der Dynamik der demografischen Entwicklungen haben diese Erfordernisse jedoch eines gemeinsam: bisherige Instrumente und Prinzipen greifen vielerorts nicht mehr. Die Rahmenbedingungen haben sich soweit geändert, dass bisherige Modelle nicht mehr tragfähig sind und neue Wege gefunden werden müssen, um die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität wachsender oder schrumpfender Städte zu erhalten. In der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) befassen sich bundesweit 30 Verbundvorhaben mit einer solchen nachhaltigen und demografiefesten Entwicklung von Städten und Regionen. In neuen Kooperationen von Kommunen mit Wissenschaft, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen erproben sie innovative Lösungen, wie die räumlichen Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Stadt- und Regionalentwicklung in Deutschland gestaltet werden können
Mach dein Projekt zu kommunalem Mobilitätsmanagement. Eine Anleitung für mehr Klimaschutz.
Die Auswirkungen von Klimawandel, Luftverschmutzung und Lärmbelastung zeigen, dass eine umfassende
Verkehrswende hin zu umweltfreundlicher Mobilität gebraucht wird. Damit diese gelingt, sind viele verschiedene
Akteure gefragt. Kommunalverwaltungen spielen dabei
eine tragende Rolle, da sie eine Vorbildfunktion einnehmen können, indem sie verschiedene Maßnahmen und
Projekte initiieren, die anschließend von lokalen Akteuren übernommen werden können. In diesem Zusammenhang bietet eine Umstrukturierung des betrieblichen
Mobilitätsmanagements in der Kommunalverwaltung die
Chance, das gewohnte Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden, sei es beim Weg zur Arbeit oder bei Dienstreisen, aufzubrechen und den Weg zu einer nachhaltigen
Mobilität vor Ort zu ebnen. Wie bereits durchgeführte
Analysen zur Mitarbeitermobilität in Kommunalverwaltungen zeigen, ist das Privatfahrzeug oftmals noch das
am meisten genutzte Verkehrsmittel, weshalb in diesem
Bereich noch viel Klimaschutzpotenzial „schlummert“,
das durch diese Ausgabe des #Klimahacks geweckt wer
den soll
Transformation. Konzeptionelle Potenziale für die sozial-ökologische Stadt- und Infrastrukturforschung.
In zahlreichen Wissenschaftsfächern und Disziplinen ist der Transformationsbegriff jeweils eindeutig definiert (z. B. in der Mathematik, der Genetik, der Strahlenchemie, der Bodenkunde oder auch in der Elektrotechnik). Im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung zeigt das Transformationskonzept jedoch deutliche Überschneidungen mit anderen Konzepten wie Resilienz, Adaptivität, Transition und nachhaltige Entwicklung. Die Beziehungen zwischen diesen Konzepten werden allerdings aus verschiedenen Perspektiven äußerst unterschiedlich interpretiert: Einige Autoren grenzen z. B. Transformation und Transition stark voneinander ab, während zentrale Akteure der niederländischen Transitionsforschung Transformation als einen elementaren Baustein oder eine bestimmte Art der Transition sehen. Ebenso unterscheiden einige Wissenschaftler stark zwischen den Vorstellungen von Transformation und Resilienz, während für andere die Transformabilität ein wesentliches Merkmal eines resilienten Systems ist