Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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Fallstudien guter Praxis der BNE-Verankerung in Kommunen. Projektbericht.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bezeichnet ein ganzheitliches
Bildungskonzept, das den globalen ökologischen, ökonomischen und sozialen
Herausforderungen in einer zunehmend vernetzten Welt begegnen will.
BNE zielt auf die Vermittlung von nachhaltigem Denken und Handeln an
Kinder, Jugendliche und Erwachsene und kann im formellen Bereich ansetzen
(z. B. Kitas, Schulen, Universitäten) als auch außerhalb der formalen Bildungssysteme
(non-formales und informelles Lernen). Hierbei umfasst BNE
als übergreifendes Querschnittsthema viele verschiedene Lebens- und
Lernbereiche, wie bspw. Umweltbildung, Verbraucherbildung und Demokratiebildung. Die vorliegende Studie präsentiert zehn ausgewählte Praxisbeispiele für
BNE in Kommunen. Weitere Kommunen sollen für das Thema interessiert,
sensibilisiert und in Konzeption und Umsetzung von BNE-Maßnahmen unterstützt
werden. Methodisch liegen der Arbeit mehrere, aufeinander aufbauende Bausteine
zugrunde: die kriteriengeleitete Auswahl der Fallstudien, eine quantitative
Befragung in diesen Untersuchungskommunen und qualitative Vertiefungsbefragungen
mit ausgewählten Akteuren
Digitalisierung in Kommunen: Große Erwartungen treffen auf viele offene Fragen.
Nicht erst im Zuge der Corona-Krise sind einer breiten Öffentlichkeit die Nachholbedarfe, aber auch die Potenziale bezüglich der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung bewusst geworden. In erster Linie sind hier die Kommunen gefordert, ihre Angebote zu digitalisieren und die erforderliche Infrastruktur bereitzustellen, da sie täglich direkt die Schnittstelle zu den Bürgern bedienen. Trotz einiger vielversprechender Pilotvorhaben hat die Digitalisierung in der Fläche noch nicht den gewünschten Umfang erreicht, den andere Staaten bereits seit Jahren vorweisen können. Die Bemühungen zum Ausbau des E-Governments und der IT-Infrastruktur dürften darum weiter intensiviert werden. Jedoch sollte bei allen Aktivitäten zur Förderung und Stärkung der Digitalisierung nicht aus den Augen verloren werden, dass die Kommunen jeweils ganz unterschiedliche Ziele, Bedürfnisse, Handlungsspielräume und Hemmnisse mit Blick auf die Digitalisierung haben. Diesen Unterschieden gilt es Rechnung zu tragen, wenn die Kommunen für die digitale Zukunft fit werden wollen
Partizipation im kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement. Methoden für die Praxis.
Nachhaltigkeit beginnt in den Städten, Kreisen und Gemeinden. Hier entscheidet sich, ob die globalen Zukunftsziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen der Politik – auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene – erfolgreich umgesetzt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass die Partizipation unterschiedlicher politischer und zivilgesellschaftlicher Akteur:innen an der nachhaltigen Entwicklung vor Ort ein zentraler Erfolgsfaktor in kommunalen Nachhaltigkeitsprozessen ist. Mit einem Überblick über geeignete Partizipationsverfahren vermittelt die Publikation erfolgversprechende Vorgehensweisen und nennt Beispiele aus der Praxis. Der Band richtet sich an Verantwortliche in der Kommunalverwaltung und -politik sowie in der Zivilgesellschaft und unterstützt sie dabei, ein möglichst wirkungs- und beteiligungsorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement zu praktizieren
Verkehrswende nicht ohne attraktiven ÖPNV. Wie lassen sich große ÖPNV-Projekte erfolgreich umsetzen?
Luftbelastungen durch Stickoxide und Feinstaub, ausbleibende Erfolge bei der Senkung der Kohlendioxid-Emissionen des Verkehrssektors, Staus in den Städten und ihrem Umland sowie ein hoher Parkdruck rücken den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) als stadtverträgliche Mobilitätsoption wieder stärker in den Fokus. Lange erhielt der ÖPNV nicht die große öffentliche und politische Aufmerksamkeit, wie sie der Elektromobilität und dem Radverkehr zuteilwerden. Erst in jüngster Zeit haben Dieselabgasskandal und Fahrverbote dazu beigetragen, die Problemlösungspotenziale des ÖPNV wieder offensiv zu diskutieren.
Der ÖPNV ist das Rückgrat eines stadtverträglichen Verkehrs: Im Stadt- und Stadt-Umland-Verkehr liegen seine unbestreitbaren Vorteile in der Flächeneffizienz, im sparsamen Umgang mit Energie und seiner allgemeinen Zugänglichkeit. Der Band fokussiert vor diesem Hintergrund auf größere ÖPNV-Projekte. Das sind insbesondere Infrastrukturen für den schienengebundenen ÖPNV, aber auch Liniennetzreformen sowie Programme, den Busverkehr zu beschleunigen. Er umreißt den Handlungsrahmen für die erfolgreiche Umsetzung solcher Projekte, entwickelt Handlungsoptionen für einen ÖPNV-Ausbau und stellt gelungene Beispiele aus deutschen Kommunen vor
10 Jahre KfW-Kommunalpanel: Methodik der Datenerhebung und -aufbereitung. Methodenpapier im Auftrag der KfW Bankengruppe.
Die seit 2009 im Auftrag der KfW Bankengruppe vom Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführte Befragung ist die umfangreichste regelmäßige Befragung zu Fragen der kommunalen Finanzen in Deutschland. Sie deckt Städte und Gemeinden ab 2.000 Einwohnern sowie alle Kreise ab.
Die Daten aus der Befragung liefern Informationen zu der föderalen Ebene, bei der die Hauptverantwortung für die Bereitstellung zentraler Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge vor Ort liegt und die in dieser Funktion rund 54 % der gesamtstaatlichen Sachinvestitionen in der Bundesrepublik tätigt. Anlässlich des nunmehr zehnjährigen Bestehens des KfW-Kommunalpanels erläutert das vorliegende Papier die Methodik der Datenerhebung und -aufbereitung im Detail und dokumentiert umgesetzte Weiterentwicklungen. Hierfür wird ausführlich auf den Fragebogen, die relevante Grundgesamtheit, die Stichprobenziehung, die Gewichtung und Hochrechnung sowie die Interpretationsmöglichkeiten der Ergebnisse eingegangen
Sicherheit und Vielfalt in der Kommune: Herausforderungen, Maßnahmen und Kooperationen.
Unter dem Aspekt Sicherheit und Vielfalt in der Kommune stellt der Beitrag die Herausforderungen, Maßnahmen und Kooperationen für die Kommunen dar. Durch die zunehmende Komplexität in einer super-diversen Stadt werden Themen wie Zusammenhalt, Konflikt und Sicherheit zunehmend wichtiger. Die Autoren zeigen verschiedene Zuständigkeiten in der Stadt und mit anderen Akteuren auf, die für die Bewältigung anstehender Herausforderungen erforderlich sind. Nur der Zusammenhang zahlreicher Maßnahmen kann zu einer ganzheitlichen Betrachtung führen. Allein die Informations- und Wissensgewinnung sowie -vermittlung nimmt eine wesentliche Rolle in dem Gesamtkonstrukt ein
Integration durch Begegnung. Potenziale gemeinschaftlichen Wohnens für das Zusammenleben in (neuen) Nachbarschaften.
Im BMBF-Forschungsvorhaben „Zusammenhalt braucht Räume — Integratives Wohnen mit Zuwanderern" werden Voraussetzungen für langfristige Wohnperspektiven, Integration und Zusammenleben von und mit neu zugewanderten Menschen untersucht. In einem Forschungsbaustein wurde in einer Befragung gemeinschaftlicher Wohnprojekte erhoben, wie diese Wohnprojekte ausgerichtet und organisiert sind, wie die Bewohnerinnen und Bewohner ihr Zusammenleben gestalten, welche Bezüge zur Nachbarschaft bestehen und ob neuzugewanderte Menschen dort eine Wohnperspektive finden. Ausgehend davon werden im Beitrag ausgewählte Erkenntnisse aus der Befragung vorgestellt
Mach dein Projekt zu Mitarbeitermotivation in der Verwaltung. Eine Anleitung für mehr Klimaschutz.
Energieeffiziente Gebäude und technische
Ausstattungen sind nur dann wirklich wirksam, wenn die Nutzerinnen und Nutzer sich
auch klimafreundlich verhalten. Daher gilt es,
Mitarbeitende zu informieren und zugleich
zum Mitmachen zu motivieren: Denn Wissen allein führt nicht zum Handeln. So belegen Untersuchungen, dass durch Motivationsmaßnahmen bis zu 15 Prozent Energie
eingespart werden können. Erfolgsfaktoren
für erfolgreichen Klimaschutz innerhalb der
Verwaltung sind „Kümmerer“ und Vorbilder,
Kommunikation der Klimaschutzziele der
Verwaltung, Klimaschutztipps für den Büroalltag und Motivation der Mitarbeitenden: Und
genau hier setzt dieser Klimahacks an
Monitor Nachhaltige Kommune. Bericht 2020. Schwerpunktthema Klima und Energie.
Die Ergebnisse der Kommunalbefragung, die das Deutsche Institut für Urbanistik im Rahmen dieser Studie zum wiederholten Mal durchgeführt hat, zeigen, dass sich immer mehr Kommunen systematisch mit den lokalen Herausforderungen des Klimawandels befassen. Die Treibhausgas-Bilanzen beispielsweise, die in den Kommunen mehrheitlich erstellt werden, machen deutlich: Die ergriffenen Maßnahmen wirken – die Emissionen über alle Emittentengruppen hinweg sind über die Jahre gesunken. Die größte Reduzierung gab es mit 62 Prozent bei den kommunalen Einrichtungen, gefolgt von den privaten Haushalten (60 Prozent). Im Bereich „Verkehr“ hingegen waren es lediglich 21 Prozent. Handlungsbedarf zeigt sich auch bei den konkreten Ausbauzielen für den Einsatz erneuerbarer Energien. Eine Mehrzahl der Kommunen verfügt bislang weder über konkrete Ausbauziele für den Einsatz erneuerbarer Energien in den eigenen Liegenschaften (71 Prozent) noch für die gesamte Kommune (62 Prozent). Und wenn es nach den, ebenfalls befragten, Bürgerinnen und Bürgern geht, kann das Potenzial für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung, welches die Kommunen schon heute ausschöpfen, noch stärker ins Zentrum des Handelns gerückt werden. Mehr als die Hälfte von ihnen ist der Meinung, dass ihre Kommune den Themen Klimawandel und Klimaanpassung jeweils nur einen mittleren Stellenwert einräumt. Das ist vor allem nach Ansicht derjenigen Befragten zu gering, die angaben, dass sich die Folgen des Klimawandels eher negativ oder negativ auf das eigene Leben auswirken