Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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Gegen die Abwärtsspirale. Digitalisierung im Quartier.
In strukturell und sozial benachteiligten städtischen Quartieren kommt lokal verankerten Unternehmen eine große Bedeutung für Arbeitsplätze und Nahversorgung der Menschen vor Ort zu. Damit erfüllen sie eine wichtige Stabilisierungs- und Integrationsfunktion in einem meist durch multiple Standortnachteile geprägten Umfeld. Der Text beleuchtet insbesondere die Bedeutung der Digitalisierung für die lokale Ökonomie und beschreibt ihre Potenziale
Vertical integration in a multi-level governance system using the example of the German Resource Efficiency Programme.
The ultimate goal of German Resource Efficiency Programme (ProgRess) is to make the extraction and use of natural resources more sustainable and reduce associated environmental pollution as much as possible. By doing this - also with responsibility towards future generations - the programme should create a prerequisite for securing a long-term high quality of life. To bring the policy approaches formulated in ProgRess to reality, efforts to implement resource efficiency measures have to be increased at all levels - from international to regional to local.
The chapter intends to provide an impetus for the current debate on ProgRess policy development. The chapter identifies, analyses and describes deficits and possibilities of vertical integration of the German programme in particular and derives recommendations for action which may also serve as indications for other strategies. The following sections are based on results of the advisory report "Vertical integration of the national resource efficiency programme ProgRess (VertRess)", conducted by the German Institute of Urban Affairs (Difu) and the Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy on behalf of the German Environmental Agency (UBA) and the Federal Ministry of the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU)
Monitor Nachhaltige Kommune. Bericht 2021. Visionen zur Stadt der Zukunft. Kommunen in der sozial-ökologischen Transformation. (Stand: 18. November 2021)
Der Bericht widmet sich folgenden Fragen: 1. Welche Ideen, Assoziationen und Bilder tragen deutsche Stadtbewohnerinnen und -bewohner von einer wünschenswerten urbanen Zukunft in sich? 2. Wie bewerten sie verschiedene, aus den SDGs (Sustainable Development Goals) abgeleitete Visionen einer nachhaltigeren urbanen Zukunft für ihre eigene Stadt? 3. Inwiefern sehen sie diese Visionen bereits heute in ihrer eigenen Stadt umgesetzt? 4. Inwiefern tragen sie bereits mit eigenen Entscheidungen und Verhaltensweisen zur Umsetzung dieser Visionen bei? Für die Beantwortung dieser Fragen wurde der im Anhang abgedruckte Fragebogen entwickelt, in dem insgesamt neun Zukunftsvisionen aus den SDGs abgeleitet wurden, so zum Beispiel die „Selbstversorgende Stadt“, die „Abfallfreie Stadt“, die „Schwammstadt“ oder die „Smart City“. Im Ergebnis hat sich die „Urbane Wildnis“ - als Umschreibung einer Stadt, die diverse natürliche Lebensräume bietet und den Schutz vieler Tier- und Pflanzenarten sichert - als bevorzugte Vision der deutschen Stadtbevölkerung erwiesen. In geringem Abstand gefolgt von der „Abfallfreien Stadt“ und der Vision „Wohnraum für Alle“. Den geringsten Anklang fand die Vision der „Sharing City“, in der vielfältige Leihmöglichkeiten den persönlichen Besitz vieler Gebrauchsgegenstände überflüssig machen können. Die Studie fördert zudem allgemeinen Handlungsbedarf zutage. Denn der Umsetzungsstand aller neun abgefragten Visionen liegt jeweils deutlich hinter der Erwünschtheit.Ergänzen, sobald vorhanden und sodann nach IRB21xx verschieben: Originalquelle oder URN; DOI. bru, 26.11.202
Aktive Bodenpolitik: Fundament der Stadtentwicklung. Bodenpolitische Strategien und Instrumente im Lichte der kommunalen Praxis.
Damit Städte mittel- und langfristig handlungsfähig bleiben und den großen Zukunftsaufgaben wie Klimawandel und sozialer Zusammenhalt gerecht werden können, ist eine explizite kommunale Bodenpolitik erforderlich. Stadtentwicklung muss die Instrumente der Liegenschaftspolitik mit denen des Städtebaurechts zusammenbringen und für eine effektive kommunale Bodenpolitik nutzen. Nur so können die Städte ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl und die Gewährleistung der Daseinsvorsorge auf lange Sicht gerecht werden.
Vor diesem Hintergrund machten sich 14 Städte auf den Weg, ihre Bodenpolitik zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse dieses Kooperationsprojekts von Deutschem Institut für Urbanistik und Deutschem Städtetag sind in der Veröffentlichung dargestellt. Sie sollen Anstoß für eine bessere kommunale Bodenpolitik geben, welche die Basis für eine nachhaltige Gewährleistung der Daseinsversorgung und der Stadtentwicklung bildet
Local Government Tax Structure.
Designing the system of local funding implies the allocation of different tax sources to local governments. This challenge is of particular interest in times of economic recession since tax revenues can stabilise local revenues and therefore limit the need of fiscal regulation. International organisations promote a shift from labour taxes towards less growth-deteriorating consumption taxes. The recommendations for local governments aim at an increase of property taxation, which yields rather stable revenues over the business cycle. At first glance, this advice seems to describe a path of optimisation, minimising adverse economic effects and providing local governments with more reliable revenues. From this starting point, we analyse local tax structures across Europe with Eurostat data from 2004 to 2018. This study reveals that in times of economic slowdown, the share of potentially more growth-deteriorating local income tax revenue increased relative to the share of consumption tax revenue. Moreover, revenue from the current local tax basket is quite dependent on cyclical variations. Both imply that there is room for improving local government tax structures. However, although there are criteria for an optimal local tax structure, revenues should match the set of public services. As local governments provide quite heterogeneous sets, there is no one-size-fits-all solution
Nachhaltigkeit im Kontext städtebaulicher Entwicklung – Kommunen auf dem Weg zu mehr Wirkungsorientierung.
Das Zielbild der nachhaltigen Stadt, Gemeinde oder des Kreises
wird in vielen strategischen Agenden und Konzepten wie der
Agenda 2030 und der New Urban Agenda thematisiert. Mehr und
mehr Kommunen machen sich auf den Weg, dieses Ziel mit Hilfe
eines systematischen Nachhaltigkeitsmonitorings und -managements
zu erreichen. Die Unterstützungsangebote dafür werden
vielfältiger und ausgereifter. Noch besteht allerdings zwischen
den Aktivitäten und Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung
und den intendierten Wirkungen eine Diskrepanz, die auf viele
politische, administrative und methodische Ursachen zurückzuführen
werden kann. Dennoch sind die Impulse, wie auch der
Handlungsdruck, für zukunftsfähige Kommunen auf allen Ebenen
wahrnehmbar. Um deren Wirkungen so zu entfalten, dass
sie auch deutlich messbar werden, bedarf es mehr Bewusstsein
sowie eine systematische und integrative Herangehensweise
Umweltgerechtigkeit und Städtebauförderung.
Wer kennt sie nicht, die Wohnlagen an lauten Hauptverkehrsstraßen mit hoher Feinstaubbelastung und wenig Grün vor der Haustür? Wohnen möchte hier kaum einer! In schrumpfenden Städten stehen diese Wohnungen daher häufig leer. In wachsenden Städten dagegen haben auch diese Wohnlagen aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes ihre Nachfrager. Oft sind dies Haushalte, die sich aufgrund ihres geringen Einkommens Wohnstandorte in besseren Lagen nicht leisten können
Das Umland der Städte. Chancen zur Entlastung überforderter Wohnungsmärkte Plausibilitäten – Determinanten – Restriktionen.
In dieser Studie wird mit den großen, wachsenden Städten und ihrem Umland nur ein Teilaspekt des deutschen Wohnungsmarktes beleuchtet, dem aufgrund des auch weltweit zu beobachtenden Trends zur Urbanisierung gleichwohl eine herausgehobene Bedeutung zukommt. Die Studie fragt, wie die Verflechtungsräume des Umlandes großer Städte zum Bau neuer Wohnungen und damit zur Entlastung der Zentren genutzt werden können und worauf dabei zu achten ist. Dabei geht es auch um die Frage, ob in den Umlandgemeinden infolge von Neuansiedlungen ein Mehrwert für die bereits ansässige Bevölkerung erreicht werden kann. Dahinter steht die Problematik eines fairen Stadt-Umland-Ausgleichs durch Möglichkeiten einer interkommunalen Kooperation. Die Studie darf damit nicht als ein Plädoyer gegen eine Innenentwicklung und Verdichtung der Zentren gelesen werden. Im Gegenteil: Neben einer systematischen Ausschöpfung von Flächenpotenzialen in den Städten selber muss es auch um eine Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen durch eine Revitalisierung vorhandener Leerstände einschließlich der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gehen. Allerdings soll der Hauptfokus hier auf den Entlastungsmöglichkeiten der Zentren durch das Umland liegen. Das Gutachten wurde Anfang März 2020 beendet und im Februar 2021 durch ein Update aktualisiert, das sich mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Mobilität und Wohnungsbau befasst
Wenn Klima und Kommunen profitieren: Förderangebote des Bundesumweltministeriums.
Mit Blick auf die nationalen Klimaschutzziele kommt vor allem den rund 11.000 Kommunen eine Schlüsselrolle zu. Deshalb unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) Kommunen und kommunale Akteur*innen bereits seit 2008 mit der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) dabei, Klimaschutz vor Ort umzusetzen und so Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie - dem größten Breitenförderprogramm der NKI - sind die Förderbedingungen in diesem Jahr so gut wie nie. Davon können auch Kommunen in Rheinland-Pfalz profitieren
Mach dein Projekt zum Klimacheck für Ratsbeschlüsse. Eine Anleitung für mehr Klimaschutz.
Die neunte Ausgabe der #Klimahacks-Reihe befasst sich mit der Frage, wie Kommunalverwaltungen in ihrem täglichen Handeln den Klimaschutz noch stärker berücksichtigen können. Eine wirkungsvolle Methode, die von immer mehr Kommunen genutzt wird, ist die Prüfung von Ratsbeschlüssen auf ihre Klimawirkung bzw. Klimarelevanz. Die Einführung eines Klimachecks gibt Kommunen die Möglichkeit, Bekenntnisse zum Klimaschutz, z.B. durch die Ausrufung eines Klimabeschlusses, fortan in die kommunalen Handlungsaktivitäten zu integrieren. Der Klimacheck in Beschlussvorlagen führt zur Identifikation bislang unentdeckter Treiber des Klimawandels im kommunalen Handeln und zu einer verstärkten Sensibilität unter den Mitarbeitenden gegenüber dem Klimaschutz. Anhand aktueller Informationen, Veröffentlichungen und einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt diese Ausgabe, wie der Klimacheck für Ratsbeschlüsse gelingen kann. Zielgruppe dieser Publikation sind sowohl Klimaschutz-Einsteigerkommunen als auch neue und altgediente Klimaschutzmanagerinnen und -manager, die sich inspirieren lassen möchten