Difu Repository Deutsches Instituts für Urbanistik
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Ergebnisse und Empfehlungen aus der BULEplus-Fördermaßnahme LandMobil – Unterwegs in ländlichen Räumen
Rund 40 Modellprojekte der BULEplus-Maßnahme LandMobil zeigten während der Laufzeit von 2020 bis 2023, wie Mobilität im ländlichen Raum verbessert werden kann. Der Endbericht fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen: Die erzielten Wirkungen, die bestehenden Herausforderungen sowie die Faktoren, die für den Erfolg der Maßnahmen entscheidend waren. Zudem werden Perspektiven für eine dauerhafte Umsetzung aufgezeigt. Auf dieser Grundlage formuliert der Bericht konkrete Empfehlungen für Praxis und Politik
Hilfestellung zur Interpretation der kommunalen Treibhausgasbilanz für das Jahr 2023
Energie- und Treibhausgasbilanzen (THG-Bilanzen) verändern sich von Jahr zu Jahr: Neben Klimaschutzmaßnahmen können bundesweite Entwicklungen wie Schwankungen im Bundesstrommix und einmalig auftretende Effekte wie die Coronapandemie in 2023 Auswirkungen haben. In dem Papier hat das Team der Agentur für kommunalen Klimaschutz mit Unterstützung der Expert*innen des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) die relevanten Effekte für das Jahr 2023 gebündelt und beschrieben, um die Interpretation der Bilanz zu erleichtern. Enthalten sind Daten zur Entwicklung der bundesweiten THG-Emissionen und des Bundesstrommix. Darüber hinaus gibt es eine Checkliste mit den möglichen Einflussfaktoren zum Abgleich mit der eigenen Bilanz. Die Hilfestellung richtet sich an alle Personen, die in Kommunen für die Bilanzerstellung und Interpretation verantwortlich sind. Das Papier wird jährlich mit den aktuellen Effekten und Daten von der Agentur für kommunalen Klimaschutz im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erstellt
Kommunaler Beitrag zum 3. Freiwilligen Staatenbericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Wo stehen Deutschlands Städte, Landkreise und Gemeinden bei der Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung nach der Agenda 2030? Diese Frage treibt auch die globale Nachhaltigkeitspolitik um, die ihre Rolle als zentrale Akteure für Fortschritte bei den Sustainable Development Goals (SDGs) zunehmend hervorheben.
Dieser kommunale Beitrag zum sogenannten Voluntary National Review, den Deutschland an die Vereinten Nationen berichtet, zeigt: Kommunen haben seit 2021 trotz angespannter Rahmenbedingungen weitere Schritte auf dem Weg zu einem kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement gemacht. Hunderte Kommunen haben bereits Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt und messen ihre Fortschritte, z.B. mit dem Berichtsrahmen Nachhaltige Kommunen. Von besonderer Bedeutung ist die Verzahnung von Zielen, Maßnahmen und Indikatoren in den Haushalt, um das vielfältige Engagement zu verstetigen.
Der Voluntary Local Government Review (VLGR) zeigt auch, dass Nachhaltigkeit über lokale Grenzen hinausgeht: Mehr als 800 Partnerschaften zwischen deutschen Kommunen und dem Globalen Süden fördern fairen Handel, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Internationale Konferenzen und Netzwerke treiben gemeinsam mit deutschen Städten innovative Lösungen voran.
Trotz positiver Wirkungen in einigen SDGs bleiben zentrale Herausforderungen: Wohnraum, Fläche und Mobilität beschreiben beispielsweise Themen, die Fortschritte eher hemmen. Diese sind oftmals Ausdruck von Zielkonflikten, die sich auf kommunaler Ebene besonders bemerkbar machen. Viele negative, aber auch positive Wirkungen lassen sich mit der derzeitigen Datenlage für Kommunen allerdings nicht bewerten. Eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen kann das kommunale Nachhaltigkeitsengagement in den verbleibenden Jahren der Agenda 2030 so in die Breite tragen und weiterentwickeln, dass die notwendige Wirkung entfaltet wir
Ergebnisse aus der Difu-Gemeinschaftsstudie und Leitfaden für Kommunen
Wie gelingt der Wandel von einer linearen hin zu einer zirkulären Stadt- und Wirtschaftsweise? Angesichts knapper Ressourcen und ambitionierter Klimaziele wird diese Frage für Kommunen immer drängender. Dieser Band gibt fundierte Antworten und stellt praxisnahe Wege für Städte und Regionen vor, die sich auf den Pfad der Circular Economy begeben wollen. Im Zentrum steht das Leitbild der Kreislaufstadt – ein integratives Konzept, mit dem lokale und regionale Stoffkreisläufe geschlossen, Mehrfachnutzungen gefördert und neue Formen der Wertschöpfung geschaffen werden. Auf dieser Grundlage entstand in einem partizipativen Forschungsprozess mit 23 Städten und einer Region ein erprobter und anwendbarer Baukasten für ganzheitliche kommunale Kreislaufwirtschaftsstrategien. Die Studie zeigt, wie zirkuläre Ansätze wirksam mit bestehenden Nachhaltigkeitsstrategien – etwa der Agenda 2030 – verknüpft werden können, ohne neue Parallelstrukturen aufzubauen. Mit konkreten Beispielen, methodischen Werkzeugen und strategischen Empfehlungen ist dieser Band zugleich Impulsgeber, Praxisleitfaden und Nachschlagewerk für Kommunen, die Kreislaufwirtschaft als verbindendes Element zukunftsfähiger Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung verstehen
Ein Praxisleitfaden mit Strategien und Beispielen für Kommunen
Der Praxisleitfaden unterstützt von Hochwasser betroffene Kommunen beim Wiederaufbau und gibt in verschiedenen Handlungsfeldern Hinweise u.a. auf geeignete Maßnahmen, die Kommunen nach einem Hochwasserereignis in die Wege leiten können und sollten. Zusätzlich enthält der Leitfaden Empfehlungen und Praxisbeispiele für Maßnahmen, die das Ziel einer klimaresilienten Siedlungsentwicklung und krisenrobusten Kommune mittel- und langfristig im Wiederaufbauprozess vorantreiben. Damit sind die Empfehlungen und beispielhaften Maßnahmen auch für all die Kommunen von Interesse, die rechtzeitig in die Resilienz ihrer Siedlungs- und Infrastrukturen investieren wollen, damit die Schadensbilanz bei einem künftigen Hochwasserereignis möglichst gering ausfällt
Kommunale Klimaschutzfinanzierung auf neue Füße stellen: Einführung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe
Für die Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen nehmen die Kommunen eine Schlüsselrolle ein, es fehlt aber an Geld und Personal. Die Frage, mit welchen Finanzierungsinstrumenten diese beiden Aufgaben auf kommunaler Ebene trotzdem auf eine verlässliche und langfristige Basis gestellt werden können, steht schon seit einiger Zeit im Raum. Seit der Föderalismusreform von 2006 darf der Bund den Kommunen gemäß Art. 84 Abs. 1 GG keine neuen Aufgaben mehr übertragen („Aufgabenübertragungsverbot“). Die Finanzierungspflicht liegt dann bei den Ländern („Konnexitätsprinzip“). Eine direkte Finanzierung durch den Bund ist nicht zulässig. Die Finanzierung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen erfolgt deshalb meist zeitlich befristetet über diverse Förderprogramme von Bund, Ländern und EU.
Das Policy Paper diskutiert die Vor- und Nachteile zweier möglicher Finanzierungsalternativen für den Klimaschutz in Kommunen einschließlich ihrer praktischen Anwendungsmöglichkeiten: die Einführung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe und eine mögliche Umverteilung der Umsatzsteuereinnahmen zugunsten der Kommunen. Im Kern fokussiert diese Abwägung die Frage, wie die zur Verfügung stehenden Finanzmittel unter Berücksichtigung der jeweiligen Aufgabenkompetenzen von Bund und Ländern am effizientesten den Kommunen zugewiesen werden können und dabei gleichzeitig einen möglichst hohen Wirkungsgrad im Sinne einer Reduktion von Treibhausgasen erzielen
Kommunale Sportstätten: große Bedeutung und hoher Investitionsbedarf
Um den aktuellen Zustand von Sporthallen, -plätzen und Bädern in Deutschland mit Blick auf Investitionsnotwendigkeiten zu beleuchten, hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Rahmen des KfW-Kommunalpanels im Herbst 2024 eine Sonderbefragung unter rund 900 Kämmereien durchgeführt.
Die Ergebnisse unterstreichen zum einen, wie wichtig kommunale Sportstätten sind: Sporthallen und Sportplätze finden sich jeweils in über 90 % der teilnehmenden Kommunen, Schwimmbäder in rund der Hälfte.
Zum anderen machen die Ergebnisse der Befragung deutlich, dass der Unterhalt von Sportstätten in vielen Kommunen schwierig ist. Jede vierte Kommune gibt an, dass sie den Unterhalt in den letzten 5 Jahren nur teilweise bis gar nicht stemmen konnte. Entsprechend hoch sind die angegebenen Investitionsrückstände, wobei ein besonders hoher Investitionsbedarf im Hinblick auf den energetischen Zustand der Gebäude besteht
Kommunen investieren in Biodiversität vor Ort, doch Finanzmittel und Flächen sind knapp
Die anhaltende Zerstörung der Natur und ihrer biologischen Vielfalt ist ein globales Problem – und gleichzeitig ein lokales. In Deutschland sind die Kommunen wichtige Akteure in der Biodiversitätskrise und engagieren sich für den Erhalt der Vielfalt, wie eine aktuelle Sonderbefragung im Rahmen des KfW-Kommunalpanels zeigt. So verzeichnen 81 % der antwortenden Kommunen Ausgaben für ökologisches Grünflächenmanagement, 58 % für Gewässerrenaturierung, 56 % für natürlichen Hochwasserschutz, 52 % für ökologischen Waldumbau und 38 % für Gebäudebegrünung
Weiterentwicklung von Planungsinstrumenten, Organisationsformen und finanziellen Rahmenbedingungen für eine integrierte Mobilitätsplanung
Das Forschungsprojekt interkommunalMobil hat untersucht, wie interkommunale Kooperationen bei der Erarbeitung von Instrumenten und Konzepten zur Verbesserung ländlicher Mobilität unterstützt und diese Konzepte nachhaltiger gestaltet werden können. Es hat hierfür verschiedene planerische Ansätze und ihre Finanzierung betrachtet und daraus Politikempfehlungen abgeleitet. Diese umfassen u. a. Vorschläge, wie Mobilitätsplanung mit anderen Disziplinen verzahnt und Förderprogramme sowie Finanzierungsstrukturen gestaltet sein sollten, um nachhaltige Mobilitätsangebote in ländlichen Räumen langfristig zu sichern. Zudem wurden bestehende Organisationsformen sowie Netzwerke untersucht und ermittelt, wie diese interkommunale Kooperation unterstützen können