Repositorium.Hamburg SUB HH
Not a member yet
    278 research outputs found

    Merci pour ce moment. Le scandale politique entre peopolisation, autofiction et humanités numériques

    No full text
    Gegenstand des Beitrags ist das Verhältnis von Sprache, Politik, Literatur und Gesellschaft am Beispiel des 2014 am meisten in Frankreich verkauften Werks Merci pour ce moment von Valérie Trierweiler. Methodisch schreibt er sich in das Spannungsfeld des close und distant readings ein und zeigt durch eine Analyse von n-Grammen, dass Trierweiler faktuale Strategien der Autobiographie fiktionalen Strategien des Racheromans gegenüberstellt, der auch Versatzstücke des Melodramas enthält. Ausgangspunkt des Beitrags ist das Paradigma der Digital Humanities und seine Auswirkungen auf die Geisteswissenschaften (Kapitel 2). Basierend auf der These, dass die öffentliche Diskussion auf die diskursive Konstruktion des Skandals zurückwirkt, wird in Kapitel 3 der Schwerpunkt auf die Analyse des französischen Pressediskurses gelegt. In einem zweiten Schritt wird Merci pour ce moment einbezogen, indem die wiederkehrenden sprachlichen Strategien der Autorin analysiert werden. Obwohl Matonti (2017) Merci pour ce moment dem Genre der Autofiktion zuordnet, indem er die fiktionalen Strategien von Trierweiler herausarbeitet, zeigt die in Kapitel 3 vorgenommene Analyse, dass der Pakt mit dem Leser autobiographisch und nicht fiktional ist. Damit wird der Doppelpakt nach Doubrovsky nicht im engeren Sinne erfüllt. Dennoch verwendet Trierweiler mit dem Melodrama fiktionale Strategien, die ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Medien Realität konstruieren

    Scandale moral et scandale social dans l’oeuvre d’Annie Ernaux et Édouard Louis

    No full text
    Schon lange vor Serge Doubrovskys theoretischer Fundierung des Autofiktionsbegriffs wurden Romane zur Zielschiebe von Skandalen: bereits der Prozess gegen Flauberts Madame Bovary zeigte die moralische Dimension von Konflikten, die innerhalb der Gesellschaft durch Literatur ausgelöst werden können. Davon ausgehend untersucht der Beitrag zwei zeitgenössische Beispiele ichbezogenen Schreibens, in denen die Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse mit der autobiographischen Schilderung einer « trahison de classe » einhergeht. Dieser soziale Skandal erscheint im Werk Annie Ernaux’ und Édouard Louis’ sowohl als Gegenstand der Handlung als auch als Reaktion der Leser auf die ‚faktuale Wahrheit‘, welche beide Autoren für ihre Erzählungen beanspruchen. Der Beitrag zeigt, dass sowohl Ernaux als auch Louis, dessen Text den Untertitel ‚Roman‘ trägt, den Status und die Funktion der Autobiographie sowie die epistemologischen Grundlagen der postmodernen Autofiktion radikal in Frage stellen

    Voyage au pays de Lénine

    No full text
    En septembre 1966, le poète dahoméen Richard Dogbeh effectue un voyage en Union soviétique suite à une invitation de l’Union des Écrivains de l’URSS. Il visite Moscou et Leningrad et participe à la Conférence internationale de solidarité avec le peuple vietnamien organisée à Bakou par l’Union des Écrivains. Il s’entretient avec de grandes figures des lettres de l’Union soviétique, dont l’écrivain Constantin Simonov et le poète Evguéni Evtouchenko. Dans son carnet de Voyage au pays de Lénine, Richard Dogbeh relate ses impressions sur la vie culturelle et artistique, sociale et politique en URSS. Touché par la chaleur humaine et impressionné par les institutions culturelles et pédagogiques, il reste pourtant très critique face aux contraintes idéologiques imposes par le régime. Richard Dogbeh, qui n’était pas communiste, mais pas davantage anticommuniste, a pu voir avec lucidité en quoi le socialisme soviétique pouvait être source d’inspiration pour le développement social et culturel de l’Afrique, mais en quoi elle devait également s’en prémunir. Son récit constitue une source historique extraordinaire témoignant des préoccupations des intellectuels africains au lendemain de la décolonisation, nous permettant également de comprendre pourquoi l’URSS constituait alors une référence incontournable

    Ein Nobelpreisgewinner von 1915 über England, Empire und Entente

    No full text
    Anlässlich des hundertsten Jahrestages der politischen Schriften Romain Rollands erscheinen diese überraschend aktuell. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs betrachtete der französische Nobelpreisträger von 1915 die imperialistischen Ambitionen von Englands und Deutschlands als gleichermaßen bedrohlich. Als der Aufstand der irischen Freiheitskämpfer gegen die Behörden britischen Truppen im Frühjahr 1916 mit äußerster Brutalität niedergeschlagen wurde und David Lloyd George die Leitung des Londoner Kriegskabinetts im Dezember übernahm, änderte sich Rollands Meinung. Rolland zufolge stellte der britische Imperialismus eine weitaus größere Gefahr für Europa und den Frieden dar als Deutschland. Am Beispiel des Versailler Vertrags und der gleichzeitig veröffentlichten Erklärung Rollands versuchen die deutsch-niederländischen Autoren zu verstehen, warum das Jahrhundertgedenken im Jahr 2019 im Gegensatz zu 2018 und der von der United States World War One Centennial Commission gelebten Erinnerungskultur auf allen Ebenen in Europa ignoriert wurde

    Textlinguistische Zugänge zur historischen Stadtsprache

    No full text
    Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Stadt ist als Ort der Textproduktion und -rezeption von immenser Bedeutung. Dies trifft umso mehr auf die Städte des norddeutschen Sprachraums zu, in denen städtische und geistliche Institutionen hervorragende Orte der Schriftlichkeit waren und die höfische Literatur eine eher marginale Rolle spielte. In der historischen Linguistik wurde dieser sprachgeschichtlichen Bedeutung der Stadt vor allem dadurch Rechnung getragen, dass insbesondere lokale Merkmale der Kanzleisprachen herausgearbeitet wurden oder der Prozess des Sprachwechsels vom Niederdeutschen zum Hochdeutschen in der frühen Neuzeit fokussiert wurde. Die Entwicklung der Textlinguistik seit den 1970er Jahren schlug sich in der historischen Sprachforschung dadurch nieder, dass eine mögliche Texttypologie im Kommunikationsraum Stadt diskutiert wurde und zunehmend die stadtspezifischen Textverbünde wie Stadt- und Gerichtsbücher, aber auch einzelne Textsorten analytisch in den Blick gerückt wurden. Für die textlinguistische Erschließung der historischen Stadtsprache konnte ein Aufgabenkatalog abgeleitet werden, der als zentrale Felder 1. die Erfassung des städtischen Text(typen)repertoires, 2. die Beschreibung von Textsorten und ihren Varianten, 3. die Erfassung von Textmustern und 4. die Nachzeichnung der Intertextualität umfasst.1 Um zu überprüfen, inwieweit dieser Katalog bisher umgesetzt worden ist und welche Ergebnisse erbracht werden konnten, sollen im Folgenden textlinguistische Zugänge zur historischen Stadtsprache vorgestellt werden, beginnend mit der Beschreibung des städtischen Kommunikationsgefüges, seiner kommunikativen Instanzen und deren Akteure. Auf dieser Folie werden Ansätze einer stadtbezogenen Texttypologie erörtert und am Beispiel der städtischen Kanzlei Vorschläge diskutiert, das Textsortenspektrum in diesem Kommunikationsbereich zu gruppieren. Beispielanalysen veranschaulichen unterschiedliche Zugriffe auf textsortenspezifische Merkmale und Muster. Neuere digitale Erschließungsverfahren sind bisher nicht explizit auf historische stadtsprachliche Texte mit ihren institutionellen, kommunikativen, strukturellen und inhaltlichen Spezifika angewandt worden. Um die Möglichkeiten der digital gestützten Textaufbereitung und -analyse auszuloten, sollen zudem Überlegungen zur textlinguistischen Annotation angestellt werden. In einem kritischen Resümee ist deren Tauglichkeit für historische Texte zu überprüfen.1. Einleitung 2. Das städtische Kommunikationsgefüge 3. Texttypen im städtischen Textkosmos 4. Textsorten in der städtischen Kanzlei 5. Exemplarische Text(sorten)analysen 6. Digitale Texterschließung 7. Möglichkeiten der textlinguistischen Annotation historischer Texte 8. Literatu

    Le scandale de l’autofiction : réflexions autour d’un genre controversé

    No full text
    Der Beitrag legt grundlegende Mechanismen einer Skandal-Ästhetik dar und stellt die Spezifik der Autofiktion als transgressivem Genre heraus. Versteht man den (literarischen) Skandal als gesellschaftlichen Kommunikationsprozess, dem ein Normverstoß zugrunde liegt, muss nach der Natur dieses Normbruchs gefragt werden. Im Fall der Autofiktion ist die Transgression bestehender genrespezifischer Diskurse quasi gattungskonstitutiv. Wie Claudia Gronemann gezeigt hat, stellt das autofiktionale Schreiben die Autobiographie und den damit einhergehenden Wahrheitsanspruch und Subjektbegriff radikal in Frage. Die Autofiktion schreibt damit auch das Verhältnis von Fakt und Fiktion neu. Sie erweist sich als performativer Gestus, bei dem Autor und Figur verschmelzen und der Textgrenzen auflöst. Autofiktionales Schreiben gestaltet sich somit als permanente Provokation und als Vexierspiel mit etwaigen Lektüreerwartungen

    Pazifismus im Umkreis Romain Rollands: Georg Friedrich Nicolai

    No full text
    Zu Beginn des Ersten Weltkriegs schreibt Romain Rolland eine Reihe von Artikeln, in denen er den Deutschen vorwirft, dass sie nicht gegen die Invasion der deutschen Armee in Belgien protestiert haben. Nun gibt es eine pazifistische Gruppierung wie den Bund Neues Vaterland und Intellektuelle wie den Medizinprofessor Georg Friedrich Nicolai, die gegen den Krieg reagieren. Letzterer stellt dem Aufruf der 93 Intellektuellen im Oktober 1914 einen Appell an die Europäer, hält an der Berliner Universität eine Vorlesung gegen den Krieg und veröffentlicht 1917 und 1919 das Buch. Die Biologie des Krieges, in dem er auf wissenschaftliche Weise die Sinnlosigkeit des Krieges aufzeigt. Der Artikel zeichnet Nicolais Leben und die Zusammenarbeit mit Romain Rolland nach

    Il dio impossibile de Walter Siti. Une lecture scandaleuse de la Vita Nova et de la Divine Comédie ?

    No full text
    Am Beispiel der Trilogie Il dio impossibile (2014) wird die Funktion intertextueller Bezüge auf Dantes Vita Nova (1293) und Divina Commedia (1321) in Hinblick auf die hyperrealistische Darstellung des Skandals untersucht. Dabei wird deutlich, dass die Darstellung des Skandals im Medium der Autofiktion zur Artikulation eines Metadiskurses über die Bedingungen der Kunst und die unauflösbare Verbindung von Realität und Fiktion in der zeitgenössischen Mediengesellschaft dient. Obwohl Siti selbst auf die bereits für Dantes Commedia und Vita Nova charakteristische Verbindung fiktionaler und faktualer Elemente hinweist, soll gezeigt werden, dass die allzu häufig vorgenommene anachronistische Einordnung von Dantes Werk als Autofiktion zur Verwässerung und Simplifizierung des postmodernen Autofiktionsbegriffs beiträgt

    „Gardez votre calme et votre courage!“ – Romain Rollands Einfluss auf Ingeborg Küster (1909–2004)

    No full text
    Ingeborg Küster war eine der prominentesten Pionierinnen der Frauenfriedensbewegung im westlichen Nachkriegsdeutschland, die sich bis ins hohe Alter aktiv für den Frieden einsetzte. Dieser kurze Beitrag skizziert den grundlegenden Einfluss, den Romain Rolland auf sie hatte. Schockiert über den Aufstieg des Faschismus wandte sich die junge deutsche Pazifistin an Romain Rolland, dessen Werk sie verehrte. Seine tröstenden Worte begleiteten sie ihr ganzes Leben lang und gaben ihr immer wieder Kraft auf ihrem Weg zu Frieden, Völkerverständigung und Menschlichkeit

    Marcelle Capy – eine französische Pazifistin im Umkreis von Romain Rolland

    No full text
    Die junge Journalistin Marcelle Capy (1891-1962) veröffentlichte 1916 ihr erstes Buch mit dem Titel Une Voix de femme dans la mêlée (Eine Frauenstimme im Handgemenge). Der Titel ist eine Hommage an Romain Rolland und an sein Buch Au-dessus de la mêlee. Er schrieb auch das Vorwort für das Buch von Capy. Dieser Beitrag will überprüfen, inwieweit diese scheinbare Nähe zwischen den beiden französischen Pazifisten für die Kriegsjahre anhand von durch andere Dokumente bestätigt wird. Konnte Capy vom Ruhm dieses berühmten, mit dem Literaturnobelpreis gekrönten Schriftstellers nutzen, um sein Buch bekannt zu machen? Capy und Rolland wagten es, ihre Abscheu vor dem Krieg zuzugeben. Für sie waren sowohl Freunde als auch Feinde allesamt Menschen. Dies führte dazu, dass sie die Deutschen entdämonisierten

    0

    full texts

    278

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Repositorium.Hamburg SUB HH
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇