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    278 research outputs found

    Nr. 25 (November 2007)

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    Aktuelle Informationen für die Mitglieder des Deutschen Hispanistikverbande

    Mythos und Geschichte in Max Aubs Magischem Labyrinth

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    Einschränkung der vergebenen Lizenz: Die Abbildungen in der Publikation sind von der vergebenen Lizenz ausgeschlossen.Neben dem Künstlerroman Jusep Torres Camplans ist der Werkzyklus Das Magische Labyrinth das bekannteste Werk von Max Aub, und sicherlich das mit der größten Wirkung. Wichtigen Autoren der spanischen Gegenwartsliteratur wie Antonio Muñoz Malina oder Rafael Chirbes ist es Bezugspunkt und Maßstab, wenn sie sich an die literarische Aufarbeitung der traumatischen Geschichte des 20. Jahrhunderts wagen. Aber auch jenseits des spanischen Kontextes hat Max Aub sich mit diesem Opus über und um den spanischen Bürgerkrieg in einen literarischen Olymp hineingeschrieben, in den nur wenige andere Autoren eingegangen sind, die wie er über Jahrzehnte hinweg eine Gesellschaft, eine Epoche oder ihr Schlüsselereignis analysierend umkreist und literarisch modelliert haben

    Stigmatisierung durch Sprachwahl Niederdeutsch in den Moralischen Wochenschriften des 18. Jahrhunderts

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    Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Hamburger Sprachwirklichkeit von einer medialen, sozialen und funktionalen Mehrsprachigkeit geprägt. Das Hochdeutsche hatte sich als Leitsprache gegenüber dem Niederdeutschen durchgesetzt, nachdem Jahrhunderte lang das Niederdeutsche nicht nur als städtische Umgangssprache, sondern auch als Schriftsprache in allen relevanten Bereichen des öffentlichen Lebens seine Gültigkeit besessen hatte. Es war eine heterogene Sprachsituation entstanden, die als Diglossie mit einer klaren Verteilung der sprachlichen Domänen erfasst werden kann, in der dem Hochdeutschen Schriftlichkeit und Domänen im offiziellen und öffentlichen Handlungsbereich zukommen, dem Niederdeutschen hingegen Mündlichkeit und Domänen im privaten und halböffentlichen Handlungsbereich. Einen Beleg für die besonderen sprachlichen Verhältnisse in Hamburg Mitte des 18. Jahrhunderts liefert Christian Ludwig von Griesheim in seiner Beschreibung der Stadt: „Die niedersächsische Sprache wird dort in den Häusern gesprochen; doch nicht leicht in großen Gesellschaften, als blos zum Scherze, und bey enggeschlossener Familie, die sich kennen. Jn dem Munde des gemeinen Pöbels klingt sie etwas hart, im Tone und in den Ausdrücken, sonderlich, wenn er im Eifer kömmt; worin er bald aufgebracht werden kann. [...] Jst die Sprache in dem Munde eines jungen Hamburger, der sich selbst gelassen, und aus der Schreibstube seines Vaters noch nicht gekommen ist; so verkündigt sie die glückselige Freyheit, und die bürgerliche Regimentsform dem Fremden sehr poßierlich: Dat häven wir ordiniret, dat schall so syn; dat is Hamburger Cüstüm etc.“ Wird das Niederdeutsche in Publikationen verwendet, die sich an ein breites städtisches Publikum richten, oder wird es als künstlerisches Stilmittel eingesetzt, so ist die Sprachwahl in der Regel an bestimmte soziale Rollen gebunden. Dies gilt sowohl für die Gelegenheitsschriften, in denen das Niederdeutsche von Hirten, Bauern oder Mägden, Handwerkern, Angehörigen der städtischen Unterschicht oder auch Frauen aus einfachen Verhältnissen verwendet wird, als auch für Szenen in Schauspielen und Opern, in denen die Kleinhändler, das Hauspersonal und auch die Bauern niederdeutsch sprechen. Auffällig ist dabei eine parodistische Tendenz, die der Stigmatisierung einzelner gesellschaftlicher Gruppen dient oder aber auch der polemischen Auseinandersetzung um einen bürgerlichen Verhaltenskodex, wie er in der frühen Aufklärung beispielsweise in den Moralischen Wochenschriften propagiert wurde. In jedem Falle handelt es sich bei der öffentlichen schriftlichen Verwendung des Niederdeutschen um einen markierten Sprachgebrauch, der nicht nur als Reflex der tatsächlichen sprachlichen Verhältnisse zu interpretieren ist, sondern zugleich immer auch als Teil einer Bewertungshandlung, wenn sprachliche Merkmale soziale Attribuierungen implizieren. Wichtige Belege für eine derartige funktionalisierte Sprachverwendung bieten die Hamburger Wochenschriften „Der Patriot“ (1724-1726) mit dem sich daran entzündenden Flugschriftenstreit und „Der Menschenfreund“ (1737-1739). „Der Patriot“, die zweifellos bedeutendste Moralische Wochenschrift, löste bereits in den ersten Monaten seines Erscheinens eine heftige öffentliche Diskussion aus. Insgesamt wurden 60 Flugschriften für und gegen den „Patrioten“ publiziert, darunter zwei in niederdeutscher Sprache. Als Autor dieser beiden anonymen Schriften gilt Sebastian Edzardi, der als Professor für Logik und Metaphysik am Hamburger Gymnasium tätig war und insgesamt über 130 Schriften veröffentlichte, die sich insbesondere gegen pietistische und calvinistische Lehren richteten. „’Der Patriot’ wurde zur Zielscheibe orthodox-protestantischer Kritik, die in dem Organ eine Anmaßung gegen die Obrigkeit und in der weltlichen Tugendlehre die Religion herausgefordert sah.“ Eine etwas andere Akzentuierung nimmt Wolfgang Martens vor, wenn er über die Schriften Edzardis urteilt: „Es geht im vorliegenden Fall nicht mehr um den Konflikt zwischen orthodoxem Luthertum und anderen christlich-konfessionellen oder sektiererischen Richtungen, es geht auch nicht mehr um theologischen Zwist zwischen einzelnen Gottesgelehrten, sondern um etwas viel Weiterreichendes: um die Auseinandersetzung über die weltanschauliche Orientierung breiter Schichten des bürgerlichen Publikums.“Franklin Kopitzsch vermutet, dass die niederdeutschen Gegenschriften auf den „gemeinen Mann“ und das „Volk“ größeren Einfluss zu erzielen vermochten. Auch Joachim Kirchner deutet die Sprachwahl adressatenbezogen: „Daß Edzardi mit seinen Stachelschriften auch die einfachen Leute in seinem Sinne gegen den Patrioten einzunehmen versuchte, zeigt der Kindertreck-Discours über den Patrioten, eine Spottschrift in plattdeutscher Mundart, in der außer den bereits bekannten Rügen gegen die Zeitschrift nebenbei einige bissige Bemerkungen über die Pietisten, Calvinisten, die Universität Halle, Thomasius und den ‚halben Atheisten’ Wolff fallen.“ Dem widerspricht jedoch die Feststellung Martens’, dass die Moralischen Wochenschriften auf ein bürgerliches Publikum zielen, das über genügend Muße verfügt, um sich Bildung aneignen zu können: „Moralische Wochenschriften werden, so stellen sie selbst es immer wieder dar, am Teetisch gelesen. Sie haben vor dem Spiegel, auf dem Nachttisch des Frauenzimmers ihren Platz. Sie gehören in das gutbürgerliche Zimmer, nicht in die niedere Stube des Handwerkes oder gar in die Hütte des Bauern.“ Dieselbe Diskrepanz stellt auch Jörg Scheibe fest, wenn er als Intention für die Veröffentlichung der niederdeutschen Flugschriften anführt: „Die unkomplizierte Polemik in diesen Stücken soll Leute gegen den ‚Patrioten’ aufbringen, die ihn ohnehin vermutlich kaum gekauft haben werden.“ Diesen Widerspruch gilt es zu klären, wenn im Folgenden überprüft wird, zu welchen Zwecken das Niederdeutsche eingesetzt wird und welche Rückschlüsse daraus auf die gesellschaftlichen und kommunikativen Verhältnisse zu ziehen sind.- „Der Patriot“ - Niederdeutsche Flugschriften gegen den „Patrioten“ - „Der Menschenfreund“ - Zur Funktion des Niederdeutschen in den Moralischen Wochenschrifte

    Das Hamburgische Wörterbuch – kulturelles Gedächtnis der Stadt

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    Begrüßung des Vortrags vom 6. Dezember 2006 anlässlich der Präsentation des Hamburger Wörterbuchs: Liebe Beate Hennig, lieber Jürgen Meier, sehr geehrte Frau Auweter-Kurz, sehr geehrter Herr Hansmann, sehr geehrter Herr Hickethier, meine Damen, meine Herren, leeve Lüüd, wi sünd vandaag hier tohoop kamen, üm to fiern: Een groot Wöörbook is trecht, un een anner, lütt, glieks dorto. Hier, in’n Agathe-Lasch-Höörsaal in de Hamborger Universiteet, is ook de rechte Stä’e, doröver natodenken, to wat wi een Wöörbook bruken doot, hett doch Agathe Lasch 1917 dorför sorcht, dat dat Hamborgische Wöörbook in Gang kamen künn.(1) Kulturelles Gedächtnis (2) Wörterbuch einer Stadtsprache (3) Wortschatz und städtische Heterogenität (4) Material und Bearbeitung (5) Ergebnisse: Das große und das kleine WörterbuchFestakt zur Vollendung des Hamburgischen Wörterbuches. Mittwoch, dem 6. Dezember 2006, um 18.00 Uhr, im Hauptgebäude der Universität Hamburg, Agathe Lasch Hörsaal, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

    Von unbilliger Verachtung der Plat-Teutschen Sprache. Zur Geschichte der norddeutschen Zweisprachigkeit

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    De linguae saxoniae inferioris neglectu atque contemtu injusto recte oder Von Unbilliger Verachtung Der Plat-Teutschen Sprache lautet der Titel der im Jahr 1704 an der Universität zu Rostock eingereichten akademischen Schrift des Theologie-Studenten Bernhard Raupach. In dieser Schrift wird der Versuch unternommen, die plattdeutsche Sprache zu rehabilitieren, da sie nicht mehr überall in Gebrauch sei und nur noch gering geschätzt werde. Raupachs Ziel ist die Wiederherstellung einer früheren Sprachsituation, wie sie bis zum 16. Jahrhundert gegeben war, als das Mittelniederdeutsche (neben dem Lateinischen als Sprache der Wissenschaft) in allen kommunikativen Bereichen Gültigkeit besaß. Dafür sei es notwendig, so Raupach, das Niederdeutsche wieder im offiziellen und öffentlichen Sprachgebrauch zu etablieren, nämlich in den Rathäusern und in den Kirchen (S. 204/205). Damit erweist sich Raupach als einer der frühen Verfechter des Plattdeutschen und eröffnet die Debatte um „Plattdüütsch in de Kark“. In seiner späteren Tätigkeit als Pastor scheint Raupach die Kritik an den bestehenden Sprachverhältnissen jedoch aus den Augen verloren zu haben. Sein Biograph bestätigt zwar, dass er auf der Diakonatstelle der St. Nikolaikirche in Hamburg, die er von 1724 bis zu seinem Tod 1745 innehatte, sein Predigtamt sorgfältig versah und nennt seine öffentlichen Vorträge „gründlich und erbaulich“, einen Hinweis auf den Gebrauch des Niederdeutschen finden wir hingegen nicht. Raupachs Schrift ist nicht nur Dokument einer sprachkritischen Tradition, in der seit dem 17. Jahrhundert und verstärkt im 18. Jahrhundert das Pro und Contra Niederdeutsch in zum Teil heftigen Debatten erörtert wurde, sondern stellt zugleich ein wichtiges Zeugnis für den Sprachwandel und für die Verschiebungen im mehrsprachigen kommunikativen Gefüge in Norddeutschland dar. Allein der Titel seines insgesamt in lateinischer Sprache verfassten Werkes verweist auf die zeitgenössische Mehrsprachigkeit: Lateinisch als Sprache der Wissenschaftskommunikation an der Universität, Hochdeutsch als übliche Sprachform der Gebildeten und Niederdeutsch schließlich als Objekt, aber nicht mehr als Kommunikationsmittel in einem kultur- bzw. sprachkritischen Diskurs. Als Raupach diese Schrift verfasste, hatte in Norddeutschland das Hochdeutsche im Bereich der Schriftlichkeit weitestgehend das Niederdeutsche verdrängt. Auch im mündlichen Gespräch hatte sich das Hochdeutsche bereits teilweise durchgesetzt, so dass es zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu einer medial, sozial und funktional geprägten Mehrsprachigkeit gekommen war. In holzschnittartiger Beschreibung können von dieser Zeit an dem Hochdeutschen Schriftlichkeit, Verwendung in Sprechergruppen mit höherem Sozialprestige und Domänen im offiziellen und öffentlichen Handlungsbereich zugewiesen werden; dem Niederdeutschen kommen Mündlichkeit, Verwendung in Sprechergruppen mit niedrigerem Sozialprestige und Domänen im privaten Handlungsbereich zu. Im Folgenden soll Raupachs Schrift als Dokument der Sprachkritik und als Zeugnis norddeutscher Mehrsprachigkeit vorgestellt und historisch verortet werden. Dafür ist zunächst Raupachs Argumentationsgang nachzuzeichnen und in die Tradition der Sprachkritik einzuordnen. In einem zweiten Schritt wird die sprachliche Situation in der frühen Neuzeit durch Raupachs Angaben über den Sprachgebrauch um 1700 beleuchtet und in den Kontext anderer zeitgenössischer Zeugnisse gestellt. Schließlich wird die Entwicklung des Niederdeutschen seit dem Spätmittelalter im Kontakt mit dem Hochdeutschen nachgezeichnet, um zu überprüfen, wie realistisch zu Beginn des 18. Jahrhunderts Raupachs Vorstellungen zur Wiederherstellung des früheren Sprachgefüges waren.1. Die Argumentation Raupachs: Von unbilliger Verachtung Der Plat-Teutschen Sprache 2. Die sprachliche Situation in der frühen Neuzeit 3. Die Entwicklung des Niederdeutschen im sprachlichen Kontakt mit dem HochdeutschenBernhard Raupach Symposion; Rostock - Oktober 200

    Sprachbedarf und Lexembildung am Beispiel der Grammatik des Mittelniederdeutschen

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    Bei dem Bemühen, in einer künftigen Grammatik des Mittelniederdeutschen dem Kapitel „Lexembildung“ einen Platz zu verschaffen, wissen wir uns bestätigt durch eine größere Anzahl von beispielgebenden Grammatikographen wie Jacob Grimm, Hermann Paul und Wilhelm Wilmanns. Unterstützend wirken auch Feststellungen der jüngerer Zeit, dass ein Defizit, entstanden durch die Nichtaufnahme der Lexembildungsmorphologie, im Fehlen entsprechender grammatischer Vorstudien seine Ursache habe (Reichmann & Wegera 1993:10). Ein derartiger Befund hat zweifellos gute Gründe, die auf die Mehrfachperspektiven hinweisen, die sich bei der Analyse von Lexembildungen auftun. Nicht zufällig wird immer wieder die Frage nach der Rolle der Lexembildung im Rahmen verschiedener linguistischer Teildisziplinen aufgeworfen; mit der dabei konstatierten Aspektvielfalt korrespondiert die Differenz der Antworten. In diesen Zusammenhang gehört die Charakteristik des Januskopfs (Brekle & Kastovsky 1977:12), der zufolge ein Zusammentreffen mehrerer Komponenten gegeben ist. Diese wiederum können die Analyse in jedem Fall als ein kombinatorisches Vorgehen begründen, bei dem lexikologische Zugriffe (Lexemklassen), morphologische Differenzierungen (Morphemklassen), syntaktische Perspektiven (äquivalente Positionen im Satz) und nicht zuletzt semantische Deutungen (Aktualisierung, Erweiterung) eine Rolle spielen. Geht man davon aus, dass Lexembildung ein Indikator für ein in einer bestimmten Gesellschaft entstandenes Problem ist, einen neuen Ausdruck zu finden, weil das abrufbare Lexeminventar nicht ausreicht, dann führt eine solche Kausalität ganz sicher über den Rahmen einer grammatikfokussierten Analyse hinaus. Deshalb sollte eruiert werden, wie eine lexembildende Sozietät beschaffen war und in welchen ihrer Teilbereiche sich besonders Notwendigkeiten einstellten, die zur neuen Lexembildung führten. Lexembildung hat somit auch ihren Anteil an einer historischen Sozio- und Pragmalinguistik. Die Lexembildung, bei der das bereits etablierte Morpheminventar genutzt wird (zu den einzelnen Verfahren vgl. Möhn & Schröder 2003:15ff),spielt bei der Erweiterung des Lexikons die größte Rolle. Beteiligt sind weiterhin die zahlreichen lexikalischen Transfers, die ihre Ursache in interkulturellen Kontakten haben. Bei unserem Vorgehen können wir für diesen Ausschnitt einer prospektiven Grammatik vom Hamburger Archiv des Mittelniederdeutschen Wörterbuchs mit über 1.200.000 Nachweisen profitieren. Diese vertreten einen Bestand von rund 80.000 Lexemen. Bei der Nutzung bestand für uns – und das ist ein generelles Problem – die Schwierigkeit, zwischen einer vorrangig die gesamte Sprachstrecke umfassenden lexikographischen Dokumentation des Lexemaufkommens und den Prozessen zu unterscheiden, welche mit ihren Resultaten in diesen Zustand eingegangen sind. Mit der Unterscheidung zwischen Prozessen und Zuständen sind wesentliche Anforderungen berührt, welche auf die Ziele einer die diachronen Veränderungen einzeln nachzeichnenden und einer eher durch Zustandsanalyse bestimmten synchronen Grammatik verweisen. Diese Differenz in der Zielsetzung wird gerade auch bei Arbeiten zur Lexembildung häufiger vernachlässigt, indem vorhandene Zustände und vorweggegangene Prozesse nicht schärfer geschieden sind. Nach dieser kurzen Problemskizze (1) soll unser Vorgehen mit einigen Ausschnitten vorgestellt werden. Um die historische Bedarfssituation zumindest anzudeuten, steht eine entsprechend ausgerichtete Kurzcharakteristik der mittelniederdeutschen Sprachgemeinschaft am Anfang (2). Anschließend sind die Postulate einer synchronen Lexembildungsanalyse zu diskutieren. Dabei wird auf die Binnenstrukturierung des synchronen Lexemaufkommens und auf den linguistischen Status der beteiligten Lexembildungsmorpheme eingegangen (3). Die Resultate des lexikalischen Ausbaus sollen auf zweierlei Weise gewürdigt werden. Zunächst geht es um Lexembildungszustände, wie sie aus der lexikographischen Dokumentation gewonnen werden (4). Um die Lexembildung in einer synchronen Grammatik vorstellen zu können, bedarf es mehrerer darauf bezogener Analysekategorien (5). Auf dieser Basis werden die Strukturen einiger wichtiger Lexembildungen ermittelt und in ihren Tendenzen beschrieben (6). Es folgt ein abschließendes Fazit zur Rolle der Lexembildung in einer synchron ausgerichteten historischen Grammatik (7).1. Die Aspektvielfalt der Lexembildung als Ausgangspunkt 2. Wachstumsgesellschaft und Lexemsbildungsblüte 3. Postulate einer synchronen Lexembildungsanalyse anlässlich einer historischen Grammatik 4. Lexembildungszustände: Das mittelniederdeutsche Lexikon 5. Kategorien der Lexembildungsanalysen 5.1. Verbbildung 5.2. Substantivbildung 6. Lexembildungstendenzen: Einige Rekonstruktionen 6.1. Rekonstruktionen I: Verbbildung 6.1.1. Strukturen und Leistungen 6.1.2. Mustergeschichten 6.1.3. Musterdomänen 6.1.4. Anschlussbildungen 6.2. Rekonstruktionen II: Substantivbildung 6.2.1. Strukturen und Leistungen 6.2.2. Mustergeschichten 6.3. Rekonstruktionen III: Substantivkomposition 6.3.1. Strukturen und Leistungen 6.3.2. Anschlussbildungen 6.4. Fazit 7. Lexembildung als Bestandteil einer synchronen historischen Grammatik 8. Bibliographi

    Nr. 24 (September 2006)

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    Aktuelle Informationen für die Mitglieder des Deutschen Hispanistikverbande

    Max Aub entre sus culturas

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    Al hablar sobre Max Aub entre sus culturas y dirigiéndome a lectores de habla castellana, francesa y alemana, ya tengo por lo menos tres problemas (culturales): porque cada uno de nosotros, al pensar en la palabra «cultura», piensa en algo diferente, ya que las diferentes culturas dentro de la cuales crecemos y vivimos corresponden a diferentes conceptos culturales. En el mundo hispanohablante, persisten las interferencias de la palabra con su raíz latina, el «homenaje reverente que se tributa a Dios» (según el Diccionario de la Real Academia Española), mientras que un francés preferiría tal vez hablar de «civilisation» antes que de «culture». Y en el mundo alemán, cultura solía escribirse, hasta hace muy poco tiempo, con mayúsculas, siempre se concebía como modo de ser, como algo que expresa de manera muy profunda la personalidad de un individuo o de una nación. El problema surge, pues, del hecho de que los conceptos de cultura difieren considerablemente en el seno de las culturas cuyas lenguas acabo de mencionar, de modo que tanto con vistas a Max Aub como a sus diversos lectores o críticos es preciso tener presente que hablar de cultura, o de culturas, significa hablar de algo bastante fluido. Teniendo en cuenta esas ideas introductorias y partiendo, por un lado, de los estudios sobre el trasfondo cultural de Max Aub ya publicados, basándome, por el otro, en sus respectivas declaraciones personales, quisiera concentrarme en algunos aspectos especialmente problemáticos del tema. En un segundo paso propongo cinco tesis sobre las culturas de Max Aub, antes de conectarlas, en un último paso, con recientes teorías culturales.Kolloquium: Espagne-France: guerre civile, exil et littérature. Frankreichzentrum Universität Freiburg (22./23. November 2002

    Mitteilungen des Deutschen Hispanistenverbands e.V.

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    Aktuelle Informationen für die Mitglieder:innen des Deutschen Hispanistikverbande

    Mitteilungen des Deutschen Hispanistenverbands e.V.

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