Repositorium.Hamburg SUB HH
Not a member yet
    278 research outputs found

    Violencia y racionalidad en la narrativa detectórica: algunas preguntas teóricas al genero policíaco

    No full text
    ¿Por qué se cometen tantos asesinatos en este mundo? Esta pregunta la puede responder un teólogo o un sociólogo, y en determinadas circunstancias también un especialista en ciencias culturales; este centraría su interés en la formulación lingüística de la pregunta y respondería con otra pregunta, sobre si no es incluso en la pregunta donde se encuentra el problema, que sería precisamente el de la percepción del crimen: ¿hoy se asesina mucho más que antes? ¿Cuál es la escala para medir qué tanto es mucho o poco? Ese indicador es seguramente un especificador cultural -volveremos a tratar la cuestión de las relaciones culturales específicas con la violencia al final de la contribución-. La teoría literaria no puede contestar a la pregunta inicial, pero sí ofrecer hipótesis de por qué aparecen tantos asesinatos en la literatura, en el cine o en la televisión. Con esto se podría al menos clarificar el contexto de la percepción del problema: ya que si se demuestra cómo una cultura prefiere relatar asesinatos, esto significa también un conocimiento específico sobre la percepción de la realidad del crimen

    Wunderdrogentraktate - Texte zwischen Humoralpathologie, Magie und Religion

    No full text
    Wunderdrogentraktate haben seit dem Hohen Mittelalter Konjunktur. Ihre Spezifik liegt in der Art des überlieferten Wissens, welches seine Besonderheit durch den Bezug auf ein Weltbild erhält, das unter modernen Gesichtspunkten als magisches bezeichnet werden könnte. Die Wunderdrogen gelten als Universalheilmittel, denen verborgene Kräfte, d. h. magische Wirkungsweisen, beigemessen werden. Neben heilenden Kräften entfalten sie apotropäische Wirkungen und dienen mantischen Zwecken. Durch ihre Thematik, der Wirkung der Drogen, durch die Funktion, Wissen für verschiedene Bedarfsfälle bereit zu stellen, und durch die Integration in den Textverbund der Arzneibücher gehören Wunderdrogentraktate zur mittelalterlichen medizinischen Fachliteratur. Ihre Uberlieferung setzt im 12. Jahrhundert ein, zunächst im Rahmen von Arzneibüchern, ab dem 13. Jahrhundert erscheinen sie auch als selbstständige Texte. Bei den Drogen handelt es sich entweder um Heiltiere, Heilpflanzen oder um Konfektionen aus Erdöl, Alkohol und deren Derivaten. Die bekanntesten Traktate sind der Batungen-, der Eisenkraut-, der Eichen-, der Eichenmistel-, der Kardobenedikten-, der Kranewittbeer-, der Melissen-, der Rosmarin- und der Angelica-Traktat aus dem Bereich der Pflanzendrogen, der Dachs-, der Geier-, der Schlangen- und der Natternhemdtraktat aus dem Bereich der Tierdrogen, der Petrol-, der Mormodica-, der Branntwein-, der Salbei-, der Theriak- und der Skabiosenwasser-Traktat aus dem Bereich der konfektionierten Drogen (vgl. Kurschat-Fellinger 1983, 53-59, und Brevarr 2008, 52-57, jeweils mit weiterführender Literatur). Im Lexikon des Mittelalters werden Wunderdrogentraktate definiert als med[izinischel Kurztraktate, die den Aufbau eines Kräuterbuch-Kapitels imitieren und entsprechend die Zweigliederung einer Drogenmonographie aufweisen" (Keil 1999c, 365). Dementsprechend seien im ersten Teil pharmakographische Dat~n versammelt wie die Bezeichnung der Droge, ihre Qualitäten, der Ort Ihres Vorkommens, ggf. eine Ursprungslegende, Fang- oder Sammelanleitung, Herstellungs- und Aufbewahrungsvorschriften oder auch Vorschriften zur Zubereitung einer Arznei. Im zweiten Teil folgten dann katalogartig die Indikationen und Applikationsformen. Durch diese Definition werden zwar die Parallelen zwischen Wunderdrogentraktaten und Kräuterbuchmonographien hervorgehoben, zugleich aber auch die wesentlichen Unterschiede verschleiert, die insbesondere auf der Versprachlichung unterschiedlicher Weltbilder beruhen, die spezifische Wirklichkeitstopographien und damit verbundene Wissensordnungen hervorbringen (vgl. Luclunann 1979, 61n. Beziehen sich die Drogenmonographien vor allem auf die Lehre der Humoralpathologie und auf die überlieferte Erfahrungsmedizin, so verweisen die Wunderdrogentraktate auf die Iatromagie, d.h. auf Vorstellungen, die Ursachen von Gesundheit und Krankheit in einer spirituellen Dimension suchen (vgl. Rothschuh 1978). Eine klare lrennung von zeitgenössischen naturwissenschaftlichen und magischen Vorstellungen ist dabei allerdings ebenso wenig möglich wie eine eindeutige Abgrenzung von magischer und religiöser Sphäre (zu den Überschneidungen von magischen und humoralpathologischen Grundsätzen vgl. z. B. Riha 2005, 69f., zu den Parallelen magischen und religiösen Sprechens vgl. Schröder 2002, 172-174). Von den verschiedenartigen epistemischen Voraussetzungen werden nicht nur die Inhalte, sondern auch die Handlungsmuster und die sprachliche Gestaltung der Texte geprägt. Anhand eines exemplarischen Vergleichs des Verbena- oder Eisenkraut-Traktats im Arzneibuchkontext und der entsprechenden Drogenmonographie in einern Kräuterbuch soll herausgestellt werden, auf welche Weise die Texte in ihrer Konstitution auf differente Weltbilder rekurrieren und dadurch ein spezifisch strukturiertes medizinisches Wissen zum Ausdruck bringen. Als Grundlage für die Analyse ist zunächst die medizinische Fachliteratur des Mittelalters, als deren Repräsentanten die Wunderdrogentraktate gelten können, in Umrissen zu charakterisieren. Dabei kommt unter funktional-textsortenspezifischer Perspektive insbesondere den medizinischen Handlungsfeldern mit den signifikanten Sprachhandlungen sowie den damit verbundenen Wissenstypen und Textfunktionen Bedeutung zu. Zusätzlich ist auf die Auffassungen von Gesundheit und Krankheit einzugehen, auf denen alles medizinische Handeln beruht. Diese Vorstellungen äußern sich in Diskursen, die von den erwähnten epistemischen Voraussetzungen abhängig sind.1. Einführung 2. Die medizinische Fachliteratur des Mittelalters 3. Verbena: Wunderdrogentraktat und Kräuterbuchmonographie 3.1. Der Verbena-Arzneibuchtraktat 3.2. Die Verbena-Kräuterbuchmonographie Quellen Literatu

    Nr. 30 (November 2012)

    No full text
    Aktuelle Informationen für die Mitglieder des Deutschen Hispanistikverbande

    Propaganda der Ideale und Idealisierung der Geschichte

    No full text
    Spanien 1997. Gerade haben die seit 14 Jahren regierenden Sozialisten unter Ministerpräsident Felipe Gonzalez nach einer langen Reihe von Skandalen die Wahlen verloren, da lesen die Spanier in einem der erfolgreichsten Romane des Jahres die fiktiven Erinnerungen des Anarchisten Felix, der von der Warte seiner achtzig Jahre zurückblickt auf seine Kindheit in den 1920er Jahren, als sein älterer Bruder Victor zusammen mit den historischen Akteuren Francisco Ascaso, Juan Garcia Oliver und Buenaventura Durruti für die Bewegung arbeitete

    Standardadvergenz im nördlichen Niedersachsen? – Eine exemplarische Analyse von Sprecherinnen aus drei Generationen

    No full text
    Das norddeutsche Varietätenspektrum wird gemeinhin als bipolare Struktur beschrieben, in der einer standardnahen hochdeutschen Varietät eine dialektale niederdeutsche Varietät gegenüber steht. Dabei konzentrierte sich die dialektologische Forschung lange Zeit fast ausschließlich auf die niederdeutschen Basisdialekte. Hochdeutsche Nonstandardformen und die Ausprägungen der intendierten Standardsprache blieben hingegen weitgehend außer Betracht. Insbesondere über die Entwicklung der standardnahen Formen im norddeutschen Sprachraum ist wenig bekannt. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich ebenso wie im mittel- und süddeutschen Raum eine Standardadvergenz, d. h. eine zunehmende Annäherung an den Standard, beobachten lässt. Diese Hypothese soll im Folgenden anhand von empirischen Daten zur Standardkompetenz und -nutzung im intergenerationellen Vergleich überprüft werden. Es soll untersucht werden, auf welche Weise sich die standardnahe Aussprache im Laufe von drei Generationen verändert hat und welche regionalen Merkmale davon betroffen sind. Die Untersuchung steht in einem engen Zusammenhang mit dem Projekt „Sprachvariation in Norddeutschland“ (SiN) und nutzt dessen Daten aus dem nordniedersächsischen Raum, die durch zusätzliche Aufnahmen um die angestrebte diachrone Perspektive erweitert werden. Untersucht wird die Vorleseaussprache von Familienmitgliedern aus drei Generationen, um im Rahmen einer Apparent-time-Studie Sprachwandelphänomene erhellen zu können. Im Folgenden sollen nach einem kurzen Überblick über die Forschungslage Datenkorpus und Analysemethode vorgestellt werden, bevor die Ergebnisse der empirischen Studie präsentiert werden.1. Einleitung 2. Forschungsüberblick 3. Analysekorpus 4. Datenanalyse und Ergebnisse 5. Fazit Literatur

    ,,Mit besonderer Rücksicht des Niederdeutschen und Niederländischen". Conrad Borchling und der Ausbau des Deutschen Seminars

    No full text
    In seinen persönlichen Erinnerungen mit dem Titel ,,Dreißig Jahre Hamburger Wissenschaft 1891-1921" schildert Werner von Melle, der Gründer und Förderer der Universität Hamburg, die Entstehung des Deutschen Seminars. An prominenter Stelle nennt er den Gründungsprofessor Conrad Borchling: ,,Durch die Beschlüsse der Bürgerschaft vom Juli 1910 waren uns vier neue ständige Professuren bewilligt, für Philosophie, insbesondere Psychologie, für deutsche Sprachwissenschaft mit Betonung des Niederdeutschen, für englische Sprache und Kultur und für romanische Sprachen und Kultur. Die erste von diesen, die besetzt werden konnte, war die der deutschen Sprachwissenschaft, die dem bisherigen Professor an der Akademie in Posen Conrad Borchling übertragen wurde. [...] Zu jeder neuen ständigen Professur gehörte jetzt als eine selbstverständliche Folge ihrer Errichtung ein mit ihr verbundenes Seminar, für das die Mittel stets ohne weiteres bewilligt wurden. So entstand unter der sorgsamen Pflege von Professor Borchling das mit der Zeit immer weiter ausgebaute Deutsche Seminar [...]." Neun Jahre später, im Jahr 1919, wurde das Deutsche Seminar als Germanisches Seminar in die neu gegründete Hamburgische Universität überführt. Borchling wurde zum Ordentlichen Professor für ,,Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsche Literatur mit besonderer Berücksichtigung des Niederdeutschen und des Niederländischen" ernannt. Conrad Borchling bewies bei der Einrichtung des Deutschen Seminars in Hamburg sein Geschick im Wissenschaftsmanagement, ebenso nach der Umwandlung des Deutschen Seminars in das Germanische Seminar der Universität, dessen erster Direktor er war. In der Folgezeit baute Borchling die dortige niederdeutsche Abteilung auf und etablierte - nicht nur für Hamburg - die nierderdeutsche Philologie als eine wissenschaftliche Disziplin. Gemeinsam mit Agathe Lasch leistete er Pionierarbeit für das neu entstandene Fach und schuf wesentliche wissenschaftliche Grundlagenwerke. Zu nennen sind insbesondere die bibliographische Aufarbeitung niederdeutscher Handschriften und Drucke sowie die Einrichtung der Archive des Mittelniederdeutschen Wörterbuchs und des Hamburgischen Wörterbuchs. Beide Archive übernahm nach 1923 Agathe Lasch in ihren Aufgabenbereich. Bochling blieb für mehr als zweieinhalb Jahrzehnte Proffesor der Hamburger Universität. Im Oktober 1945 wurde er aufgrund seiner Mitgliedschaft in der NSDAP aus dem Dienst entlassen und in den Ruhestand versetzt. Am 1.11.1946 starb Borchling im Alter von 74 Jahren ohne rehabilitiert worden zu sein. Während akademische Meriten seine geradlinige wissenschaftliche Karriere auszeichnen, bleiben hinsichtlich des (hochschul)politischen Handelns in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft Fragen offen, war dorch Borchling als Direktor des Germanischen Seminars in verantwortlicher Position, als Walter A. Behrendsohn 1933 und Agathe Lasch 1934 in Anwendung des sog. ,,Gesetzes zur Wiederstellung des Berufsbeamtentums" vom Dienst suspendiert und entlassen wurden.1 Die akademische Laufbahn bis 1910 2 Deutsches Seminar 1910 bis 1919 3 Hamburger Universität 1919 bis 194

    Sprachlicher Wandel im Niederdeutschen

    No full text
    Niederdeutsch und Hochdeutsch als zwei historisch getrennt zu betrachtende sprachliche Systeme sind seit Jahrhunderten im norddeutschen Sprachraum nebeneinander verwendet worden. Die vielfältigen Kontaktphänomene führen gegenwärtig dazu, dass sich das sprachliche Varietätengefüge in einem Wandel befindet, den wir zwar auch in unserem sprachlichen Alltag wahrnehmen, der linguistisch bisher jedoch nicht ausreichend untersucht worden ist. Dieses Desiderat ist umso gravierender, als nicht klar ist, auf welche Weise sich der Status des Niederdeutschen verändert. Können wir weiterhin von zwei getrennten Sprachsystemen ausgehen? Oder sind wir auf dem Weg zu einem einheitlichen norddeutschen Sprachsystem? Anhand von Material aus dem aktuellen Forschungsprojekt „Sprachvariation in Norddeutschland“ soll auf welche Weise sich das Niederdeutsche gegenwärtig durch den Einfluss des Hochdeutschen wandelt. Es ist zu fragen, welche sprachlichen Mischungsprozesse anzutreffen sind und auf welche Weise Übergänge zwischen den beiden Teilspektren bewerkstelligt werden. Die ermittelten Kontaktphänomene deuten auf einen signifikanten Wandel im Sprachgebrauch hin. Daraus sind schließlich Konsequenzen für die Sprachförderung abzuleiten.- Sprachvariation in Norddeutschland (SiN) - Sprachwandel durch hochdeutsche Interferenzen - Folgende Phänomene sind kennzeichnend: - SchlussfolgerungenKongress am 10. November 2010 im Novembe

    Nr. 29 (Dezember 2011)

    No full text
    Aktuelle Informationen für die Mitglieder des Deutschen Hispanistikverbande

    Niederdeutsche Wochenschriften im 18. Jahrhundert

    No full text
    Die niederdeutschen Wochenschriften des 18. Jahrhunderts, die in sprachhistorischen Veröffentlichen meist nur als Curiosa aufklärerischer Publizistik erwähnt werden, vermitteln uns wesentliche Einsichten in die komplexe Sprachwirklichkeit in Norddeutschland, insbesondere in den Städten, wo eine mediale, soziale und funktionale Mehrsprachigkeit entstanden war. Während das Hochdeutsche als Leitsprache fungierte und sich im offiziellen und öffentlichen Handlungsbereich nahezu vollkommen durchgesetzt hatte, blieb das Niederdeutsche beschränkt auf den privaten und halböffentlichen Handlungsbereich. Niederdeutsch in der öffentlichen, vor allem schriftlichen Kommunikation war zur Ausnahme geworden. Vor diesem Hintergrund ist die Existenz niederdeutscher Wochenschriften um so auffälliger. Sie können uns Hinweise geben auf den Status des Niederdeutschen im 18. Jahrhundert, auf die Usancen städtischer Kommunikation, auf die Regeln der Sprachverwendung im öffentlichen Handlungsbereich und auch auf die Konnotationen, die mit der Sprache verbunden wurden. Wie zu zeigen sein wird, sind als Faktoren, welche die Sprachwahl Niederdeutsch steuerten, in erster Linie eine inhaltliche und funktionale Motivierung zu nennen, am Rande auch ein sprachpflegerischer Impetus, während ein spezifischer Adressatenbezug, wie er bisher in der einschlägigen Forschungsliteratur angenommen wurde, keine oder nur eine geringfügige Rolle spielt.In einem ersten Schritt sollen die niederdeutschen Zeitschriften in das publizistische Umfeld eingeordnet und die Moralischen Wochenschriften im 18. Jahrhundert charakterisiert werden. Danach werden die wenigen Statements in der Forschungsliteratur zu den niederdeutschen Wochenschriften zusammentragen und die Ergebnisse einer Analyse der niederdeutschen Passagen in den Hamburger Wochenschriften Der Patriot und Der Menschenfreund referiert, bevor im Einzelnen die Funktion der Sprachwahl in den niederdeutschen Zeitschriften behandelt wird.Die Moralischen Wochenschriften im 18. Jahrhundert Niederdeutsche Wochenschriften im Spiegel der Forschungsliteratur Ironisches Spiel: Kröger und Patriot Unterhaltung und Zeitvertreib: De Platt-Dütsche Alte deutsche Redlichkeit: Dei ohle plattdütsche Mann Fazit Literaturverzeichni

    Johannes Bugenhagen – Reformation auf Niederdeutsch

    No full text
    Die Bildfelder am Kanzelaufgang in der Kirche zu Schaprode auf Rügen veranschaulichen auf prägnante Weise das Reformationsgeschehen mit seinen Hauptakteuren, auf dem linken Bild Martin Luther, vor dem ein aufgeschlagenes Buch mit der Aufschrift Biblia Sacra 1535 liegt, auf dem rechten Bild Johannes Bugenhagen, der die Hand auf die von ihm entworfene Pommerische Kirchenordnung von 1535 legt. Aus den Wolken oben rechts kommt die Hand Gottes hervor (modisch mit rotem Ärmel und weißer Spitze!), die ein Spruchband mit der Aufschrift »Treptoisch Landtag 1534« hält und so das Bekenntnis Pommerns zum evangelischen Glauben legitimiert. Bibel und Kirchenordnung stehen für Inhalt und Form der Reformation. Über die Sprache des Reformationsgeschehens hingegen erfahren wir nichts. Als die Kanzel im 18. Jahrhundert für die Kirche in Schaprode ausgestaltet wurde, war die Kirchensprache längst Hochdeutsch geworden. Die Reformation selbst kam aber auf Niederdeutsch nach Pommern. Auf welche Weise dies geschehen ist, soll Gegenstand der folgenden Erörterungen sein. Zunächst sind die soziokulturellen Rahmenbedingungen mit dem Verhältnis von Johannes Bugenhagen, Martin Luther und der Reformation zu klären. Um die kommunikativen Rahmenbedingungen und damit die sprachliche Situation zur Reformationszeit zu erfassen, sind vor allem der Status des Niederdeutschen und der Schreibsprachenwechsel Niederdeutsch – Hochdeutsch zu erläutern. Norddeutsche Reformationsliteratur ist vielfach Übersetzungsliteratur. Die Bibel als das Fundament des christlichen Glaubens und der Katechismus als das zentrale Lehrbuch wurden als niederdeutsche Übersetzungen der hochdeutschen Fassungen Martin Luthers unter der Verantwortung Bugenhagens verbreitet. Daher ist ein Blick auf die Übersetzungsmethode und die Übersetzungspraxis zu werfen. Die Kirchenordnung gibt uns zusätzliche Informationen, welche weiteren Texte in der kirchlichen Praxis der frühen protestantischen Gemeinden verwendet wurden. Unter kontaktlinguistischer Perspektive soll abschließend die sprachliche Entwicklung im Vergleich mit den heutigen Verhältnissen beurteilt werden: der Sonderfall Niederdeutsch – Hochdeutsch.1. Soziokulturelle Rahmenbedingungen: Johannes Bugenhagen, Martin Luther und die Reformation 2. Kommunikative Rahmenbedingungen: Die sprachliche Situation zur Reformationszeit 3. Übersetzungen als Reformationsliteratur: Lutherschriften, Bibel, Katechismus 4. Sprachpraxis in den Gemeinden: Die Kirchenordnung von 1535 5. Sprachen im Kontakt: Der Sonderfall Niederdeutsch – HochdeutschBugenhagen-Tagungen 200

    0

    full texts

    278

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Repositorium.Hamburg SUB HH
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇