kommunikation@gesellschaft
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    "Die Pandemie sind wir": Rezension von: Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie.

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    Dieses ist eine Rezension von Malte Thießen: Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie. Fankfurt am Main: Campus Verlag, ISBN: 978-3-593-51423-

    Christian Fuchs: Verschwörungstheorien in der Pandemie. : Wie über Covid-19 im Internet kommuniziert wurde.

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    Christian Fuchs: Verschwörungstheorien in der Pandemie. Wie über Covid-19 im Internet kommuniziert wurde. 2022, München:UKV (UTB). 211 Seiten. Eine Rezension von Nils Zurawsk

    Veränderungen im Informationsverhalten in der Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die Sichtweisen junger Menschen

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    Die COVID-19-Pandemie hat das Leben von Menschen auf der ganzen Welt von Grund auf verändert. Gleichzeitig trägt das Verhalten der Menschen zur Überwindung der Pandemie bei, sei es in Form der Einhaltung der Pandemieregelungen, sei es durch die Bereitschaft, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Derzeit zeigt sich jedoch in Ländern wie Deutschland, die über ausreichend Impfstoff verfügen, eine gewisse Impfmüdigkeit. Da Studien bereits gezeigt haben, dass zwischen Informationsverhalten und Impfbereitschaft ein Zusammenhang besteht, untersucht diese Arbeit anhand einer Längsschnittsstudie Veränderungen des Informationsverhaltens junger Menschen unter 35 Jahren im Verlauf der Pandemie im Jahr 2020. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Konsequenzen des Informationsverhaltens für die Zuversicht und die Impfbereitschaft in dieser Zielgruppe gelegt. Dabei zeigt sich durchaus eine Pandemiemüdigkeit unter den Befragten, die sich darin äußert, dass die Befragten am Ende des Jahres 2020 weniger Zeit damit verbringen, sich über das Virus oder die Pandemie zu informieren als noch 7 Monate zuvor. Die Daten offenbaren auch Zusammenhänge zwischen dem Informationsverhalten, dem Grad der Informiertheit und der Zuversicht, dass die Pandemie überwunden wird. Schließlich sind Personen, die sich besser informiert fühlen, eher bereit, eine Impfung zu akzeptieren, womit eine faktenbasierte, glaubhafte Information der Bevölkerung offenbar ein entscheidender Faktor der Pandemiebekämpfung ist

    „Book of Anonymity“ von Anon Collective : Eine Rezension von Katharina Kinder-Kurlanda

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    Dies ist eine Rezension über das Buch "Book of Anonymity“ herausgegeben vom Anon Collective, erschienen bei punctum books, 2021, 484 Seiten, ISBN: 9781953035301

    Kein Fokus auf das Foto: Fotografieren als Aktivität

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    Beim Thema Fotografie steht oft das Resultat an erster Stelle. In diesem Essay hingegen geht es um die Aktivität, das Fotografieren. Warum besitzt diese Aktivität für so viele Menschen einen hohen Stellenwert, selbst, wenn viele Fotos wohl nie wieder betrachtet, bearbeitet oder verwertet werden? Auf Basis teilnehmender Beobachtung, einer Facebook-Umfrage und Interviews ergibt sich, dass das Fotografieren für viele Fotografen das Gefühl von Flow erzeugen, Achtsamkeit fördern und für Kontakt mit der Umwelt und Kommunikation mit anderen Menschen stehen kann. Auch der Jagd- und Sammeltrieb mag befriedigt werden. Zudem bedeutet Fotografieren auch eine Möglichkeit, etwas zu erleben – einerseits, da Erlebnisse durch die fotografische Begleitung mehr Sinn erhalten, andererseits auch, wenn das Fotografieren als Erlebnis selbst begriffen wird. Für die persönliche Entwicklung heißt Fotografieren oftmals neue Sichtweisen, eine neue, besonders befriedigende Art der Wahrnehmung zu erlernen. Außerdem steht es in Verbindung zur Überwindung persönlicher Aversionen und Ängste und bietet auf unkomplizierte Weise Raum für Kreativität. Auch im Dienste der Identität ist Fotografieren von Bedeutung, wenn sich Menschen fotografierend in Situationen begeben, die ihre Identität kommunizieren sollen oder sie durch das Fotografieren ihre Selbstwahrnehmung beeinflussen

    Selbstoptimierung to go: Eine qualitative Analyse der Nutzungsmotive für Ratgeber-Podcasts

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    Dieser Artikel befasst sich mit einer bislang unerforschten Sparte innerhalb des Podcast-Mediums, genauer: den Ratgeber-Podcasts. Dafür nähert sich der Text zunächst dem Begriff „Ratgeber“ beziehungsweise „Beratung“ an, indem er auf Erkenntnisse aus der Medien- und Sozialforschung und dort verwendete Definitionen zurückgreift. Im Anschluss werden die Besonderheiten von Ratgeber-Podcasts untersucht. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den Nutzungsspezifika, also besonderen Nutzungsmotiven und -gewohnheiten der Hörer*innen. Im Rahmen einer qualitativen Befragung wurden Aussagen von mehreren Podcast-Nutzerinnen und Nutzern ausgewertet und analysiert. Die Erkenntnisse der Untersuchung werden im Ergebnisteil zusammengetragen und im Fazit vor dem Hintergrund bestehender Forschung gedeutet

    Intimität und Zeitlichkeit der Podcast-Kommentarform: Am Beispiel von "My Dad Wrote a Porno"

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    Podcasts sind für ihre ausgeprägte Intimität bekannt. Diese ist jedoch nicht nur medial spezifisch, sondern auch abhängig vom jeweiligen Podcastformat. Der vorliegende Artikel entwickelt McHughs Beobachtung bezüglich der engen Verbindung zwischen Chumcast-Format und Intimität weiter. Wir analysieren, wie die Hosts des populären Podcasts My Dad Wrote a Porno durch ihren laufenden Kommentar des Erotikromans Belinda Blinked die sexuelle Intimität des Quelltextes in eine freundschaftliche Intimität ‚umkodieren‘ (vgl. Raible 1995). Der Podcast fördert diese Intimität durch seinen ‚Live‘-Kommentar und die Anspielungen auf die enge Freundschaft der Hosts. Gleichzeitig wird Distanz zwischen Hörerschaft und dem Autor und der Erotik des Romans aufgebaut, indem die Hosts familiäre und erotische Intimitätskonstruktionen als zeitlich und affektiv distanziert und somit kommentierungsbedürftig darstellen. Der Artikel verbindet theoretische Erkenntnisse der Intimitätsforschung (Horton/Wohl, Giddens, Ahmed), Forschungsergebnisse zum medienwissenschaftlichen Begriff der „liveness“ (Scannell 2014) und literaturwissenschaftliche Annahmen über den Kommentar als intertextuelle diskursive Form (Assmann, Gladigow, Raible). Somit trägt unser Beitrag zu einem besseren Verständnis von Intimität in Podcasts bei und dazu, wie sich Hörergemeinschaften um unterschiedliche Podcasts bilden

    Kulturanalyse in einem interdisziplinären Kontext: Das Journal kommunikation@gesellschaft

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    Dieser Artikel erzählt die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des 2000 gegründeten Open Access-Journals aus Sicht von vier Herausgeber:innen, die die Arbeit und den Inhalt der Zeitschrift mitgeprägt haben. Dieser Artikel ist zuerst in dem Sammelband „Widerständigkeiten des Alltags“ (Hamm, Holfelder, Ritter, Schwell & Sutter, 2019) aus Anlass des 60. Geburtstages von Klaus Schönberger erschienen, einem der beiden Gründer und Herausgeber von kommunikation@gesellschaft. Wir danken den Herausgebern für die Erlaubnis des Wiederabdrucks des Textes zum 20-jährigen Jubiläum des Journals und anlässlich des Relaunches auf einer OJS-Plattform

    Auditive "deep dives": Podcasts als narrativer Journalismus

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    Mit dem Begriff ‚narrativer Journalismus‘ bezeichnet man non-fiktionale Textsorten, die sich erzählender Elemente bedienen, um Informationen zu vermitteln. Häufig werden immersive Erzählstrategien, Personalisierung und eine subjektive Perspektive genutzt, um gründlich recherchierte Hintergrundgeschichten aufzubereiten. Das Ziel narrativen Journalismus‘ besteht darin, das Verständnis der Texte zu erleichtern, das Publikum zu involvieren und damit die Wirkung der Texte zu optimieren. Kritisch bewertet wird an dieser journalistischen Darstellungsform die teilweise unklare Abgrenzung zwischen Fakten und Fiktion. Diese Form der Informationsaufbereitung erfreut sich großer Beliebtheit in Podcasts. Aufgrund ihrer spezifischen Charakteristika sind Podcasts ideal für narrativen Journalismus geeignet. Der Beitrag führt diese Aspekte aus und illustriert sie anhand von Beispielen aus dem US-amerikanischen Raum

    Wissenschaft im Gespräch: Wissensvermittlung und -aushandlung in Podcasts

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    Podcasts haben sich als Medium der Wissenschaftskommunikation etabliert. Das zeigt sich einerseits an den Vorlieben des Publikums: Laut den Umfragen des Online-Audio-Monitor rezipieren 70 Prozent der befragten Podcastnutzer:innen „Infosendungen, Wissens- und Lernbeiträge“ (Deck/Kunow 2019; vgl. auch Domenichini 2018; Schaffer 2016; Martens/Amann 2007). Andererseits findet eine Vernetzung der Community statt, wie etwa auf dem Portal wissenschaftspodcasts.de zu sehen ist. Hier kuratieren Produzent:innen das Angebot zu den Themen Wissen und Wissenschaft. Trotz dieser Popularität ist die Vermittlung von Wissenschaft durch Podcasts noch nicht intensiv erforscht, im deutschsprachigen Raum noch weniger als im englischsprachigen. Inhaltliche Analysen konzentrieren sich meist nur auf Teilaspekte wie z.B. Diskussionen in begleitenden Online-Foren (Birch/Weitkamp 2010). Im vorliegenden Beitrag soll daher erörtert werden, welche Gestaltungsmöglichkeiten das Medium Podcast speziell für Akteur:innen der Wissenschaftskommunikation bietet. Davon ausgehend wird eine qualitative Untersuchung von Wissenschaftspodcasts mithilfe der Gesprächsanalyse vorgestellt

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