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    64 research outputs found

    Robert Feustel / Gregor Ritschel: Populistische Spiele. Bullshit als politische Strategie: Eine Rezension

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    Eine Rezensio

    Smart mobil: Zur Verschränkung von Mobilitäts- und Medienpraktiken in jugendlichen Lebenswelten im öffentlichen Wiener Stadtverkehr

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    Die Verwobenheit von Medientechnologie und Mobilität schreitet zwar zügig voran, ist aber nicht uneingeschränkt als produktiv zu beurteilen. In städtischen, insbesondere nächtlichen Räumen sind zwar Verbesserungen auch für Frauen queere Personen und vulnerable Gruppen im Gespräch, aber vielerorts noch nicht umgesetzt. Dieser Beitrag beschäftigt sich in vier explorativen qualitativen Studien mit Mobilitätsgerechtigkeit und zeigt Wege zu einer benutzerfreundlichen Technologieentwicklung an der Schnittstelle zu physischen Stadt(Nacht)Räumen auf. Das Multi-Methoden-Set involviert Auto-Ethnografien, qualitative mobilitätsbiografische Interviews und begleitete Mobilitätsspaziergänge mit jungen ErwachsenenDespite the rapid advancement of media technology and mobility integration, it remains a work in progress and is not yet fully productive. In urban areas, especially at night, improvements for women, queer people and vulnerable groups are being discussed, but have not yet been implemented in many places. This article presents the findings of four exploratory qualitative studies on mobility justice and offers insights into the development of user-friendly technology at the interface between physical urban (night) spaces and mobility. The multi-method set involves car ethnographies, qualitative mobility biographical interviews and accompanied mobility walks with young adult

    Israel, Palästina und Bilder-Fragen : Eine erste Kartierung bildethischer Debatten und Herausforderungen nach dem 7. Oktober 2023

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    Dieser Essay kartiert bildethische Kontroversen und Herausforderungen für individuelle Fotojournalist:innen, Fotoredakteur:innen und Mediennutzer:innen, die sich durch digitale, vernetzte Bilder während und nach dem Attentat der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am und nach dem 7. Oktober 2023 abbilden. Während in deutschsprachigen Redaktionen Entscheidungen oft in Dichotomien des Veröffentlichens und Nicht-Veröffentlichens verharren, wendet sich die englischsprachige Fototheorie und journalistische Bildethik seit einigen Jahren hin zu komplementären Ansätzen, wie beispielsweise Newton und Dodd (Dodd, 2023; Newton, 2021). Diese werden sowohl den fotojournalistischen  Produktionsbedingungen im Feld und unterschiedlichen Rollen und Selbst-Identitäten (Good & Lowe, 2020) gerechter. Zugleich entlassen sie Rezipient:innen nicht aus der eigenen ethischen Verantwortung und Bildung von ethischer Kompetenz (ethical literacy). Gerade im Umgang mit KI-generierten Bildern, die durch fotorealistische Fiktionalisierungen vorgeben, das Leiden von Menschen in Israel und Palästina illustrieren zu können, sind Redaktionen zu besonders sensiblem Umgang mit Medienökologien gefragt, wie exemplarisch die Paris Charter on AI and Journalism verdeutlicht (Reporters Without Borders, 2023a)

    Wieso eigentlich Alexa? Konzeptualisierung eines Sprachassistenten als Infrastruktur und Plattform im soziotechnischen Ökosystem Amazons

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    In diesem Artikel wird der Sprachassistent Alexa vor dem Hintergrund des Plattformökosystems Amazons untersucht. Hierzu werden Elemente der Plattform- und Infrastrukturtheorie verwendet, um die Rolle des Assistenten in Relation zu den anderen Plattformen der Firma zu konzeptualisieren. Diese Betrachtung ermöglicht es Alexa zum einen als Daten-, Entwicklungs- und Testinfrastruktur von Künstlicher Intelligenz für Amazon und zum anderen als Komfort-Infrastruktur für Nutzer:innen zu betrachten. Um das Wechselverhältnis dieser beiden Rollen nachzuvollziehen, wird ein iteratives Modell entwickelt, welches den Entwicklungsprozess von Alexa als Technologiekomplex nachvollzieht. Die Erkenntnisse, die in der Genese dieses Modells gewonnen werden können, eignen sich dazu den Sprachassistenten als Plattform und Infrastruktur im Plattformökosystem Amazons zu situieren und herauszuarbeiten, welchen Nutzen der Assistent für Amazon haben kann. Dieses letzte Argument trägt zur Weiterentwicklung des theoretischen Instrumentariums zur Betrachtung von Plattformen bei, als dass es diese als wandelbare relationale Infrastrukturen in einem Plattformökosystem begreift, deren Rollen sich im Laufe der kontinuierlichen Entwicklung verändert

    „Unregierbar gemacht?“: Pandemie-Tracking und Datenpolitiken in autoritären Geflechten

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    In diesem Artikel stehen die Wechselwirkungen zwischen einer autoritären Präsidialregierung und dem Management von Pandemiedaten im Fokus. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Analyse der Datenpolitiken in diesem autoritären Kontext unter Einsatz von Hayat Eve Sığar (HES), dem türkischen Kontaktverfolgungs- und Proximitysystem sowie der dazugehörigen Anwendung. Ethnografisch werden die komplexen und sich ständig verändernden Landschaften viraler Daten erkundet. In diesem Zusammenhang wird verdeutlicht, wie die Frage der (Un-)Regierbarkeit inmitten der Pandemie durch die politische Gestaltung und Nutzung von Daten wahrgenommen, verhandelt und herausgefordert wird. Mit einem speziellen Fokus auf autoritäre Geflechte trägt dieser Beitrag zur Analyse von Datenpolitiken in digitalen, datengesättigten Gesellschaften bei. Autoritäre Geflechte, so das Argument, formen sich in Zeiten von Krisen wie der viralen Pandemie flexibel neu. Diese wirken subtil und schleichend auf die Machtverhältnisse im Zusammenhang mit Daten ein und beeinflussen die datenpolitischen Auseinandersetzungen, bleiben jedoch oft im Verborgenen

    Zur Inszenierung von kritischen Kompetenzen in Nischenöffentlichkeiten: Bewertungen von Smart Speakern auf YouTube

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    Der vorliegende Beitrag widmet sich der Analyse von Unboxing- und Review-Videos auf der Plattform YouTube, die sich vornehmlich mit dem Testen von Konsumtechnik beschäftigen. Die Videos zeigen das Auspacken und das Ausprobierens von Produkten, die Begutachtung ihrer Funktions- und Gebrauchsweisen und die Überprüfung ihrer Gebrauchsversprechen. Die Tests führen keine formal qualifizierten Warentester:innen durch, sondern in der Regel Nutzer:innen, die sich darauf spezialisiert haben. Unboxing- und Review-Videos können insofern als Element der Selbstinszenierung und -vermarktung von (pseudo-)privaten Praktiken des Auspackens und des Bewertens verstanden werden. Im Folgenden interessieren wir uns für das Testen und Bewerten von Smart Speakern, die im häuslichen Bereich zum Einsatz kommen. Im Sinne einer Sociology of Conventions and Testing (Potthast, 2017; Boltanski/Thévenot, 2007) wird anhand eines Fallvergleichs auf inhaltlicher Ebene danach gefragt, welche Aspekte der Geräte angesprochen werden und auf ästhetischer Ebene, wie das Entpacken und Testen der Geräte von den YouTuber:innen inszeniert und in die Logik der Videoplattform eingebettet wird. Der Beitrag stellt zudem dar, inwieweit Nutzungsbedingungen und insbesondere etwaige Datenschutzproblematiken, wie sie im öffentlichen Diskurs zumeist kritisch verhandelt und zuweilen auch in Werbespots thematisiert werden, in den Reviews zwischen einer Kritik und der Anpreisung der Produkte aufgegriffen werden. Zugleich wird untersucht, wie sich die Produzierenden inszenieren

    #selberdenken. : Die Artikulation von Systemmisstrauen und die Beanspruchung epistemischer Autonomie in der Corona-Krise

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    Soziale Medien stellen wichtige Bühnen für zeitgenössische Konflikte um Wissen und Wahrheit dar. Der Artikel widmet sich vor diesem Hintergrund dem Gebrauch des Hashtags #selberdenken auf Twitter. Mittels einer quantitativen Datenanalyse wird zunächst die Konjunktur der Verwendung des Hashtags nachgezeichnet. Eine anschließende hermeneutische Sequenzanalyse zeigt, wie in seinem Gebrauch ein Anspruch auf epistemische Autonomie zum Ausdruck gebracht wird: Allein die eigenen Erfahrungen, Interpretationen und Quellen gelten als vertrauenswürdig. Dies korrespondiert mit einem grundlegenden Misstrauen in die von den Massenmedien konstruierten Realitäten und einer Trivialisierung von Erkenntnisprozessen. Die Untersuchung leistet einen Beitrag zum Verständnis der kommunikativen Mikrostrukturen mediatisierter Wissenskonflikte und der Rolle, die ein öffentlich kommunizierter Skeptizismus in ihnen spielt

    Wachstumsdynamiken, Inhalte und Emotionen in ‚identitären‘ Chatgruppen: Eine Text-Mining- und Sentiment-Analyse von Chatgruppeninhalten der ‚Identitären Bewegung‘ in Deutschland

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    Der vorliegende Beitrag beleuchtet die Wachstumsdynamiken und Inhalte von insgesamt 67 Telegram-Chatgruppen, die auf Initiative der sogenannten ‚Identitären Bewegung‘ im Zeitraum von August bis November 2019 gegründet wurden. Dabei wurden die Daten und Chatverläufe von 2.000 bis 4.000 Gruppenmitgliedern erfasst und ausgewertet. Die Gruppengründung geht mit einem enormen Vernetzungspotenzial einher, das weit über den digitalen Raum hinausgeht. Obwohl der Anteil der aktiven Gruppenmitglieder stark schwankt, führte der Aufruf zur Gründung einer Chatgruppe in etwa 30 Prozent der Fälle zu einem persönlichen Treffen der Mitglieder innerhalb von drei Monaten ab Gründung. Mit einem Text-Mining-basierten Topic Modelling konnte nachgewiesen werden, dass in den Chatgruppen vorrangig gefühlte Bedrohungen, wie vermeintlich gewalttätige Migrant:innen, und ‚grüne‘ Themen, wie Maßnahmen zum Klimaschutz, aber auch die Partei B90/Die Grünen als Feindbilder konstruiert werden. Dem werden Narrative wie Unterstützung in der Chatgruppe, Zusammenhalt und Vertrauen als Ideale gegenübergestellt, sodass sich basierend auf den Themen eine starke ideologische und emotionale Polarisierung durch die Chatinhalte vermuten lässt. Dies konnte im Rahmen einer Sentiment-Analyse bestätigt werden: Die prägenden Emotionen in den Chatverläufen sind Trauer und Angst (negative emotionale Valenz) sowie Vertrauen (positive emotionale Valenz). Interessant ist auch, wie der antisemitische Anschlag von Halle am 9. Oktober 2019 von den Gruppenmitgliedern aufgenommen wird. Die maßgeblichen Emotionen sind hier vor allem Wut und Ekel. Auch wenn auf dieser Basis keine Kausalzusammenhänge belegt werden können, liefern die Daten starke Argumente dafür, dass derartige Chatgruppen menschenfeindliche Einstellungen und Narrative reproduzieren, multiplizieren und über die stattfindende Polarisierung die weiterführende Radikalisierung ihrer Mitglieder begünstigen

    Simon Egbert & Matthias Leese: Criminal Futures: Predictive Policing and Everyday Police Work

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    Simon Egbert & Matthias Leese: Criminal Futures. Predictive Policing and Everyday Police Work (Routledge, 2021), 231 Seiten. Eine Rezension / a review von Nikolaus Poechhacker. Egbert & Leese (2021) liefern mit ihrer umfassenden Studie über Predictive Policing einen wichtigen Beitrag zur Diskussion über die fortschreitende Digitalisierung und Algorithmisierung der Polizeiarbeit. Ziel des Buches ist es, Predictive Policing als eine Reihe zusammenhängender sozio-technischer Praktiken zu verstehen. Die Autoren diskutieren umfangreiches empirisches Material im Kontext der Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) und versuchen, Erkenntnisse aus der (kritischen) Kriminologie, der Soziologie und den Wissenschafts- und Technologiestudien (STS) miteinander zu verbinden. Während des gesamten Buches folgen die Autoren dem Fluss der Daten und den verschiedenen Akteuren durch den Prozess der Entwicklung und Durchführung von Predictive Policing. Durch eine konsequente Darstellung der unterschiedlichen Übersetzungsschritte stellen die Autoren klar dar, wie prädiktive Polizeiarbeit die Praxis der Polizeiarbeit verändert. Insbesondere der vorgeschlagene STS-Ansatz ist sehr überzeugend und fügt dem Feld eine neue und wichtige Perspektive hinzu

    Das Spiel mit der Abweichung: Überlegungen zum Verhältnis von digitalen Spielwelten, Figuren, Spieler:innen und Devianz in Einzelspieler:innenspielen

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    Der vorliegende Essay betrachtet digitale Einzelspieler:innenspiele und befragt deren Popularität in der digitalen Spiel- und Medienkultur in Hinblick auf das Bedürfnis der Spieler:innen nach dem Ausagieren von Rollen in Spielwelten, die in der Lebenswelt nicht eingenommen werden können. Mit postapokalyptischen sowie Spielwelten mit kriminellen Settings werden zwei markante Ausprägungen devianter Spielwelten untersucht, die für das Verhältnis zwischen Devianz und Konformität im Wechselspiel zwischen Spiel- und Lebenswelt aufschlussreich sind

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