Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
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    Interaktion - (Inter-)Agency: Probleme einer konzeptuellen Einhegung humanimalischer Sozialität

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    Am Leitfaden der Konzepte Interaktion/(Inter‑)Agency diskutiert der Beitrag verschiedene sozialtheoretische Optionen, um humanimalische Sozialitäten zu erfassen. Die knapp skizzierten Theorieoptionen (Max Weber, George H. Mead, jüngerer Symbolischer Interaktionismus, Bruno Latour, Erving Goffman) werden dabei an Hand zweier Analysedimensionen klassifiziert: Im Hinblick (a) auf die anthropologische Differenz werden asymmetrisierende von symmetrisierenden Positionen unterschieden, mit Blick (b) auf den handlungstheoretischen Grundansatz stellt der Beitrag „intentiona­listische“ Zugänge „relationistisch“ ausgerichteten Zugriffsweisen gegenüber. Der Beitrag schließt mit dem Vorschlag, für soziologische animal studies stärker als bislang kritische Relektüren soziologischer Klassiker (wie zum Beispiel E. Goffman) nutzbar zu machen

    Die De-Organisation von Organisation? Zu den Konsequenzen des Ersetzens menschlicher Entscheiderinnen und Entscheider durch Algorithmen in Organisationen

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    Menschliche Entscheiderinnen und Entscheider in Organisationen werden heutzutage zunehmend durch daten-intensive Algorithmen ersetzt. Algorithmen steuern Autos, Flugzeuge und Fahrstuhlsysteme, schreiben Nachrichten und Bücher, und verschlagworten Fotos auf digitalen Plattformen. Dieses sog. „algorithmische Entscheiden“ scheint folglich signifikante Veränderungen in Organisationen zu verursachen. Nichtsdestotrotz spielt dieses Phänomen im soziologischen Diskurs bislang kaum eine Rolle. Lediglich außerhalb der Soziologie findet sich mittlerweile eine Vielzahl an Arbeiten, die sich mit den sozialen Folgen algorithmischen Entscheidens auseinandersetzen. Allerdings wird in eben diesen Studien weder die Organisation als Untersuchungsgegenstand beachtet, noch wird der Begriff der „Entscheidung“ näher definiert. Beide Phänomene werden als gegeben hingenommen und nicht weiter reflektiert. In der Folge wissen wir überraschend wenig darüber, welche Implikationen das Ersetzen menschlicher Entscheiderinnen und Entscheider durch Algorithmen hat. Der vorliegende Beitrag adressiert diesen Umstand in zwei Hinsichten. Er präsentiert zum einen ein strikt soziologisches Verständnis von „Entscheidungen“, welches es erlaubt, das Phänomen des algorithmischen Entscheidens und dessen weitreichende Implikationen theoretisch zu erfassen. Zum anderen geht der Beitrag kurz auf einige Folgen algorithmischer Entscheidungen am Beispiel selbst-lernender Algorithmen ein. Dabei wird diskutiert, ob und inwieweit Organisationen ihre Entscheidungen überhaupt noch selbst treffen, wenn solche Algorithmen zum Einsatz kommen. Außerdem wird darauf eingegangen, inwiefern Organisationen als kollektiven Personen die Verantwortung für algorithmische Entscheidungen zugerechnet werden kann

    Grußwort

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    Editorial

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    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, »Ich habe früh gemerkt, dass ich ein Klischee bin, ich habe ja Soziologie studiert.« [1]Klar und knapp bringt die Moderatorin Barbara Schöneberger den Nutzen ihres Studiums in einem kürzlich veröffentlichten Interview mit dem Tagesspiegel auf den Punkt. Sie beschreibt in dem Gespräch, wie die soziologische geschulte Selbstbeobachtung es ihr ermöglichte, die Differenz des gewünschten Selbstbildes (in etwa Isabelle Huppert) und der abweichenden Fremdzuschreibung (ziemlich genau Dolly Parton) nicht nur zu realisieren, sondern auch zu nutzen. Denn ähnlich wie Dolly Parton, die ihr Image als Dumb Blond (so der erste Song ihres ersten Albums »Hello, I’m Dolly« aus dem Jahr 1967) bis zur karikaturesken Übersteigerung pflegte, nur um es dann immer wieder punktuell genüsslich zu konterkarieren, hat auch Barbara Schöneberger den gezielten sozialen Erwartungsbruch äußerst erfolgreich in eine berufliche Strategie umgesetzt. Solche Formen einer applied sociology, die wohl niemand in die inzwischen notorischen Bemerkungen zur Praxisrelevanz von Studienmodulen schreiben würde, sind wahrscheinlich vielfältiger und überraschender, als wir es im universitären Alltag vermuten. Sie werfen auch die Frage auf, inwiefern soziologische Bildung jenseits des Fachstudiums, in anderen Fächern, in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern oder auch als Bestandteil von Schulcurricula vermittelt werden kann und sollte. Sie finden zu dieser Thematik in diesem Heft Ausschnitte aus einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen des 39. DGS Kongresses im September in Göttingen geführt wurde. Und auch der auf Initiative des Ausschusses »Soziologie in Schule und Lehre« hin verfasste Aufruf der DGS für mehr soziologische Grundbildung in der Schule (ebenfalls in diesem Heft) bezieht hier Stellung.Nach dieser obligatorischen Leseempfehlung bleibt mir noch, Ihnen einen guten Start in das Jahr 2019 zu wünschen. In Sachen DGS können Sie den Jahresbeginn am besten gleich partizipativ gestalten, indem Sie Ihr aktives Wahlrecht nutzen: Im Januar und Februar werden Vorstand, Vorsitz und die Hälfte des Konzils neu gewählt. Informationen über den Wahlablauf und die Kandidierenden erhalten Sie im Januar per Email und über die DGS Homepage. Redaktionsintern beginnen wir das neue Jahr übrigens gleich mit zwei kleinen Jubiläen: Sylke Nissen betreut die SOZIOLOGIE als Redakteurin inzwischen seit 15 Jahren und sorgt mit heiterer Gelassenheit maßgeblich dafür, dass Sie dieses Heft viermal jährlich pünktlich in Ihrem Briefkasten finden. Und da sie in diesen Tagen zudem noch einen runden Geburtstag feiert, sei ihr auch an dieser Stelle von Herzen gratuliert und gedankt. Herzlich, Ihre Sina Farzi

    Das DFG-Netzwerk »Soziologie soziologischen Wissens«

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    Das wissenschaftliche Netzwerk »Die Soziologie soziologischen Wissens« wird seit Januar 2017 für einen Zeitraum von drei Jahren von der DFG gefördert. Im Rahmen des Netzwerks sollen wissenschaftssoziologische Perspektiven auf die Soziologie erörtert, ausgeweitet und durch gemeinsame Diskussionen und Publikationen im akademischen Diskurs verankert werden. Der Beitrag in Form einer Diskussion unter den Netzwerkmitgliedern bearbeitet die Frage, worin der besondere Mehrwert liegt, die Instrumentarien der Soziologie auf sie selbst anzuwenden. The scientific network »Sociology of Sociological Knowledge« has been funded by the DFG since January 2017 for a period of three years. Within the network, sociological perspectives on sociology are to be discussed, expanded and anchored in academic discourse through joint discussions and publications. The contribution takes the form of a discussion among the network members of where the particular added value lies in applying the instruments of sociology to sociology itself

    Nachrichten aus der Soziologie

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    Uwe Schimank: Renate Mayntz zum 90. Geburtstag Andreas Diekmann: In memoriam Jürgen Friedrichs Rudi Schmiede: In memoriam Manfred Teschner Demografie-Preis 2019  Habilitationen Call for Papers 2. Wissenschaftsworkshop zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns Tagungen X. Internationales Tönnies Symposium 7. Studentischer Soziologiekongress: Grenzenlos leben?! – Interdisziplinär denke

    Berichte aus den Sektionen und Arbeitskreisen

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    Sektion Arbeits- und Industriesoziologie und Sektion Wissenschafts- und Technikforschun

    Editorial

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    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, bewegt man sich dieser Tage lesenden Auges durch die Welt, kommt man an Verlusterzählungen unterschiedlichster Couleur kaum vorbei. Ständig scheint etwas vom Verschwinden bedroht, etwa der kultivierte Austausch von Argumenten durch rabaukiges Social Media Gerangel, oder bereits in Auflösung begriffen, etwa die Größe der eigenen Nation, die es wiederzubeleben gilt. Man könnte soziologisch einiges sagen zu diesem sound der Gegenwart, der zwischen verklärender Wehmut und beleidigter Wehleidigkeit ob des empfundenen eigenen Bedeutungsverlustes schwankt. Das scheint aber weniger naheliegend als einfach einzustimmen. In regelmäßiger Konjunktur findet sich im Rauschen der öffentlichen Klage eine ganz auf die Soziologie zugeschnittene Variation des genannten Musters: Man diagnostiziert den eigenen Bedeutungsverfall im fortgeschrittenen Stadium und betrauert den Verlust des Status als »Leitwissenschaft«, den die Soziologie – so wird zumindest den Nachgeborenen glaubhaft versichert – irgendwann zwischen ca. 1960 und ca. 1980 unangefochten behaupten konnte. Dabei scheint der Schmerz über die verlorene goldene Zeit der Disziplin inzwischen fast länger anzuhalten als diese selbst. Während meines Grundstudiums Ende der 1990er Jahre entdeckte ich einen kleinen Sammelband unter dem Titel »Wozu heute noch Soziologie?«, in dem eine schon damals einige Jahre alte Debatte aus der ZEIT dokumentiert wurde. In den Beiträgen namhafter Soziologen und immerhin auch einer Soziologin wird der befürchtete »Zerfall einer Wissenschaft« von allen erdenklichen Seiten beleuchtet und kommentiert. Und damals wie heute fällt an dieser Art Diskussion der merkwürdige Umstand auf, dass ausgerechnet in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung der eigenen Wissensangebote die geschilderten Befindlichkeiten kaum empirisch abgesichert werden. Vielleicht hätte sich eine entspanntere Tonlage eingestellt, wenn Untersuchungen Aufschluss über die Rezeption soziologischen Wissens gegeben hätten. Denn vermutlich galt auch am Ende des 20. Jahrhunderts bereits, was Jasper Korte in seiner Analyse der wichtigsten überregionalen deutschsprachigen Zeitungen für den Beginn des 21. Jahrhunderts in diesem Heft zeigt: dass die Soziologie sowie ihre Forschungsergebnisse durchaus wahrgenommen, dass in den Medien darüber berichtet wird und dass ihre Vertreter und Vertreterinnen auch öffentlich gefragte Stimmen sind. Über die Mühen und Möglichkeiten einer solchen Selbstaufklärung mit eigenen Mitteln diskutieren in diesem Heft zudem die Mitglieder eines DFG Netzwerks zur Soziologie soziologischen Wissens. Die einzige Frau übrigens, die in dem erwähnten Sammelband zu Wort kam, ist die großartige Renate Mayntz, die Ende April ihren 90. Geburtstag feierte und der Uwe Schimank in diesem Heft mit einem Beitrag gratuliert. Sie stellte schon damals mit klarem Blick fest, dass man einer Soziologie, die sich leitwissenschaftlich beseelt auf die öffentlichkeitswirksame Verkündigung von Heilswissen spezialisiert, besser keine Träne nachweinen sollte. Herzlich, Ihre Sina Farzi

    Editorial

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    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, Haben Sie sich am Abend des 19. Juli auch gefragt, wo die Soziologie eigentlich ist, wenn man sie braucht? Einige Stunden nach der Verkündigung der Ergebnisse der letzten Runde der Exzellenzstrategie stellte sich zumindest für mich ein akuter Bedarf nach Deutungsangeboten ein. Denn während der sogenannte Exzellenzwettbewerb in seinen intendierten und vor allem nicht-intendierten Folgen für die Wissenschaft im Allgemeinen und die Soziologie im Besonderen in den vergangenen Jahren von allen möglichen Seiten beforscht, evaluiert und auch kritisiert wurde, scheint es in Bezug auf das Kommunikationsverhalten soeben exzellenzgekürter Institutionen sowie der zugehörigen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen kaum gesicherte Erkenntnisse zu geben. Das ist schade, denn eine Soziologie der sich selbst feiernden Wissenschaft scheint mir durchaus vielversprechend. Vorbei sind zumindest die Zeiten, in denen es bei ähnlichen Anlässen reichte, dass die Pressestelle der Universität für den Lokalteil der Zeitung ein Foto bereitstellte, auf dem sich die Hochschulleitung im Halbkreis gruppiert mit Sekt zuprostet. Anlässlich des Titelgewinns (denn darum ging es ja) »Exzellenzuniversität« veröffentlichte beispielsweise die Universität Hamburg über ihren Twitter-Account ein animiertes Gif, in dem ein cartoonesk verfremdeter Präsident Dieter Lenzen Konfetti aus einem Umschlag regnen lässt. Auch die von Anna-Lena Scholz auf ZEIT Online vertretene These, dass gerade jene Standorte erfolgreich waren, an denen die Politik erkannt habe, dass Universitäten die Herzkammern der Stadt seien, lässt sich mit Blick auf die Jubeldokumentationen belegen. In Berlin etwa, das sich ja gerne als Partyhauptstadt inszeniert, verbreitete die Universitätsallianz ebenfalls über Twitter Videos der Exzellenzparty mit dem Hinweis, dass an den turntables Staatssekretär Steffen Krach anzutreffen sei. Und bevor man nun reflexhaft kulturpessimistisch-medienkritisch mit den Schultern zuckt und ›das Internet‹ in Pauschalverantwortung stellt, sollte man einen Blick auf die Facebook-Seite der ehrwürdigen WDR-Lokalzeit Bonn werfen. An der Universität Bonn überführte man die wohlverdiente Freude ebenfalls in lokal tradierte Ausdrucksformen und entschied, für alle rheinländischen natives vermutlich kaum begründungsbedürftig, einen aus zwei Karnevalswagen nebst Soundsystem bestehenden Exzellenzumzug zu veranstalten. Ob das Publikum statt mit Kamelle mit Büchern oder Antragskopien beworfen wurde, lässt sich auf dem kurzen Film leider nicht erkennen. Schon diese wenigen Impressionen dürften einige Fragen, zumindest für die Wissenschaftskommunikationsforschung, aufwerfen. Wer sich dem Phänomen des wissenschaftlichen Gewinner- und Gewinnerinnenjubels aber lieber ganz praktisch und teilnehmend annähern möchte, findet dazu, vielleicht angeregt durch die Lektüre dieser Ausgabe der SOZIOLOGIE, schon bald Gelegenheit: Neben dem Themenpapier für den kommenden DGS-Kongress, der unter dem Titel Gesellschaft unter Spannung vom 14. bis 18. September 2020 in Berlin stattfinden wird, veröffentlichen wir in diesem Heft die Ausschreibungen der wissenschaftlichen Preise, die zu diesem Anlass verliehen werden. Und sollten Sie dann im September kommenden Jahres unter den Preisträgerinnen sein, werden wir Jubelvideos nur nach Absprache veröffentlichen ­ versprochen. Herzlich, Ihre Sina Farzi

    Beyond Life and Death: Investigating Cryopreservation Practices in Contemporary Societies

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    Der Beitrag stellt Ausgangsüberlegungen des Projekts CRYOSOCIETIES vor, das vom Europäischen Forschungsrat gefördert wird. Das Projekt untersucht die soziomateriellen Dimensionen der Sammlung, Lagerung und Nutzung von menschlichem und nicht-menschlichem organischen Material durch Verfahren des (Tief-)Kühlens und Gefrierens – die sogenannten Kryotechnologien. Es geht von der Annahme aus, dass kryobiologische Praktiken eine spezifische Form des Lebens hervorbringen: »suspendiertes Leben« (»suspended life«). Dessen Eigenart besteht darin – so die These des Projekts –, dass es vitale Prozesse in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod hält und konventionelle Zeit- und Raumkonzepte rekonfiguriert. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die Vorstellung der drei empirischen Teilprojekte, die untersuchen, wie »suspendiertes Leben« in aktuellen Praktiken der Kryokonservierung hervorgebracht wird. Bei der ersten Fallstudie geht es um das Feld der regenerativen Medizin und das Einfrieren von Nabelschnurblut, die zweite fokussiert auf individuelle Reproduktionsentscheidungen bzw. das zeitliche Hinausschieben der Realisierung des Kinderwunsches durch das Einfrieren von Eizellen; die dritte Fallstudie beschäftigt sich mit der Einrichtung sogenannter »Frozen Zoos« zum Erhalt bedrohter Tierarten. Das Fazit am Schluss stellt noch einmal die zentralen Merkmale und die Herausforderungen des aktuellen Forschungsvorhabens dar. Cryopreservation practices are an essential dimension of contemporary life sciences. They make possible the freezing and storage of cells, tissues and other organic materials at very low temperatures and the subsequent thawing of these at a future date without apparent loss of vitality. The article presents some initial ideas and central theses of a research project recently funded by the European Research Council (ERC). The CRYOSOCIETIES project is based on the thesis that in contemporary societies, cryopreservation practices bring into existence a new form of life: »suspended life«. »Suspended life« enables vital processes to be kept in a liminal state in which biological substances are neither fully alive nor dead. CRYOSOCIETIES examines the creation of »suspended life« through three ethnographic studies that investigate various sites of cryopreservation. The first deals with cord blood banking with the promise to store vitality and ensure health; the second addresses oocyte freezing to extend fertility and rearrange reproductive futures, while the third case study focuses on the emergence of »frozen zoos«, that is to say cryobanks which seek to preserve organic material of endangered or extinct animal species. The conclusion highlights the central aspects of the proposed project and points to further directions of research

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