Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
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    DGS-Nachrichten

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    Transitionen: Call zu den Plenarveranstaltungen auf dem 42. DGS-Kongress 2025 in Duisburg Informationen zur Ausrichtung einer Ad-hoc-Gruppe Durchführung der DGS-Gremienwahlen Aus dem DGS-Vorstand Stellungnahme der DGS zum CHE-Ranking Veränderungen in der Mitgliedschaf

    Die Studierendenbefragung des CHE Rankings 2024/2025: Zuverlässig und belastbar, aber noch zu verbessern

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    In diesem Beitrag werden die umfangreichen Daten der aktuellen Studierendenbefragung des CHE Rankings für die teilnehmenden Studienstandorte auf ihre Belastbarkeit und Validität geprüft. Während einzelne Items eine recht hohe Anzahl an fehlenden Werten aufweisen, sind die Kerndimensionen der Lehre (Lehrangebot, Studienorganisation, Betreuung durch Lehrende, Unterstützung im Studium) hinreichend reliabel. Insbesondere das Lehrangebot, aber auch die anderen Kerndimensionen hängen in der erwarteten Richtung mit der Einschätzung der allgemeinen Studiensituation zusammen, was auf eine hohe Konstruktvalidität der Messung hindeutet. Eine wichtige Schlussfolgerung aus den Analysen ist weiterhin, dass ein beachtlicher Anteil der Varianz der erfassten Studierendenurteile auf die Unterschiede zwischen den Hochschulstandorten zurückgeht, was das Vertrauen in die Aussagekraft der Daten bestätigt. In this article, we examine the extensive data of the current student survey of the CHE ranking for the participating study locations for its reliability and validity. While individual items show a rather high number of missing values, the core dimensions of teaching (range of courses, study organization, supervision by lecturers, support during studies) are sufficiently reliable. The range of courses offered, in particular, but also the other core dimensions are related to the general assessment of the study situation in the expected direction, which indicates a high construct validity of the measurement. Another important conclusion from the analyses is that a considerable proportion of the variance in the recorded student assessments can be traced back to the differences between the university locations, which confirms the confidence in the validity of the data

    Gesellschaftliche Polarisierungen und soziologische Positionierungen: Theoretische Reflexionen erhellenden Widerstreits

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    Obwohl die Frage danach, ob die Gesellschaft der Gegenwart als politisch polarisiert be­schrieben werden kann, zu den öffentlich heiß diskutierten soziologischen Un­ter­suchungsgegenständen gehört, stellt sich dazu keine fachliche Einigkeit ein. Diesen Um­stand nimmt der Text zum Anlass einer soziologischen Reflektion auf die Form dieser Debatte. Dabei unterscheidet er drei Idealtypen soziologischer Stellungnahme zur Polarisierungsbehauptung: Soziologie kann sich als Verbündete, als Schlichterin, oder als Abklärerin in die Debatten einschalten. Anreize im so­zio­lo­gischen Feld sor­gen dafür, dass alle drei Positionen sich zuverlässig re­pro­duzieren. Und obwohl dies auf den ersten Blick vor allem als Problem der Außendarstellung der Soziologie als Wis­senschaft verstanden werden dürfte, stellt es sich zumindest der Möglichkeit nach auch als eine Form der List der so­zio­lo­gi­schen Vernunft heraus, die der Ge­sell­schaft erlaubt, sich in ihren politischen Selbst­bil­dern produktiv irritieren zu las­sen.   Although the question of whether contemporary society can be described as politically polarized is one of the most hotly debated topics in sociology, professional consensus on the subject seems to be out of reach. The text takes this problem as a starting point for sociological reflection on the form of this debate. We distinguish between three ideal types of how sociology positions itself with regards to the claim of political polarization: sociology can intervene in these debates as an ally, as a mediator or as a clarifier. Incentives in the sociological field ensure that all three positions are reliably reproduced. And although at first glance this might be seen primarily as a problem of the external presentation of sociology as science, it also turns out to be a form of cunning of sociological reason that allows society to be productively irritated in its political self-images

    Nachrichten aus der Soziologie

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    Birgit Blättel-Mink: In memoriam Regina Becker-Schmidt Nicolai Götze, Uwe Schimank, Kathia Serrano-Velarde: In memoriam Georg Krücken Thomas Matys: In memoriam Klaus Türk Call for Papers 25 years of longitudinal surveys in Switzerland Situating Transitions: New Horizons in Research of Life Course Transitions Tagungen Transparenz – multidisziplinäre Perspektiven auf einen schillernden Begriff KI in der soziologischen Berufspraxis Gender and Money: Historical Approache

    Editorial

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    Liebe Kolleginnen und Kollegen, man darf bezweifeln, ob sich die Situation der Soziologie seit den 1980er Jahren nennenswert verändert hat, in denen Niklas Luhmann den Mangel an einer facheinheitlichen Theo­rie bedauert hat. Vermutlich sind inzwischen alle Soziolog:innen, die an die Möglichkeit einer einheitlichen Theorie glau­ben, in der Akademie für Soziologie versammelt, während die Deutsche Ge­sell­schaft für Soziologie die Heimat derer ist, die unter diesem Mangel nicht leiden, son­­dern ihn vielleicht sogar begrüßen. Pluralität als Ausweis einer kom­ple­xen Welt, sagen die einen; mangelnde Fähigkeit, Redundanz zu erkennen und zu beschreiben, sagen die anderen. Jüngst machte ein Forschungsansatz auf sich aufmerksam, der die Kar­ten ein weiteres Mal neu zu mischen verspricht, die sogenannte Netz­werk­öko­logie. Hier wird versucht, woran man kaum noch zu glauben wagte, näm­lich eine Integration von Netzwerkanalyse, Netzwerktheorie und Sys­tem­­theorie unter Einschluss, auch das noch, der Evolutionstheorie. Malte Döhne, Daniel A. McFarland und James Moody haben 2024 in der Zeit­schrift Social Networks ein Schwerpunktheft herausgegeben, das diese Ten­denz eindrucksvoll dokumentiert. Andere sprechen schon seit den 1980er Jah­ren von einer »post-normal science« und meinen damit eine Wis­sen­schaft, die sich mit komplexen Phänomenen der Selbstorganisation be­schäf­tigt, die weder mit den Mitteln einer Ursache/Wirkungs-Forschung noch mit statistischen Methoden verstanden und beschrieben werden können. Neuen Aufschwung erhält dieser Ansatz aus dem Rückgriff auf einen noch älteren Gedanken. In den 1960er Jahren hat Herbert A. Simon eine »Ar­chitektur der Komplexität« beschrieben, in der eine »Hierarchie« in­ein­an­­der verschachtelter Systeme, eine sogenannte Inklusionshierarchie, eine ent­­scheidende Rolle spielt. Damit waren schon häufiger Überlegungen ver­bun­den, die verschiedenen Ebenen der Selbstorganisation von Atomen, Mo­­lekülen, Zellen, Prokaryoten, Eukaryoten, Organismen, Bewusstsein und Ge­sellschaft als hierarchisch geordnete Ebenen der Emergenz immer wieder neuer Formen von »Natur« zu verstehen. Auf diesen beruhigenden Ge­dan­ken einer wohlgeordneten Hierarchie verzichtet die Netzwerkökologie. Sie setzt den Gedanken der Hierarchie nicht zwischen, sondern innerhalb der Sys­teme ein und unterscheidet mindestens drei Systemebenen: Mikro­di­ver­sität auf der untersten Ebene, selektive Strukturen auf der mittleren Ebe­ne und so etwas wie ein Plan, ein Zweck oder auch variable Werte auf der ober­sten Ebene. Man denke auch an Talcott Parsons’ »kybernetische Hier­archie« einer Verschaltung von Information und Energie, die immer noch ihrer theo­retischen ­Auslegung harrt. In der Netzwerkökologie werden diesen Ebe­­nen keine festen Struk­turen, sondern zeitliche Dynamiken zugeordnet, so dass man hohe Fre­quenzen von systemerhaltenden Ereignissen auf der un­tersten, mittlere Fre­quenzen auf der mittleren und niedrige Frequenzen auf der obersten Ebe­ne unterscheiden kann. Und schon Simon ent­schul­dig­te sich: »I am sorry that high ›frequencies‹ correspond to low ›levels‹, but it can’t be helped.« Zwischen diesen Ebenen hat man es mit den üblichen evolutionären Pro­zessen zu tun und das System insgesamt befindet sich in einer laufenden, na­türlich nicht-linearen Auseinandersetzung mit seiner Umwelt, insoweit sich diese auf allen drei Ebenen je unterschiedlich darstellt. Die Rück­kopp­lun­gen zwischen den drei Ebenen können als Streit um die Bewertung un­terschiedlicher Umweltwahrnehmungen verstanden werden; und an diesem Streit setzen Gedächtnisleistungen an. Ich unterstreiche diesen Gedanken einer Netzwerkökologie, weil das Kon­zept einer Hierarchie von Systemebenen zwar dem modernen Theo­rie­ge­schmack zuwiderläuft, aber jedes Potential hat, empirische und theo­re­ti­sche, strukturelle und kulturelle, mikro-, meso- und makrosoziologische As­pek­te der soziologischen Forschung zu integrieren. Der einzige Haken an der Sache ist, dass man sich auf die Idee einer Selbstorganisation komplexer Phä­nomene einlassen muss. Denn dass Atome, Moleküle, Zellen, Orga­nis­men, Gehirne, Bewusstsein und Gesellschaft »über sich« mehr wissen, als ein Beobachter erkennen kann, fällt immer noch schwer zu akzeptieren. Mit herzlichen Grüßen Dirk Baecke

    Spielend in eine nächste Gesellschaft? : Zur Konzeption und Praxis performativer Soziologie

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    Der Beitrag skizziert das Konzept einer performativen Soziologie, die sich mit den Möglichkeitsbedingungen einer nächsten und im Sinne Theodor W. Adornos besseren beziehungsweise richtigeren Gesellschaft auseinandersetzt. Anstatt Gesellschaft lediglich zu analysieren und zu kritisieren, wird mit performativer Soziologie eine Form des spielerischen Experimentierens verbunden, die Veränderung vollzieht und erfahrbar macht. Der Artikel beschreibt ein Experiment, bei dem ein transdisziplinäres Forscher*innenkollektiv mit Hilfe der Figur »Manni Fest« und einem methodisch geleiteten Wechsel zwischen Spiel- und Schauraum, Schritte in eine nächste Gesellschaft unternimmt. Im Zentrum des Experiments stehen körperliche Erfahrungen und die Frage, wie sich ein Andersmachen in den Körper einschreibt und zum Ausgangspunkt von Transformation wird. Performative Soziologie betritt weitgehend epistemologisches Neuland und wirft die Frage auf, wie sich Veränderung im Vollzug begreifen lässt. Der Beitrag plädiert dafür, spielerische Ansätze wie immersives Theater und Krisenexperimente zu nutzen, um alternative Beziehungsweisen und Transformationsmöglichkeiten in actu zu erforschen. The article outlines the concept of a performative sociology that explores the possibilities of a next society or, in Theodor W. Adorno’ sense, a better society. Rather than merely analyzing and criticizing society, performative sociology enables a form of playful experimentation that makes change tangible and carries it out. The article describes an experiment in which a transdisciplinary research group takes steps towards a next society with the help of the character »Manni Fest« and a methodically guided alternation between »play space« and »viewing space«. At the heart of the experiment are physical experiences and the questions of how change is inscribed in the body and becomes the starting point for transformation. Performative sociology largely breaks new epistemological ground and raises the question of how change can be understood in the process of its implementation. The article argues in favour of using playful approaches such as immersive theatre and breaching experiments to explore alternative ways of relating and transformation possibilities in actu

    Berichte aus den Sektionen

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    Sektion Soziologiegeschichte und Sektion Wissenssoziologi

    Beobachtungen beobachten: Hans-Georg Soeffner zum 85. Geburtstag

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    Spätestens in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts hatte der soziologische Wissensbestand einen Reifegrad erreicht, der einsehbar machte, dass Beobachtungen über die Gesellschaft Beobachtungen in der Gesellschaft sind und darum unter sozialen Bedingungen angestellt werden. Es entstand die Soziologie des Wissens, die »das Denken in dem konkreten Zusammenhang einer historisch-gesellschaftlichen Situation zu verstehen« sucht (Mannheim 1995: 4). Mit der wissenssoziologischen Erfassung des soziologischen Wissens entwickelte sich seine spezifische Reflexivität. Die Kompetenz der Soziologie zur Selbstbeobachtung macht ihre disziplinäre Identität aus

    Berichte aus den Sektionen

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    Sektion Alter(n) und Gesellschaft Sektion Wissenssoziologi

    Nachrichten aus der Soziologie

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    Constans Seyfarth: In memoriam Walter Sprondel Dirk Baecker: In memoriam Harrison C. White Habilitatione

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