Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
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Mieter:innen zwischen Deprivation und Widerstand: Drohender Wohnraumverlust auf angespannten Wohnungsmärkten
Auf den städtischen Wohnungsmärkten mangelt es an angemessenem und bezahlbarem Wohnraum. Die Nachfrage nach Wohnungen ist in vielen Städten groß und die Zahl der Kündigungen und Räumungen weiterhin hoch. Der vorliegende Beitrag geht den Fragen nach, wie Mieter:innen – angesichts der angespannten Wohnungsmärkte – einen drohenden Wohnraumverlust durch eine Kündigung erleben und welche Handlungsmuster sie entwickeln. Zu Beginn werden theoretische Bezüge zur kritischen Stadtsoziologie und zu Bourdieus Kapital-, Raum- und Feldbegriff hergestellt. Zur Beantwortung der Forschungsfragen werden dann qualitative Interviews mit Mieter:innen sowie mit Expert:innen ausgewertet, die ich 2021 und 2022 in Berlin geführt habe. Aus dem empirischen Material generiere ich vier Typen von Mieter:innen, die sich auf dem Spektrum zwischen Deprivation und (erfolgreichem) Widerstand befinden. Anhand der Typenbildung wird deutlich, dass die Auswirkungen und Handlungsmuster entlang der verfügbaren Kapitalien, aber auch entlang der Lebenslage und der Bindung an die Wohnung und die Nachbarschaft strukturiert sind
You‘ll never walk alone: Durchdringung digitaler Systeme in Hochzuverlässigkeitsorganisationen
Durch die Implementierung und Nutzung digitaler Technologien werden Arbeitsprozesse verändert und neue Aufgaben geschaffen. Dabei kann es zu Automatisierungs- und Verselbständigungsprozessen kommen, wenn digitale Technologien Tätigkeiten ausführen, welche zuvor von Menschen übernommen wurden oder mit einem begrenzten, aber zunehmenden eigenen Entscheidungsspielraum autonom mit Menschen zur Aufgabenerfüllung zusammenarbeiten. Mit der Durchdringung der Arbeitskontexte durch digitale Technologien gehen schließlich veränderte Kontrollmöglichkeiten sowie auch Kontrollnotwendigkeiten einher, deren Wahrnehmung seitens der Mitarbeiter:innen und insbesondere die Wechselbeziehung mit der Autonomiewahrnehmung zu berücksichtigen ist, da diese unmittelbar handlungswirksam werden. Dies ist speziell für Organisationen, die sich mit lebensbedrohlichen Situationen befassen – sogenannte Hochzuverlässigkeitsorganisationen (high-reliability organizations, HRO) – in hohem Maße relevant. Ziel dieses konzeptionellen Beitrages ist die Diskussion der Auswirkungen des Einsatzes von selbstständigen digitalen Systemen (SDS) auf die Autonomie- und Kontrollwahrnehmung von Mitarbeiter:innen in HRO-Arbeitskontexten, wobei der Schwerpunkt auf Krankenhäusern als Hochzuverlässigkeitsorganisation liegt. Vor diesem Hintergrund ergänzt der Beitrag sowohl die arbeitssoziologische als auch organisationssoziologische Diskussion zu den Auswirkungen digitaler Durchdringung durch SDS auf die Wechselwirkung der Autonomie- und Kontrollwahrnehmung von Mitarbeiter:innen. Es lassen sich in HRO-Kontexten unterschiedliche Autonomie- und Kontrollwahrnehmungen gegenüber SDS beobachten: Autonomie bestärkende Kontrolle und Autonomie beschränkende Kontrolle. Die Wahrnehmung von Autonomie und Kontrolle ist dabei abhängig von Sensemaking-Prozessen, welche zur Legitimation von Kontrolle und damit zu einer Umdeutung dieser zuvor beschränkenden Maßnahmen in autonomiebestärkende dienen
Die Erfahrung von Zusammenhalt im Rahmen ungleicher Lebensführungen: Einblicke in die erste Welle des FGZ Quali Panels
Ob Klimawandel, (post-)pandemischer Alltag, Reaktionen auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, demografische oder sozialstaatliche Wandlungsprozesse post-industrieller Gesellschaften – vielgestaltige gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen geben wieder zunehmend Anlass zur Problematisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Prominente soziologische Zeitdiagnosen sprechen von einer Polarisierung der Gesellschaft (vgl. Kaube und Kieserling 2022; Münch 2023), durch die sich antagonistische Lager zunehmend unversöhnlich gegenüberstünden (vgl. Reckwitz 2018). Andererseits mehren sich Stimmen, welche derzeitige Konfliktlinien nicht als Polarisierung, sondern vielmehr als Pluralisierung interpretieren (vgl. Mau et al. 2020). Bei aller Uneinigkeit darüber, wie stark und wodurch der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet sei, bleibt häufig unklar, worauf sich dieser Begriff konkret bezieht.
Mit Interviewdaten aus der ersten Welle des FGZ Quali Panels[1], mit dem die soziale Praxis der Wahrung und Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts untersucht wird, rücken wir in diesem Beitrag die Frage ins Zentrum, was die Befragten selbst unter gesellschaftlichem Zusammenhalt verstehen bzw. wie sie diesen auf unterschiedliche Weise erleben und praktizieren. Während in der öffentlichen Debatte primär Diagnosen der Polarisierung oder Solidarisierung verhandelt werden, wirft das empirische Material die Frage auf, was der Gegenstand des jeweiligen Erlebens ist, an dem sich die Befragten in ihren Praxen orientieren.
Anhand empirischer Fallbeispiele diskutiert der Beitrag vielfältige Erfahrungen und Vorstellungen von Zusammenhalt im Rahmen ungleicher Lebensführungen. In der Analyse unserer Interviews zeigt sich: Es gibt vielfältige und unterscheidbare Konzeptionen davon, was gesellschaftlicher Zusammenhalt bedeutet. Unsere Daten ermöglichen außdem einen tieferen Einblick in die Zusammenhänge unterschiedlicher Konzeptionen von gesellschaftlichem Zusammenhalt, diverser Praktiken der Lebensführung und den gesellschaftlichen Positionierungen der Befragten. Wir skizzieren, inwiefern sich die Vorstellungen von Zusammenhalt in den Alltagspraktiken der Menschen zeigen, und welche Bedeutung ihre soziale und ökonomische Einbettung haben könnten.
[1] Das Projekt „Qualitatives Panel: Milieuspezifische Praktiken der Gefährdung und Wahrung gesellschaftlichen Zusammenhalts“ wird im überregionalen Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) von den Standorten Bremen (SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) und Göttingen (Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen) durchgeführt und befindet sich im Zeitraum von 2020 bis 2024 in der ersten Förderphase, in der zwei Wellen erhoben werden. Das FGZ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert
Von Teams und Individuen: Zu (indirekten) Auswirkungen der Ökonomisierung auf Akteur:innen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Der vorliegende Artikel fragt nach der Bedeutung ökonomisierter Rahmenbedingungen in der Sozialen Arbeit für die darin handelnden Subjekte am Beispiel der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Dies geschieht anhand von qualitativen Daten, die in Expert.innengespräche, Interviews und Gruppendiskussionen gewonnen wurden. Das empirische Material erlaubt einen multiperspektivischen Blick auf die Relevanz der Ökonomisierung, indem Deutungen und Umgangsweisen von Expert:innen, Beschäftigten und Adressat:innen rekonstruiert und zusammengeführt werden. Dabei wird die These erläutert, dass es den Beschäftigten durch einen starken Fokus auf ihr fachliches Team sowie ihr nahes Arbeitsumfeld gelingt, ökonomische Logiken weitgehend - wenn auch nicht bruchlos – von ihrem Arbeitsalltag fernzuhalten. Die Adressat:innen können diesen starken Teams wiederum nur als Individuen begegnen, was die vorherrschende Machtasymmetrie verstärken und eine Vereinzelung begünstigen kann
Generationales Ordnen zwischen being und becoming: Überlegungen zu Subjekt- und Ordnungsbildungen sowie ihren RegierungsSpielRäumen am Beispiel der Positionierung von Kindergarten-Kindern
Das epistemische Different-Setzen von Kindern und Erwachsenen wird aus der Perspektive der neuen Kindheitsforschung vorwiegend kritisch begleitet (vgl. Alanen 2009). Der Vorwurf, dass Kinder zuvorderst als Werdende (becomings) adressiert und positioniert werden, wohingegen ihr gegenwärtiger Zustand (being) sowie ferner die Möglichkeit einer darin eingelassenen Handlungsmacht (agency) negiert werden (vgl. Lee 2001, S. 7), kann – praxeologisch-regierungstheoretisch perspektiviert – als Effekt generationaler Subjekt- und Ordnungsbildungen interpretiert werden (vgl. Farrenberg 2018): Regierungstheoretisch perspektiviert schreibt sich das generationale Verortet-Sein des Gegenübers subjektivierend und objektivierend in die Akteure ein (vgl. Foucault 2008, S. 1016; Foucault 1994), die daraufhin als Kinder oder Erwachsene rationalisierbar werden. Praxeologisch perspektiviert gerät die Unterscheidung von being und becoming als eine fortlaufende subjekt- und ordnungsbildende Praxis des Unterscheidens in den Blick (vgl. Reckwitz 2003, S. 289 ff.). Ein derart perspektiviertes „generationales Ordnen“ (vgl. Bühler-Niederberger 2020, S. 232) eröffnet ebenso einen binnendifferenzierten Blick auf z. B. pädagogisch-institutionelle oder peerkulturelle generationale Ordnungsbildungen, wie auch eine Amalgamierung mit weiteren sozialen Ordnungsbildungen sichtbar gemacht werden kann. Exemplarisch zeigt die Studie „RegierungsSpielRäume. Ethnographie über Praktiken der Herstellung des Kindergartenkindes“ (Farrenberg 2018) auf, wie im Zusammenspiel unterschiedlicher (generationaler) Subjekt- und Ordnungsbildungen, wiederkehrende, voneinander unterscheidbare epistemische Muster hervorgebracht werden und schließlich – überdeterminiert und polysem – die Positionierung als Kindergartenkind konstituieren. Diese empirisch generierte Erkenntnis vermag die Kindheitsforschung methodologisch wie gegenstandstheoretisch produktiv anzuregen, indem sich darin die Unmöglichkeit eindeutiger und vollständig geschlossener Subjekt- und Ordnungsbildungen andeutet (vgl. Laclau und Mouffe 2012). Sie macht damit ebenso aufmerksam auf einen Überschuss an Ordnung(-sbildungen) wie auf deren Brüchigkeit bzw. auf den Spalt eines „Dazwischen“; sprich auf RegierungsSpielRäume, die eine dynamische und relational situierte agency jenseits des generationalen Ordnens zwischen being und becoming andeuten
Partitionierende Repräsentation und Polarisierung: Wie ein übersehener Aspekt heutiger Demokratien politische Polarisierung erzeugt
Zur politischen Polarisierung mit dem Extrembeispiel USA liefert das vorliegende Papier eine neue Erklärung: Sie entsteht dadurch, dass Institutionen Individuen zu Gruppen zuordnen, was für heutige individualisierten Gesellschaften nicht mehr angemessen ist. Um dieses Argument zu untermauern, werden Evidenz zu (1) Polarisierung und (2) Individualisierung in westlichen Gesellschaften gesichtet, (3) das Konzept der „partitionierenden Repräsentation" eingeführt, und (4) beschrieben, wie die Diskrepanz zwischen Individualisierung und partitionierender Repräsentation zur Polarisierung in Parteien führt. Abschnitt (5) fasst zusammen
Pferde als Akteure in Pädagogik und Therapie: Mensch-Pferd-Interaktionen im Praxisfeld der tiergestützten Interventionen (qualitative Pilotstudie)
Die bisherige Forschung im Kontext des Praxisfeldes der tiergestützten Interventionen widmet sich vor allem den positiven Effekten von Tieren, in diesem Fall Pferden, auf den Menschen in diesen Settings. Diese Ausrichtung stellt jedoch nur eine Teilebene des feldrelevanten Interaktionsdreiecks „pferdegestützt arbeitende Fachkraft-Pferd-Zielperson“ dar. Zusätzlich relevant und essenziell für das Setting sind die Tiere selbst, die bisher aber noch weniger in den Fokus der Forschung gerückt werden. Vor allem die Frage danach, wie sie die Situationen mit dem ihnen zugewiesenen Status als „Therapiepferd“ u. a. aus soziologischer Perspektive mitgestalten, wurde noch nicht beantwortet. Dieser Forschungslücke widmet sich das hier vorzustellende Forschungsprojekt, in dem die in diesen Settings eingesetzten Pferde in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt werden.
Als theoretische und multiperspektivische Annäherungen an die Mensch-Pferd-Interaktionen dienen im vorliegenden Projekt einerseits aktuelle ethologische Studien zu den Pferden selbst sowie andererseits der Symbolische Interaktionismus als soziologische Bezugstheorie im Kontext des Forschungsfeldes der Human-Animal Studies. Dieser theoretische Ausgangspunkt führte zur Durchführung einer qualitativ ausgerichteten Pilotstudie, in der die Mensch-Pferd-Interaktionen in den tiergestützten Interventionen näher untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die pferdegestützten Interventionen durch eine speziesübergreifende Aushandlung, Interpretation und Bedeutungsgebung der Situation in Abhängigkeit aller Individuen auszeichnet. Die eingesetzten Pferde werden von den tiergestützt arbeitenden Fachkräften als gleichwertige Arbeitspartner wahrgenommen, die die Settings aktiv mitgestalten. Eine entscheidende Rolle nimmt hier die nonverbale speziesübergreifende Kommunikation ein
Soziologie der Polarisierung oder Polarisierung der Soziologie? Zur Wiederentdeckung einer alten soziologischen Debatte am Beispiel der Wissenschaftsskepsis
In jüngerer Zeit wird – nicht zuletzt befeuert durch die Corona Pandemie – wiederholt von einer Polarisierung innerhalb der Gesellschaft gesprochen, die jener der Zwischenkriegszeit in Wien und anderswo ähnle. In unserem Beitrag loten wir einen wissenssoziologischen Beitrag der Erklärung dieser und kommender Polarisierungen (etwa durch den Klimawandel) aus. Dies gelingt durch die Annäherung aus zwei bislang unverbundenen Perspektiven: der wissenssoziologischen Diskursanalyse mit dem Fokus auf Subjektivierungsanalysen und der wissenssoziologischen Lebensweltanalyse. Zentral wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise das kommunikative Vakuum, das aus Polarisierungen resultiert, methodisch adressiert werden kann. Als einen möglichen Weg diskutieren wir die vignettenbasierte Fokusgruppe – einer im interpretativen Paradigma verorteten Methode, die nicht nur als Setting der Datenproduktion, sondern auch als Ort transformatorischen Potenzials konzipiert ist und schließen mit einer Reflexion über die Rolle der Soziologie in polarisierten Zeiten – einer Debatte, die die Soziologie seit ihren Anfängen begleitet
Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz: Latente Widersprüche und offene Konflikte
Die Auseinandersetzungen um die Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben in jüngster Zeit noch einmal an Schärfe gewonnen. So wurde im März 2022 nach einem Proteststurm, der erstmals auch von Professor:innen mitgetragen wurde, ein ministeriales Konzeptpapier zur Neufassung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) umgehend zurückgezogen, und der im Juni 2023 vorgelegte Referentenentwurf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird bislang nicht von der gesamten Regierungskoalition unterstützt. Der vorliegende Beitrag versucht einerseits, diejenigen latenten Widersprüche und offene Konfliktlagen zu identifizieren, die eine adäquate Überarbeitung des in Frage stehenden Gesetzes entscheidend erschweren. Zum anderen verfolgt er das Ziel, die im Referentenentwurf des BMBF vorgeschlagenen Neuerungen – v.a. den Mechanismus einer Anschlusszusage – vor dem Hintergrund personalstruktureller und organisationaler Rahmenbedingungen einzuschätzen und dabei insbesondere zu fragen, ob die erneute Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ohne eine grundlegende Reform der Personalstruktur überhaupt erfolgreich sein kann.
The disputes over the working conditions of academic staff at universities and research institutions have recently become even more acute. In March 2022, after a wave of protest also supported by professors, a ministerial concept paper on the revision of the Fixed-Term Academic Contract Act (WissZeitVG) was immediately withdrawn, and the most recent draft presented by the Federal Ministry of Education and Resarch (BMBF) in June 2023 has not yet been supported by the entire governing coalition. On the one hand, this article attempts to identify those latent contradictions and open conflict situations that make an adequate revision of this law so difficult. On the other hand, the article aims to assess the innovations proposed in the BMBF’s draft – especially the mechanism of a follow-up commitment – against the background of personnel structure and organizational framework conditions. Finally, we discuss whether the renewed amendment of the Fixed-Term Contract Act can be successful at all without a fundamental reform of the personnel structure
Sozio-kritische Archäologie als Wissenschaft des kreativen Nichtwissens: Günter Dux zum 90. Geburtstag
Der Beitrag skizziert Gedanken zu einem geplanten Forschungsvorhaben, dessen Interesse sich auf die konzeptionellen Probleme bei der Betrachtung der Archäologie als historische Sozialwissenschaft richtet. Dabei geht es um Fragen nach den Grenzen unserer Wissensmöglichkeiten und den Möglichzeiten zu deren Überwindung. Welches in Hinblick auf gesellschaftliche Funktionszusammenhänge für soziologische Forschung unverzichtbares Wissen können auch Archäologen mit ihren Quellen erarbeiten? Die Archäologie kann sich von der Soziologie durchaus anregen lassen. Dies gilt insbesondere mit Blick auf das Werk von Günter Dux.
The article outlines thoughts on a planned research project that is interested in the conceptual problems of considering archaeology as a historical social science. It deals with questions about the limits of our knowledge and the possibilities of overcoming them. What knowledge that is indispensable for sociological research with regard to social functional contexts can archaeologists also develop with their sources? Archaeology can certainly be inspired by sociology. This is especially true with regard to the work of Günter Dux