Communicatio Socialis (E-Journal, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)
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Anfragen an das theologische Selbstverständnis der Bistumspresse
Wenn hier ein Theologe zur Bistumspresse Stellung nehmen soll, so gilt es zuvorfestzustellen, was er zu auf den ersten Blick rein publizistischen Phänomenen, zudenen auch die Zeitung eines Bistums gehört, überhaupt sagen und was er nichtsagen kann, sofern er als Theologe spricht. Zunächst: was fällt nicht in seine Kompetenz? Er kann und soll keine „Theologie der Bistumspresse" erarbeiten. Das gültige und richtige Funktionieren einer Bistumspresse als Medium im Gesamtkontex gesellschaftlicher Kommunikation der Kirche bedarf keiner Rechtfertigung und erst recht keiner Anweisung vonseiten der Theologie. Das inflationäre Anwachsen von Genitivtheologien zieht mit Recht den Verdacht eines ideologischen Rechtfertigungsbedürfnisses für neue Praktiken auf sich, die der Kirche in einer geänderten Umwelt aufgezwungen worden sind, mit der sie indes noch nicht ihren Frieden machen konnte, weil Abwehr und Kulturkritik bisher ihre spontane Reaktion auf die neuzeitliche technische, kulturelle und soziale Emanzipationsbewegung war. (...) English The author does not want to develop a „theology" but asks that the diocesan press acquires a theological self-understanding. He tries to answer the question of the specific role in communications played by the Press in internal Church communications. The difficulty becomes clear immediately if one asks modern theology what is „specifically Christian." The author selects "proclamation" (Verkündigung) as the key-word. Here, the diocesan press has, up till recently, been a second pulpit. The press was the vehicle for hierarchical directives, and was used for defence. Only since the Council, and in post-Conciliar times is therea new orientation. But the plurality of modern theology brings about uncertainty and disorientation in the Church press as weil. This is understandable, because communications is part of the Church itself. But if today the word of the Church is understood as a critical appraisal of modern society, then the Church Press shares in this task. As a forum of steady critical approach to tabus and injustice in society it has to fulfil the role of proclalming the Church on the way to the Kingdom of God and his salvation.
Eine Ordensfamilie für publizistisches Apostolat: die Pauliner
Hier geht es um eine im deutschsprachigen Raum noch relativ wenig bekannteGruppe von katholischen Orden und Säkularinstituten, die alle einen gemeinsamenGründer haben: Don Giacomo Alberione. Er wurde 1884 in der norditalienischenProvinz Cuneo geboren. Nach seiner Grundschulausbildung besuchte er das Gymnasium in Bra und trat später in das Theologenseminar der Diözese Alba bei Turin ein. Unentschieden, ob er sich künftig für den Dienst in der Mission oder in der Heimat als Diözesanpriester zur Verfügung stellen sollte, brachte ihm die Nacht der Jahrhundertwende vom 31. 12. 1899 zum 1. 1. 1900 Klarheit. Während der nächtlichen Anbetung meditierte er die Enzyklika Papst Leos XIII. „Tametsi futura prospicientibus", die zur Jahrhundertwende veröffentlicht worden war. (...) English Don Giacomo Alberine (87) founded six religious and three secular institutes. All of them are devoted in one way or the other to the apostolate of Social Communications. Some of these communities especially strong in ltaly are also working in all five continents of the world specializing mostly in film and publishing. New plans for the future exist since a special general chapter in June 1971.
Kirchliche Medienarbeit im Spannungsfeld des säkularen Rechts
I. ProblemstellungKirchliche Medienarbeit bedient sich der säkularen Medien zur Erfüllung des kirchlichen Sendungsauftrages. Sie kann dabei sehr leicht in das Spannungsfeld des säkularen Rechts geraten.1. Der Leiter der Abteilung Kirchenfunk einer deutschen Rundfunkanstalt verfaßteeinen Kommentar über einen Konzilsfilm. Er warf der namentlich genannten Filmverleihfirma vor, „fix und clever" auf den Tod des Konzilspapstes Johannes reagiert zu haben, weil der Filmtitel zu hohe und falsche Erwartungen erwecke. Derbegleitende Text sei „banal geschwätzig"; Originalton und untermalende Musik seien„ein Graus" für sich. Dem Text sei die Fixigkeit anzuhören, mit dem der Film zweieinhalb Wochen nach dem Tode des Konzilspapstes für das deutsche Geschäft präpariert wurde. (...)EnglishSome aspects of church media work in the framework of secular law are presented since also church media work cannot escape the juridical stand before secular law. The limitations towards media work given by the law in the Federal Republic of Germany are also valid for the communications work of the Church. In what cases are there e. g. certain juridical conditions that priests should be aware when they go to the pulpit? There are certainly juridical aspects in church communications which have to be recognized
Von der Bedarfserhebung zur Uraufführung
Wenn auch Probleme der Herstellung und des Vertriebs einer Dia-Serie bzw. eines Kurzfilms von unterschiedlicher Art sind, so gibt es doch zahlreiche Aspekte, die bei allen Produktionsvorgängen auftreten. Grundlegende, vergleichbare Gesichtspunkte bei der Planung, Herstellung und beim Vertrieb von audiovisuellen Medien (AVM) für religiöse Erziehung und kirchliche Bildungsarbeit sind Gegenstand dieses Beitrags. Der Autor stützt sich dabei auf Erfahrungen, die er als Produktionsreferent für das Fach Religion und Ethik im Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU)3- und als Mitglied der Arbeitsgruppe audiovisuelle Medien der Zentralstelle Medien der Deutschen Bischofskonferenz (AG-A VM)4- in den letzten Jahren machen konnte. (...) English Planning, production and distribution of group media for religious education are the subject of this contribution. The author bases his considerations on own experiences as Production Director for the field of Religion and Ethics in the Institute for Film and Pictures in Science and Teaching in Grünwald, near Munich, and as a member of the work-group on audio-visual media at the Central Media Office of the German Bishops\u27 Conference. In the first section he treats the media planning in three stages with the analysis of existing audio-visual markets, the study of the need for audio-visual media for pastoral work and proclamation, as weil as for formation and religious education. Then the design of a Iist of priorities for production should follow. From this one arrives at concrete production plans which are oriented towards realistic financial, personnet and organisational possibilities. In the second part problems of production are described for short films in use for teaching and formation. In more detail the preparation is discussed in considering the target groups, the selection of media, as weil as the financing. Further possibilities for production like own, outside, Co-produktion or the use ofalready existing material is discussed. Especially helpful might be here material which the author developed from his own experiences.
Berichte - Dokumentation - Chronik
Berichte AMECEA- Sonolux-Gruppenmedien-Seminar NairobiSind Bibel-Comics möglich?Eine frühe Initiative ftir katholische Pressearbeit in ChinaEin "Publik" fiir die Schweiz?Auf dem Rückzug aus der Freiheit? Tendenzen evangelischer Pressearbeit- Suche nach einem KonzeptEine Untersuchung zur Kommunikationsarbeit in Tamil NaduDie katholische Presse Ozeaniens: Versuch eines ÜberblicksDokumentationChroni
Berichte - Dokumentation - Chronik
Die „Pelita" -Programme: Ein indonesisches KommunikationsmodellJugendleiter-Untersuchung: Die Kirche in österreichischen Massenmedien„Die Chronik der katholischen Kirche in Litauen": Eine U ntergrundzeitschriftJugendumfrage der Bistumszeitung „Kirche und Leben"DokumentationChronik
Chancen des religiösen Kinder- und Jugendbuches
Unter den sozialen Kommunikationsmitteln nimmt das Medium Buch einen besonderen Platz ein: In den meisten Texten zum Verhältnis von Kirche und Medien bleibt es unerwähnt. Dies sicher auch deshalb, weil Bücher im klassischen Sinne nicht zu den Massenkommunikationsmitteln zu rechnen sind. Trotzdem nehmen Bücher in der kirchlichen Medienarbeit einen besonderen Stellenwert ein. Dies belegen die katholische Büchereiarbeit und die Stiftung des Katholischen Kinderbuchpreises durch die Deutsche Bischofskonferenz im Jahre 1977. Seither wurde der Preis insgesamt sechs Mal verliehen. Die Preisverleihung im Oktober 1989 vereinigte Aspekte, die nicht alltäglich zusammengesehen werden: Der Preis wurde verliehen an Sonia Levitin. (...) EnglishChildren often read what parents or educators consider tobe of inferior quality. The book which has been read always represents a piece of conquered liberty. In the past, instruction and admonition in children\u27s books were weil to the fore. Today preference is given to texts which leave more scope to the child\u27s imagination and creativity. Religious children\u27s Iiterature faces difficulties not least due to the competing visual media. It is able to convince when the living faith somewhere in the world requires by its very nature to be recounted. The centrat theme of the book "The Return" from Sonia Levitirr is the exodus, the departure from harne. It represents more than a literary motif and picture both for Jews and Christians.
Die Bistumsblätter - universelle Medien der Ortskirche?
"Die Kirchenzeitung hat die Pflicht - will sie ihrer Aufgabe, treu und redlich .dasLeben der Kirche widerzuspiegeln, gerecht wel\u27den - über alle wichtigen (und manchmal unwichtig scheinenden) Vorgänge in diesem lebendigen Leib der Kirche objektiv, ohne Beschönigung, nüchtern und sachlich zu informieren. " So umschreibt die Kirchenzeitung für \u27das Bistum Limburg "Der Sonntag" den Auftrag eines Bistumsblattes; in einer wissenschaftlichen Definition nimmt sich dies etwa so aus: (...) English This contribution deals with the question of how far the diocesan weeklies in the Federal Republic of Germany can be seen as the universal media of the local Church. Three questions are posed: (1) Is all news and every opinion reported? (2) Are all members and groups within the Church free to express their opinion? (3) Has every group in each diocese this opportunity? According to the survey of concrete examples, the author comes to the conclusion that this is not so. He warns, however, against generalising from these results. In part, some of the wecklies come near to fulfilling these expectations - a fact which some critics would prefer to ignore.