WE_OS Jahrbuch (Oberstufen-Kolleg, Universität Bielefeld)
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    Die Universitätsschule Dresden: Das Schulkonzept

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    Die Universitätsschule Dresden, etabliert durch die Technische Universität Dresden, steht in der Tradition der sogenannten Laboratory Schools. Sie ist der Idee entsprungen Schulentwicklung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus gestalten zu können. Ausgehend von einer kurzen Darlegung der entwicklungspsychologischen Grundlagen der kulturhistorischen Theorie und des didaktischen Modells (die entwicklungslogische Didaktik) des wissenschaftlichen Konzeptes dieses Schulversuches werden ausgewählte Elemente der bisherigen schulischen Umsetzung dargelegt: Lernen in Projekten, Feedbackkultur, Rolle des Raums, Rolle der Lernbegleiter*innen, Zeitkonten für Schüler*innen und Lernbegleiter*innen, Rhythmisierung des Schultages und Nachvollziehbarkeit des Lernprozesses. Abschließend wird dargelegt, wie sich den damit verbundenen Herausforderungen für die Lern- und folglich Schulorganisation durch die Digitalisierung der Schule gestellt wird. &nbsp

    Strategische Partnerschaft zwischen dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Kassel und Versuchsschulen des Landes Hessen als Impuls für Schulentwicklung und Forschung

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    In diesem Beitrag wird die strategische Partnerschaft zwischen dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Kassel und Versuchsschulen des Landes Hessen präsentiert. Dazu werden die Akteure der Zusammenarbeit vorgestellt. Es wird die Form der Zusammenarbeit erläutert und an zwei Forschungsprojekten illustriert. Erkennbar wird, dass durch die unterschiedlichen Formate der Zusammenarbeit Impulse für die Entwicklung von Schulen und für die Gewinnung erziehungswissenschaftlicher Erkenntnisse entstehen. The article presents the strategic partnership between the Institute of Educational Science of the University of Kassel and experimental schools of the state of Hesse. For this purpose, the actors of the cooperation are presented. The form of cooperation is explained and illustrated by two research projects. It becomes apparent that the different formats of cooperation generate impulses for school development and for the acquisition of educational science knowledge

    Forschungs- und Entwicklungsplan ex post: Vernetzung, Forschung und Entwicklung im Pandemiejahr 2020

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    Im vorliegenden „Forschungs- und Entwicklungsplan“ werden zum einen Aktivitäten der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg (WE_OS) berichtet, die im Pandemiejahr in von der Planung abweichender Form realisiert werden mussten, wie etwa die Gründung des Verbunds der Universitäts- und Versuchsschulen (VUVS). Es werden zum anderen aber auch solche Aktivitäten dokumentiert, die erst ad hoc angesichts der dynamischen Entwicklungen im Schulleben dieses Jahres notwendig wurden. Dies betrifft sowohl Anpassungen in der Arbeit der Forschungs- und Entwicklungsprojekte als auch die wissenschaftliche Begleitung des erzwungenen Distanzlernens und der damit verbundenen Schulentwicklungsarbeit. Da vor dem Hintergrund des evaluativen Anspruchs und des Auftrags der wissenschaftlichen Begleitung an einer Versuchsschule Schulentwicklungsprozesse und Forschungs- und Entwicklungsplanung eng miteinander verzahnt sind, resultierte u.a. daraus auch die hiermit vorliegende „Forschungs- und Entwicklungsplanung ex post“. In this “Research and Development Plan”, we report on the one hand on the activities of the Action Research Department of the Oberstufen-Kolleg, which had to be realized in this pandemic year in ways that deviated strongly from the original planning, for example the foundation of the “Verbund der Universitäts- und Versuchsschulen” [Network of University and Experimental Schools] (VUVS). On the other hand, it documents those activities, which became necessary ad hoc due to the dynamic developments in school life this year. This regards both adjustments in the work of the research and development projects and the scientific monitoring of the enforced distance learning and the school development activities involved. As school development processes and research and development planning are closely connected at an experimental school, due to the evaluative claim and the commission of the scientific monitoring, this results inter alia in this “Research and Development Plan ex post”

    Eine besondere Oberstufe: Die immer noch außergewöhnliche Praxis der Versuchsschule nach 45 Jahren – Ein Überblick

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    Das Oberstufen-Kolleg ist neben der zeitgleich gegründeten Laborschule die älteste und bekannteste Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW). Seine Konzeption als Werkstatt für eine neue Oberstufe in der Umbruchphase des Bildungssystems der späten sechziger Jahre wirkt bis heute nach. Trotz diverser Modifikationen auf Grund bildungspolitischer Entwicklungen und der schrittweisen Angleichung an das Regelsystem der gymnasialen Oberstufe hat es seinen Auftrag, neue Konzepte zu entwickeln und Probleme der gymnasialen Oberstufen und des Übergangs zwischen Schule und Hochschule zu erforschen, beibehalten. Der Beitrag skizziert die differenten institutionellen Bedingungen, besondere pädagogische Konzepte und das als besonders positiv wahrgenommene Zusammenleben in der Gemeinschaft des Oberstufen-Kollegs als Aspekte des innovationsfokussierten institutionellen Auftrags und zugleich Ausdruck einer wissenschaftsfundierten Praxis und praxisorientierten Wissenschaft auf dem Hintergrund seines historischen Ursprungs. The Oberstufen-Kolleg is the oldest and best-known experimental school in the state of North Rhine-Westphalia, alongside the Laboratory School founded at the same time. Its conception as a workshop for a new upper secondary school in the upheaval phase of the educational system of the late sixties still has an impact today. Despite various modifications due to educational policy developments and the gradual alignment to the regulatory system of the upper secondary school, it has retained its mission to develop new concepts and to research problems of the upper secondary school levels and the transition between school and university. The article outlines the different institutional conditions, special pedagogical concepts, and the living together in the community of the Oberstufen-Kolleg, which is perceived as particularly positive, as aspects of the innovation-focused institutional mission and at the same time an expression of a scientifically sound practice and practice-oriented science on the background of its historical origin

    Siegener Netzwerk Schule (SiNet): Von der Universitätsschule zum Kooperationsverbund

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    Der Beitrag schildert die Entwicklung einer Partnerschaft zwischen der Universität Siegen und Schulen in der Region Südwestfalen und stellt das aktuelle Netzwerk als Ergebnis dieser Bemühungen vor. Im Schlussteil werden Potenziale und Probleme dieser Form der Zusammenarbeit erörtert. The article describes the development of a partnership between the University of Siegen and schools in the region of South Westphalia and presents the current network as a result of these efforts. In the concluding part, the potentials and problems of this form of cooperation are discussed

    Projektdidaktik in der Praxis: Feldstudie aus dem Oberstufen-Kolleg zu Weiterentwicklung und Transfer der Projektdidaktik

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    Der Artikel fasst wesentliche Ergebnisse der Feldstudie „Projektdidaktik in der Praxis“ zusammen. Der Autor skizziert den Entstehungskontext und das Methodensetting seiner Untersuchung, um dann Bausteine der Projektdidaktik herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. Ausgehend von der zuvor noch nicht aufgearbeiteten Praxisgeschichte des Projektunterrichts wird die    didaktische Konzeption mit Bildungswert, praxistauglichem Projektbegriff und Abgrenzung zum Lehrgang entwickelt. Eine differenzierte Methodik mit Kriterienkatalog, idealtypischem Verlaufsmuster und einer Typologie der Projektformen sind Grundlage der Erörterung der Leistungsbewertung. Am Fach Geschichte wird exemplifiziert, wie sich Lehrgang und Projekt verbinden und gegenseitig unterstützen können. Zentral ist dann die Untersuchung der organisatorischen Bedingungen für entwickelten Projektunterricht mit der Bestimmung von „Projektkultur“, die anhand einer Merkmalsliste als Untersuchungsinstrument an sechs Regelschulen diente. Alle Entwicklungsschritte münden in einer abschließenden Erörterung von Formen, Möglichkeiten und Grenzen des Transfers von der Versuchsschule in das Regelsystem. This article summarizes significant results from the field study “Project Didactics in Practice”. The author outlines the formation context and the methodological setting of his research, then elaborates components of project didactics and develops them further. Based on a history of the practice of project-based instruction, which was not examined so far, he depicts the didactical conception and its educational asset, gives a practicable definition of the term “project”, and delimitates it from the “regular” course. Based on a differentiated method with a catalogue of criteria, an ideal progression pattern and a typology of project forms, the author discusses possibilities to assess project performance. Using the example of the subject History, he shows how course and project can be combined and may support each other mutually. The survey focuses on the organizational requirements of sophisticated project-based instruction, defining a so-called “project culture”, which was used as research instrument (with a list of typical characteristics) at six regular schools. All these steps lead to a discussion of forms, opportunities and limits of a transfer of project didactics from the laboratory school to the regular school system

    Praxisforschung und Transfer – Weiterentwicklungen von Lehrer*innenforschung im Anschluss an Ludwig Huber: Forschungs- und Entwicklungsplan der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg für das Jahr 2019

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    Der vorliegende Beitrag dokumentiert den diesjährigen Forschungs- und Entwicklungsplan. Die aktuellen Änderungen von Konzepten werden unter Rückgriff auf die Ausdifferenzierung der Typik von Forschung und Entwicklung diskutiert, die der in diesem Jahr verstorbene ehemalige Leiter der Wissenschaftlichen Einrichtung des Oberstufen-Kollegs, Ludwig Huber, vor fünfzehn Jahren für Lehrer*innenforschung beschrieben hat. Neben den am Oberstufen-Kolleg projektförmig und im multiprofessionellen Team organisierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten zählen nach Huber auch die Reflexion und Produktion für die Praxis, die Verbreitung, der Austausch sowie die Umsetzung (Dissemination und Implementation) hierzu. Der Beitrag dokumentiert die Einrichtung neuer Disseminationsstrategien durch Online-Journale sowie mehrere neue Netzwerke und Forschungskooperationen. This article documents this year’s research and development plan. The current changes in concepts are discussed with reference to the differentiation of the typology of research and development described fifteen years ago by Ludwig Huber, former head of the Action Research Department of the Oberstufen-Kolleg, who died this year. In addition to the research and development organized as projects in a multi-professional team at the Oberstufen-Kolleg, according to Huber this also includes reflection and production for practice, distribution, exchange as well as realization (dissemination and implementation). The article documents the establishment of new dissemination strategies through online journals as well as several new networks and research cooperations

    Kulturelle Bildungsnetzwerke in ländlichen Räumen: Das Verbundprojekt „Passungsverhältnisse Kultureller Bildungsnetzwerke und Kultur(en) in ländlichen Räumen im Kontext sozialer Teilhabe“ (PaKKT)

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    In Bezug auf die Gewährleistung von Chancengleichheit benennt der Bildungsbericht 2018 die ausreichende bildungsbezogene Versorgung von ländlichen sowie eher strukturschwachen Regionen als eine der wichtigsten und schwierigsten Herausforderungen. Damit sind Phänomene sozialer Ungleichheit angesprochen, die sich aus Differenzen zwischen (urbanem) Zentrum und (ländlicher) Peripherie ergeben. In diesem Kontext versprechen kulturelle Bildungsprojekte in ländlichen Räumen notwendige Transformationseffekte hin-sichtlich sozial-kultureller Teilhabe sowie eine entsprechende Persönlichkeits-, Kompetenz- und Strukturentwicklung. Gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, inwieweit Ansätze Kultureller Bildung, die tendenziell durch einen „urbanen Stil“ geprägt sind, Transformations- und Integrationsprozesse in ländlichen Räumen tatsächlich in Gang setzen können. Dieser Gegenstandsraum wird mit dem BMBF-Verbundvorhaben „Passungsverhältnisse Kultureller Bildungsnetzwerke und Kultur(en) in ländlichen Räumen im Kontext sozialer Teilhabe“ (PaKKT) sowohl netzwerktheoretisch als auch bildungs- und kulturtheoretisch konturiert. Im Zentrum stehen dabei kulturelle Bildungsnetzwerke in sehr peripheren ländlichen Räumen. Der Beitrag stellt die theoretische Konzeption, das Forschungsdesign sowie das in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Einrichtung Oberstufen-Kolleg entwickelte Transferkonzept des Verbundprojekts vor. With regard to ensuring equal opportunities, the Education Report 2018 identifies the provision of sufficient education-related services to rural and structurally weak regions as one of the most important and most difficult challenges. This addresses phenomena of social inequality resulting from differences between (urban) centers and (rural) peripheries. In this context, cultural education projects in rural areas promise necessary transformation effects with regard to social and cultural participation as well as corresponding personal, competence-related and structural development. At the same time, the question arises to what extent approaches to cultural education, which tend to be characterized by an “urban style”, can actually set transformation and integration processes in rural areas in motion. The BMBF joint project “The Fitting of Cultural Education Networks and Culture(s) in Rural Areas in the Context of Social Participation (PaKKT)” will contour this area in terms of network theory, cultural theory, and theory of “Bil-dung”. The focus is on cultural education networks in very peripheral rural areas. This article presents the theoretical conception and the research design of the joint project and introduces the transfer concept, which was developed in co-operation with the Wissenschaftliche Einrichtung Oberstufen-Kolleg

    Das Projekt „Forschen lernen – Lernen erforschen!“ am Oberstufen-Kolleg Bielefeld

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    Im Beitrag werden die Ziele, das Konzept und die Erfahrungen eines Projekts zum Forschenden Lernen mit Schüler*innen (Kollegiat*innen) am Oberstufen-Kolleg vorgestellt. Innerhalb der in jedem Schulhalbjahr stattfindenden zweiwöchigen Projektphase konnten die Kollegiat*innen in diesem Projekt selbst gestellten Fragestellungen mittels sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden nachgehen. Die Erfahrungen zeigen, dass die Ziele, die mit dem Forschenden Lernen verbunden sind, zwar erreicht werden können, dass aber die zwei Wochen in der Projektphase recht kurz sind und deshalb die Anbindung an den Kursunterricht außerhalb der Projektphase sinnvoll sein könnte. Entwickelt und durchgeführt wurde das Projekt durch einen Professor der Erziehungswissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und zwei Studentinnen der Universität Bielefeld. The article presents the goals and the concept of and the experiences from a project on research-based learning with students at the Oberstufen-Kolleg (laboratory school for upper secondary education). During the two-weeks project phase, which takes place every half year, the students of this project were able to pursue their own questions using research methods from social sciences. Results show that although the goals associated with the research-based learning can be achieved, two weeks within the project phase are rather short. Therefore, the connection to regular classes besides the project phase might be useful. The project was developed and carried out by a Professor of Educational Science from the Johannes-Gutenberg-University of Mainz and two students from the University of Bielefeld

    Praxisforschung und Transfer – eine Einführung in den Themenschwerpunkt

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    Im vorliegenden Beitrag wird aufgezeigt, dass die Hoffnungen auf Transfer der Ergebnisse empirischer Bildungsforschung in die pädagogische Praxis sich nicht in dem Maße erfüllen, wie dies vor einigen Jahren noch erwartet wurde. Praxisforschung scheint hier auf den ersten Blick als eine Alter-native, da sie per definitionem praxisnäher ist und damit die Differenz zwischen Forschungslogik und der Eigenlogik der Praxis automatisch überwunden zu sein scheint. Jenseits der forschungsmethodischen Probleme der Generalisierung und nicht umstandslos vorauszusetzender ökologischer Validität erweist es sich allerdings auch für die Praxisforschung als Tatsache, dass Transfer sich nicht von selbst einstellt, sondern als Gegenstand der eigenen Bearbeitung bedarf. In der Einführung werden ausgehend von diesen Überlegungen die unterschiedlichen Zugänge zu dieser Thematik skizziert, wie sie in den Beiträgen dieses Jahrbuchs der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg enthalten sind. This article shows that hopes of transferring the results of empirical educational research into pedagogical practice have not been fulfilled so far to that extent as it was expected a few years ago. At first glance, practice research seems to be an alternative, since it is by definition more practice-oriented and thus automatically overcomes the difference between the logic of research logic and the practice’s own logic. Beyond the research-methodological problems of generalization and the not necessarily pre-supposable ecological validity, however, it also turns out to be a fact for practice research that transfer does not take place automatically, but requires its own processing. Based on these considerations, the article outlines the different approaches to this topic as they are presented in the contributions of this yearbook of the experimental school Oberstufen-Kolleg

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