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LabSchoolsEurope
Across Europe, laboratory schools find new ways to tackle the educational issues of our time. Their work is guided by educational experimentation and the aim to strengthen the bond between educational practice and research. In this book, lab schools from Bielefeld, Brno, Cambridge, Paris, and Vienna provide unique insights into how they bring John Dewey’s framework for a lab school to life. This book is the result of the Erasmus+ project „LabSchoolsEurope: Participatory Research for Democratic Education“. It is a testament to the potential of collaborating across borders
Im Alltag der Reform : Gespräche zu den Gründungs- und Anfangsjahren der Laborschule Bielefeld
Homeschooling als Herausforderung an die Schultheorie
Zenke CT. Homeschooling als Herausforderung an die Schultheorie. Herausforderung Lehrer*innenbildung: Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ). 2020;3(1):510-522.Der Beitrag beschreibt Konzept und Durchführung eines Seminars zum Thema „Homeschooling als Herausforderung an die Schultheorie“. Ziel des Seminars ist es, neben einer Einführung in klassische Theorien der Schule zugleich eine grundsätzliche Reflexion über Sinn und Legitimation der öffentlichen (Pflicht-)Schule anzustoßen und die beteiligten Studierenden so bei der Herausbildung eines professionellen Selbstverständnisses als zukünftige Lehrer*innen zu unterstützen. Als konkreter Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung dient dabei das Phänomen des Homeschooling – und damit die Beschäftigung mit Positionen, die die grundsätzliche Sinnhaftigkeit von Schule und Schulpflicht radikal in Frage stellen. Der sich aus dieser Zweiteilung ergebende Seminarablauf (Phase 1: Geschichte, Theorie und Praxis des Homeschooling; Phase 2: Schultheoretische „Antworten“ auf die damit verbundene Infragestellung des Prinzips Schule) wird im Beitrag kurz dargestellt, um im Anschluss daran das abschließende, beide Seminarteile wieder zusammenführende didaktische Element (Phase 3) ausführlicher vorzustellen: die Bearbeitung einer kooperativen Schreibaufgabe zum Thema „Homeschooling und Schulpflicht“ in Form eines fiktionalen Briefwechsels
"From classroom to learning landscape”? On an expedition into the uncertain
Der Artikel widmet sich aktuellen Entwicklungen im Bereich der Schulraumgestaltung sowie daraus resultierenden Herausforderungen für Erziehungswissenschaft, Schulentwicklung, Lehrerbildung und Politik. Unter Bezugnahme speziell auf internationale Veröffentlichungen zum Thema wird dabei die Notwendigkeit a) einer systematischen Evaluation alternativer Schulraummodelle sowie b) einer gezielten Entwicklung von Strategien der raumbezogenen Lehrerprofessionalisierung diskutiert. (DIPF/Orig.)This article focuses on current developments in the field of school-building layout and design and the resulting challenges for educational science, school development, teacher training, and politics. With special reference to international publications on the topic, it discusses the necessity of a) a systematic evaluation of alternative schoolroom designs as well as b) the continued development of teacher training that takes the layout of the learning environment into consideration. (DIPF/Orig.
Raumbezogene Schulentwicklung in einer inklusiven Schule. Zur Nutzungsgeschichte des Unterrichtsgroßraums der Laborschule Bielefeld
Zenke CT. Raumbezogene Schulentwicklung in einer inklusiven Schule. Zur Nutzungsgeschichte des Unterrichtsgroßraums der Laborschule Bielefeld. PraxisForschungLehrer*innenBildung. Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung . 2019;1(1):20-41.Ausgehend von Quellen aus dem Universitätsarchiv Bielefeld sowie dem Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau wird im Beitrag die Nutzungsgeschichte des Unterrichtsgroßraums der Bielefelder Laborschule (insbesondere in den Jahren 1974 bis 1979) nachgezeichnet und analysiert. Ziel ist es, auf diesem Wege einen historisch kontextualisierten Beitrag zur aktuellen Diskussion um Fragen der „inklusiven“ Schularchitektur zu leisten: So wird von pädagogischer Seite aus derzeitig zwar immer wieder die Forderung formuliert, sich vom etablierten Modell der „Klassenraum-Flur-Schule“ zu lösen und anstelle dessen auf die Errichtung sogenannter „Offener Lernlandschaften“ zu setzen; gleichzeitig jedoch gibt es zumindest in Deutschland bisher kaum tatsächliche (und vor allem: langjährige) Erfahrungen mit entsprechenden Schulraummodellen, die geeignet wären, die diversen mit einer solchen Form von Schulraumgestaltung verbundenen Hoffnungen einer systematischen Prüfung zu unterziehen. Vor diesem Hintergrund erscheint gerade die Laborschule Bielefeld – als einzige „Überlebende“ des Großraumschul-Booms der 1970er-Jahre – als geeigneter Ausgangspunkt für eine historiographische Annäherung an das grundsätzliche Verhältnis von „inklusiver“ Schulentwicklung und „offener“ Schulraumgestaltung. Im Mittelpunkt des Beitrags steht daher denn auch nicht nur die Frage, wie sich der pädagogische Umgang mit der situativen und konzeptionellen Flexibilität des Laborschulgroßraums über die Jahre gewandelt hat; ein besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus den ganz konkreten Prozessen und Schwierigkeiten raumbezogener Schulentwicklung im alltäglichen „Apfelsinenschalen-, Kakaobecher- und Papierschwalbenkrieg“ (Rosenbohm, 1977, S. 193) der späten 1970er-Jahre
„Schulforschung in der Schule durch die Schule“: Eine kurze (Forschungs-)Geschichte der Laborschule Bielefeld zwischen 1970 und 1990
Im Aufsatz wird die (Forschungs-)Geschichte der Laborschule Bielefeld zwischen 1970 und 1990 skizziert. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Laborschulforschung in diesem Zeitraum inhaltlich und organisatorisch entwickelt hat: Welche Schwerpunkte lassen sich ausmachen? Wie haben sich Selbstverständnis und Organisationsstruktur in diesen Jahren gewandelt? Ausgehend von mehren, zwischen 1971 und 1991 publizierten Forschungsberichten werden dabei insbesondere drei Konfliktlinien herausgearbeitet, deren Verhandlung sich als Grundmotiv durch den gesamten Zeitraum zieht: der Umgang mit Forschungsentlastung, die Festlegung von Forschungsschwerpunkten sowie die Etablierung von „Grenzen der Versuchsanordnung“
Schule als „Labor“: Eine internationale Perspektive auf das Prinzip der „Laboratory School“
Ausgehend von der Namensgebungs-Geschichte sowohl der Laborschule Bielefeld als auch der University Primary School John Deweys entwickelt der Aufsatz zunächst eine Arbeitsdefinition des Begriffs der „Laboratory School“ als Ort des schulbezogenen Experimentierens. Laboratory Schools wären demnach Schulen, die erstens eng mit einer Universität, einer Hochschule oder einem anderweitigen Forschungsverbund assoziiert sind und deren Arbeit zweitens gekennzeichnet ist durch eine systematische, auf Dauer gestellte Bemühung um a) die empirische Beforschung der eigenen schulischen Praxis, b) die Entwicklung, Evaluation und Dissemination schulischer Innovationen und c) die Öffnung des eigenen Schul- und Unterrichtsalltags für praxisorientierte Prozesse der Lehreraus- und -weiterbildung. Als ein weiteres wichtiges Kriterium wird darüber hinaus vorgeschlagen, dass die jeweilige Schule bei den genannten Bemühungen selbst als Akteur auftritt – also nicht als lediglich passives, von außen zu beforschendes Praxisfeld, sondern vielmehr als aktiver Mitgestalter der eigenen Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungsarbeit. Während solchermaßen ausgerichtete Formen der „collaborative relationships between lab school teachers and faculty researchers“ (Schlesinger-Devlin et al., 2017, S. 40) allerdings insbesondere in den USA und Kanada längst in Form von zahlreichen, überaus renommierten Laboratory Schools zum Standardrepertoire der universitären Bildungsforschung gehören, lassen sich diesseits des Atlantiks erst seit einigen Jahren vermehrt Initiativen ausmachen, die sich um eine Einrichtung ebensolcher „Lab Schools“ bemühen. Einige dieser Initiativen werden im Aufsatz daher genauer dargestellt und hinsichtlich ihrer jeweiligen Strategien zur Überwindung von Hürden im Wissenschafts-Praxis-Bezug analysiert, bevor im Anschluss daran ein kurzer Ausblick auf ein soeben an der Universität Bielefeld gestartetes „Erasmus+“-Projekt zur besseren Vernetzung europäischer „Lab Schools“ gegeben wird.
Based on the naming history of both the Laborschule Bielefeld and John Dewey’s University Primary School, the paper first develops a working definition of the term “Laboratory School” as a place of school-related experimentation. Laboratory schools would thus be schools that are firstly closely associated with a university, college or other research association, and the work of which is secondly characterized by a systematic, long-term effort to a) conduct empirical research on its own school practice, b) develop, evaluate and disseminate innovations relating to school practice, and c) open up the school and day-to-day teaching to practical teacher training and further education. While such “collaborative relationships between lab school teachers and faculty researchers” (Schlesinger-Devlin et al., 2017, p. 40) have long since become part of the standard repertoire of school-related educational research, especially in the United States and Canada, the situation in Europe is still quite different, Only in the past three to four years this situation has finally begun to change – especially in the area of primary education. Individual initiatives can now be identified across Europe that are seeking to establish lab schools in the narrower sense. Some of these initiatives are therefore presented in more detail in the article and analyzed with regard to their respective strategies in overcoming obstacles in the science-practice relationship. This is followed by a brief outlook on an “Erasmus+” project just launched at Bielefeld University to improve the networking of European “lab schools”
Die Schule als inklusive „Demokratie im Kleinen“? Zum Verhältnis von inklusiver Pädagogik und demokratischer Bildung
Aktuelle schulbezogene Konzepte sowohl der inklusiven Pädagogik wie auch der demokratischen Bildung kreisen letztlich um eine ganz ähnliche Grundidee: um diejenige nämlich, dass die Schule als Teil unserer (demokratisch verfassten) Gesellschaft deren Vielfalt auch vollumfänglich in sich aufnehmen, abbilden und erfahrbar machen solle. Die sich aus dieser Gemeinsamkeit eröffnenden Möglichkeiten und Widersprüche werden im Beitrag daher ausführlicher analysiert und diskutiert. Zu diesem Zweck wird zunächst die speziell mit John Dewey verbundene Idee der Schule als „Gesellschaft im Kleinen“ eingehender thematisiert und bezüglich ihrer Rezeption speziell im Bereich der Inklusionsforschung diskutiert, bevor im Anschluss die Idee der „Freien Demokratischen Schule“ als Ort der Inklusion fokussiert wird. Ist dies geschehen, werden mögliche Stolpersteine und Hindernisse auf dem Weg hin zu einer „Marriage of Inclusive and Democratic Education“ (Boban et al., 2012) thematisiert sowie abschließend Chancen einer stärkeren Verknüpfung von inklusiver und demokratischer Pädagogik diskutiert
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