264 research outputs found

    Diabolische Vigilanz

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    Während Gott als inspector cordium unmittelbar in die Seelen blickt, erscheint das Beobachtungsverhältnis zwischen Mensch und Teufel als immanent-mittelbares, laterales und potenziell reziprokes. Der nie nachlassende diabolische „Verführungsaktivismus" (Luhmann) erzeugt Aufmerksamkeitskonstellationen, deren Funktionen nicht auf disziplinierende Angsterzeugung reduziert werden können. Im Erzählen von Teufeln und Dämonen werden häufig zugleich Mechanismen sozialer Kontrolle verhandelt und Formen wachsamer Selbstbeobachtung profiliert. Die Beiträge des Bandes rekonstruieren in erster Linie narrative, daneben auch dramatische und theologische Modellierungen diabolischer Beobachtungsverhältnisse vom Alten Testament bis zu Luther und zum Faustmythos; ihr Schwerpunkt liegt auf spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Erzähltexten, legendarischen wie auch schwankhaften, in denen der Teufel auf ganz unterschiedliche Weise als Akteur Gefährdungen des Sünders bewussthält. Zugleich zeichnet sich dabei bereits ab, wie die Wachsamkeit gegenüber dem Teufel die Herausbildung von Praktiken der Selbsterforschung forciert und damit zur Genese moralischer Subjektivität beiträgt

    „Wachen vnd betten alle stunden“. Inszenierungsstrategien von Vigilanz im 'Einsiedler Meinradspiel' von 1576.

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    Gold J. „Wachen vnd betten alle stunden“. Inszenierungsstrategien von Vigilanz im 'Einsiedler Meinradspiel' von 1576. In: Bockmann J, Martin A, Michel H, Struwe-Rohr C, Waltenberger M, eds. Diabolische Vigilanz. Studien zur Inszenierung von Wachsamkeit in Teufelserzählungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Vigilanzkulturen/Cultures of Vigilance. Vol 2. Berlin ; Boston: De Gruyter; 2022: 131-163

    Luther, der Teufel. Die Selbstbeobachtung im Prozess der Herausbildung moralischer Subjektivität

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    Benz M. Luther, der Teufel. Die Selbstbeobachtung im Prozess der Herausbildung moralischer Subjektivität. In: Bockmann J, Martin A, Michel H, Struwe-Rohr C, Waltenberger M, eds. Diabolische Vigilanz. Studien zur Inszenierung von Wachsamkeit in Teufelserzählungen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit. Vigilanzkulturen. Vol 2. Berlin u. Boston: De Gruyter; 2022: 65-80

    Von Mücken, Ameisen und einem toten Ochsen

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    Erfahrungswissen. Überlegungen zu einer narrativen Form von Wissen in Prosaerzählsammlungen der Frühen Neuzeit

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    Literary short texts of the Early Modern Period, like fables, tales and Merry tales, are meant to be simple forms of teaching, divided as they often are into two parts: narratio and moralisatio. The moralisatio as a form of propositionally structured knowledge has thereby been seen as the essential part which provides exemplary lessons to the reader. The narratio on the other hand, has been perceived to have merely an illustrative function subordinated to this didactic intention, or works as a form of entertainment. In contrast to this prevailing opinion, and following up on sociological studies on experience, this article argues that narration itself can be described as a form of knowledge of experiences. This form of knowledge focuses on concrete situations, subjectivity, temporal sequences and the inconclusiveness of findings, and can therefore also point out possibilities and limits of the propositional form of knowledge. These systematic considerations will be illustrated with reference to a so-called ‘Prosaerzählsammlung’ of the 16th century, the Wegkürzer (1557) by Martin Montanus

    Faust und die Dinge : zur Fragmentierung und Verdinglichung in der Historia von D. Johann Fausten (1587)

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    Die Hölle ist - nimmt man Hieronymus Boschs Triptychon Der Garten der Lüste (um 1500) und darin insbesondere die 'Musikalische Hölle' in den Blick - vor allem ein Ort der unheilvollen Dinge. Diese stehen in Boschs Darstellung allerdings nicht lediglich symbolisch für Laster und Sündhaftigkeit, sondern setzen zugleich die Strafen für diese Sünden ebenso verstörend wie ästhetisch in Szene. Was den Menschen in diese Hölle bringt, beschreibt die 1587 erschienene Historia von D. Johann Fausten. Es ist, wie im Folgenden gezeigt werden soll, das Begehren, über die Dinge und das Materielle zu herrschen. Dabei wird sich erweisen, wie der Teufel nicht nur die Konzentration auf die Oberfläche der Dinge befördert, sondern auch, wie er die Verunsicherung der Relation von verba und res sowie die Veruneindeutigung der Relation der res zur Realität einsetzt, um der Seele des Protagonisten habhaft zu werden. Dem sogenannten Schwankteil sowie dem Schluss der Historia soll hierbei besondere Aufmerksamkeit zukommen

    Erfahrungswissen Überlegungen zu einer narrativen Form von Wissen in Prosaerzählsammlungen der Frühen Neuzeit

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    Literary short texts of the Early Modern Period, like fables, tales and Merry tales, are meant to be simple forms of teaching, divided as they often are into two parts: narratio and moralisatio. The moralisatio as a form of propositionally structured knowledge has thereby been seen as the essential part which provides exemplary lessons to the reader. The narratio on the other hand, has been perceived to have merely an illustrative function subordinated to this didactic intention, or works as a form of entertainment. In contrast to this prevailing opinion, and following up on sociological studies on experience, this article argues that narration itself can be described as a form of knowledge of experiences. This form of knowledge focuses on concrete situations, subjectivity, temporal sequences and the inconclusiveness of findings, and can therefore also point out possibilities and limits of the propositional form of knowledge. These systematic considerations will be illustrated with reference to a so-called ‘Prosaerzählsammlung’ of the 16th century, the Wegkürzer (1557) by Martin Montanus

    Healthcare robots : the discourse among the use in health and care organizations since 2010

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    author Carolin Isabel BarkamMasterarbeit Universität Innsbruck 202

    Quantum Dots-capped hybrid materials for pH triggered release

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    Author Carolin HörhagerZusammenfassungen in deutscher und englischer SpracheMasterarbeit Universität Linz 201
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