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Vom lokalen Notablen zur regionalen Verwaltung? - Institutioneller Wandel der französischen Chambres de commerce et d’industrie
Die französischen Chambres de commerce et dʼindustrie gehören im internationalen Vergleich zum öffentlich-rechtlichen kontinentalen Kammermodell. Dieses war traditionell durch eine erhebliche Staatsnähe einerseits und eine starke Lokalisierung der Kammern andererseits gekennzeichnet. In verschiedenen Etappen seit den 1990er Jahren, vor allem aber durch eine grundlegende Reform 2010 wurden die französischen Kammern in ihrer finanziellen Ausstattung deutlich eingeschränkt und organisatorisch regionalisiert. Diese Veränderung beinhaltete neben Fusionen der lokalen Kammern einen deutlichen Kompetenzzuwachs der regionalen Kammern. Diese orientieren sich überdies in ihrem geografischen Zuschnitt an den Territorialreformen der französischen Regierungen, die sich als zentraler Treiber der Kammerentwicklung erweisen. Im Effekt erfolgte eine Machtverschiebung im französischen Kammersystem, die zuungunsten der lokalen Unternehmer verlief
Programmatisches Handeln in der deutschen Verkehrspolitik. Gemeinsame Identitäten von Akteuren im Umfeld des Deutschlandtakts
Die bisher unzureichende Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene in Deutschland führt zu zentralen Herausforderungen bei der Erreichung der Klimaziele und nachhaltiger Verkehrswege. Mit dem Deutschlandtakt hat die deutsche Verkehrspolitik ein langfristiges politisches Programm initiiert, um den Schienenverkehr angebotsorientiert zu gestalten und seine Attraktivität zu steigern. Dieses Programm wird von verschiedenen Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden getragen. Dieser Beitrag untersucht, was diese Akteure zusammenhält und wie sich ihr gemeinsames Eintreten für das Politikprogramm erklären lässt. Anhand des Programmatic Action Framework (PAF) werden in diesem Beitrag die biographischen Schnittstellen der Akteure und die Rolle der institutionalisierten Foren untersucht, die ihre Zusammenarbeit aus der Perspektive des PAF erklären. Der Beitrag zeigt außerdem, dass bereits bestehende gemeinsame soziale Identitäten ein Schlüsselfaktor für die Bildung einer programmatischen Identität sein können
Politische Steuerung von Infrastrukturpolitik. Die Rolle des Bundestages beim Bau von Schienenwegen
Die Legitimität heterogener Wirtschaftskammern – Berufliche Sozialisation und Selbstverwaltung bei Unternehmern und Handwerkern
In Wissenschaft und Medien werden Wirtschaftskammern zumeist aus Perspektive des Zustandekommens, der Bedingungen und der Auswirkungen der Mitgliedschaftsform betrachtet. Die Debatte dreht sich um die Frage, ob die Unternehmen durch die Pflichtmitgliedschaft an die Kammern gebunden werden sollen, um den Kammern Repräsentationsfähigkeit zu sichern, oder ob eine freiwillige Mitgliedschaft die Dienstleistungserstellung und gute Performanz der Kammern garantieren. Der Beitrag fokussiert die Kammermitglieder und widmet sich der Binnenperspektive von Wirtschaftskammern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die pflichtmitgliedschaftlichen Wirtschaftskammern durch ihre (heterogene) Mitgliedschaft legitimiert werden und Unterstützung erhalten. Welche gemeinsamen Vorstellungen vom Sinn und Zweck der Kammern sind unter den Mitgliedern vorzufinden? Im Ergebnis können unterschiedlich ausgeprägte Loyalitätsformen bei den Wirtschaftskammern identifiziert werden
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
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