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Entgrenzte Souveränität. Der Schurke als Spiegel der Macht in Mad Max, Captain Phillips und Mission Impossible
Mythopoiesis der Organisierten Kriminalität in deutschen Fernsehserien: Erzählmuster zwischen fiktionaler Tradition und 'authentischen Fällen'
TV-Serien gelten als zeitgemäße Form audiovisueller Unterhaltung mit hohem Programmanteil in der Sparte Fiktion, ihnen wird wachsende kulturelle Bedeutung zugesprochen. Kriminalfiktionen haben den größten Anteil von allen Genres. Kriminalität verändert sich mit der gesellschaftlichen Modernisierung. Es existiert heute ein Phänomen, das Organisierte Kriminalität genannt wird. Ausgewählte Motive daraus werden in TV-Serien dargestellt. Die Motive haben sich zu einem Stoff konsolidiert, so dass ein relativ festes Bild von OK in audiovisueller Fiktion gegeben wird. Dieses Bild beherrscht TV-Diskurse, nicht nur die Fiktion, sondern auch die Dokumentation.
Die vorliegende Studie widmet sich der Rekonstruktion einer Entwicklung im Poetomythos OK, für die vier beispielhafte Serien seit der Ausdifferenzierung eines stoffprägenden Begriffs von OK im deutschen Fernsehen berücksichtigt werden.
Ansätze zur Mythopoetik als theoretische Grundierung der Untersuchung sollen in Bezug auf die Beobachtungen an ausgewähltem Material erklären helfen, wieso sich ein komplexer Stoff nach der Konsolidierung von selbst legitimiert und warum seine fiktionalen Stereotype in die authentische Darstellung höchst realer und bedrohlicher gesellschaftlicher Phänomene hineinwirken
Der DDR-Film als deutsches Staatsgenre : Wie 2018 im Kino um die Deutungshoheit über die DDR gekämpft wurde mit BALLON (D/F/USA 2018, R: Michael Herbig) und GUNDERMANN (D 2018, R: Andreas Dresen)
Narodowe alegorie filmowe. O perspektywie widza
Das Kino hat neue Formen der Kollektivität geschaffen, nämlich einen identitätspolitischen und affektiven Anschluss der Zuschauenden an einen Staat, eine Nation und die Macht der Geschichte. Dieser Anschluss wird zunächst mit dem Neologismus Staatsgenre diskutiert, um die sozialpolitische Hierarchisierung der Genres und deren Produktions- und Rezeptionsbedingungen zu konzeptualisieren. In Anlehnung an feministische Theorien der Zuschauenden wird daraufhin versucht, eine Sehperspektive zu erfassen, die an der Gemeinschaftsbildung beteiligt wird. In diesem Zusammenhang wird zum einen der narratologische Ansatz von Teresa de Lauretis interessant, mit dem Identifikationsprozesse mit dem Bild beschrieben werden. Zum anderen wird die Allegorie als eine affektive Figur gedacht, mit der die Zuschauenden performativ eine exzentrische Position erlangen bzw. mit der Abstrahierung des Bildes zur Allegorie die Umwandlung mitvollziehen. Diesen Prozessen können sich die Zuschauenden nicht entziehen, weil es um deren affektive Überwältigung durch die Bilder geht, die u.a. durch die Auflösung der Gendersemantiken bedingt wird. Als Beispiel fungiert der oscarprämierte Blockbuster Saving Private Ryan (USA 1998).Cinema has created new forms of collectivity, namely identity-political and affective connections between the viewers and the state, nation, and the power of history. The article discusses this connection using the “state genre” neologism. This enables the Author to place the film genre within the socio-political hierarchy and in the context of film production and reception. Based on feminist theories of spectatorship, an attempt is then made to capture a viewer’s perspective as part of community formation. In this context, Teresa de Laurentis’ narratological approach is of interest, as it describes the process of building identity through the image. As an affective figure, the allegory also seems relevant, as it enables the viewers to attain some perspective on the projected images – or to modify their opinions, as they perceive the images to form an allegory. The viewers allow for this process to happen, and to be overpowered by the images (this is conditioned, among others, by the dissolution of gender semantics). The Oscar-winning blockbuster Saving Private Ryan (USA 1998) is presented as an example.Kino stworzyło nowe formy wspólnotowe: związek z państwem, narodem i historią opierający się na politycznej i emocjonalnej tożsamości widzów. Związek ten rozpatrywany jest w artykule za pomocą neologizmu „gatunek narodowy“. Umożliwia to usytuowanie gatunku filmowego w hierarchii społeczno-politycznej oraz w kontekście produkcji i recepcji dzieła filmowego. W oparciu o teorie feministyczne podjęta zostaje próba uchwycenia perspektywy widza w procesie tworzenia wspólnoty. Interesująca w tym kontekście okazała się propozycja interpretacji narratologicznej Teresy de Lauretis, opisującej proces budowania tożsamości pod wpływem mowy obrazów. Z drugiej strony jako figura afektywna rozumiana jest alegoria, dzięki której widzowie nabierają dystansu do oglądanej treści lub też modyfikują swą postawę, ponieważ traktują obraz jako alegorię. Widzowie ulegają temu procesowi, ponieważ chodzi w nim o afektywne poddanie się obrazom, co jest między innymi uwarunkowane rozpadem semantyki płci. Jako przykład służy nagrodzony Oskarem hit filmowy Szeregowiec Ryan (Saving Private Ryan, USA 1998)
This may be a shitshow, but it’s our shitshow!: Fanmanagement in Zeiten von Social TV am Beispiel des Marketingtools Queerbaiting
Warum löste der Tod der Figur Lexa in der Serie The 100 einen globalen Social-Media-Protest in Fancommunities aus? Warum war dieser Protest so viel mehr als lediglich eine Reaktion auf das Ende einer Nebenfigur? Diese Studie analysiert sowohl Fan(dom)-Management als auch -Protest über Social Media in einer neuen Perspektive, die die Figur Lexa als Teil des Marketinginstruments Queerbaiting offenbart. Dieses Marketinginstrument zeichnet sich dadurch aus, dass marginalisierte Communities ausgenutzt werden, um Aufmerksamkeit und Reichweite zu generieren, ohne diese tatsächlich gleichwertig zu repräsentieren. Die Prominenz dieses Marketinginstruments lässt sich auf die Digitalisierung, Social TV und eine neue Form von Sichtbarkeit von Fankultur zurückführen – ein Umstand, den Medienindustrien zunehmend in ihre Kalkulationen einfließen lassen. Dieser Beitrag zeigt anhand von Serien wie The 100 oder Buffy the Vampire Slayer auf, wie neben Queerness auch Themen wie Feminismus und Race Einzug in die US-amerikanische Serienlandschaft fanden und zur Erzeugung von Hypemarketingkampagnen dienen. Der Band verbindet Medien-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften, um zu erklären, wie die Medienindustrie durch das Zusammenspiel von Produktion und Fandom neue Märkte entdeckt und vorbereitet. Dabei wird die Rolle von Social Media und die Bedeutung von Fandoms als aktive, einflussreiche Akteure in einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft herausgearbeitet. Ein unverzichtbares Werk für alle, die sich für Medienkritik, digitale Kultur, Fandoms und die sozialen Mechanismen hinter erfolgreichen Serienproduktionen interessieren
Medialisierungen der Macht. Filmische Inszenierungen politischer Praxis
Die Konjunktur des Politischen in neueren Kinofilmen und Fernsehserien ist mit tradierten Oppositionen – wie der von Inhalt und Form – nicht mehr zu beschreiben. Vielmehr lässt sich konstatieren, dass Theorie und Praxis des Politischen längst mit filmischen Fiktionen verflochten sind: Diese vermitteln zwischen universalen und partikularen Perspektiven, entwerfen Figurentypen und Verhaltensmuster und intervenieren in aktuelle Diskurse. Ein neuer »medialer Realismus«, der diese Unhintergehbarkeit der Medien selbst sichtbar macht, bildet den thematischen Horizont der Beiträge dieses Sammelbands. Unter den Aspekten des Affizierens, Modellierens und Tradierens werden die theoretischen und ästhetischen Neuansätze des aktuellen politischen Kinos anhand einschlägiger Beispiele diskutiert
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