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Demokratisierung und Migration: Soziales Handeln, Institutionalisierung und die Gefahr der Entdemokratisierung.
Demokratisierung und Migration: Soziales Handeln, Institutionalisierung und die Gefahr der Entdemokratisierung
Transformationen von Arbeit, Beruf und Bildung in internationaler Betrachtung
Der Begriff des Berufs verschränkt die unterschiedlichen Ansprüche, Zielsetzungen und Logiken zweier Welten – einer Welt der Arbeit und einer Welt der Bildung. Gerade im deutschen Sprachraum sind Berufskonzepte für die Ausrichtung einer arbeitsmarktbezogenen (Aus-)Bildung prägend. Diese Beziehung kann jedoch global betrachtet in sehr unterschiedlichen Formen beobachtet werden. Auch unterliegt sie einem permanenten Wandel. Die Beiträge des Bandes knüpfen daran an, um in international vergleichender und historischer Perspektive Transformationen der Verbindung von Arbeit, Bildung und Beruf sowie deren Interdependenzen auszuloten
Rekonstruktion der Kindergarten- und Finanzierungsgeschichte von Gachnang
Eine historische Rekonstruktion einer Kindergartengeschichte bedingt immer die gleichzeitige Betrachtung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Entwicklungen einer Region (Miller, o.J., S. 1). Das soziale Phänomen einer Kindergartengeschichte zeigt das Verhältnis und Interessensgebiet zwischen Staat und Privatpersonen auf. Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Kindergartengeschichte von Gachnang in Einbezug des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Hintergrunds der Gemeinde in den Jahren 1962 bis 1975, zu betrachten. In Gachnang TG waren es grösstenteils private Trägerschaften, welche sich an einer Kindergartengründung und Kindergartenfinanzierung beteiligten. Aufgrund dieser verschiedensten Privatpersonen, welche in die Kindergartengeschichte in Gachnang involviert waren, wurde folgende Fragestellung formuliert: «Welchen Beitrag leisteten private Trägerschaften an die Kindergartengründung und Kindergartenfinanzierung in Gachnang TG in den Jahren 1962 bis 1975?». Um diese Fragestellung beantworten zu können, wurde ein multimethodisches Vorgehen gewählt. Dabei wurden Experteninterviews und Oral History-Interviews im Sinne von Althaus und Apel (2023) geführt. Für die Interviewführung dienten Leitfäden, welche sich an den Interviewleitfäden der Forschungsprojektgruppe: «Rekonstruktion der Geschichte des Kindergärtnerinnenseminars in Amriswil (KSA) 1975-2005 – Entwicklung eines Fräuleinberufs zur Profession» orientierten. Ausgewertet und analysiert wurden die Interviews mit dem Vorgehen der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015). Dabei wurde die induktive Kategorienbildung zentral für die Weiterverarbeitung der Interviews. Quellen stellen, neben den Interviews, für diese Arbeit das essenzielle Forschungsmittel dar. Diese schriftlichen Quellen decken jedoch nicht die ganze Vergangenheit ab, weshalb sich in der vorliegenden Arbeit auch Lücken in Bezug auf weitere Trägerschaften aufgetan haben (Haas, 2023, S. 55). Für die Überprüfung der Quellen wurde die Quellenkritik nach Haas (2023) verwendet. In Bezug auf die Fragestellung traten zwei Trägerschaften besonders in den Vordergrund. Hauptträgerin der Kindergartengründung, der Kindergartenfinanzierung und dem Aufrechterhalten des Kindergartenalltags war in den Jahren 1962 bis 1975 der Frauenverein Gachnang. Der Frauenverein Gachnang organisierte unter anderem Bazare, welche dem Erhalt von finanziellen Mitteln dienten, sammelte Spiel- und Unterrichtsmaterial, stellte Material selbst her und suchte einen Unterrichtsraum. Teil des Frauenvereins, war die Kindergartenlehrperson Frau A. (Name geändert). Sie förderte durch ihre Aufklärungsarbeit die Identifikation der Bevölkerung mit dem Kindergarten. So waren neben diesen beiden Hauptträgerschaften viele Einzelpersonen aus der Gemeinde Gachnang und den umliegenden Gemeinden beteiligt. Neben den Privatpersonen waren auch Firmen an der Gründung und Finanzierung beteiligt. Durch die wirtschaftlich aufstrebende Lage der Munizipalgemeinde Gachnang wurde ab 1968 die Infrastruktur in der Gemeinde in mehrjährigen Etappen massiv ausgebaut (Bollhalder-Müller, 1991, S. 42). Es gab einen Bauboom, der sich auf die Wirtschaft und die Bevölkerungszahl der Munizipalgemeinde auswirkte. Dies hatte nach Hürlimann, Bachmann, Ammann, Götz, Hofmann und Meier (o.J., S. 32–33) zur Folge, dass die Firmen der Gemeinde, beispielsweise die Grossmosterei der Gebrüder Müller, in einer finanziell guten Lage waren. Sie konnten so auch gemeinnützige Projekte finanziell und materiell unterstützen. Die Schulgemeinde Gachnang übernahm ab dem Jahr 1965 die Lohnkosten der Kindergartenlehrperson Frau A. Es ist durch Quellenfunde des Schularchives Gachnang-Islikon anzunehmen, dass die Schulgemeinde die Finanzierung und den Betrieb des Kindergartens ab 1975 ganzheitlich übernahm
Rekonstruktion der Finanzierungsgeschichte des Kindergartens von Altnau von 1939 bis 1970
Der Kindergarten in der Schweiz und im speziellen im Thurgau, wie wir ihn heute kennen: Obligatorisch, kostenlos und Teil der Volksschule, hat sich über einen langen Zeitraum dorthin entwickelt. Verschiedenste Bedingungen und internationale Einflüsse im 19. und 20. Jahrhundert waren für die Entwicklungsrichtung verantwortlich. Begonnen unter privater Trägerschaft, ging der Kindergarten mit dem Unterrichtssgesetz von 1978 im Thurgau in staatliche Hand über. Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch den Prozess der Kommunalisierung des Kindergartens am Beispiel einer Gemeinde im Thurgau anhand der Fragestellung: «Wie hat eine zunehmende Kommunalisierung des Kindergartens Altnau ab 1939 bis zur vollständigen Übernahme durch die Gemeinde 1970, stattgefunden?» Detailliert aufgezeigt wird die Finanzierungsgeschichte und damit verbundene Kommunalisierung dieses Kindergartens vom Zeitpunkt der Gründung durch private Hand, bis zur vollständigen Übernahme durch die Kommune. Um die Fragestellung zu erörtern, wurde in einem ersten Schritt Quellen- und Literaturforschung betrieben. Anschliessend wurden die, für die Fragestellung relevanten, Quellen transkribiert und nach der Methode der Quellenkritik (Haas, 2023) ausgewertet. Die Untersuchung konnte aufzeigen, dass der Kindergarten Altnau im Jahr 1939 unter privater Trägerschaft gegründet und mit damals üblichen Mitteln finanziert worden war. Im Laufe der Jahre wurde er durch die Schulgemeinde zunehmend stärker finanziert, vereinzelt wurden Bedingungen an die finanziellen Leistungen geknüpft. Durch die Übernahme der Lehrerbesoldung, wurde frühzeitig ein wichtiger Verantwortungsbereich an die Kommune übertragen
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
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