1,721,040 research outputs found
The interpretation of pictures and the documentary method
Der Autor stellt die dokumentarische Methode der Bildinterpretation vor und bezieht sich dabei auf die Wissenssoziologie von Karl Mannheim in Verbindung mit ausgewählten Methoden und Theorien der Kunstgeschichte und der Semiotik. Er begründet die Bildinterpretation als qualitative sozialwissenschaftliche Methode zunächst in theoretischer und methodologischer Hinsicht. Die dokumentarische Methode ist demnach in ganz besonderer Weise in der Lage, der Bildhaftigkeit (Ikonizität) von Medien gerecht zu werden und diese zugleich mit textbasierten Verfahren zu verbinden. Aus methodischer Sicht geht es vor allem um die Rekonstruktion jenes Habitus, der sich in Einzelbildern dokumentiert. Der Autor unterscheidet zwischen einer formulierenden Interpretation ("Was"), die eine Beschreibung von Vorder-, Mittel- und Hintergrund des Bildes auf der vor-ikonografischen Ebene umfasst, und einer reflektierenden Interpretation ("Wie"), die eine ikonologische Analyse der formalen Komposition des Bildes darstellt. Nach seiner These kann ein Bild zwar "im Augenblick" erfasst werden, aber für die Interpretation wird ein geeignetes Instrumentarium benötigt, das zum Beispiel aus der genauen Analyse des Bildaufbaus bestehen kann. Der Autor stellt im zweiten Teil seines Beitrags die dokumentarische Methode der Bildinterpretation in ihrer forschungspraktischen Vorgehensweise und ihren einzelnen Arbeitsschritten exemplarisch anhand von Werbe- und Familienfotos dar. (ICI
Documentary method an group discussions :
Der Autor diskutiert im ersten Teil seines Beitrags die zentralen methodologischen und epistemologischen Fragestellungen der dokumentarischen Methode. Er knüpft dabei an die methodologische Tradition der Kultur- und Wissenssoziologie Karl Mannheims an und zeigt, dass die Auswertungen mit der dokumentarischen Methode zum Ziel haben, die soziale Welt aus der Perspektive der Handelnden zu betrachten. Dabei ist die Analyse des handlungspraktischen Erfahrungswissens ein zentraler Gegenstand der Rekonstruktionen. Eine wichtige Voraussetzung für den Nachvollzug der betrachteten sozialen Welt ist dabei die Offenheit des Feldzugangs. Diese gelingt nur, wenn die Erforschten die Möglichkeit haben, ihre eigenen Relevanzsysteme zu entfalten. Mit Hilfe der dokumentarischen Methode können Daten erhoben werden, die beispielsweise in Gruppendiskussionen möglichst wenig durch Impulse oder Fragen unterbrochen werden. In der Interaktion, die durch solche Diskussionen angeregt wird, kann somit ein unmittelbares Verstehen derjenigen Teilnehmenden, die zum selben Milieu, zur selben Generation oder zum selben Geschlecht gehören, beobachtet werden. Der Autor stellt im zweiten Teil seines Beitrags exemplarisch die Interpretation einer Gruppendiskussion vor, die im Rahmen eines qualitativ vergleichenden Forschungsprojekts zu Jugendlichen türkischer Herkunft der zweiten und dritten Generation in Deutschland durchgeführt wurde. (ICI
Reconstructive research and the documentary method in Brazilian and German educational science: an introduction
Der vorliegende Band stellt in drei Hauptkapiteln die aktuellen Entwicklungen in der qualitativen Bildungsforschung dar. Es wird erstens die Entwicklung qualitativer Methoden und Forschungsansätze in der Erziehungswissenschaft in Brasilien und Deutschland in einem allgemeinen Überblick zusammengefasst, einschließlich der verschiedenen Bereiche der Bildungsforschung und ihrer Professionalisierung. Der zweite und dritte Teil des Bandes bezieht sich speziell auf die dokumentarische Methode, die in den letzten 20 Jahren entwickelt wurde und gegenwärtig in verschiedenen Forschungsbereichen angewendet wird. Diese Methode wird exemplarisch für verschiedene Themen der Bildungsforschung aufgezeigt und am Beispiel der Interpretation von Text- und Bildmaterial verdeutlicht. Die Einleitung der Autoren orientiert sich am Aufbau des vorliegenden Bandes. Nach einigen allgemeinen Informationen über bestehende Kooperationen im Bereich der qualitativen Forschung werden Überlegungen zur Bedeutung qualitativer Methoden in der Erziehungswissenschaft sowie zu aktuellen Debatten und Herausforderungen in Brasilien und Deutschland angestellt. Es wird außerdem eine kurze Einführung in die Ursprünge, die gegenwärtige Entwicklung und die aktuelle Bedeutung der dokumentarischen Methode in der Erziehungswissenschaft gegeben. (ICI
A pesquisa social reconstrutiva no Brasil e o método documentário
Resenha da obra:
BOHNSACK, Ralf. Pesquisa social reconstrutiva. Introdução aos métodos qualitativos. Petrópolis, RJ: Vozes, 202
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
- …
