1,720,964 research outputs found
Ego Development und Konzeptualisierung von auf Inklusion bezogenen Handlungsmöglichkeiten bei Studierenden erziehungswissenschaftlicher Studiengänge an der Universität Erfurt
Den übergeordneten Kontext der vorliegenden Studie bildet das gesellschaftliche Leitmotiv Inklusion. Dieses prägt bildungswissenschaftliche Diskurse spätestens seit Inkrafttreten der UN-BRK. Es wird untersucht, wie (angehende) Pädagog*innen Inklusion und darauf bezogene Handlungsmöglichkeiten konzeptualisieren. Auf strukturell-inhaltlicher Ebene zielt die Untersuchung auf eine Meta-Konzeptualisierung inklusionsbezogenen Handelns. Auf methodologischer Ebene wird zusätzlich geprüft, inwieweit Loevingers Ego Development-Konzept forschungsmethodisch fruchtbar gemacht werden kann. Das Modell bildet den theoretischen Bezugsrahmen der Untersuchung und wird einführend zusammengefasst. Der Darstellung des Untersuchungsganges ebenfalls vorangestellt wird eine theoretische Betrachtung des Selbst-Begriffes. Datenbasis des durch die Grounded Theory inspirierten Mixed Method Forschungsansatzes sind schriftliche Explikationen von 137 Studierenden verschiedener erziehungswissenschaftlicher Studiengänge (BA und MA) an der Universität Erfurt. Diese wurden im Rahmen eines fiktiven Zukunfsszenarios – ähnlich Dörners Tanaland und Lohhausen – mit nahezu unbegrenzter Macht ausgestattet und sollten darlegen, auf welche Weise sie als Inklusionsbeauftragte der Stadt Erfurt handeln würden. Sie absolvierten überdies eine Variante des Washington University Sentence Completion Test (WUSCT), mittels dessen eine Zuordnung der Teilnehmenden zu jeweils einer Stufe des Ego-Development-Modells erfolgte. Auf der Grundlage dieser Zuordnung wurden die schriftlichen Ausarbeitungen nach Entwicklungsniveaus geclustert und qualitativ analysiert.
Quantitativ zeigt sich eine zu über 90 Prozent konventionelle Ich-Entwicklung bei einer Streuung der Verteilung über die Ich-Entwicklungsstufen E4 bis E7, der Modalwert liegt bei E5. Die Verteilung ist im Einklang mit den Ergebnissen anderer relevanter Studien. Ein Vergleich mit diesen lässt außerdem bis zum mittleren Erwachsenenalter eine Verschiebung des Modalwertes nach E6 erwarten.
Qualitativ zeigen sich in Bezug auf Struktur, Stil und Inhalt charakteristische Konzeptualisierungen für die vier ermittelten Stufen. Die Entwicklung verläuft von einer konfus-fragmentarischen (E4) über eine selektiv-differenzierte (E5) und eine systematische (E6) zu einer prozesseröffnenden (E7) Konzeptualisierung von Inklusion. Die Bedeutungsbildung wird bis zur frühen konventionellen Entwicklung (E4) aus dem sozialen Umfeld übernommen, bevor sich eine eigenbestimmte Bedeutungsbildung losgelöst vom sozialen Umfeld entwickelt (E5, E6) und schließlich eine Veränderung der Bedeutungsbildung im sozialen Umfeld initiiert werden kann (E7). In Bezug auf Heterogenität zeigt sich auf der Ebene des begriffsbildenden Denkens eine allmählich steigende Fähigkeit diese auszuhalten, durch Differenzierung zu erzeugen (E5), zu integrieren (E6) und schließlich zu gestalten (E7). Methodologisch wurde ein Forschungsvorgehen entwickelt, welches prinzipiell auf andere Gegenstandsbereiche übertragbar ist. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Studie, dass etwa 60 Prozent der Studierenden entwicklungsbedingt (noch) nicht über die Möglichkeit verfügen, inklusionsbezogene Handlungsmöglichkeiten schlüssig zu konzeptualisieren. Der Befund verdeutlicht, dass Hochschule als ein Feld der Persönlichkeitsentwicklung begriffen werden kann. Aus dieser Perspektive liegt es nahe, pädagogische Ansätze der Hochschulbildung zu entwickeln, die über ein Verständnis von professioneller Kompetenz als horizontaler Zuwachs an Wissen und Können hinausgehen und vertikale Entwicklung konzeptuell adressieren und fördern
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Entwicklungspädagogik und Kooperation sozial-konstruktivistische Perspektiven der Förderung von Kindern mit gravierenden Lernschwierigkeiten in der allgemeinen Schule
Care as an essential part of teaching pupils with profound disabilities – empirical studies about caring pupils with profound disabilities in special education schools/centres to the enhancement focus of mental development in Thuringia
Im schulischen Alltag ist es notwendig, dass Kindern und Jugendlichen mit schwersten Behinderungen eine fachgerechte Pflege zuteil wird. Weiterhin sollten bei Pflegemaßnahmen ethische Forderungen berücksichtigt werden und die in der Pflege innewohnenden pädagogischen Möglichkeiten genutzt werden. Für die Verwirklichung einer solchen Pflege wurden in der vorliegenden Arbeit allgemeine Leitlinien entwickelt und diese auf die wesentlichen Pflegebereiche Nahrungsaufnahme und Trinken bzw. Lagerung und Lagewechsel konkretisiert.
In einer empirischen Untersuchung wurden Aspekte der Durchführung von Pflege an Förderschulen bzw. -zentren mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Thüringen untersucht. Im Ergebnis der Arbeit werden Vorschläge zur Weiterentwicklung von Pflege in der Theorie der Sonderpädagogik und in der Praxis der Schule für Geistigbehinderte gegeben.In everyday school life it is necessary that children and youth with profound disabilities get a professional care. Furthermore in patient care procedures you need to regard ethical claims and use all pedagogic options. To realize such a care general guidelines were developed in this work and were concretized in the important category groups: ingestion and drinking respectively bearing and transposition.
In an empirical study aspects of caring pupils with profound disabilities in special education schools/centres to the enhancement focus of mental development in Thuringia were examined. In the result of this work offers for advancements of caring were given
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Individual remediation and cooperative learning in inclusive education
Die Entwicklung des Gemeinsamen Unterrichts von Kindern und Jugendlichen mit und ohne besonderen Förderbedarf wird von einer über drei Jahrzehnte anhaltenden pädagogischen Diskussion und von bildungspolitischen Verlautbarungen seit Mitte der 1990er Jahre im In- und Ausland gefordert. Bisher bleibt jedoch die Quote der Schüler an Sonderschulen in Deutschland, verglichen mit den Quoten anderer Länder, sehr hoch. Folgender Beitrag sieht eine Ursache in unserem viergliedrigen Schulsystem, das die Vorstellung von Leistungshomogenität in den Schularten vortäuscht und die Aufrechterhaltung des Frontalunterrichts begünstigt. Gemeinsamer Unterricht geht prinzipiell von Heterogenität aus und empfiehlt reformpädagogische Unterrichtskonzepte mit einem hohen Maß an selbstgesteuertem individualisierten Lernen. U.S.-amerikanische Forschungen zeigen nun, dass sich eine durch die Lehrkraft, also fremdgesteuerte, direkte Förderung als wirksames Verfahren für den Erwerb klassischer schulischer Fertigkeiten bei Kindern mit besonderem Förderbedarf im Lernen erwiesen hat. Daher plädieren wir für den kombinierten Einsatz von direkter individueller Förderung und selbstgesteuertem kooperativen Lernen im Gemeinsamen Unterricht. (DIPF/Orig.)In Germany as well as in foreign countries an educational discussion for more than three decades and political statements since the mid-nineties have demanded an inclusive education for students with special educational needs. The rate of students attending special schools in Germany is still very high compared to the rates of other countries. The German four-track school system is identified being one reason, because it underlines the fiction of homogeneity of classes favoring class teaching. In contrast, inclusive education takes into account heterogeneity recommending a reformpedagogical teaching with a high degree of self-regulatory individualized learning. Research in the U.S., however, shows that direct instructions by teachers are an effective method for educating students with learning disabilities in reading, writing and arithmetic. Therefore, we prefer a combination of direct individualized instruction and self-regulatory cooperative learning in inclusive education. (DIPF/Orig.
Probleme sozialen Verhaltens lernauffälliger und nichtauffälligerKinder als Aufgabe schulischer Integrationsforschung
Christoph Butterwegge / Michael Klundt (Hrsg.): Kinderarmut und Generationengerechtigkeit. Familien- und Sozialpolitik im demografischen Wandel. Opladen: Leske und Budrich 2003 (244 S.) [Rezension]
Rezension von: Christoph Butterwegge / Michael Klundt (Hrsg.): Kinderarmut und Generationengerechtigkeit. Familien- und Sozialpolitik im demografischen Wandel. Opladen: Leske und Budrich 2003 (244 S,; ISBN 3-8100-3731-1; 18,50 EUR)
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