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Religiosity and female entrepreneurship: growth, digital strategies, and resilience in arab-muslim contexts
Diese Dissertation untersucht die komplexe Beziehung zwischen Religiosität, Technologieadoption, familiärer Unterstützung und unternehmerischer Resilienz unter muslimischen Unternehmerinnen im Arabischen Golf, mit einem besonderen Fokus auf Bahrain. Sie basiert auf der Institutionentheorie (North, 1990; Scott, 2008) und wird durch geschlechtsspezifische sowie resilienzbezogene Perspektiven ergänzt (Brush et al., 2009; Williams & Vorley, 2014). Die Studie hinterfragt westlich geprägte, dominierende Vorstellungen von Unternehmertum, indem sie aufzeigt, wie unternehmerisches Verhalten tief in religiösen, sozio-kulturellen und familiären Strukturen eingebettet ist (Welter, 2011; Gümüsay, 2015; McAdam et al., 2020). Obwohl die Digitalisierung und politische Reformen den Zugang von Frauen zu unternehmerischen Ressourcen und Bildung erweitert haben (World Bank, 2023; Metcalfe et al., 2022), bleibt die unternehmerische Aktivität von Frauen in vielen arabisch-muslimischen Ländern gering (Al-Dajani & Marlow, 2013; Tlaiss, 2015). Dieses Paradoxon wirft wichtige Fragen auf: Wie steht die Religiosität im Zusammenhang mit den unternehmerischen Entscheidungen von Frauen? Welche Rolle spielt die Familie dabei, das Unternehmenswachstum entweder einzuschränken oder zu ermöglichen? Können digitale Technologien als kulturell legitime Wege für weibliches Handeln dienen? Und wie stehen diese Dynamiken im Zusammenhang mit Resilienz während Krisen wie COVID-19 (Kuckertz et al., 2020)? Zur Beantwortung dieser Fragen stützt sich die Dissertation auf originäre Mixed-Methods-Daten, die von muslimischen Unternehmerinnen in Bahrain erhoben wurden, einschließlich Umfrageergebnissen und digitalen Verhaltensbeobachtungen auf sozialen Medien und Online-Plattformen (Creswell & Clark, 2017; Molina-Azorín et al., 2012). XII Die Analyse gliedert sich in drei empirische Kapitel, die jeweils eine spezifische Dimension des Unternehmertums adressieren und gemeinsam zu einem kontextsensibleren und religionsbewussteren Verständnis weiblicher unternehmerischer Handlungsfähigkeit in der arabisch-muslimischen Welt beitragen (Tlaiss & McAdam, 2021; Smith et al., 2021a). Kapitel 2 untersucht, wie Religiosität mit dem Unternehmenswachstum muslimischer Unternehmerinnen zusammenhängt, insbesondere unter Berücksichtigung der familiären Unterstützung in Form von Netzwerkakzeptanz und operativer Hilfe. Es zeigt sich, dass Religiosität mit von der Familie unterstützter sozialer Legitimität interagiert und so in Beziehung zum Wachstumspotenzial von Frauen unter kulturell restriktiven Bedingungen steht (Ahmed, 2011; Tlaiss & Kauser, 2011; Roomi, 2013). Kapitel 3 erforscht die Beziehung zwischen Religiosität und digitalem Unternehmertum und hebt hervor, wie religiöse Normen den Technologieneinsatz von Frauen als Mittel zur Navigation sozialer Beschränkungen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass digitale Plattformen insbesondere für religiösere Frauen einen kulturell akzeptierten Weg ins Unternehmertum darstellen, da sie mit Werten wie Bescheidenheit und sozialer Legitimität im Einklang stehen (Davidson & Vaast, 2010; Nambisan, 2017; McAdam et al., 2020). Kapitel 4 analysiert, wie Religiosität die Beziehung zwischen Technologieadoption und unternehmerischer Resilienz während der COVID-19-Krise moderiert. Es wird deutlich, dass extrinsische Religiosität digitales Unternehmertum in Krisenzeiten legitimiert und Technologie in eine glaubenskonforme Strategie zur Geschäftskontinuität verwandelt (Parboteeah et al., 2015; Allport & Ross, 1967; Davidsson & Gordon, 2016). XIII Zusammen liefern die drei Kapitel ein kohärentes Verständnis dafür, wie Religiosität, familiäre Unterstützung und digitale Instrumente miteinander interagieren und weibliches unternehmerisches Verhalten in einem durch starke religiöse Normen und gesellschaftliche Erwartungen geprägten Kontext beeinflussen (Welter & Baker, 2021; McAdam et al., 2020). Anstatt Religion als statisches Hindernis zu behandeln, konzeptualisiert diese Dissertation Religiosität als eine dynamische, kontextsensitive Ressource – eine, auf die muslimische Frauen aktiv zurückgreifen, um ihre unternehmerischen Aktivitäten zu legitimieren, Einschränkungen zu umgehen und auf Krisen zu reagieren (Gümüsay, 2020; Jennings et al., 2014; Tlaiss & McAdam, 2021). Durch den Fokus auf Bahrain liefert die Studie fundierte Einblicke in das Zusammenspiel informeller Institutionen wie religiöser Identität und familiärer Zustimmung mit formellen wirtschaftlichen Möglichkeiten (Scott, 2008; Smith et al., 2021b). Theoretisch leistet diese Dissertation zwei wesentliche Beiträge zur Literatur. Erstens erweitert sie die Institutionentheorie, indem sie Religiosität nicht als festen Hemmfaktor, sondern als vielschichtige informelle Institution konzeptualisiert, die mit anderen sozialen Strukturen – insbesondere familiären Normen – interagiert, um unternehmerisches Verhalten kontextspezifisch zu gestalten (North, 1990; Scott, 2008; Gümüsay, 2020). Sie zeigt, wie religiöse Logiken in familiäre Unterstützungssysteme eingebettet sind und dort verhandelt werden, wodurch unterschiedliche Grade an Legitimität und Zugang für Unternehmerinnen entstehen (McAdam et al., 2020; Tlaiss & McAdam, 2021). Zweitens trägt sie zur Resilienztheorie bei, indem sie aufzeigt, wie Religiosität – insbesondere in ihrer extrinsischen Form – als legitimierende Kraft wirkt, die es muslimischen Unternehmerinnen ermöglicht, digitale Strategien anzuwenden und ihre Unternehmen während Krisenzeiten wie der COVID-19-Pandemie aufrechtzuerhalten (Williams & Vorley, 2014; Davidsson & Gordon, 2016; Runst & Thomä, 2023). Damit positioniert die Arbeit Religiosität als eine dynamische XIV Ressource, die wertorientierte und sozial eingebettete Reaktionen auf Widrigkeiten unterstützt und das aktuelle Verständnis davon erweitert, wie Unternehmerinnen in kulturell restriktiven Umgebungen agieren. Diese Ergebnisse haben wichtige Implikationen für Forschung und Praxis im Bereich Unternehmertum. Sie zeigen, dass die Unterstützung weiblicher Unternehmerinnen in arabisch-muslimischen Gesellschaften mehr erfordert als den Zugang zu Ressourcen zu erhöhen; vielmehr bedarf es eines kulturell sensiblen Ansatzes, der die legitimierende Kraft der Religiosität und die Rolle der Familie als Gatekeeper anerkennt (Roomi, 2013; Goby & Erogul, 2011). Interventionen, die digitale Kompetenz und unternehmerisches Training mit religiösen Werten in Einklang bringen und Familienmitglieder als Partner statt als Hindernis einbinden, sind mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreich (Tlaiss & McAdam, 2021; Ahmad, 2011; Alexandre & Kharabsheh, 2019). Indem sie Religion als gelebten Bezugsrahmen statt als bloße Hintergrundvariable betont, reagiert diese Dissertation auf aktuelle Forderungen nach einer Dekolonisierung der Unternehmertumstheorie und der Erweiterung kultureller sowie kontextueller Sensibilität in diesem Forschungsfeld (Baker & Welter, 2020; Bruton et al., 2021). Letztlich bietet die Studie sowohl der Wissenschaft als auch der Praxis eine differenzierte Perspektive, um weibliches Unternehmertum in religiös eingebetteten und gesellschaftlich eingeschränkten Umgebungen besser zu verstehen und zu fördern. Zur Beantwortung dieser Fragen stützt sich die Dissertation auf originäre Mixed
52. Folge: Chaos (und Ketamin) im Kopf? – Das große Potenzial von Ketaminbehandlungen bei Depressionen
Was hat die bekannte Partydroge Ketamin mit der Behandlung von Depression zu tun und was macht sie in unserem Gehirn? Gibt es Neuroplastizität per Rezept? Ist Ketamin mehr Hype oder Heilung? Heute sprechen wir mit Prof. Dr. med. Martin Walter über das Potenzial von Ketaminbehandlungen bei depressiven Störungen und geben Einblicke aus Forschung und Praxis. Martin Walter ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Jena, war bereits an den ersten Studien zum Einsatz von Ketamin beteiligt und gehört zu Deutschlands führenden Wissenschaftlern in diesem Bereich. Interessierte an einer aktuellen Studie des Uniklinikums Jena können sich gerne an [email protected] direkt wenden oder die dazugehörige Studienwebsite Ketamin+CBASP: „Augmentierte“ Psychotherapie besuchen
Hermitian pencils and their representation in Krein spaces
Pencils of the form A(λ) = λE−A are studied, where A and E are bounded linear operators on a Hilbert space. Of interest are the spectral properties of A(λ). This is done via a corresponding linear relation in a Krein space, which is given in range representation using the two operators A and E. Under some assumptions on E and A, the linear relation in range representation is nonnegative or has finitely many negative squares. Then one uses spectral properties of linear relations and deduces spectral properties of the operator pencil A(λ) = λE−A
Folge 38 : Glitzern in den Augen - Rollenspiele weiter spielen
In Folge 38 diskutieren Mario und Jonas die Veränderungen in der Lehrerbildung an Hochschulen. Sie thematisieren Ansätze wie Planspiele und Netzwerkarbeit sowie die Bedeutung von Spaß im Lernprozess zur Förderung von Motivation. Die Reflexion über Kooperationen und interdisziplinäres Denken zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen Berufsfeldern ist, um die Lernumgebung für Schüler:innen zu verbessern. Rückmeldungen zur Sendung oder Höhrer:innenfragen könnt ihr gern wieder an Mario per Mail oder über unsere Social-Mediakanäle @redelustpodcast übermitteln oder ihr sprecht uns direkt an. Wir werden eure Wünsche gern beachten und mit in die Folgen einflechten. Über Bewertungen bei Apple-Podcast oder Spotify sind wir euch sehr dankbar. Shownotes Inspirationsquelle universitäre Lehre Lebenslanges Lernen im Fokus Veränderungen in der Lehrerbildung Herausforderungen und Chancen im Lehrerberuf Zusammenarbeit und Austausch im Kollegium Haltung und Einstellung in der Lehre Professionalisierung durch Kooperation Abschluss und Ausblick auf zukünftige Entwicklunge
Rassistische Ausschreitungen gegen algerische Arbeitsmigranten im August 1975 in Erfurt
Die vorliegende Masterarbeit behandelt die rassistischen Ausschreitungen vom 10. bis zum 13. August 1975 in Erfurt. Diese Übergriffe richteten sich gegen neu in der Stadt eingetroffene algerische Arbeitsmigranten (heute oft als Vertragsarbeiter bezeichnet) und gelten als die ersten rassistisch motivierten Ausschreitungen in Deutschland nach 1945. Dennoch sind sie inzwischen weitgehend in Vergessenheit geraten. Im Vergleich zu früheren historischen Arbeiten werden in dieser Masterarbeit auch Perspektiven damals betroffener Algerier einbezogen. Auf Grundlage einer umfassenden Archivrecherche und Interviews mit drei ehemaligen Erfurter Arbeitsmigranten sowie weiteren Personen werden die rassistischen Ausschreitungen und die historischen Umstände rekonstruiert. Der empirische Hauptteil der Arbeit gliedert sich in zwei Kapitel. Das Erste beschreibt die algerische Arbeitsmigration in die DDR im Allgemeinen. Es legt zunächst die Verhandlungen über das Regierungsabkommen zwischen der DDR und Algerien sowie dessen internationale Bedeutung dar und bespricht ausführlich die Krise im Winter 1975/1976, während der die weitere Entsendung algerischer Arbeiter in die DDR vorübergehend ausgesetzt wurde. Welche Rolle die rassistischen Ausschreitungen in Erfurt für diese Krise spielten, bleibt offen, da keine Quellen zur Verfügung standen, die Einblick in die diplomatische Strategie Algeriens geben. Darüber hinaus beleuchtet dieses Kapitel die Wohnbedingungen, die Betreuung und Versorgung der Arbeitsmigranten, ihr gesellschaftliches Leben und ihre Beziehungen, ihre Arbeit und Ausbildung, ihre Streiks und ihren Protest, Abschiebungen sowie Schlägereien und rassistische Anfeindungen. Zusammenfassend wird ein Kontext institutioneller Ungleichbehandlung sichtbar: Segregation, Paternalismus und Überwachung im Wohnbereich, Ausbeutung und Vernachlässigung der Ausbildung, ein harsches Abschieberegime sowie eine überproportionale Kriminalisierung durch DDR-Behörden prägten das Leben algerischer Arbeitsmigranten in der DDR. Das zweite empirische Kapitel legt den Fokus auf die rassistischen Ausschreitungen im August 1975. Es rekonstruiert den chronologischen Ablauf beginnend mit der Verbreitung rassistischer Gerüchte in Erfurt. Er setzt sich fort mit einer rassistischen Hetzjagd am 10. August, mit verschiedenen Angriffsversuchen auf das Wohnheim der Algerier und mit einer Demonstration am 12. August, auf der die Herausgabe von Algeriern an die wütende Menschenmasse gefordert wurde. Es schließt mit den staatlichen Bemühungen ab, die Ausschreitungen durch ideologische Beeinflussung sowie durch repressive Maßnahmen einzudämmen. Insgesamt werden zahlreiche Aspekte beleuchtet, die in bisherigen Darstellungen fehlen, z.B. der gewaltvolle Einsatz von Polizeihunden gegen die angegriffenen Algerier, der Widerstand algerischer Arbeitsmigranten oder die Strategie der SED, die Ausschreitungen einerseits repressiv zu unterdrücken und andererseits jegliche Verantwortung zu externalisieren. Diese Masterarbeit legte den Grundstein für ein anschließendes Projekt an der Oral-History-Forschungsstelle der Universität Erfurt sowie für die Promotion von Jan Daniel Schubert am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz
20. Folge: Onboarding zum Gaststudium – Gut vorbereitet ins Austauschsemester
Das Internationale Büro bietet für Gaststudierende digitale Vorbereitungs-Workshops an. Wir erfahren von zwei IB-Mitarbeiterinnen, was man dort lernt und wie eine gute Vorbereitung für das Gaststudium in Jena aussieht. Gäste: Sylvia Canario Acosta arbeitet im International Büro im Bereich Incoming für das Gaststudium. Ihr Aufgabenbereich ist das Erasmus+ Programm. Susi Streit ist zuständig für alle Gaststudierenden aus der ganzen Welt außerhalb der europäischen Union. Sie hat selbst zwei Semester im Ausland studiert und kann daher auch persönliche Tipps weitergeben. Die Kurs- und Prüfungsverwaltung für die Gaststudierenden macht Stefanie Müller, die nicht im Podcast dabei ist. In Folge 5 kann man sie kennenlernen Timpestamps 02:00 Für ein Auslandssemester ist bestimmt viel zu tun und vorzubereiten, oder? Was sollte man beachten? 04:05 was bietet das Internationale Büro für die Vorbereitung? 07:35 Was für Workshops bietet das Internationale Büro für die Vorbereitung an? 08:48 Was sind wichtige Termine? 09:55 Was sind die Themen von den anderen Workshops? 15:05 Studierende, die die Workshops besuchen, wissen dann also alles, was wichtig ist? 16:06 Was sind die wichtigsten Dinge, die man vorher erledigen sollte? 18:45 Was ist, wenn es Unklarheiten oder Unsicherheiten gibt? Wen kann man fragen? 20:55 Was darf im Gepäck für ein Gaststudium nicht fehlen? 20:56 Was wird häufig vergessen? Was für Probleme können mit einer guten Vorbereitung vermieden werden? 25:40 Was sind WelcomeBuddys? 27:15 Habt ihr noch Tipps oder Empfehlungen für die Vorbereitung? 30:42 Was sind eure Ratschläge für die Zeit direkt nach der Ankunft? 32:40 Was sind die ersten und wichtigsten Schritte nach der Ankunft in Deutschland? Shownotes • Informationen zum Gaststudium an der Uni Jena: https://www.uni-jena.de/1955/gaststudium o FAQ Gaststudium: https://www.uni-jena.de/2190/faq-gaststudium o Fachkoordinator*innen: https://www.uni-jena.de/2650/ansprechpartner • WelcomeBuddys für die Anfangszeit: https://www.uni-jena.de/2175/welcome-buddys-fuer-neue-internationale-studierende o Podcastfolge zum Mentoringprogramm/den WelcomeBuddys: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#Mentoring • Semestertermine: https://www.uni-jena.de/220/semestertermine • Bewerbungsplattform: https://friedolin2.uni-jena.de/qisserver/pages/cs/sys/portal/hisinoneStartPage.faces o Podcastfolge zum Thema Bewerbung: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#F1Bewerbung1 • Studienstart - Alles rund um die Einschreibung: https://www.uni-jena.de/1960/studienstart-international o Podcastfolge zum Thema Immatrikulation: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#Imma • Arbeiten neben dem Studium o Infos zur Studienfinanzierung und rechtliche Infos zum Jobben neben dem Studium: https://www.uni-jena.de/2070/finanzierung-des-studiums o Podcastfolge zum Thema Studienfinanzierung: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#Finanzierung • Vorlesungsverzeichnisse: https://friedolin.uni-jena.de/qisserver/rds?state=wtree&search=1&category=veranstaltung.browse&navigationPosition=functions%2Clectureindex&breadcrumb=lectureindex&topitem=locallinks&subitem=lectureindex • Wohnheime in Jena: https://www.stw-thueringen.de/wohnen/wohnanlagen.html o Podcastfolge zum Thema Wohnen: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#F3Wohnen • Webseite der Stadt Jena: https://startseite.jena.de/de • Unisport Jena: https://www.hochschulsport.uni-jena.de/ • Social Media Kanäle o Uni Jena: @unijena o Unisport: @unisport_jena o Stadt Jena: @jenalichtstadt o Gruppe "Together in Jena": @together.in.jena • Kontakt zum Internationalen Büro Susis Tipps: • Ordner für alle Mails und Unterlagen einrichten • Mails lesen inkl. Anhänge • An Prep-Workshops teilnehmen • Mit Studierenden sprechen, die die Uni kennen (Auf die Aktualität der Infos achten!) • Mit anderen Gaststudierenden sich vernetzen • Das WelcomeBuddy-Programm nutzen • Anreise rechtzeitig planen (Visum, Reisebuchung usw.) + Termine beachten • Gültigkeit des Reisepasses checken • Deutsch lernen und üben • (Rechtzeitig) Für einen Wohnheimplatz bewerben • Krankenversicherung frühzeitig klären • Vorbereitungsangebote der Heimatuni nutzen • Offen sein und Chancen nutzen, um Menschen kennenzulernen Timestamps: 01:35 Was ist diese „CampusCouch“? 02:28 Seit wann gibt es die CampusCouch? 02:55 Was macht ihr bei eurer ehrenamtlichen Arbeit? 07:22 Sind nur Psychologie-Studierende bei der CampusCouch aktiv? 09:43 Können alle bei der CampusCouch aktiv mitmachen? 09:55 Was genau macht die CampusCouch – Beratung, Therapie, Zuhören, Unterstützen? 14:19 Wer kann das Angebot der CampusCouch nutzen? 17:50 Mit welchen Problemen kann man zu euch kommen? Mit welchen Problemen eher nicht? 23:15 Kostet das Zuhör-Angebot etwas? 23:25 Wie kontaktiert man die CampusCouch? Wie bekommt man einen Termin? 26:30 Findet die Gespräche immer zu zweit statt oder kann man auch jemanden mitbringen? 28:09 Bleibt es immer bei einem einzigen Treffen? 28:45 Auf welchen Sprachen könnt ihr Gespräche anbieten? 30:05 Was sind besondere Bedürfnisse von internationalen Studierenden und seid ihr auch darauf vorbereitet? 34:33 Wie gefällt euch persönlich eure ehrenamtliche Arbeit für die CampusCouch? Shownotes: • CampusCouch https://www.uni-jena.de/campuscouch o Instagram: https://www.instagram.com/campuscouch/ o Kontakt: [email protected] • „Ersti-Tage“ bzw. Studieneinführungstage: https://www.uni-jena.de/34738/studieneinfuehrungstage-stet • Anlaufstellen bei psychischen Problemen (Gratis): • Telefonseelsorge: https://www.telefonseelsorge.de • Muslimische Telefonseelsorge: https://www.mutes.de • Russische Telefonseelsorge: www.russische-telefonseelsorge.de • Psychosoziale Beratung des Studierendenwerk Thüringen: https://www.stw-thueringen.de/beratung/psychosoziale-beratung/ o Podcastfolge zur PSB: https://www.uni-jena.de/63217/podcast#PSB • Bei akuter Suizidalität: 112 • Informationen zum deutschen Gesundheitssystem: https://www.uni-jena.de/1965/leben-in-jen
Modulhandbuch Bachelor Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft: Studienordnungsversion: 2021
Nanoskalige Untersuchungen von Polymer-basierten Nanopartikeln in flüssiger Umgebung unter Verwendung von Rasterkraftmikroskopie und Plasmonen-verstärkter Raman-Spektroskopie
Die Feinabstimmung personalisierter Therapien rückt aktuell verstärkt ins Zentrum der Forschung, wobei ein umfassendes Verständnis und des Zusammenhangs zwischen der chemischen und morphologischen Struktur und der Eigenschaften von Biomaterialien und Medikamenten von herausragender Bedeutung ist. Ein Ziel der vorliegenden Arbeit war eine reingehende Charakterisierung von Genipin-vernetztem Perikardiumgewebe und potenziellen Arzneimittelträgern aus amphiphilen Blockcopolymeren, welche durch eine Diels-Alder (DA)-Reaktion miteinander vernetzt wurden. Die Ergebnisse der AFM und Nanoindentationsuntersuchungen legen nahe, dass beide Methoden für die Analyse der Struktur-Eigenschafts-Beziehungen solcher Systeme geeignet sind. Insbesondere zeigte sich, dass der Young’s Modulus (YM), welches ein Maß für die Elastizität einer Oberfläche darstellt, nach Vernetzung der untersuchten Proben zunahm. Die Überwachung der Ver- und Entnetzungsprozesse von DA-vernetzten Mizellen, insbesondere der Allyl-PEO-b-P(FGE-co-tBGE)-Mizellen unter nativen Bedingungen, erwies sich als entscheidend für eine kontrollierte Freisetzung der Drug. Der YM der Mizellen nahm zwar nach der Entnetzung ab, die Mizellen blieben dennoch intakt. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der nanoskaligen Strukturanalyse in Flüssigkeiten mittels der Plasmonen-verstärkten Raman Spektroskopie in Verbindung mit einem AFM. Die der potenziellen Fähigkeit von Flüssig-AFM-TERS -Messungen, relevante chemische Informationen zu liefern, wird aufgrund der begrenzten "Lebensdauer" der TERS-Spitzen von ungefähr 30 min begrenzt. Somit besteht ein dringender Bedarf an der Entwicklung von robusteren TERS-Spitzen. Dies unter Verwendung von Mikrowellen konnte realisiert werden, um so haltbarere Sonden für die Experimente in Flüssigkeiten zu produzieren. Diese Mikrowellen-Spitzen zeichneten sich durch eine stabile Raman Signal-Verstärkung und robuste Silbernanopartikel auf, was eine Charakterisierung von 4-NTP in Flüssigkeiten ermöglichte
Untersuchung der funktionellen Konnektivität im fronto-striatalen System mit funktioneller resting-state MRT und deren Assoziation mit verändertem Entscheidungsverhalten bei Patienten mit einem Suizidversuch
Jedes Jahr versterben auf der ganzen Welt ca. 700.000 Menschen aufgrund eines Suizids und etwa 20-mal so viele Menschen versuchen, ihr Leben vorsätzlich zu beenden. Das Wissen über demografische und klinische Risikofaktoren ist bislang ungeeignet, um suizidales Verhalten vorherzusagen. Die Identifizierung von dysfunktionalen neuronalen Netzwerken sowie neurokognitiven Korrelaten des suizidalen Verhaltens könnte zu einer Verbesserung der Suizidprävention beitragen. Dabei scheint die Wahl der Suizidmethode (violent/nicht violent) mit unterschiedlichen neuropsychologischen und neuronalen Veränderungen assoziiert zu sein. Im Zuge der multizentrischen Studie „The choice of a violent suicidal means: a MRI study with computational modeling of decision-making“ wurden in dieser Teilstudie eine Patientengruppe aus 31 Personen nach einem Suizidversuch sowie deren Subgruppen (violenter/nicht violenter Suizidversuch) gegenüber einer gesunden Kontrollgruppe aus 25 Probanden untersucht. Neben der Analyse des Entscheidungsverhaltens mittels des Iowa Gambling Tasks erfolgte die Abbildung der funktionellen Ruhe-Konnektivität im entscheidungsrelevanten frontostriatalen und frontolimbischen Netzwerk in der resting state-funktionellen Magnetresonanztomografie. Die Studie wies Defizite im Entscheidungsverhalten bei Patienten mit Suizidversuch nach, die insbesondere mit der Wahl der Suizidmethode zusammenzuhängen scheinen. Patienten mit Suizidversuch waren außerdem durch Veränderungen in der funktionellen frontolimbischen Konnektivität gekennzeichnet, die sich auf neurokognitive Funktionen auswirken könnten
Akute psychische Belastung und Bedarf an psychologischer Nachsorge von Eltern pädiatrischer Intensivpatienten
In dieser Arbeit wurde die elterliche akute Belastung während des Aufenthalts ihres Kindes auf der Kinderintensivstation erfasst und der Zusammenhang zwischen dieser Belastung und bekannten Risikofaktoren untersucht. Außerdem wurde der subjektive Bedarf der Eltern an psychologischer Nachsorge erfasst und untersucht, inwiefern dieser Bedarf von der akuten Belastung beeinflusst wird. In dieser monozentrischen prospektiven Beobachtungsstudie wurden Eltern von Kindern mit einer Mindestaufenthaltsdauer von 48 Stunden auf der Kinderintensivstation des Universitätsklinikums Jena hinsichtlich ihrer psychischen Belastung und des Nachsorgebedarfs befragt. Die akuten Belastungssymptome und das Risiko für psychische Folgestörungen (posttraumatische Belastungsstörung und Depression) wurden mithilfe der Acute Stress Disorder Scale sowie der Posttraumatic Adjustment Scale erfasst. Es wurden 52 Kinder (46,1 % weiblich, Mdn 4 Jahre) und 77 Elternteile (60 % weiblich, Mdn 38 Jahre) eingeschlossen. 63 % der Eltern wiesen die Verdachtsdiagnose einer akuten Belastungsreaktion auf. Weiterhin wurde bei 42 % der Eltern ein Risiko für die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie bei 67,5 % das Risiko für die Entwicklung einer Depression festgestellt. 34 % der Eltern äußerten den Bedarf an psychologischer Nachsorge. Bei der Analyse von Zusammenhängen hatte nur das Vorhandensein invasiver Beatmung beim Kind einen signifikanten Einfluss auf das elterliche Risiko für die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung. Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass Eltern mit mehr akuten Belastungssymptomen signifikant häufiger den Bedarf an psychologischer Nachsorge äußerten. Der hohe Anteil an Eltern mit dem Verdacht auf eine akute Belastungsreaktion während der intensivmedizinischen Behandlung ihres Kindes lässt eine strukturierte psychologische Unterstützung der betroffenen Eltern sinnvoll erscheinen, um die Entwicklung langfristiger psychischer Folgen zu verhindern