Institut für Höhere Studien - Institute for Advanced Studies
IRIHS - Institutional Repository at IHSNot a member yet
6516 research outputs found
Sort by
The US–China Phase One trade deal: An economic analysis of the managed trade agreement
In light of the recent tit-for-tat trade dispute between China and the US, interest in quantifying the effects of the so-called Phase One agreement has risen. To this end, this paper quantifies the impact of the asymmetric managed trade agreement using such a multi-country open-economy dynamic general equilibrium model. Besides assessing the direct implications for China and the US, this paper analyzes trade diversion effects. The model-based analysis finds noticeable positive (negative) impacts of the agreement for the US (China) as well as negative spillover effects for countries not directly affected by the managed trade deal due to trade diversion. The impact of possible future trade agreements is also examined
Mut zu angemessener CO2-Bepreisung
Da die Schäden durch Treibhausgasemissionen (THG) keinen Marktpreis haben und nicht in die Kostenkalkulation von Unternehmen eingehen, liegt Marktversagen vor, das einen korrigierenden Eingriff des Staats erfordert. Hierfür stehen Ge- und Verbote oder marktwirtschaftliche Instrumente zur Verfügung. Mit marktwirtschaftlichen Instrumenten gemeint ist beispielsweise der Ansatz des europäischen Emissionshandelssystems (ETS), das THG mit einem Preis versieht, der in die Kostenkalkulation und letztlich den Marktpreis eingehen soll, um einen Anreiz zur Vermeidung der Emissionen zu setzen. Der ETS-Preis war allerdings lange Zeit niedrig, zudem wurde ein Großteil der Zertifikate gratis ausgegeben.
In der Literatur existiert eine Fülle von Schätzungen für eine kostendeckende CO2-Bepreisung, d.h. des Preises, der notwendig ist, um alle Kosten der Klimakrise zu internalisieren. Aufgrund der Komplexität des ökologischen Systems und wegen der Schwierigkeit, Kosten aufgrund von Naturkatastrophen den Emissionen zuzurechnen, ist die Bandbreite der Schätzungen allerdings sehr groß. Entscheidend ist aber die Lenkungswirkung. Der Preis muss also nicht vollständig die verursachten Schäden widerspiegeln, wenn die Dekarbonisierung von Gebäuden und Verkehr schon bei einem niedrigeren Preis attraktiv ist, weil es Alternativen gibt bzw. der Energiepreis selbst hoch ist.
Ein internationaler Vergleich zeigt, dass der in Österreich seit dem Jahr 2022 bestehende CO2-Preis von derzeit 32,5 Euro je Tonne aber eher niedrig ist. Zudem ist dieser Preis weit geringer als aktuelle Schätzungen von CO2-Preisen, die notwendig wären, um die Klimafolgekosten abzubilden oder die Dekarbonisierung effektiv voranzutreiben. Der Politik in Österreich kann also Mut zu einem ambitionierteren Emissionspreis angeraten werden. Dafür spricht auch, dass sich für Haushalte und Unternehmen, die vom ETS bisher ausgenommen sind, mit einem klaren und nachvollziehbaren Preissignal Investitionen in klimafreundliche Technologien lohnen können. Für Österreich wäre dies auch eine Chance, die technologische Entwicklung und Präsenz auf dem Weltmarkt zu stärken. Darüber hinaus hat Österreich in internationalen Verhandlungen eine umso bessere Position, je ambitionierter die eigenen Klimaschutzanstrengungen sind.
Gerade in Phasen hoher Inflation wird es Personengruppen geben, die durch einen höheren CO2-Preis in finanzielle Probleme geraten können. Diese besonders Betroffenen müssen selbstverständlich zielgerichtet unterstützt werden. Zudem sind verstärkte öffentliche Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien, von Übertragungsnetzen und nicht zuletzt in den öffentlichen Verkehr sowie Rad- und Fußwege notwendig
Rückblick auf die Podiumsdiskussion "Das IHS und die Professionalisierung der Sozialwissenschaften in Österreich"
Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums lud das IHS am 04.07.2023 zu einer hochrangigen Podiumsdiskussion mit ehemaligen Scholarinnen und Scholaren des IHS ein. Die Veranstaltung fand zugleich auch im Rahmen der Jahreskonferenz der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) statt. Ziel war es, die Wirkungen des Instituts im Hinblick auf das von 1965 bis 2015/16 laufende Postgraduierten-Programm des Instituts hinsichtlich seiner Bedeutung für die österreichische akademische Landschaft zu erläutern. Die Podiumsteilnehmer:innen bestanden aus Thomas König (IHS), Andreas Huber (IHS), Katharina Seifert-Prenn (Präsidentin des Alumni Verbandes des IHS), Christian Fleck (em. Univ.-Prof. der Universität Graz), sowie Alexander Bogner (Präsident der ÖGS)
Endbericht. Ursachenstudie zu Ambivalenzen und Skepsis in Österreich in Bezug auf Wissenschaft und Demokratie
What crisis are we in actually?
In our paper, we focus on influential crisis-discourses, which have recently emerged as a renaissance of the concept of Bildung. This gradual expansion has remained largely unnoticed in the academic adult education community, but the concept has become vital for diverse networks of adult education influencers and organisations in formulating their crisis solutions. Interpretations about European traditions of adult education and the philosophy of education, which the protagonists of the Bildung hype are effectively disseminating, are biased and selective rather than systematic and analytical. Therefore, we find it essential to explore this hype more deeply and reflect its meaning for adult education as an academic discipline, practice and policy. Adult education has always been highly contested as a field of practice and semi-professionalisation, as an academic discipline and as a complex policy field. The institutionalisation of adult education has been closely related to the political, social and economic formation of different types of welfare states. And adult education has become highly diverse and the most flexibly transforming field of education. We assume that the attraction of the Bildung hype in adult education indicates a more fundamental crisis of academic adult education because of its parasitic relationship to practice and policy and their subservient role in dominant social, economic and educational policies
Von der Hauptschule ins Palais. Das IHS und seine Standorte
Die Suche nach einer geeigneten Unterkunft gerät nicht nur für Privatpersonen oft zu einem schwierigen Unterfangen. Räumlichkeiten zu finden, die den Ansprüchen in punkto Lage, Größe, Erreichbarkeit, Allgemeinzustand und etwa auch Gemeinschafts- und Erholungsräumen entsprechen, kann auch für wissenschaftliche Institute zu einer immensen Herausforderung werden. Im besten Fall soll ein Standort dann auch für einige Jahrzehnte genutzt werden, da ein Umzug teuer und nur in den seltensten Fällen leicht zu bewerkstelligen ist. Die Geschichte des IHS ist geradezu ein Paradebeispiel dafür, welche Folgen die Wahl eines nicht ganz geeigneten Standorts haben kann
Videointerview zum Thema „Kinderarmut und Ausgrenzung“
„Armut ist nicht besonders gut für Demokratie“ meint Laura Wiesböck. Sie ist Soziologin und Forscherin am Institut für Höhere Studien. Die DemokratieWEBstatt hat mit ihr darüber gesprochen, wie es sein kann, dass Menschen in einem so reichen Land wie Österreich armutsgefährdet sind. Außerdem haben wir Laura Wiesböck gefragt, ob das beste Mittel gegen Armut mehr Geld ist. Die Forscherin erklärt auch, welchen Einfluss Kinderarmut auf die Zukunftschancen junger Erwachsener hat, und wie Armut vermieden werden kann
Strategies to Overcome Collaborative Innovation Barriers: The Role of Training to Foster Skills to Navigate Quadruple Helix Innovations
Quadruple Helix Collaborations (QHCs) is a cooperation model in which industry, government, academia, and the public interact to innovate. This paper analyses the impact of a training intervention to provide specific knowledge, skills, and attitudes to deal with barriers commonly found in the progress of QHCs. We designed, implemented, and evaluated three training programs in Austrian, Colombian, Danish, and Spanish institutions. We analysed trainees’ (n = 66) and trainers’ (n = 9) perceptions to identify the competencies acquired with the intervention and the approach’s limitations. We used online questionnaires (35 trainees; 9 trainers), semi-structured interviews (10 trainees), and a focus group (6 trainers). Trainees answered positively regarding their self-perception about the impact of the course and highlighted the acquisition of inspiration for their practice (score 4.1 out of 5.0) and knowledge (3.7). In contrast, they perceived that a deeper interaction with other participants (2.7) was challenging. After the courses, 74% of respondents indicated that they know more about how QHCs work in practice, and 86% about collaboration or engagement methods. Moreover, participants plan to be more sensitive towards setting common goals (71%) and power imbalances (63%). Trainers’ perceptions align with those expressed by participants, except that they considered that the interaction amongst participants during the course was higher. Qualitative analysis of interviews with participants and the focus group with trainers provides more detail about the strengths and weaknesses of the intervention. Our study shows that the collaborative design and implementation of training impact the participant’s learning competencies, with potential implications in their medium- to long-term practice