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The Key Horizontal Principles in the Evaluation Practice: From Necessity to Culture
The promotion of evaluations that are sensitive to cross-cutting issues in the national evaluation communities such as equity, gender equality and social justice and on the shared principles of partnership, innovation, inclusivity, democracy, human rights and sustainable development is a fundamental approach not only to establish the need and the basis for developing credible and quality evaluations, but above all to consolidate an evaluation culture that is respectful of all its stakeholders, “leaving no one behind”, and applicable to each particular cultural and political context. The chapter discusses the role of Voluntary Organizations for Professional Evaluation (VOPEs) in establishing a culture which considers horizontal principles as cross-cutting issues
The formal employment of family caregivers: reinforcing the familialisation of long-term care responsibilities?
The formal employment of family caregivers represents a rather uncommon form of organising long-term care but exists in diverse welfare states. Against this background, we examine how family carers experience a formalisation of previously unpaid care by drawing on two Austrian employment programmes and discuss their larger implications with regard to the (de)familialisation of long-term care responsibilities. Depending on the welfare state context, employment models might either provide freedom of choice with regard to the preferred care arrangement and strengthen a right to care or contribute to the enforcement of family care and thereby reinforce pressures on caregiving relatives
Equal waiting times for all? Empirical evidence for elective surgeries in the Austrian public healthcare system
Objectives
This study analyses waiting times for elective surgeries and potential determinants, including supplementary private health insurance, visits in the operating physician's private practice and informal payments for faster treatment.
Study design
Retrospective patient questionnaire survey.
Methods
The survey was conducted in eleven Austrian rehabilitation centres in 2019. Data was analysed based on bivariate tests (n = 400) and a multivariate negative-binomial regression model (n = 310) with institution- and patient-related characteristics as independent variables.
Results
Median waiting times were 8.9 weeks (IQR: 4.5–18.0) for hip replacement and 8.4 weeks (IQR: 5.0–20.0) for knee replacement surgery. 10.9% of the patients reported having received an offer to shorten their waiting time through a visit in the operating physician's private practice before the surgery or through an informal payment directly to the operating physician. Surgery in private for-profit hospitals, supplementary private health insurance and severe pain were associated with shorter waiting times.
Conclusions
While waiting times for elective surgeries in Austria are below international levels, shorter waits for patients with private health insurance and offers to reduce waiting times through informal payments point to equitable access concerns in a public healthcare system
Dynamik der Löhne nach Qualifikation und Beruf 2010-2021. Regionale Analysen zum Matching zwischen Qualifikationsangebot und -nachfrage
Die vorliegende Studie analysiert die Lohnentwicklung der Qualifikationen und Berufe am österreichischen Arbeitsmarkt im Zeitverlauf zwischen 2010-2021. Ausgangspunkt der Studie ist die Erstellung eines Klassifikationssystems von berufsfachlichen Qualifikationen durch die Kombination der formalen Bildungsabschlüsse mit den Fachrichtungen dieser Abschlüsse (ISCED Bildungs- und Ausbildungsfelder). Auf Basis von Register- und Administrativdaten ist es möglich, eine detaillierte Klassifikation bestehend aus spezifischen Qualifikationen (z.B. Lehrabschluss in Maschinenbau und Metallverarbeitung oder Universitätsabschluss in Humanmedizin) zu erstellen. Insgesamt werden 58 verschiedene berufliche Qualifikationen unterschieden, die im Hinblick auf die Entwicklung ihres Angebots und ihrer Nachfrage am Arbeitsmarkt im Zeitverlauf analysiert werden.
Im ersten Modul wird die Entwicklung des Angebots dieser Qualifikationen gegliedert nach Arbeitsmarktbezirken, Geschlecht, Altersgruppen, Herkunft und Aktivität bzw. Inaktivität am Arbeitsmarkt analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des Untersuchungszeitraumes das formale Bildungsniveau der Erwerbsbevölkerung insgesamt zugenommen hat. Während vor allem das Arbeitsmarktangebot an Personen mit Hochschul-, BHS- und AHS-Abschluss gestiegen ist, ist die Anzahl an Personen mit maximal Pflichtschul-, Lehr- und BMS-Abschluss gesunken bzw. unverändert geblieben. Besonders hoch war der Anstieg auf Hochschulebene in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Informatik. Auch die BHS-Ausbildungen im Bereich Dienstleistungen und Baugewerbe sind im Zeitverlauf stark gewachsen. Dieses vermehrte Angebot traf allerdings nicht für alle Qualifikationen auf eine entsprechend starke Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Ein Indikator hierfür stellt die Arbeitslosenquote dar, welche etwa für Personen mit AHS-Matura und Absolvent:innen einiger Hochschulausbildungen (z.B. Geisteswissenschaften) überdurchschnittlich stark gestiegen ist. Im Gegensatz dazu deutet die, trotz des erhöhten Angebotes, rückläufige Arbeitslosenquote für Personen mit Hochschulabschluss im Bereich Informatik auf eine hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt hin. Zurückgegangen ist das Arbeitsmarktangebot an Qualifikationen für die Lehre im Bereich Herstellung von Textilien und Kleidung sowie für die Akademie- und BMS-Ausbildung im Bereich Pädagogik. Regional betrachtet stieg das Arbeitsmarktangebot am stärksten in den Bundesländern Wien, Oberösterreich und Tirol, am schwächsten in Kärnten und im Burgenland.
Im zweiten Modul wird die (regionale) Lohnentwicklung als Indikator für die Nachfrage nach den ausgearbeiteten Qualifikationen im Zeitverlauf von 2010 bis 2021 analysiert. Dies erfolgt einerseits durch die Analyse der aggregierten Lohnsumme sowie durch die Schätzung monetärer Erträge dieser detaillierten Qualifikationen auf Basis erweiterter Modelle zu Bildungserträgen auf individueller Ebene. In der Zusammenschau verdeutlichen die Ergebnisse, dass sich die Bildungsrenditen insbesondere für Hochschulabschlüsse im Zeitverlauf von einem hohen Niveau aus leicht reduziert haben. Eine positive Lohnentwicklung konnten unselbständig Beschäftigte mit Lehrausbildung verzeichnen, was auf eine Verknappung durch das rückläufige Arbeitskräfteangebot im Zeitverlauf hindeutet. Insgesamt lassen die Ergebnisse erkennen, dass technische Fachrichtungen im Beobachtungszeitraum tendenziell ein höheres Lohnwachstum verzeichnen, während Beschäftigte mit AHS-Ausbildung und Qualifikationen im kaufmännischen Bereich im Durchschnitt eine schwächere Lohnentwicklung aufweisen. Weiters sind die Löhne für Personen mit maximal Pflichtschulabschluss von einem niedrigen Niveau aus überdurchschnittlich stark gestiegen. Das spiegelt die stärkere Erhöhung der Entlohnung von Geringverdiener:innen in den Kollektivvertragsabschlüssen wider. Das insgesamt stärkere Lohnwachstum für Frauen im Vergleich zu Männern hat im Laufe der Zeit dazu beigetragen, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Bezahlung leicht zu reduzieren. Regional betrachtet war das Lohnwachstum in Vorarlberg, der Steiermark und Oberösterreich kräftiger als in anderen Regionen. Dieser überdurchschnittliche Anstieg des Lohneinkommens könnte auf eine erhöhte Nachfrage und dadurch bedingte Ausgleichsmechanismen des Marktes hindeuten.
Analog zu Modul 2 werden im Zuge von Modul 3 ähnliche Modelle auch auf die Berufsgruppen angewendet. Damit werden regional disaggregierte Lohnprofile dieser Berufsgruppen erstellt, die einen um wichtige Hintergrundmerkmale wie Alter und Geschlecht bereinigten Arbeitspreis einer Berufsgruppe im Zeitverlauf wiedergeben. Zu den Berufen mit den höchsten Lohneinkommen zählen die akademischen Berufe im Bereich Gesundheit (z.B. Ärzt:innen), Informationstechnologie und Ingenieurwesen sowie Führungskräfte im kaufmännischen Bereich. Am niedrigsten ist das Lohneinkommen für Hilfsarbeitskräfte sowie für Dienstleistungsberufe insbesondere im personenbezogenen Bereich (z.B. Friseur:innen, Kellner:innen oder Köch:innen). Betrachtet man die berufsgruppenspezifische Lohnentwicklung im Zeitverlauf von 2010 bis 2021 zeigt sich, dass Berufe im technisch/handwerklichen Bereich (z.B. Maschinenbediener:innen, Montageberufe, Mechaniker:innen, Elektriker:innen) insbesondere in den industriell geprägten Regionen Ober- und Niederösterreichs sowie Berufe im Gesundheitsbereich (vor allem Assistenzberufe wie Krankenpflegefachkräfte) von einem vergleichsweise hohem Lohnwachstum profitieren konnten. Weniger kräftig verlief die Lohnentwicklung für Führungskräfte, Bürokräfte mit Kundenkontakt (z.B. Schalterbedienstete oder Telefonist:innen) sowie Betriebswirt:innen
Sportliche Aktivitäten von Studierenden 2023. Sonderauswertung der Studierenden-Sozialerhebung 2023
Unterschiede bei der Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im österreichischen Bildungssystem: Erkenntnisse auf Basis von Administrativdaten
Dieser Beitrag hat zum Gegenstand, das Thema der Integration auf Grundlage einer neuartigen Datenbasis empirisch zu beleuchten und die Frage zu stellen, welche soziodemographischen, regionalen und SPF-bezogenen Variablen (z.B. Art der Beeinträchtigung) die Chance beeinflussen, integriert unterrichtet zu werden. Es steht dafür ein (Administrativ-)-Datensatz zur Verfügung, der 26.000 Schüler:innen mit SPF (aus mehreren Schuleintrittskohorten) umfasst und erstmals für Österreich die Berechnung von Regressionsmodellen zur angeführten Fragestellung erlaubt. Der Datensatz ist im Rahmen des Projekts „Evaluierung der Vergabepraxis des sonderpädagogischen Förderbedarfs (SPF) in Österreich“ (https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/bef/sb/spf_eval.html) erhoben worden.
Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede bei der Integration abhängig von soziodemographischen Merkmalen aber auch erhebliche regionale Unterschiede sowie Unterschiede in Abhängigkeit von der Art der Beeinträchtigung
Winter-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2024–2026. Strukturprobleme bremsen wirtschaftliche Erholung
The Contribution of Basic Research Projects Funded by the Austrian Science Fund to Economic and Societal Impacts
The Austrian Science Fund (FWF) is the main funder of basic research projects in Austria, selecting projects purely based on their scientific quality, rather than any impacts outside academia. Nevertheless, usually such impacts arise from basic research over time, even if unintended. This study combines various methodological approaches to illustrate the wide range of economic and societal impacts FWF-funded research projects contributed to. A survey among principal investigators combined with FWF's own database, bibliometric analysis of publications and patents, case studies as well as economic modelling and estimations lead to a detailed picture of the type and quantity of impacts outside academia
First-in-Family students’ roots and routes into higher education: Familial dynamics as drivers for breaking intergenerational cycles of educational attainment
This study fills significant gaps in knowledge around how familial dynamics shape First-in-Family students’ educational pathways, inform how they engage with the higher education setting, and drive them to break intergenerational cycles of educational attainment. Twenty-seven interviews with First-in-Family students in four public universities in Austria revealed three drivers: aligning with familial expectations, leaving one’s social milieu and emancipation from familial orientations. The paper argues that these drivers inform not only the why but also the how they organise their social contacts during their university education (e.g. different forms of engagement and connection to their family milieu and community outside of university). The findings suggest that we need to take these subjective dimensions into account if we aim to improve targeted support and to enhance the quality of learning experiences for all higher education students. Furthermore, we need to acknowledge that a growing diversity in the student population might also mean a greater diversity in the reasons to pursue a higher education, which should be accompanied with critical reflections on how the needs of these students can be met in the post-pandemic university to foster student retention and success