Hochschulschriftenserver der PH Ludwigsburg
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Vorlesungsverzeichnis PHL SoSe 2024
Verzeichnis der Veranstaltungen im Sommersemester 2024 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Anatol Knoteks Zeichen unserer Zeit im wahrnehmungsorientierten Literaturunterricht
Im Sinne einer prozessorientierten Literaturdidaktik soll im Grenzbereich von Bild und Text das Werk Anatol Knoteks zum Anlass für wahrnehmungsschulende, verweilende Betrachtung genutzt werden. Knotek bewegt sich als Künstler und visueller Poet in dem, lange Zeit literaturdidaktisch unterschätzten multimodalen, gleichwohl semiotisch zugänglichen Bereich von Textobjekten, Textbildern sowie konkreter Poesie und nutzt auch Animationen, die er via Internet präsentiert
Philosophische Bildung in der mediatisierten Welt
In dieser Arbeit wird die Fachdidaktik Philosophie und Ethik mit der erziehungswissenschaftlichen Bildungstheorie und der Medienpädagogik verbunden.
Dadurch kann dargestellt werden, wie über den Einsatz von Medien in philosophisch-ethischen Bildungsprozessen nachgedacht werden sollte. Es wird begründet, wieso in der fachdidaktischen „Epoche der Medienbewusstheit“ (Rath 2014a: 27), in Anlehnung an ein Zitat von Christa Runtenberg (2016: 16), beim Nachdenken über die Ausgestaltung philosophisch-ethischer Bildungsprozesse, folgende Überlegung leitend sein muss:
Alle, die Philosophie vermitteln, entscheiden sich entweder ganz bewusst oder unbewusst für die mediale Ausgestaltung dieses Prozesses, da sie sich, sobald sie in eine Lehr- bzw. Lernsituation eintreten, mediendidaktisch verhalten. Wer dies nicht auf der Basis reflektierter Entscheidungen tut, verhält sich implizit mediendidaktisch, eine Variante, die aus reflektiert-didaktischer Sicht kritisiert werden muss.
Darauf aufbauend wird gezeigt, welche Schlüsse bezogen auf die Nutzung digitaler Medien in philosophisch-ethischen Bildungsprozessen in Schule und Hochschule zu ziehen sind und wie und wieso diese in selbigen genutzt werden sollten
Vorlesungsverzeichnis PHL WiSe 2023/2024
Verzeichnis der Veranstaltungen im Wintersemester 2023/2024 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
ExpeditioN Natur - Leitfaden mit Arbeitsmaterialien zur Gestaltung digitaler Themen-Rallyes für den Lernort Natur
Dieser Leitfaden unterstützt Sie dabei, didaktisch hochwertige digitale Themen-Rallyes für Lernorte in der Natur mit der App Actionbound selbst zu gestalten.
Wir verstehen diesen Leitfaden als Arbeitsbuch, weshalb er aus aufeinander aufbauenden Level besteht. Anfänger:innen werden Schritt für Schritt zur
Entwicklung eines sogenannten „Bounds“ befähigt, Fortgeschrittenen ermöglicht er eine individuelle und bereichsspezifische Professionalisierung.
Dazu werden über die technischen Grundlagen von Actionbound hinaus auch die Themenfindung, die didaktische Aufgabengestaltung, der Einbezug von Gamification- und Storytelling-Elementen sowie die Nutzung von Switches vorgestellt. Auch gerne vernachlässigte Aspekte wie Qualitätscheck, Feedback und Evaluation werden adressiert. Zudem stellen der Leitfaden und die dazugehörige Website
(https://expedition-bne.de/leitfaden/)
konkrete Hilfestellungen und ausfüllbare Arbeitsmaterialien bereit.
Entstanden ist diese Veröffentlichung im Rahmen des Kooperationsprojekts „ExpeditioN Natur“ zwischen der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. In diesem Naturpark finden sich zahlreiche Bounds, die Ihnen neben der Lektüre dieses Leitfadens auch als Inspiration vor Ort dienen können
Jahresbericht des Rektorats 2023/2024
Jahresbericht der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg für den Berichtszeitraum 01.10.2023-30.09.2024
Psychomotorik und schulische Inklusion. Professionsentwicklung im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen - am Beisp8iel der Grafomotorik
Psychomotoriktherapie ist in der Schweiz neben Logopädie und Schulischer Heilpädagogik ein Grundangebot der Volksschule (EDK, 2007; Sägesser Wyss & Gasser-Haas, 2021) und kommt vorwiegend Kindern in Kindergarten und Grundstufe zugute. Meistens besuchen Kinder die Therapie aufgrund einer Diagnose individuell oder in Kleingruppen ausserhalb des Schulzimmers für eine Stunde pro Woche (Vetter et al., 2009). Obwohl sich die gesamte Sonder- und Heilpädagogik seit der Ratifizierung der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO 2006)stark mit der Entwicklung inklusiver Schulen beschäftigte und den Unterricht inklusiv weiterentwickelte, blieb die therapeutische-separative Arbeitsweise der Psychomotoriktherapie lange unverändert (Vetter, 2009). Dies hatte zur Folge, dass die fachspezifischen Kompetenzen der Psychomotoriktherapeut:innen zwar den Kindern in der Therapie zugutekamen, nicht aber in die inklusive Schulentwicklung und damit in den Alltag aller Kinder einflossen.
Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die Psychomotoriktherapie als Profession am Beispiel der Grafomotorik die aktuellen gesellschafts- und bildungspolitischen Forderungen nach einer inklusiven Schule erfolgreich aufnehmen und einen bedeutsamen Beitrag zur Verwirklichung einer Schule für alle Kinder leisten kann. Damit verbunden ist eine Neuausrichtung Professioneller auf die Arbeit in unterschiedlichen, wenn möglich und sinnvoll inklusiven Settings. Während sie bislang überwiegend mit einzelnen Kindern ausserhalb des Klassenzimmers arbeiteten, unterrichten sie nun zeitweise gemeinsam mit den Klassenlehrkräften ganze Klassen. Anhand eines eigens entwickelten Mehrebenenmodells der Professionsentwicklung wurden Einflüsse definiert, welche den Rahmen bilden, in welchem sich die Profession sowie die Ausbildung Professioneller (neu) ausrichten und weiterentwickeln können. Das Modell veranschaulicht beispielsweise, wie die gesellschaftliche Veränderung hin zur Inklusion von der bis anhin therapeutisch-separativ arbeitenden Psychomotoriktherapie aufgenommen werden kann.
Im Rahmen der dieser Dissertation zugrunde liegenden drei Forschungsprojekte wurden mit vielfältigen forschungsmethodischen Zugängen Instrumente, Konzepte und Materialien entwickelt, welche Psychomotoriktherapeut:innen darin unterstützen, den Fachbereich konkret in die Schulentwicklungsprozesse an der eigenen Schule einzubringen.
So wurde in den Projekten GRAFOS und GRAFOS-2 ein diagnostisches Instrument für das Erkennen von Kindern mit grafomotorischen Schwierigkeiten entwickelt, das eine objektive, valide und reliable Diagnostik unterstützt und gleichzeitig den Anforderungen der inklusiven Schule gerecht wird. Ferner erlaubt das Instrument das grobe Einordnen der grafomotorischen Kompetenzen und eine Differenzialdiagnostik für Kinder mit Schwierigkeiten als Basis für die
Entwicklung von Förderangeboten. Mit der Weiterentwicklung GRAFOS-2 kann das Instrument nun auch in der Verlaufsdiagnostik sinnvoll eingesetzt werden.
Das für die Entwicklung eines inklusiven Unterrichts in Grafomotorik und Handschrifterwerb neu entwickelte GRAFINK-Rahmenkonzept legt dar, wie das fachspezifische Wissen aus der Psychomotorik in Bezug auf die Unterstützung von Kindern mit grafomotorischen Schwierigkeiten mit dem fachdidaktischen Wissen der Lehrkräfte und einer inklusiven Didaktik verbunden werden kann. Im Rahmen des Projekts GRAFINK konnten Materialien entwickelt werden, die den Unterricht mit heterogenen Klassen unterstützen. Ferner wird mit dem Instrument ein didaktisches Konzept für den inklusiven Handschriftunterricht eingeführt. Ferner werden ausgehend vom Modell der unterschiedlichen Zusammenarbeitsebenen (Wocken, 1988) anhand von Empfehlungen für die multiprofessionelle Zusammenarbeit wichtige Aspekte für das Gelingen von Kooperationen beleuchtet. Im Rahmen des dritten Projekts (grafset) wurde zudem untersucht, wie sich unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Psychomotoriktherapeut:innen (therapeutisch-separativ, integrativ, inklusiv) hinsichtlich der multiprofessionellen Zusammenarbeit auf den Ebenen nach Wocken (1988) auswirken. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen einen Vorteil für inklusive Settings. In diesen wurde die Zusammenarbeit am positivsten beurteilt.
Insgesamt kann mit der vorliegenden Arbeit aufgezeigt werden, dass die entwickelten Instrumente, Konzepte und Materialien die Weiterentwicklung der Profession Psychomotoriktherapie konkret unterstützen und einen Weg aufzeigen können, wie das fachspezifische Wissen aus der Psychomotoriktherapie in den Unterricht und die multiprofessionelle Zusammenarbeit einfliessen kann. Durch den Einbezug dieses bisher mit dem schulischen Unterricht nicht vernetzten Fachwissens wird ein inklusiver Prozess angestossen, der idealerweise in umfassende Schulentwicklungsprojekte einfliesst. Das ist insofern insbesondere für Kinder mit grafomotorischen Schwierigkeiten bedeutsam, als die Unterstützung auf diesem Weg direkt in den täglichen Unterricht einfliesst und durch die multiprofessionelle Zusammenarbeit laufend angepasst werden kann. Zudem profitieren auch die anderen Kinder von fachspezifischen Wissen der Psychomotoriktherapeut:in. Damit Kinder mit besonderem Bildungsbedarf vom inklusiven Unterricht wirklich profitieren können, ist der Einbezug von spezifischem Fachwissen in Unterricht und Schulentwicklung unumgänglich
To trust or not to trust in the thrall of the COVID-19 pandemic: Conspiracy endorsement and the role of adverse childhood experiences, epistemic trust, and personality functioning
Conspiracy endorsement is a public health challenge for the successful containment of the COVID-19 pandemic. While usually considered a societal phenomenon, little is known about the equally important developmental backdrops and personality characteristics like mistrust that render an individual prone to conspiracy endorsement. There is a growing body of evidence implying a detrimental role of adverse childhood experiences (ACEs) – a highly prevalent developmental burden – in the development of epistemic trust and personality functioning. This study aimed to investigate the association between ACEs and conspiracy endorsement in the general population, specifically questioning a mediating role of epistemic trust and personality functioning
Science and Heritage Language Integrated Learning (SHLIL): Evidence of the effectiveness of an innovative science outreach program for migrant students
Migrant students tend to underperform in Science, Technology, Engineering, and Mathematics (STEM) subjects and are less likely to pursue higher education in STEM when compared with their nonmigrant peers. Given the substantial increase in migration, this disparity has been a central concern in science education in many European countries. The purpose of this study was to investigate the effectiveness of an innovative science outreach program that brings together migrant students and STEM professionals with the same linguistic and cultural backgrounds. The program consists of one-off workshops that follow an inquiry-based approach and include hands-on activities and science communication in the students' heritage language. Using surveys with adapted scales and open-ended questions, we applied a randomized block design with waitlist control groups and repeated measures. Eighty-three Portuguese-speaking migrant students aged 6–17 years participated in the workshops in Germany and the United Kingdom. Results indicate that both the students and STEM professionals evaluated the program positively and that students who participated in the workshops tended to demonstrate an increase in their attainment value for science and an increase in their self-concept of ability for the heritage language 4 weeks after the intervention when compared with students in the control condition. These effects were particularly pronounced for students with low prior motivation to study science or speak the heritage language. Our results thus show that it is possible to foster migrant students' attainment value for science and increase their self-concept of ability regarding the heritage language through a brief science outreach intervention
Enhancing higher entrepreneurship education: Insights from practitioners for curriculum improvement
Curricula for higher entrepreneurship education should meet the requirements of both a solid theoretical foundation and a practical orientation. When these curricula are designed by education specialists, entrepreneurs are usually not consulted. To explore practitioners’ curricular recommendations, we conducted 73 semi-structured interviews with entrepreneurs with at least five years of professional experience. We collected 49 items for teaching and learning objectives, 37 for contents, 28 for teaching methods, and 17 for assessment methods. The respondents are convinced that students should acquire solid knowledge in business and management, legal issues, and entrepreneurship. For the latter, only some core aspects are provided. The entrepreneurs put greater emphasis on entrepreneurial skills and attitudes and consider experiential learning designs as most suitable, both in the secure setting of the classroom and in real life. The findings can help reflect on current entrepreneurship curriculum designs