Academy of Media Arts Cologne

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    Metaphysische Maschinen

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    Heiko Schmid beschäftigt sich mit so unterschiedlichen und gleichzeitig faszinierenden Phänomenen wie der populären Astronomie, der Künstlerbewegung der Futuristen, dem Science-Fiction-Genre, den Entstehungszusammenhängen der Raketentechnologien und dem Theorem der vierten Dimension. All diese vielfältigen Themenfelder verbindet er hierbei mit einer Annäherung an das Konzept der Maschine. Das zentrale Anliegen der Studie ist es, den Maschinenbegriff kultur- und kunsthistorisch in einen komplexen Rahmen technoimaginativer Entwicklungen einzubetten

    Elend und Euphorie

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    Mit Beiträgen von: Hans Ulrich Reck, Julia Scher, Matthias Müller, Dietrich Leder, Marc Pfaff, Joscha Steffens, Konstantin Butz, Georg Trogemann, Gabriele Gramelsberger, Anneka Metzger, Andreas Henric

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 08

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    VL 8: 9. 12. 2013 Wegen eines technischen Defekts ist eine Ton-Aufnahme leider nicht zustandegekommen. Die Aufzeichnung der Vorlesung fehlt. Universum der Tatsachen – Neorealismus, Roberto Rossellini, André Bazin Die achte Vorlesung, dargeboten durch Dietrich Leder, widmet sich anhand des Films 'Paisà' den Ansprüchen des Neo-Realismus von Roberto Rossellini. Der italienische Neorealismus – nach der Befreiung vom Faschismus ab 1944 durch Regisseure wie Roberto Rossellini – produzierte Filme, die nicht im Studio entstanden, sondern die ihre Geschichten on location entfalteten und zugleich moderne literarische Mittel wie die Ellipse nutzten. Entdeckt und propagiert vor allem von André Bazin, der den Kanon für die Regisseure der Nouvelle Vague diktiert. Primärmaterial: Roberto Rosselini: Paisà. Kino!lm (1946). (134 Min.) Sekundärliteratur: André Bazin: Der kinematographische Realismus und die italienische Schule der Befreiung. In: Ders.: Was ist Kino? Bausteine zur Theorie des Films. Köln 1975. S. 130 ff. Maurice Merleau-Ponty: Das Kino und die neue Psychologie (1946). In Ders. Das Auge und der Geist. Philosophische Essays, Hamburg 2003. S. 29 ff

    Theorien zum Ornament

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    In dieser Vorlesung geht es erneut und erweitert um die Thematik und die Theorie des Ornaments, wobei Hans Ulrich Reck auf dessen Einflüsse im Westen eingeht, die in ihrer Reichhaltigkeit häufig, ja sogar systematisch unterschätzt werden. Es werden Exkurse zu Frank Stella und Bridget Riley vorgetragen sowie ein Vergleich von Piet Mondrian mit einem islamischen Gemälde aus dem 15. Jahrhundert angestellt, anhand dessen die kunstgeschichtlich normalerweise verzerrt und begrifflich ignorant gehandhabte Problematik von Figuration und Abstraktion sachlich angemessen diskutiert werden kann. Rekapitulierend wird auf Rom Bezug genommen, wobei am Beispiel eines Obelisken (Piazza Colonna und Montecitorio) und eines Deckenfreskos (von Andrea Pozzo) Bild und Ornament als äquivalente Prägungsformen thematisiert werden. Mit Blick auf eine „Kalligraphie der Natur“ geht Reck auf verschiedene Künstler ein, vorrangig Leonardo da Vinci, Jackson Pollock und Max Ernst. Im Anschluss daran werden die an diesen Künstlerin gewonnen spezifischen Hinsichten auf Bildgebungsformen am Beispiel der Alhambra in Granada vertieft und als Beitrag zu einem spezifischen Orientalismus im 19. Jahrhundert gewürdigt. Reck spricht außerdem über die Marokko-Reise von Henri Matisse sowie die Tunis-Reise von August Macke und Paul Klee – allesamt prototypische Reisebewegungen im Aufbruch zu anderen Kontinenten und regenerativ gewonnen fremdkulturellen Formeinflüssen um 1910. - Audiolectures 04,10

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 04

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    VL 4: 11. 11. 2013 Die gemodelte Realität – Lumière In der vierten Vorlesung führt uns Dietrich Leder ein in den Maschinenraum der Gebrüder Lumières und das Reich der frühen Kinematographie. Die „vues“ der Firma Lumière (ab 1896), die scheinbar absichtslos Großstadtszenerien mit ihren unterschiedlichsten Bewegungsformen abbildeten, enthalten fast alle deutlich sichtbar Spuren des Eingriffs, des In-Szene-Setzens, des Inszenieren. Sie demonstrierten darüber hinaus vor allem die Fähigkeit der Apparatur, tendenziell überall Bewegungsbilder aufzunehmen und überall wiederzugeben, womit sich das Prinzip der Firma Lumière gegen andere Er"ndungen und Patente durchsetzte. Primärmaterial: Aufnahmen der Fa. Lumière in Köln sowie „L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat“ und „La Sortie de l’Usine Lumière à Lyon“. Sekundärliteratur: Tom Gunning: Vor dem Dokumentar!lm. Frühe non-!ction-Filme und die Ästhetik der „Ansicht“. In: Kintop 4. Jahrbuch zur Erforschung des frühen Films. Basel 1995. S. 111 ff. Martin Loiperdinger: Lumières "Ankunft des Zugs" - Gründungsmythos eines neuen Mediums. In: Kintop 5. Jahrbuch zur Erforschung des frühen Films. Basel 1996. S. 37 ff

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 06

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    VL 6: 25. 11. 2013 Weltbilder zwischen Allegorie und Realismus vom späten Mittelalter über die Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert In der sechsten Vorlesung erörtert Hans Ulrich Reck, auf dem Hintergrund der rekapitulierten Montage-Strategien des 20. Jahrhunderts, die Bildform und visuellen Verfahren der Allegorie, wie sie insbesondere von Giotto (um 1300) bis zur Hochrenaissance eine bedeutende Ausprägung erfahren haben. Die kon!iktreiche Auseinandersetzung zwischen Realismus und Sinnbild, zwischen realistischen und symbolischen, bezw. allegorischen Bildtechniken wird auf dieser prägenden Hintergrundsfolie in den weiteren wichtigen Etappen bis ins 20. Jahrhundert hinein verfolgt. Die behandelten Künstler sind: Giotto, Domenico Ghirlandajo, Andrea Mantegna, Sandro Botticelli, Piero della Francesca, Albrecht Dürer, Giorgione, Tizian, Giovanni Battista Piranesi, Étienne-Louis Boullée, Francisco de Goya, Gustave Courbet, Impressionismus, Kubismus, Klee, Mondrian. Texte: – Klaus Herding, Mimesis und Innovation, Überlegungen zum Begriff des Realismus in der bildenden Kunst, in: Klaus Oehler (Hrsg.), Zeichen und Realität, Bd. 1, Tübingen 1984, S. 83 ff. – George Grosz/ John Heart"eld, Der Kunstlump, in (z. Bsp.): Wolfgang Asholt (Hrsg.), Manifeste und Proklamationen der europäischen Avantgarde (1909-1938), Stuttgart u. a. 2005, S. 203 f

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 02

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    VL 2: 28. 10. 2013 Das Reale der Bilder: Bildtheorie, Bilderverbot, Bilderkrieg In der zweiten Vorlesung skizziert Hans Ulrich Reck die theoretische und historischen Dispositive, die zum Topos des Kampfes um Bilder gehört und erörtert die historische und systematische Exponierung des Themas. Text: Bazon Brock, Der byzantinische Bilderkrieg, in: Martin Warnke (Hrsg.), Bildersturm, München 1973. In der zweiten H#älfte, ab ca. 16:15. wird der Film von Luis Buñuel 'Las Hurdes' (1932) gezeigt, zu welchem Dietrich Leder ein- und hinführt

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 09

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    VL 9: 16. 12. 2013 Jean-Luc Godard, Agnès Varda ('Les glaneurs et la glaneuse', mitsamt 'Deux ans après) und das Autorenkino In der neunten Vorlesung widmet sich Hans Ulrich Reck dem !lmischen Werk von Godard einerseits, Varda andererseits. Das kann nur in exemplarischen Annäherungen, Auswahl, Fragmenten geschehen. Verschiedene Formen der ästhetischen Re"exion werden miteinander verglichen und abgewogen: Agnès Varda mit ihrem direkten Recherche-Film 'Die Sammler und die Sammlerin' sowie den autobiographischen, kinematographischen Re"ektionen in 'Les Plages d'Agnès', Godard mit seinen historischen und metahistorischen, strukturalen und bildphilosophischen Auseinandersetzungen mit den Geschichten des Kinos, 'Histoire(s) du Cinéma'. Entsprechend ausgewählte Auszüge aus Filmen der Autorin, des Autors,werden kommentiert. Texte: – Jean-Luc Godard, Verteidigung und Darlegung der klassischen Einstellungsfolge (1952), in: Godard/ Kritiker. Ausgewählte Kritiken und Aufsätze über Film (1950-1970), München: Hanser 1971, S. 21-28. – Jean-Luc Godard, Einführung in die wahre Geschichte des Kinos, Frankfurt a. M.: Fischet TB 1985 (daraus: 'Erste Reise. Ich bereite vor', S. 15-58; sowie darin zu Buñuel, S. 148-158)

    Filmabend: "Taqwacore"

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    Zusätzlich zum Vorlesungszyklus WestOstOstWest wird hier der Film »Taqwacore: The Birth of Punk Islam« von Omar Majeed präsentiert. Einführend und anschließend sprechen Hans Ulrich Reck und Farzanefar, der Journalist und exzellenter Kenner der iranischen Filmszene ist und der diesen Film als Element einer vierteiligen Reihe zu Subkulturen in der islamischen Welt ausgewählt hat. Inhaltsangabe von Amin Farzanefar: Michael Muhammad Knights Kultroman »The Taqwacores« (2003) über eine fiktive amerikanische Islam-Punk-Szene führte zur Formierung echter Bands wie »Vote Hezbollah«. Omar Majeed porträtiert diese Hybrid-Subkultur mit einem eigenen Islamverständnis – und Songs wie »Muhammad was a Punkrocker« – und begleitet Knight und die Band »Komina« nach Pakistan, wo sie den Punk einführen wollen. - Audiolectures 04,14

    Wirklich wahre Wirklichkeit VL 07

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    VL 7: 2. 12. 2013 Das Reale und das Phantastische – Thomas Pynchon, David Foster Wallace In der ersten Hälfte der siebten Vorlesung fasst Hans Ulrich Reck die Realismusdebatte zusammen, wie sie über die Jahrhunderte in stetig wechselnden Akzentuierungen eines Streits zwischen Naturalismus und Symbolismus abgehandelt worden ist. An den Beispielen von Picassos 'Guernica- Bild und Gemälden von René Magritte entfaltet Reck die Bedingungen und Wirkungen der Debatte in prototypischer Hinsicht einer akzentuierten Kunst der Moderne und damit auch eines systematischen Anspruchs an Gegenwärtigkeit der Malerei. Im Anschluss daran skizziert und erörtert Dietrich Leder die für das Semesterthema zentrale Bedeutung einer Literatur jenseits der Postmoderne an den Beispielen von Thomas Pynchon und David Foster Wallace. Eine besondere Rolle spielt bei beiden Autoren der Ein"uss der Massenmedien, insbesondere des Fernsehens. Primärmaterial: Thomas Pynchon: Entropie. In: Ders.: Spätzünder. Frühe Erzählungen. Hamburg 1985. S. 97. David Foster Wallace: Mister Squishy. In: Ders.: In alter Vertrautheit. Storys. Hamburg 2008. S.7 ff. Sekundärliteratur: William Gass: Die Ontologie des Satzes oder Wie man aus Wörtern eine Welt macht. In: Utz Ries (Hg.): Falsche Dokumente. Postmoderne Texte aus den USA. Leipzig 1993. S. 365 David Foster Wallace: E Unibus Pluram. Das Fernsehen und der amerikanische Roman. In: Schreibheft. Zeitschrift für Literatur 56. S. 133 ff

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