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Kunst und Urbanität am Beispiel der Situationisten II
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,8
Das offene Kunstwerk und das Techno-Imaginäre
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,11
Kunst und Kreativität I
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,3
Kunst und Leben / Orte der Kunst I
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,5
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 00
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck
8. 6. 2003
Kunsthochschule für Medien Köln
Kommentierte Lehrveranstaltungen Wintersemester 2003/ 4
Basisseminar Grundstudium: Geschichte der Künste im medialen Kontext/ Geschichte der
bildenden Kunst, zugl. Vorlesung offen für Gasthörer
MI 10 30 bis 12 30
Overstolzenhaus, Aula
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext
Bemerkenswert, daß 'Kunst' als ein hochkulturelles Gut erst in der europäischen Neuzeit
entstanden, entsprechend bewertet, dann aber dauerhaft so codiert worden ist. In einem epochal
bedeutsamen Wandlungsprozeß wird die Selbstermächtigung 'freier Künstler' parallel zu den
der Beobachtung, Überprüfung und dem Experiment verpflichteten Wissenschaften möglich.
Die Werke der bildenden Künste haben vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert eine prominente
Funktion und stehen im Brennpunkt des gesellschaftlich Imaginären. Das ändert sich
schockartig im Jahrhundert der Fotografie, welches auch die Aera der Marginalisierung der
Kunst ist. Radikalisierte Experimente, der Hang nach Ausweitung der Materialgrundlagen und
nach einer intensiven Vernetzung der Künste, Gattungen und Sparten, die Manipulierung der
Kontexte und Bedinungen, aber auch vielfältiges intuitives bis konzeptuelles Hantieren mit den
jeweiligen sogenannten 'neuen Medien' antworten darauf. Der Avantgardismus feiert Triumphe
und höhlt sich selber aus. Die Avantgarden kommen und gehen - nur die Markierung ihrer
Wege auf der Karte der Sensationierungen, Provokationen und Evokationen bleibt eingeprägt.
Die Lehrveranstaltung betreibt keine isolierte Darlegung der Werke, Konzepte und Stile. Sie
verfolgt auch keine Chronologie. Das Feld der Künste verläuft nicht diachron, sondern
synchron mittels Ungleichzeitigkeiten, die sich zur komplexen und hochstufigen Erzeugung
von Aufmerksamkeit verdichten. Die Manipulation und Modellierung des Rezipienten gehört
deshalb zum Kerngeschäft der bildenden Künste. Genau so wie das Spiel mit Funktion und
Funktionsverweigerung der Künste, das Problem des Gesamtkunstwerks in Barock,
'Jugendstil', Maschinenkunst und Techno-Ästhetik, der Konflikt von E und U, die Kollisionen
von Kunst und Massenkultur, die wechselseitige Durchdringung von Kunst und visueller
Kommunikation, die Allianzen von Kunst und Technik, die Assoziativität zwischen Kunst und
Wissen.
Die Lehrveranstaltung widmet sich der Einführung in die Geschichte der bildenden Künste in
ihren medialen Kontexten auf vielfältige Weise. Ausgewählte Werke, markierte Wege,
methodisch präsentierte Schnitte sondieren das Terrain. Die Untersuchung der Codes, der
Widerstreit der Rhetoriken und insbesondere die ihre Entstehungsbedingungen sprengende
Kraft der Künste und ihrer Werke interessieren besonders. Von Fall zu Fall und eingehend
wird das Zusammenspiel von Wissenschaft, Alltag, Apparaten, Kunst, Rhetorik, Ikonographie
und Ikonologie, von Wissenssystem, Erkenntnisinteressen und Lebenswelt, kurzum von
Imaginärem, Realem und Symbolischem untersucht.
Dabei steht in jeder Vorlesung ein Werk im Brennpunkt, das als Beispiel, Disposition und
Medium von Diskursen erörtert wird. Beispiele aus der Liste der Werke und Möglichkeiten:
Piranesis Gefängnisimagination/ der Realismus von Francisco de Goya y Lucientes, John
Heartfield, Gustave Courbet und Bruce Nauman/ die Kathedrale/ der französische
Herrschaftsgarten/ der Bilderatlas zur Motivgeschichte der Menschheit von Aby Warburg/ der
Tempel von Paestum/ Picassos Kampfbild zur Vernichtung von Guernica/ Gian Lorenzo
Berninis Umgestaltung Roms mit San Pietro/ das unsichtbare Werk der Konzeptkunst/ Michael
Heizers Schnitte in der Wüste von Nevada und die land art/ die Zwischensphäre von Design,
Skulptur und bildender Kunst bei Siah Armajani/ die zirkulären Video-Ikonen von Nam June
Paik und Bill Viola/ die jüngere Vergangenheit der 'interaktiven Kunst', basierend auf digitalen
Steuerungsapparaten/ Sozialutopie und Sinnlichkeitstheologie in Joseph Beuys' 'Schneefall'/
Paul Cézannes Berg/ die Null-Ikone von Kasimir Malewitsch/ der Stadtgrundriss von Palma
Nova/ ein LP-Cover der Beatles und eines von Frank Zappa.
Gefordert und erwartet wird mental wirksame Präsenz. Leistungsscheine werden vergeben für
die Verfertigung einer Semesterarbeit zu einem begründeten eigenen Thema im Gebiet der
Vorlesung nach Vorlage einer Disposition.
Die Wahrung der notwendigen Zeiträume obliegt den Studierenden. Man berücksichtige eine
Frist von mindestens 6 Wochen zwischen der Abgabe einer sprachlich korrekt und inhaltlich
anspruchsvoll ausgearbeiteten, unter Umständen in mehreren Schritten zu revidierenden
Semesterarbeit und der Anmeldung für das Vordiplom
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 1
VL 1- 29. Oktober 2003
Problemsituierung, Sondierungen – eine Einführung anhand von
Beispielen
In der ersten Vorlesung dieser in Auszügen und Pointierungen exemplarisch wie
typologisch verfahrenden Vorlesung geht Hans Ulrich Reck aus von den radikal
defigurativen Bildern, die Kasimir Malewitsch kurz vor 1920 gemalt und dann
teilweise auf 1913 rückdatiert hat. Das so genannte schwarze Rechteck, das ja kein
Quadrat ist, gilt als so genannte Null-Ikone der radikalen Moderne. Parallele
Beispiele von Robert Fludd (17. Jh.) und anderen zeigen, dass es keinen linearen
Fortschritt und damit auch keine Erstmaligkeiten gibt in der Geschichte der
Kunstbilder, sondern nur Konstellationen, die durch Problembezüge quer durch
die Zeiten vergleichbar werden. Weitere Stichworte zur Vorlesung: Bild-Mystik,
Bildordnungen, Interpretationsmethoden, Bildtheorie und variable
Referenzsysteme von Bildern und ihren Theorie
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 4
A VL 4: 19. November 2003
'Urbanität, Entwürfe des Utopischen, Regelungen und Verrückungen des
Imaginären'/ Europäische Stadtutopien, Stadtgrundrisse, Giovanni Battista
Piranesi Gefängnisimaginationen; typologische Exkurse in die Geschichte der
Urbanisierung
Die vierte Vorlesung, die sich schwerpunktmäßig mit dem ordnungsutopischen,
konzentrischen Stadtgrundriss der durch die Napoleonische Besatzung zur Kontrolle
Venedigs errichteten Garnisonstadt Palma Nova zwischen Venedig und Udine sowie
mit Giovanni Battista Piranesis Gefängnisimaginationen befassen wollte, musste
kurzfristig wegen Erkrankung abgesagt werden. Sie wurde vertreten durch Thomas
Hensel mit einem Vortrag über verdeckte Bilder/ kryptische Bilder. Dazu liegt leider
keine Tonaufnahme vor
Kunst als Medientheorie
Kunst als Medientheorie: vom Zeichen zur Handlung.
Im Zentrum und Zenit der Abhandlung stehen Betrachtungen zu einer der seit geraumer Zeit profiliertesten Künstlergruppen, die sich mit der Veränderung der künstlerischen Subjektivität, Fragen von Autorschaft und Kreativität, Chancen und Grenzen verändernder Programmierung und apparativer Politisierung im avancierten Feld des 'Maschinischen' bewegen: von Knowbotic Research
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 8
A VL 8: 17. Dezember 2003
Situationen erfinden - Zeitrhythmen, Ort und neue Bauform/
Konstruktionsenergien (Forts. und Teil II)
In der achten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck die Erörterung der Situationisten
fort. Ausführlichen Exkursen widmen sich der zeitgenössischen Problematik der
Städte, der Marginalisierung, Migration, den damit verbundenen existenziellen
Provisorien eines neuen Nomadismus. Migration unterscheidet nicht zwischen
'erzwungen' und 'frei', zwischen Flucht, Vertreibung, politischer Verfolgung,
ökonomischer Verelendung. Auch nicht zwischen Zwang und utopischen
Antrieben einer Suche nach einem besseren Leben. Migration bedeutet einfach:
Unterwegssein in der Fremde. Dafür haben die Situationisten früh ein
unvergleichliches Gespür entwickelt. Und viele konzeptuelle Vorschläge für einen
radikal umgewälzten Städtebau
Kunst und Utopie
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,2