269 research outputs found
Sort by
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 2
VL 2- 5. November 2003
Die Kathedrale (als Bau (Struktur/ Gestalt/ Form/ Funktion/ Medium und Mythos') – Themenkomplex, Ikonographie und Ikonologie eines massenmedial wirksamen Topos
Nach einer Erläuterung der Beteiligungsmodalitäten der Studentinnen und
Studenten sowie einem ausführlichen Rückblick auf Kasimir Malewitschs
'gegenstandslose Welt' widmet sich die zweite Vorlesung von Hans Ulrich Reck
in diesem Semester der Kathedrale. Die Kathedrale ist ein Bauwerk, also
Architektur. Und zudem eine mythische Maschine zur Erzwingung der
Transzendenz. Eben dieser imperiale Charakterzug macht die Neuerungen
dessen im Kern aus, was später 'Gotik' genannt werden sollte. Es ist aber nicht
der Stil, der das Bauwerk erklärt. Dieser ist bloße konventionelle Zuschreibung.
Vielmehr geht es um die politische Ikonographie, die einen expansiven
Reichsgedanken des militanten Christentums zur Erzwingung der
Vorherrschaft über Jerusalem und die Muslime in Verbindung von kirchlicher
und weltlicher Herrschaft entfaltet und mit allen hochmittelalterlichen Kräften
aktiviert. Die diaphane Transzendenz weckt gewiss Affekte einer
Erlösungsmystik, steht aber auch für die Imperialität der Theologie. Die
Kathedrale ist auch eine Jenseitsmaschine, ein Raumschiff von durch und
durch göttlicher Evidenz
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 6
A VL 6: 3. Dezember 2003
'Urbanität, Entwürfe des Utopischen, Regelungen und Verrückungen
des Imaginären' (Teil 1)
In der sechsten Vorlesung entfaltet Hans Ulrich in Grundzügen die Eigenheiten
der europäischen Stadtutopien mit ihren politischen Ordnungen, kommentiert
ideale Stadtgrundrisse, Giovanni Battista Piranesi Gefängnisimaginationen.
Typologische Exkurse in die Geschichte der Urbanisierung runden den Bogen ab.
Besonders akzentuiert werden: Milet, Antike, Siena, das Paris des Baron de
Haussmann
Einführung, Übersicht und Paradigmen
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,1
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 7
A VL 7: 10. Dezember 2003
'Urbanität, Entwürfe des Utopischen' (Forts./ Teil II) und 'Situationen erfinden -
Zeitrhythmen, Ort und neue Bauform/ Konstruktionsenergien'
In der siebten Vorlesung nimmt Hans Ulrich Reck zunächst die Fäden der Entwürfe des
Utopischen auf, diskutiert 'Regelungen und Verrückungen des Imaginären', dies
besonders im Hinblick auf Giovanni Battista Piranesi Piranesi.
In einem zweiten Teil – sowohl Kontinuität wie Zäsur – erörtert er unter dem Stichwort
'Situationen erfinden - Zeitrhythmen, Ort und neue Bauform/ Konstruktionsenergien'
die ästhetischen, konzeptuellen, politisch-strategische, architektonischen und sozialen
Entwürfe der 'Situationistische Internationalen', insbesondere 'New Babylon' von
Constant, die Programmatiken der Situation und Guy Debords zentrale Thesen dazu
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 5
A VL 5: 26. November 2003
'Fluxus: Die Kunst des Ephemeren' - Fortsetzung, 2. Teil und Schluss
(mit ausführlichen Gesprächen)
In Fortsetzung der Vorlesung vom 12. November 2003 spielen weiterhin die
schon benannten Akteure eine Rolle im Geflecht von Fluxus und Happening,
Performance und Aktion: Nam June Paik, Charlotte Moorman, James Riddle,
John Cage, Wolf Vostell, Joseph Beuys, Bazon Brock
Imaginäre Landschaft VL 8
VL 8: 16. Januar 2003
Gastvortrag
Hören mit Klaus Schöning: 'landscapes/ soundscapes
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 3
A VL 3: 12. November 2003
Die Kathedrale einerseits, Fluxus andererseits/ Fluxus als Form, Phänomenologie und
Radikalität des Flüchtigen/ Gestus und neuer Klang: Vitalistische Expansion, Selbstkritik und
skeptische Exzentrik einer modellgebenden Nachkriegskunst
In der dritten Vorlesung entwickelt Hans Ulrich Reck seine Analyse der und Betrachtungen zur
gotischen Kathedrale weiter. In explizitem Verweis auf einen kontrastreichen Schnitt in der Mitte des
Vormittags wechselt er zur Erörterung von Fluxus. Diese Sammelbezeichnung für Versuche, die Mitte
der 1960er Jahre angestellt worden sind zum Zwecke der Öffnung des Feldes der ästhetischen
Erfahrungen und einer im Offenen experimentierenden nicht-determinativen Werkauffassung, markiert
einen größtmöglichen Gegensatz zum Kathedralthema: Das Ephemere, Vergängliche, nicht das autoritär
Ewige und Transzendierende sind Kennzeichen von Fluxus. Passager, transitorisch: Kaum realisiert und
gesehen, erfahren und erlebt, schon wieder verschwunden.… Eine herrschaftskritische, subversive
Kunst, die später dann entgegen den revolutionären Absichten doch wieder im Museum gelandet und
dort restauriert und verwahrt wird für die potentielle Ewigkeit dieser ästhetischen Sondersphäre.
Folgende Akteure spielen eine Rolle im Geflecht von Fluxus und Happening, Performance und Aktion:
Nam June Paik, Charlotte Moorman, James Riddle, John Cage, Wolf Vostell, Joseph Beuys, Bazon
Brock.
Präsentiert werden an Beispielen außerdem: die zirkulären Video-Installationen von Nam June Paik
und Bill Viola, insbesondere Violas "He Weeps for You" (1976) und Paiks Video-Buddha, dann auch
Nikolas A. Baginsky und Andreas Kaufmann. In Exkursen zu Fluxus und einem medialen Manierismus
wird die Theorie der zeitbasierten Medien diskutiert. Es erfolgt auch ein Verweis auf Hans Ulrich
Recks Buch 'Kunst als Medientheorie' (s. dazu auch audiolecture 05: 'Kunst als Medientheorie')
Kunst und Leben / Orte der Kunst II
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,6
Kunst und Kreativität II
Zahlreiche Neuerungen prägen die Entwicklung der Künste im letzten Jahrhundert. Wie immer sie zu bewerten sind, wie immer sich historische Distanz und Nähe verändern: Ohne Zweifel wird als eine wesentliche Errungenschaft bleiben, dass die Künste und ihre Reflektion sich in vielfältigen Praktiken der Künste und nicht nur für eine nachgreifende gesellschaftliche Einschätzung auf das engste verbunden haben. Die traditionelle Unterscheidung von Kunst-Theorie und Künstler-Theorien hat sich endgültig als unzureichend herausgestellt. - Audiolectures 01,4
Imaginäre Landschaft VL 10
VL 10: 30. Januar 2003
Gastvortrag
Raimar Zons: "Wie ein rollender Stein" (Kleist, Findling; Heidegger, die Steine, die Landschaft; Blade Runner, Matrix - mit Auszügen