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SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - VL 4
VL 4 vom 16. November 2004
Symboltheorien und Ästhetik in totemistischen Gesellschaften; Sprache und
Symbolizität; Freud über Totemismus; Freud-Kritik; der projektive Mechanismus
europäischer Kunst: Avantgarde als Formisolierung; Projektivität der 'Kunst der
Primitiven'
Die vierte Vorlesung von Hans Ulrich Reck beginnt mit einer Zusammenfassung zum
Thema 'Initiation und Totemismus bei den Abelam'.
Es folgen Ausführungen zu:
– Symbolizität und Sprache; europäische Theorien/ Metaphorisierungen des
Numinosen/ sakrale Ursprünge (Canetti, Freud);
–dem Konzept des Monotheismus;
– Freuds Auffassung von Kunst als einer sekundären Kompensation; Freuds
Zivilisationstheorie;
– Kants interesseloses Wohlgefallen
Weitere Exkurse erörtern: die Evidenz des Symbolapparates: das frühe Christentum als
modernes Modell, intentionale Alterität eines Lebensmodells; undurchschaute Evidenz:
Fundamentalismen;
Symboltheorien und Ästhetik bei Dan Sperber, Edmund R. Leach
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 9
A VL 9: 14. Januar 2004
Zur Epistemologie und politischen Ikonographie von Bildern
In der neunten Vorlesung erörtert Hans Ulrich Reck die Macht von
Bildwirkungen, also die politische Ikonographie von Bildern. Er erörtert einen
alten und einen neuen Bilderkrieg, Wahrheitsbehauptungen und Fälschungen im
digitalen Zeitalter, die politische (Des-)Informationspolitik mittels
Bildbehauptungen.
Es geht auch um eine Problembestimmung des Verhältnisses der künstlerischen
Sensibilität zu der Massenkommunikation als Ausprägung einer Mediosphäre
weltsynchron standardisierter globaler ‘Image-Innen-Politik‘. Von solchen
Ausführungen hängen ab Einschätzungen zu einer aktuell noch möglichen, gewiss
aber nicht mehr evidenten Situierung der Künste (und ihrer diversen
Programmatiken) zwischen Bild und Handlung.
Vgl. dazu auch: Hans Ulrich Reck, KHM Audiolectures 01: Geschichte der
Künste im medialen Kontex
SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - VL 8
VL 8 vom 14. Dezember 2004
Zwischenbilanz zum 'Kreativen' und Ausblick auf den schöpferischen Menschen
Die achte Vorlesung von Hans Ulrich Reck wird eröffnet mit einer Zwischenbilanz und einem grundierender Ausblick auf die Genealogie des schöpferischen Menschen seit der Antike (s. Hans Blumenberg). Nach 50 Minuten muss wegen klirrender Kälte in einer notorisch ungeheizter Aula im Overstolzenhaus die Lehrveranstaltung abgebrochen werden
Museum als Paradoxie VL 3
VL 3: 5. Mai 2004
Ursprünge des Sammelns; Inszenierung des Blicks; Semiophoren und
Artefakte; Zitadelle, Zivilisation, Segregation der Wissensstrukturen
Am Beginn der dritten Vorlesung von Hans Ulrich Reck, die der Ausweitung der
thematisch-typologischen Situierungen gewidmet ist, wird das Intro des Filmes 'True
Stories' von David Byrne (1986) gezeigt. In rasantem Tempo und extrem schnellen
Folgen wird mittels Abkürzungsemblemen eine semiophorische Darstellung der
gesamten bisherigen Geschichte vom Urknall bis zum Computerchip gezeigt.
Behandelt werden dann Pomians 'Ursprung des Sammelns' und die Theorie der
Semiophoren; die Genealogie der Stadt und des Ortes des Heiligen in ihr; das
Museum und die Zitadelle (u. a. am Beispiel des Nationalmuseums in Bagdad nach
dem März 2003); Artefakte und Organisation des Wissens in Herrscherkulturen- am
Bsp. Ägyptens; Kult der ägyptischen Pyramide; Templum; Begriffsgeschichte und
Genesis des Museums
SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - VL 7
VL 7 vom 7. Dezember 2004
Kreativitätstheorien zwischen vitalistischen Kreatürlichkeits-Suggestionen und skeptischer Autonomie
In der siebten Vorlesung erörtert Hans Ulrich Reck die Debatten um Genealogie und Geltung von Kreativität anhand klassischer Texte und Positionen (Faktorenanalyse, Guilford, Taylor u. a.). Es geht um die Ebenen der Kreativität, um Testprobleme, Reliablität und Validität. Kennzeichnend sind die Habitualisierung des Neuen und die Instrumentalisierung durch, als und qua 'soziale Nützlichkeit';. Eine zweite Paradoxie besteht in der außenbestimmte Anleitung zur individuellen Autonomie und zum Selbstentwurf (hierzu: Kritik Harmut von Hentigs, Friedrich W. Heubachs; Hinweis auf Benjamins ' der destruktive Charakter'; Exkurs zum Missverhältnis von allgemeiner vegetabiler Selbstverwirklichung und wissenschaftlicher Nutzung einer 'optimierbaren Ressource'.
Exkurse widmen sich im folgenden dem Ausblick auf den verkannten Künstler, den Künstler als Außenseiter und die Konturen eines anthropozentrische Narzissmus
SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - VL 00
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck
30. Juni 2004
Kunsthochschule für Medien Köln
Kommentierte Lehrveranstaltungen Wintersemester 2004/5
Basisseminar Hauptstudium; Vorlesung, offen für Gasthörer
In Verbindung mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln
DI 10 30 bis 13 00
Overstolzenhaus, Aula Rheingasse 8-12
Beginn: 19. Oktober, nicht am 2. November
SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - Von der Erfindung des Künstlers zu einer
Kunstgeschichte der Kreativität
Das letzte Jahrhundert kann als das hervorstechende einer eigentlichen Vergötterung
entfesselter Kreativität gelten. Zumal in den bildenden Künsten sind zahlreiche Quellen
erschlossen worden, die einer Erneuerung der Ausdrucksformen und einer Extension der
Materialbasis der bildenden Künste dienen. Zum Ende dieses selben Jahrhunderts hin
wird die methodische Bearbeitung des Kreativen als eine 'erfindende' Kunst, eine
entschiedene Kunst der Artefakte und des Irregulären gar zum bestimmenden Modus von
entgrenzter Kreativität für zahlreiche weitere soziale Bereiche und Systeme.
Die Lehrveranstaltung geht den transkulturellen und spezifisch intrakulturellen
Verzweigungen, den Bedingungen und Hintergründen, poetischen und theoretischen
Ausdrucksformen, konzeptuellen Formulierungen und Richtungsbestimmungen, kurzum:
einer entwerfenden Kartographie des Syndroms des Kreativen nach.
Es kommen europäische und außereuropäische Traditonen und Konzeptionen,
archaische wie moderne, künstlerische und außerkünstlerische Motive zur Sprache.
Besondere Beachtung finden: das Verhältnis von Künsten und Wissenschaften; Spiel und
Experiment; Theorien der Phantasie; die Geschichte der europäischen Künstlerausbildung
im Spiegel von Technologie-Entwicklung und Kreativitäts-Behauptungen.
Grundlegende Literatur:
Donald W. Winnicott, Vom Spiel zur Kreativität, Stuttgart 1974
Gregory Bateson, Eine Theorie des Spiels und der Phantasie, in: Gregory Bateson,
Ökologie des Geistes, Frankfurt a. M. 1981, S. 241 ff
Ernst Kris/ Otto Kurz, Die Legende vom Künstler. Die Legende vom Künstler. Ein
geschichtlicher Versuch (1934), Frankfurt 1980
Oskar Bätschmann, Ausstellungskünstler, Kult und Karriere im modernen Kunstsystem
Köln 1997
Herbert A. Simon, Die Wissenschaften vom Künstlichen, Berlin 199
WERKE, WEGE, SCHNITTE, CODES - Dispositionen einer Geschichte der bildenden Künste im medialen Kontext VL 12
A VL 12: 4. Februar 2004
Realitäten und Realismen - Bildkritik und Wahrheitsanspruch in der
bildenden Kunst
In der zwölften und letzten Vorlesung dieses Semesters, das sich exemplarischen
Sondierungen und typologischen Zusammenhängen gewidmet hat, analysiert
Hans Ulrich Reck den Komplex des Realismus, genauer: von Realismen.
Realismus ist – generell –keine Darstellungstechnik, sondern eine Haltung, die
sich – nach je diversen Zeitbedingungen, -umständen und -möglicheiten – der
Herausarbeitung ästhetischer und künstlerischer Wahrheitsansprüche verpflichtet
sieht und widmet.
Besprochene Themen und Figuren sind u. a.: Die Paradoxie des Historienbildes
am Bsp. von Picassos Kampfbild zur Vernichtung von Guernica; Géricault;
Botticelli; Piero della Francesca; Francisco de Goya y Lucientes; John Heartfield;
Gustave Courbet; Bruce Nauman; Montage: Technik und For
Museum als Paradoxie VL 00
Kommentierte Lehrveranstaltungen Sommersemester 2004
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Hans Ulrich Reck - in Zusammenarbeit mit Thomas Hensel
Basisseminar Grundstudium: Geschichte der Künste im medialen Kontext/
Geschichte der bildenden Kunst, zugl. Vorlesung offen für Gasthörer
Erste Hälfte des Semesters jeweils MI 10 30 bis 12 30 Overstolzenhaus, Aula:
21., 28. April, 5., 12., 19., 26., Mai
Zweite Hälfte des Semesters fünf ganztägige Exkursionen in diverse Museen in
NRW jeweils DO, FR, SA: 11. (FR), 12. (SA), 17. (DO), 18. (FR) und 19. (SA)
Juni
insgesamt zu werten als 3-stündige L
Singularität und Sittlichkeit
Singularität und Sittlichkeit: die Kunst Aldo Walkers in bildrhetorischer und medienphilosophischer Perspektive.
Der Bedeutung, den Bildern, Experimenten wie den Leistungen Aldo Walkers widmet sich diese erste kunsttheoretische und medienphilosophische Monographie über den offenkundig ,unvollendet' verstorbenen, jedoch ein exemplarisches, beispielgebendes und unverwechselbares Werk hinterlassenden Künstlers
Imaginäre Landschaft VL 9
VL 9: 23. Januar 2003
Gastvortrag
Georg Christoph Tholen, Urbanität, Medien, Medientheori