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Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 06
VL 6: 20. 5. 2016
Dietrich Leder: Filmregie II – François Truffaut
Im Zentrum der sechsten Vorlesung, die Dietrich Leder gibt, steht ' La nuit
américaine' ('Die Amerikanische Nacht') von François Truffaut aus dem Jahre 1973. Leder führt mit Auszügen aus einigen anderen Filmen auf die Eigenheiten dieses Meta-Films, also Films über das Filmen ein und zeigt Ausschnitte aus Henry C. Potters 'Hellzapoppin' ('In der Hölle ist der Teufel los') von 1941 und Federico Fellinis '8 ½' (1963).
Weitere erwähnte und zum Vergleich herangezogene Filme sind:
– Orson Welles: Citizen Kane. USA 1941.
– Rainer Werner Fassbinder: Warnung vor einer heiligen Nutte. Deutschland 1970.
– Chantal Akerman: Les rendez-vous d'Anna. (Annas Begegnungen) Frankreich/
Deutschland 1978
– Lars von Trier: Epidemic. Dänemark 1987.
– Nani Moretti: Caro Diario. Italien 1996.
– Nuri Bilge Ceylan: Mayıs Sıkıntısı. (Bedrängnis im Mai) Türkei 1999
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 14
VL 14: 15. 7. 2016
Hans Ulrich Reck: Architektur und Anmerkungen zu Falsch/ Wahr/ Fälschung/
Kopie/ Imitation.
Die 14. Vorlesung widmet Hans Ulrich Reck Beispielen aus der Baugeschichte, aber auch der Meta-Ebene von Architektur und Architekturhistorie. Auch hier wieder mit
besonderer Berücksichtigung der Auseinandersetzung mit der postmodernen Autorschaft
(Ingold) und den gestuften Rhetoriken und Codes der Architektur-Entwürfe und ihrer
Kontexte. Eine Betrachtung zu den intrikaten Verhältnissen zwischen wahr und falsch bezw. der Falsifikationsprämisse des Wahren, der Wahrheitsbehauptung durch Fälschungen, dem Wahrheitsbeweis durch vorläu!ge Fiktionen etc. schließt nicht nur diese letzte Vorlesung, sondern den gesamten Semesterzyklus ab. Das Material dafür liefert die (zusammen mit Martin Heller und Jörg Huber realisierte) eigene Ausstellung und Publikation "Imitationen. Nachahmung und Modell. Von der Lust am Falschen" (Museum für Gestaltung Zürich, 22. November 1989 bis 28. Januar 1990; adaptierte Übernahmen durch das Museum Osthaus Hagen und das Werkbund-Archiv/ Museum der Alltagskultur des 20. Jahrhunderts, Gropiusbau Berlin 1990/ 1991)
Mit einem Epilog zum Stichwort 'Jugendunruhen Zürich 1980' beschließen Hans Ulrich
Reck und Dietrich Leder die Vorlesung
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 10
VL 10: 17. 6. 2016
Dietrich Leder: Drehbuch I/ Literatur II/ Drehbuch I
Dietrich Leder entfaltet in dieser Vorlesung zwei auf verschiedene Genres bezogene
Themen, die aber in vielfältiger Weise miteinander verbunden sind: Selbstreflexive
Drehbücher und Selbstreflexive Literatur. Ausführlich werden Zeugnisse von
Schriftstellerinnen und Schriftstellern – Bert Brecht, Joan Didion, F. Scott Fitzgerald, Raymond Chandler u. a. – zu ihren Erfahrungen in und mit Hollywood referiert.
Ausschnitte aus folgenden Filmen werden gezeigt und kommentiert:
– Joel & Ethan Coen: Barton Fink. USA 1991
– Charlie Kaufman/Spike Jonze: Adaptation. USA 2002
– Robert Altman: The Player. USA 1992
– Zach Helm/Marc Forster: Stranger than Fiction. USA 2006
Weitere erwähnte Filme:
– Robert Altman: Secret Honor (USA 1984) (Über Nixon und seine Paranoia.)
– Charlie Kaufman/Spike Jonze: Being John Malkovich (USA 1999)
Im zweiten Teil trägt Leder Stichworte zu einer kurzen Geschichte der Literatur vor, u. a. zu 'Romantische Ironie' und 'Wiener Moderne'. Es werden darüberhinaus Romane besprochen von Italo Calvino, André Gide, Lars Gustafsson, Navid Kermani, Cees Noteboom u. a.
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 02
VL 2: 22. 4. 2016
Dietrich Leder: Kino I – Zur Selbstdarstellung, Stilisierung und Kritik des
Regisseur-, Star- und Produktionssystems
Dietrich Leder erörtert das Vorlesungsthema anhand folgender Beispiele:
– Buster Keaton: The Cameraman. USA 1928
– Peter Bogdanovich: Nickelodeon. USA 1976
– George Cukor: A Star is Born. USA 1954
– Billy Wilder: Sunset Boulevard. USA 1959
– Barry Levinson: Inside Hollywood. USA 2008
– Tom DiCillo: Living in Oblivion. USA 1995
Unglücklicherweise hat die Technik versagt und gibt es von der Vorlesung keine Audio-Aufzeichnung
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 04
VL 4: 6. 5. 2016
Hans Ulrich Reck: Bildende Kunst II –Epochen, Zäsuren und Beispiele einer
Kunstgeschichte selbstreflektierender Künste im historischen Verlauf von
Cézanne über die Epigonalität bei Malewitsch, Mondrian und Duchamp,
Kubismus
Zunächst schildert Hans Ulrich Reck in einem Rückblick auf Renaissance und
Manierismus, mit dem Akzent auf Fra Angelico, typische Referenzbilder für die den
späteren Paraphrasen und Bezugnahmen zugrundeliegenden 'modernen' oder
frühneuzeitlichen Bildwerke und Visualisierungsstrategien.
Eine besondere Rolle spielen für die Darlegungen literarische, film- und
ästhetiktheoretische Erörterungen zum Thema, die Honoré de Balzac, Thomas Mann,
Peter Handke, Danielle Huillet/ Jean-Marie Straub, Vincente Minelli, Robert Altmann
und andere vorgelegt haben
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 08
VL 8: 3. 6. 2016
Dietrich Leder: Literatur I
In der achten Vorlesung, die zur Gattung des Literarischen wechselt, exponiert Dietrich Leder zunächst eine Zusammenfassung seiner Betrachtungen zu Jean-Luc Godards 'Le mépris'. Er erwähnte weitere selbstreflexive Filme, so von Fritz Lang, Wim Wenders und Nanni Moretti. Bei den literarischen Beispielen gibt es Stoffe, die wiederum Pier Paolo Pasolini zu Verfilmungen angeregt haben: Bocaccios 'Decamerone' und 'Geschichten aus 1001 Nacht'. Nach einem Exkurs zu Goethes 'Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten' (1795) und 'Die Wahlverwandtschaften. Ein Roman' (1809) tritt ins Zentrum der Betrachtungen das wahrhaft unvergleichliche Buch/ Werk von Laurence Sterne 'Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman. Neun
Bände' (1759-1767). Dann wird gezeigt der Film von Michael Winterbottom 'A Cock And Bull Story' (2005)
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 13
VL 13: 8. 7. 2016
Dietrich Leder/Hans Ulrich Reck: Literatur V/ Filmregie V – Alexander Kluge/Orson
Welles. Anmerkungen zu Falsch/ Wahr/Fälschung/ Kopie/ Imitation. Mit
Ergänzungen zur Filmgeschichte.
Die 13. Vorlesung widmen Dietrich Leder und Hans Ulrich Reck ganz dem Werk von
Alexander Kluge. Es besteht ja in zahlreichen Verbindungen der Genres, Rhetoriken,
Text-Sorten, Sparten und Ausdruckspotentiale der bildenden, kinematographischen und
literarischen Künste.
Mit Orson Welles wird zum Thema der Fälschungen und der Wahrheitsbehauptungen
durch "ktionale Setzungen, also testende Verschiebungen übergeleitet. 'Schwach in den Kopf zurückgenommenes Probehandeln' nennt Kluge, mit Verweis auf Freuds
Traumtheorie, diese poetische und poetologische Arbeit auf all ihren praktischen und theoretischen Ebenen. Arbeit an Gegenöffentlichkeit und "lmpolitische Abhandlungen, Setzungen, Manifeste gehren ebenso dazu wie TV-Sendungen und "lmische Essays mitsamt ihrer Reflektion in Literatur und Philosophie.
Gezeigt wird dann der Film von Orson Welles: 'Vérités et Mensonges' ('F wie Fälschung' von 1973, der Abhandlung zum Thema und Inszenierung einer poetischen Auffassung des filmischen Arbeitens zugleich ist. Und nicht zuletzt auch die Auffassungen von Orson Welles zum Kinematographischen zusammenfasst
Flüchten und Flehen
Mit Beiträgen von Hans Ulrich Reck, Wiebke Elzel/Jana Müller, Mischa Kuball, Bea Brunner/Dorothee Joachim/Reinhard Matz, Ralf Homann, Konstantin Butz, George Demir
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 07
VL 7: 27. 5. 2016
Dietrich Leder: Filmregie III: Jean-Luc Godard
Ins Zentrum der siebten Vorlesung stellt Dietrich Leder die zum Teil in Ausschnitten, zum Teil ganz gezeigten Filme von Jean-Luc Godard 'Passion' von 1988 und ' Le mépris' von 1963. Beide sind maßgebliche Werke für das Vorlesungs- und Seminarthema dieses Semesters, nämlich die Meta-Werke (Werke über andere Werke, Genres, Gattungen). Passion ist unter anderem ein Film über die Bilder der (statischen) Kunstgeschichte und damit nun auch ein Film über Bilder als sich bewegende Bilder. 'Le mépris', nach der Romanvorlage von Alberto Moravia frei adaptiert, fügt als Rahmenthema die Verfilmung der Odyssee durch Fritz Lang hinzu, der hier tatsächlich sich selber spielt. Die legendäre Villa von Curzio Malaparte auf Capri ist neben Michel Piccoli und Brigitte Bardot ein Hauptakteur für alle Stränge der komplex geschichteten und verknüpften Erzählung.
Erwähnter Film zum Stichwort Tod des Darstellers:
– Lola Randl: Die Erfindung der Liebe. Deutschland 2012.
Erwähnte Filme zum Stichwort selbstreflexive Dokumentarfilme:
– Jean-Luc Godard: Les Histoire(s) du cinema. Frankreich 1988-1998. (Acht Teile)
– Dziga Vertov: Der Mann mit der Kamera. UdSSR 1929.
– Chris Marker: Le fond de l'air est rouge. Frankreich 1977-1990.
– Ders.: Sans Soleil. Frankreich 1983.
– Agnes Varda: Ulysse. Frankreich 1982.
– Dies.: Les glaneurs et la glaneuse. Frankreich 2000.
– Johan van der Keuken: Vakantie van een Filmer. Niederlande 1977.
– Hartmut Bitomsky: Das Kino und der Wind und die Photographie. Deutschland 1991.
- Harun Farocki: Schnittstelle. Deutschland 1995.
– Passage von Rainer Werner Fassbinder in:
- Alexander Kluge et al.: Deutschland im Herbst. Deutschland 197
Bild im Bild/Film im Film/Literatur in Literatur - VL 12
VL 12: 1. 7. 2016
Dietrich Leder/Hans Ulrich Reck: Literatur IV
Dietrich Leder entfaltet seine Analyse literarischer Modelle, Werke, Beispiele entlang verschiedener Stichworte: Dekonstruktion des Genres (Robbe-Grillet), Dekonstruktion des Erzählens (Jorge Luis Borges), Verwirbelung der Erzählebenen und –perspektiven (Virginia Woolf), Aufhebung der Trennung zwischen Wirklichem und Imaginärem (Georges Perec), Nutzung der Alltags- und gesprochenen Sprache (Raymond Queneau), Sprache als Assoziationsform und Spiel (Gertrude Stein), Sprache als Material/Cut-up-Technik (William S. Burroughs), die Autonomie der Dinge (David Foster Wallace), fiktive Dokumente (Vladimir Nabokov).
Den zweiten Teil der Vorlesung widmet Hans Ulrich Reck gänzlich dem komplexen,
ausgreifenden, literarischen wie verschränkt theoretischen Werk (Übersetzungen,
kulturgeschichtliche Studien, ästhetisch-poetologische Abhandlungen, Essays, Romane, Novellen, Gedichte, Erzählungen) von Felix Philipp Ingold. Er ist zweifellos ein Kronzeuge für das Semesterthema der Lehrveranstaltung