269 research outputs found
Sort by
Ästhetik der Utopie: Konstruktivismus I
Überblick - Weltausstellungen – Wladimir Tatlin – Ursprünge des Begriffs – Russischer Konstruktivismus – De Stijl – Bauhaus – Suprematismus - Audiolectures 02,8
Kunst der Kunsttheorie VL 04
VL 4: 22. November 2005
Sehen und Erkennen: Die Theorie des Schönen in der Antike II, mit verschiedenen
Exkursen
In der vierten Vorlesung erörtert Hans Ulrich Reck zunächst das methodologisch
komplexe und bedeutsame Verhältnis von Genesis und Geltung, Geschichte und
Sachbezug anhand eines aktuellen Diskurses über das Mechanische, das Digitale und das
Virtuelle. Er erläutert, wie der Möglichkeitssinn quer zur Geschichte steht, Gegenwart als
Ungleichzeitigkeit erscheinen kann. Der Exkurs zum aktuell Virtuellen steht quer zur
Chronologie und zum Mechanische. Nicht Geschichte als Chronologie an sich ist
interessant, sondern die sachliche Relevanz.
Nochmals wird die spezifische Charakteristik des griechischen Denkens konzeptuell
erläutert. Die Rekapitulation der griechischen Antike hat starke Auswirkungen auf das
Mittelalter und lebt fort bis in die Gegenwart
Kunst der Kunsttheorie VL 06
VL 6: 6. Dezember 2005
Von der Spätantike zum Mittelalter -neue Bildformen, Dialektik des Bilderverbots,
Kirchenportale als frühes Massenmedium
In der sechsten Vorlesung rekapituliert Hans Ulrich Reck zunächst die Positionen von
Platon und Aristoteles. Generell gilt Kunst als technisches Verfahren, als Handwerk,
griechisch: Techné, lateinisch: Ars, nämlich als eine werkliche Begründung der Künste
durch philosophische Theorien. Herrscht bei Platon die Abbildung vor, so konzipiert
Aristoteles eine Kunst des Virtuellen ('dynamei on'): Künstler bringen hervor, was die
Natur noch nicht hat erzeugen können.
Bildbeispiele der Antike (Venus mit der Muschel, um 79) und des Mittelalters folgen. Die
christliche Transformationen und Absetzungen von der Spätantike ermöglichen
Übergang und Transformation und Absetzungen der Antike, Apsismosaik von San
Clemente. Abteikirchen (Beaulieu,Autun, Moissac u. a.) werden zu Orten für die Prägung
neuer Formen. Dabei können Kirchenportalsplastiken des Mittelalters als Ausprägung
eines frühen Massenmediums gedeutet werden. Bilderverbot und Rhetorik prägen die
christliche Evokation Gottes, der selber der Dialektik des Bilderverbots unterliegt
(Paradoxie des christlichen Schöpfergottes: Jesus als Bild, geschaffen vom Bilderverbot
dekretierenden Gott)
SPIEL, DOGMA, PHANTASIE - VL 12
VL 12 vom 18. Januar 2005
Theorieentwicklung: Referenzsysteme von Bildern und Bildtheorie 2 (A)/ Neue Ordnung des Visuellen (B)
Die zwölfte Vorlesung von Hans Ulrich Reck setzt im ersten Teil die Erörterung der Referenzsysteme von Bildern und Bildtheorie fort (s. Bilderliste ab Nr. 21; weitere Angaben zu dieser Vorlesung unter 'B VL 12 vom 18. Januar 2005 Themen und Topoi der Bildbeispiele').
In einem zweiten Teil der Vorlesung wird ein weiteres Kernstück der Bildtheorie an der Schwelle zur Neuzeit in seiner Entwicklung skizziert: 'Sehen und Erfahrung. Konstruktion einer neuen Ordnung des Visuellen'
Kunst der Kunsttheorie VL 00
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck 31. Mai/ rev. und def. 5. Juli 2005
Kunsthochschule für Medien Köln
Kommentierte Lehrveranstaltungen Wintersemester 2005/ 06
----------------------------------------------------------------
Hans Ulrich Reck
i. V. m. d. Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln
Basisseminar
Geschichte der Künste im medialen Kontext: Geschichte der bildenden Kunst
Hauptstudium
Vorlesung mit Diskussion, offen für Gasthörer
DI 14.00-16.00
Aula (Neubau Filzengraben)
Kunst der Kunsttheorie - ein Denkzusammenhang, seine Gründe und
Variabilitäten
Der Zusammenhang zwischen künstlerischen Praxen und Theorie ist
unauflöslich. Kunsttheorie ist seit langem - und entgegen der üblichen Meinung
entschieden vor der Epoche der klassischen Moderne - selber zur künstlerischen
Praxis, zum Rohstoff für poetische Experimente geworden. Umgekehrt sind die
Praktik, die Verstofflichung und Gestaltung eines Werkes als veritable
Ausformung einer Theorie zu verstehen. Die Vorlesung geht dem intimen
Zusammenhang und der unauflöslichen Verflechtung von Kunsttheorie,
Kunstprozeß und künstlerischen Praktiken in der gesamten europäischen
Neuzeit, also für einen Zeitraum von 500 Jahren, nach und beschäftigt sich in
einem Prolog mit den antiken Grundlegungen der Konzeption von Erkennen,
Ästhetik und Kunst/ techné.
Etappen der Erörterung/ Darlegung: Platon, Aristoteles; Alberti; Leonardo;
Dürer; Vasari; Serlio; Federico Zuccari und die Kunsttheorien des Manierismus;
Lessing, Winckelmann und der Klassizismus; der deutsche Idealismus,
insbesondere Hegel, Schelling und die Münchner Akadmie; die Romantik
(Novalis, Kleist, Schlegel); Kants Kritik der Urteilskraft; die
schwarzromantischen Dissidenten (Baudelaire, Nérval, Gauthier); moderne
Künstlertheorien: Delacroix, Kandinsky, Klee, Bauhaus, Moholy-Nagy, Kepes,
Kleint, bildnerische Elementargrammatik; Informationstheoretische Ästhetik,
Albers, Kepes, Surrealismus: Kritische Paranoia (Dalì); Lacan; Ästhetik der
Immaterialität/ Postmoderne: Lyotard, Derrida (und die Architektur), Kunst und
Kulturindustrie: Debord und 'Dialektik der Aufklärung'; Eco, das offene
Kunstwerk und die Iteration der Erzählung;
Gefordert und erwartet wird mental wirksame Präsenz. Leistungsscheine werden
vergeben für die Verfertigung einer Semesterarbeit zu einem begründeten
eigenen Thema im Gebiet der Vorlesung nach Vorlage einer Disposition.
Teilnahmescheine werden ausgegeben für die Anfertigung des Protokolls einer
Vorlesung. Eine Frist für die Abgabe wird nicht vorab festgesetzt, sondern
ergibt sich aus dem Prozedere der Prüfungseinschnitte des Studiums an der
KHM. Die Wahrung der darin festgelegten Zeitphrasierung obliegt den
Studierenden. Man berücksichtige eine Frist von mindestens 6 Wochen
zwischen der Abgabe einer sprachlich korrekt und inhaltlich anspruchsvoll
ausgearbeiteten, unter Umständen in mehreren Schritten zu revidierenden
Semesterarbeit und der Anmeldung für das Vordiplom.
----------------------------------------------------------------
Fachseminar
Hauptstudium
DO 11.00-13.00 Uhr
Filzengraben 8-10, Seminarraum 204
Erkenntnistheoretische Grundlagentexte: Kunst und Symboltheorie
Die Befähigung zur Aneignung bestimmter Wissenschaften ist eine
unabdingbare Voraussetzung allen künstlerischen Schaffens. Im Seminar
werden erkenntnistheoretisch bedeutsame Texte erörtert. Kein Plädoyer für
Interdisziplinarität, keine Spekulation über, wie immer geartete, Beziehungen
von Künsten zu Wissenschaften ersetzt genaues Lesen und Verstehen.
Wir widmen uns, Stufe für Stufe, wenn nötig: Satz für Satz, einer genauen
Lektüre und Adaption von zunächst:
Nelson Goodman, Sprache der Kunst (erhältlich in einer neuen Übersetzung in
der Reihe 'suhrkamp taschenbuch wissenschaft'/ stw für 10 €),
sodann, in Auszügen, Texten von: Norbert Wiener (Kybernetik), Gregory
Bateson (Spieltheorie, Phantasie), Ernst Cassirer (Symbolphilosophie), Paul
Ricoeur (Metaphologie), Louis Hjelmslev (Sprachphilosophie).
Ein Besuch der Veranstaltung im vorangegangenen Semester ist keine
Bedingung für die Teilnahme an dieser Veranstaltung. Goodmans Buch soll
jedoch frühzeitig angeschafft und mit der Lektüre umgehend, selbsttätig
vorbereitend, begonnen werden
Kunst der Kunsttheorie VL 02
VL 2: 8. November 2005
Einführung: Kunst als Entwicklung der Notwendigkeit von Kunsttheorie II
In der zweiten Vorlesungen dieses Semesters erörtert Hans Ulrich Reck zunächst die
Literaturliste und gibt Kurzporträts der einzelnen bibliographischen Werke und Beiträge.
Dann setzt er seine Rekonstruktion einer historischen Anthropologie der Künste fort, für
welche theoretische Grundlegungen zwingend sind.
Nach den Bild-Einführungen zu Pierre Soulages und Neo Rauch wird die Reihe der
Beispielgebungen und ihrer Erörterungen fortgesetzt mit Werken von Aborigines, Adolf
Wölfli, Lascaux sowie den zivilisatorischen Leistungen und ästhetische Konzeptionen
kosmologischer Rhythmik seit dem alten Ägypten
Kunst der Kunsttheorie VL 08
VL 8: 20. Dezember 2005
Introspektion und Entäußerung: Vom Mittelalter zur Neuzeit mit Fokus auf
Bildkonstruktion bei Giotto
Zu Beginn der achten Vorlesung erwähnt Hans Ulrich Reck 'unnütze' Aspekte wie
technisch mangelhafte Ausstattung einer Elitekunsthochschule für Medien Köln.
Im weiteren rekapituliert Hans Ulrich Reck die Philosophie von Thomas von Aquin in
ihrer kunsttheoretischen Bedeutung und verweist auf Mikro-Makro-Kosmos-
Symbolisierungen als Bildlichkeit, die sich zu allen Zeiten unterhalb der diversen
Gottesauffassungen geltend macht.
Einige Beispiele von Giotto aus der Basilica di San Francesco in Assisi belegen eine
Wendung hin zu einer naturalistischen Technik trotz der symbolisch-kognitiven
Modellbildung. Das verweist auf die Emanzipation von den mechanischen Künsten und
belegt die Entstehung neuer Ansprüche an Künstlerrollen und -möglichkeiten.
In einem knappen Vergleich diskutiert Hans Ulrich Reck sodann Gemeinsamkeiten und
Unterschiede der europäischen Bild-und Architekturkonstruktion mit japanischen und
koreanischen Beispielen und Theoremen. Abstraktive Transzendenz steht in diesem
Vergleich zwischen Europa und Asien im 13. Jahrhundert gegen spirituelle Immanenz
Kunst der Kunsttheorie VL 01
VL 1: 25. Oktober 2005
Einführung: Kunst als Entwicklung der Notwendigkeit von Kunsttheorie I
In den ersten beiden Vorlesungen dieses Semesters entwickelt Hans Ulrich Reck anhand
von weit gefächerten Beispielen eine Typologie des Themas, in welchem kulturelle
Produktion als ästhetischer Entwurf erscheint. In Rekonstruktion einer historischen
Anthropologie der Künste erscheint Kunst als System der impliziten Entwicklung (der
Notwendigkeit) von Kunsttheorie, d. h. typologische Beschreibung genealogischer
Betrachtungen zu einer systematischen Weise von 'Kunst'
Das Techno-Imaginäre und die (bildenden) Künste
Begriffsklärung – Simulation und Dissimulation – Bruce Nauman – Mensch und Maschine – Robotik – bildgenerierende Verfahren – Kybernetik – Umberto Eco – Nam June Paik – Fluxus - Audiolectures 02,3
Weltsprache 'Kunst'? Konzeptkunst und Minimal Art
Begriffsklärung – Sol LeWitt – Lawrence Weiner – Verhältnis von Bild und Text – Gegenbewegungen – Donald Judd – weitere Beispiele – Joseph Kosuth - Audiolectures 02,4