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Weltentwürfe Kunst VL 02
VL 2: 28. Oktober 2008
Hinführung und Einstieg Teil II
In der zweiten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck die Erörterungen der vielfältigen Beziehungen zwischen Künsten und Kontexten fort. Die Erörterungen widmen sich vorrangig Zeit- und Historienbildern, also Bildallegorien aus
verschiedenen Epochen. Der Reigen der Beispiele reicht von Edward Kienholz' 'Tragbares Kriegs-Mahnmal' (in der Sammlung des Museums Ludwig Köln), Pablo Picassos 'Guernica' bis zum 'Floss der Méduse' von Théodore Géricault
Weltentwürfe Kunst VL 09
VL 9: 16. Dezember 2008
Geschichte und Typologie der Urbanisierung in vier Teilen. Teil II: Islam, Romanik,
Gotik
In der neunten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck die Typologie zur Architekturkunst und ihren Urbanisierungseffekten in einem zweiten Teil fort. Folgende Schwerpunkten werden erörtert:
– islamische Konzeptionen: Moschee und Prachtspalast; Poetik des Wassers, Ursprung der Stadt in der Markierung einer Quelle;
– Romanik, Autun, Vézelay, Formensprache Portalsplastik; Exkurs zur
Kreuzzugsprograganda und Bernard von Clairvaux;
– gotische Kathedrale (St. Denis und die großen französischen Kathedralen): Metonymie des Gottesstaates und Inkorporation der Transzendenz;
– Exkurse zu: Mittelalter, Buchmalerei versus zentralperspektivische naturalistische Stadtveduten; geometrischer Darstellungsraum; Perspektivität und Prozess der theoretischen Neugierde
Weltentwürfe Kunst VL 10
VL 10: 23. Dezember 2008
Geschichte und Typologie der Urbanisierung in vier Teilen. Teil III: Renaissance,
Barock, Moderne
In der zehnten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck die Typologie zur Architekturkunst und ihren Urbanisierungseffekten in einem dritten Teil fort. Folgende Schwerpunkten, Einschnitte, Zäsuren und Konzeptionen werden erörtert:
– Renaissance, religionskritischer Anthropozentrismus, Zentralbauten;
– manieristische Kapricen in der Inszenierung von 'Natur' (Gartenkunst);
– barocke Inszenierungen, das göttliche Auge des Weltenbeherrschers und die geometrisch gebändigte Natur: Versailles;
– modernistische Intransigenz – eine Typologie der Moderne und ihrer
Aufbruchsmomente und -modelle 1. Teil (Le Corbusier und die moderne Stadt; Urbanität der Moderne)
Weltentwürfe Kunst VL 08
VL 8: 9. Dezember 2008
Geschichte und Typologie der Urbanisierung in vier Teilen. Teil I: Pyramide, China,
islamische Stadt, Antike
In der achten Vorlesung wendet sich Hans Ulrich Reck einer neuen Perspektive zu und
versucht eine künstlerische Fokussierung des Lebens als knapp exponierende Typologie (Übersicht, Paraphrase, Zusammenfassung, Rekapitulation) zur Architekturkunst und ihren Urbanisierungseffekten in vier Teilen. Hier wird behandelt deren erster Teil mit folgenden Schwerpunkten:
– Ursprung der Stadt im vorderen Orient;
– Die Pyramide, ägyptische Konstruktion der Einheit von Priester und Jäger an der Spitze der Zitadelle;
– Sonnenmythos, Tommaso Campanellas 'Sonnenstaat', Freiheitsutopien versus
Ordnungsutopien, autoritative Zitadellenplanungen vom alten Ägypten bis zum
Pentagon; Wiedergeburt der Welt jedes Jahr neu;
– asiatische Stadt, chinesischer Palast und Garten, Bewässerung und Urbanität;
– Antike, Tempel, Templum; Stadtanlage: Akropolis und Agora; Kalokagathie und/ in der Skulptur, Kunstauffassung;
– Poetik der Natur, städtische Paradiesgärten in der Wüste: die islamische Stadt und ihre Zentrumsbauten (Bsp. Alhambra, Granada)
Weltentwürfe Kunst VL 07
VL 7: 2. Dezember 2008
Kunstreligion, Posthistoire, Utopie des Klassizismus
In der siebten Vorlesung nimmt Hans Ulrich Reck zunächst den Faden der Revokationen
der Religionskunst als Kunstreligion wieder auf. Im Zeichen der Krise um 1800 kann von einer eigentlichen romantische Entleerung der Welt geredet werden. Anschließend werden Allegorien des Post-Histoire erörtert und die Betrachtungen zu Ruine und Zerfall fortgesetzt. Ein letzter Teil widmet sich der Utopie des Klassizismus als Anti-Romantik.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Winckelmann und der Utopie des Museums.
Spezifische weitere Stichworte: Sozial- und Kulturgeschichte des Museums, Museologie und Zivilisationstheorie, Museum als Zeitmaschine und Zivilisationsapparat
Ästhetische Probleme der Gegenwart – Modellbildungen in Künsten und Theorien VL 10
VL 10: 1. Februar 2007
Utopien und Theorie des Hybriden
Die zehnte Vorlesung von Hans Ulrich Reck erörtert nochmals die Konstruktion von
Modellen des Wissens (Albertus Magnus, Athansius Kirchner) mit Verweisen auf den
Erkenntnisprozess dieser Konstruktionen, die Epistemologie und Wissenschaftstheorie
(Empirie, Hypothesen, Deduktion; Karl R. Popper, Thomas S. Kuhn), die Methodologie
zwischen Künsten und Wissenschaften
In einem zweiten Teil exponiert Hans Ulrich Reck Theorien und Modelle des Utopischen
in moderner und postmoderner Hinsicht (Utopien der Urbanität; Urbanisierung,
Lokalisierung, Globalisierung, Regionalisierung; Beispiele von Stadtutopien; Theorien des
Utopischen: vom Hybriden zum Paradoxen; Favelas und Informalität am Beispiel von
Rio de Janeiro) und wägt dazu die Nutzung des Themas der Hybridität in und zwischen
den Künsten sowie von Theorien des Hybriden ab
KHM 2006
Die KHM, die Kunsthochschule für Medien Köln, ist beinahe zwei Jahrzehnte alt. Für Akademien und Universitäten kein Alter, für eine Kunsthochschule für Medien eine lange Zeit – denn die Medien haben in diesem Zeitraum ihre Entwicklungsschritte rasant unternommen. Heute muss sich die KHM mit HD-Television, mit der Frage von bio-digitalen Lebensbedingungen beschäftigen, sie muss ihren Blick sowohl auf einen Kunstmarkt richten, der die Kunst immer ausschließlicher als Kapitalanlage begreift, sowie sich auf Medien konzentrieren, deren traditionelle Anstalten (wie beispielsweise der öffentlich-rechtliche Rundfunk) vor gravierenden Veränderungen stehen. Die digitalen Medien und ihr Einsatz in den Künsten, im Film, beim Video, in der postproduktionellen Bearbeitung, im Alltag (Kommunikation, Ökonomie und Politik) sind umfassend geworden und haben dadurch ihren Sonderstatus eingebüßt, der Zugriff auf den Computer ist Routine geworden.
Für eine Kunsthochschule, deren Selbstverständnis auf den Medien (im Kunst- und Kulturkontext) beruht, sind diese Entwicklungen eine ständige und große Herausforderung. [...]The KHM, Kunsthochschule für Medien Köln – Academy of Media Arts Cologne, is almost twenty years old. For academies and universities in general, this is not very old at all, but for an academy of media arts it is a long
time, for within this time span media have developed at an amazing pace. Today the KHM engages with HD television, and with bio-digital conditions of life. It confronts an art market that increasingly, almost exclusively even, views art as a capital investment, and focuses on media whose traditional institutions (for instance, public broadcasting) are on the brink of thoroughgoing changes. Digital media and their applications in the arts, film, video, post-production, and in everyday life communications, economics, and politics) have become all-pervasive and have lost their special status: access to computers is now routine.
For an academy whose self-concept resides in the media (in the context of art and culture) these developments are a great and ongoing challenge. [...
Das Bild zeigt das Bild selber als Abwesendes
Das Bild zeigt das Bild selber als Abwesendes: zu den Spannungen zwischen Kunst, Medien und visueller Kultur. -
Die Lage der Bilder ist heute nicht mehr, wie zuvor über Jahrhunderte, in erster Linie von Künsten und Kunstgeschichte bestimmt, sondern zunehmend durch die Bedingungen der mediatisierten Weltinnengesellschaft und ihre Strategien einer visuell globalisierten Rhetorik. Die Abhandlungen des Buches erörtern die gegenwärtige Lage der Bilder im spannungsgesättigten Horizont von Ästhetik, Medien, Kunst und visueller Kultur. Die bildenden Künste, längst nicht mehr auf Bilder beschränkt, arbeiten heute an den Grenzen diverser Felder: Bildtheorien, historische Anthropologie der Medien, Alltagskultur, apparativ gestützte Bildherstellungstechniken, erkenntniskritische Philosophie, 'disegno'/ Kunst des Entwerfens, Einheit und Rangstreit der Künste ('Paragone'), Mentalitätsgeschichte, 'Lebenswelt'. Kunst überfordern, ist die Devise. Den Fluchtpunkt der vorliegenden Abhandlungen zu einer dialektischen Bildertheorie bilden das Unmögliche und Unbekannte, auch Unzugängliche der Künste
Ästhetische Probleme der Gegenwart – Modellbildungen in Künsten und Theorien VL 12
VL 12: 8. Februar 2007
Zur Wahrheitsfrage von Bildern und zur Sprache von Denkmälern
In der letzten Vorlesung untersucht Hans Ulrich Reck zwei für die Diagnose der
ästhetischen Probleme der Gegenwart zentrale Komplexe. Unter dem Titel "Wahre
Bilder? Zur politischen Ikonographie und Erkenntnistheorie des Visuellen" wird die
Ikonographie der Bilder durch eine historisch-kritische Epistemologie des Visuellen
ergänzt. Der viel beschworene 'iconic turn' führt dabei weniger zu einem neuen Paradigma
als vielmehr zu einer erneuerten Kritik der Bildwissenschaften. Der zweite Komplex
widmet sich den Paradoxien der Todesinszenierung, wie sie in der Pathosformel von
Denkmälern zum Ausdruck kommt. Unter den Motiven des Erinnerns und Vergessens
werden vielfältige bis diverse Beispiele aus der Geschichte der Denkmäler im 20.
Jahrhundert untersucht, wobei alltägliche und ephemere, individuelle und subjektive
Ausdrucksformen ebenso eine Rolle spielen wie mediale Interventionen und eigentliche
Denkmäler.
//Von dieser Vorlesung existiert keine Tonaufnahme; Interessierte seien auf die anliegenden
Dokumente verwiesen/
Eigensinn der Bilder
Eigensinn der Bilder: Bildtheorie oder Kunstphilosophie?
Die vorliegende Publikation entwirft ein Panorama, das sich von einer Auseinandersetzung mit Methoden und Zielen einer historisch (selbst)bewußten aktuellen Kunstgeschichte über bildtheoretische Erörterungen zu einem epistemologischen Konstruktivismus (Nelson Goodman, Jean Piaget) erstreckt. Verhandelt werden weiter die Widerstandskraft der Bilder, die Produktivkraft des Dilettantismus mit Seitenblick auf die neuzeitliche Künstleraus-bildung, eine politisch-ikonographische Analyse politischer Manipulation mit Hilfe von Bildern und die Tauglichkeit einer visuell trainierenden Evidenzkritik, die man als eigentliche Programmatik eines Eigensinns der Bilder beanspruchen kann