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Zäsuren, Schwellen, Modelle, Verschiebungen – Übersicht über 2000 Jahre Traumdenken
Theorie des Verlaufs der Visionen, Beispiele ; mystischer Eros Präsenz/ Absenz; Wiederholung/ hermeneutische Kontrolle; Vision zwischen Gotteserfahrung und Psychologie; Säkularisationsfiguren der modernen christlichen Theologie und Dogmatik, Skepsis gegen christliche Dogmatik; Vision als Bildproduktion; Paradoxien zwischen Glaube und Bild, theologische Undarstellbarkeit und Theorie der neuzeitlichen Malerei; wechselseitige Durchdringung von Vision und Malerei; Vision und Askese mit Exkursen zu drogengestützten Visionen; Unterscheidung Vision/ Halluzination, Traum/ Vision. In der Vorlesung besprochene Künstler : Salvador Dalì, Peter Paul Rubens, El Greco, Oscar Dominguez, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Vittore Carpaccio, Pellegrino Tibaldi, Karl Blechen, Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl, Johann Heinrich Füssli (Henry Fuseli), Giovanni Battista Piranesi, Francisco de Goya y Lucientes, William Blake - Audiolectures 03,2
Beispielgebende Traumbilder, experimentierende Bildformen: Phantasmen, religiöse Visionen, Imagination, Groteske, Angst-Alb-Entsetzen
Rückblick auf die Ikonographie der Angst und Utopie seit der Romantik; Funktionswandel der Träume, Interiorisierung des numinosen Träumens; Exposition mit Ambrose Bierce: 'Vorfall an der Owl-Creek-Brücke'; Flanagan: Hirnforschung und Träume – Epiphänomenalität des Visuellen im Onirischen; Bildtheorie: mitlaufende Modelle, neuronale Figurationen, Zwang zur Gestaltprägnanz; Codierung und Hypersymbolisierung; Interpretationsinteresse von Bildern; verschiedene Konzepte des 'Träumens' Imagination/ Phantastik; Traum als Bildmaschine bei Hieronymus Bosch, Transformation des Heiligen in die Binnendämonie negationistisch handelnder Phantasie; Imagination anstelle des Heilsgeschehens, Dialektik der visuellen Aufklärung, Hinwendung zum Monströsen als einer 'Selbstbegegnung der Vernunft'. In der Vorlesung besprochene Künstler: Salvador Dalì, Peter Paul Rubens, El Greco, Oscar Dominguez, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Vittore Carpaccio, Pellegrino Tibaldi, Karl Blechen, Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, Johan Christian Dahl, Johann Heinrich Füssli (Henry Fuseli), Giovanni Battista Piranesi, Francisco de Goya y Lucientes, William Blake - Audiolectures 03,3
Weltentwürfe Kunst VL 14
VL 14: 3. Februar 2009
Warhol, Pop Art, Raymond Loewy, Aktionen, Konzeptkunst
In der vierzehnten und letzten Vorlesung des Semesters präsentiert Hans Urich Reck die im Bereich der Pop Art leider viel zu wenig beachteten Designarbeiten und visuellen Konzepte von Raymond Loewy (Coca Cola, Lucky Strike u v a m), die unseren Alltag überaus stark geprägt und geradezu mythologische Wirkung entwickelt haben, also in sich wahrhaft 'Pop Art' sind. Einige Verweise auf die Konzeptkunst und den Aktionismus um 1968 werden beschlossen mit einer Betrachtung zur Hinterlassenschaft von Andy Warhol und einigen seiner späten Arbeiten, in denen ebenfalls ikonische und logotechnisch als Popkultur perfektionierte Bilder und visuelle Strategien deutlich werden
Weltentwürfe Kunst VL 13
VL 13: 27. Januar 2009
Zur Verklärung des Gewöhnlichen und Kunst als Geste
In der dreizehnten Vorlesung erörtert Hans Ulrich Reck Strategien einer ontologischen Fiktionalisierung bisheriger, an das Kunstwerk gebundener (der auch gefesselter) Vorstellungen und Konzeptionen von Kunst. Die ästhetische Idealisierung der Entäußerung einer inwendigen Idee weicht der Ästhetik der Verklärung als Transfiguration des Gewöhnlichen. Kunst wird bei Marcel Duchamp zur Geste (Bsp. Ready-Made). Kunst lebt von nun an in einem Selbstbezug. Ein Strukturalismus der künstlerischen Systembildung entsteht. Kunst als Grenze, Kunst und Leben Kunst und Nicht-Kunst treten nunmehr immer als ineinander verflochtene, provokativ wirkende Dynamiken auf
Weltentwürfe Kunst VL 05
VL 5: 18. November 2008
Allegorien der Renaissance – Teil III
In der fünften Vorlesung schließt Hans Ulrich Reck die Erörterungen zu den Weltbildern/Allegorien der Renaissance ab. Dabei werden nicht nur weitere Beispiele aus der bildenden Kunst dargestellt, sondern auch Werke aus der Architektur. Und zudem werden einige theoretische und metatheoretische Betrachtungen zu den Konsequenzen aus den erörterten Konzepten angestellt. Beispiele und Themen dazu:
– denkende Kunst, forschende Denkweisen; Kunst als Forschung: Bsp. Leonardo
– Weltentwurf Renaissance, kopernikanische Wende und Weltmodellierung durch
Wissenschaft und innerweltliche Prinzipien
– Prozess der theoretischen Neugierde, Neuzeit
– Exkurs: Leonardos Linien; Hermetik, Arabeske, Weltformel Linie von der Antike bis Paul Klee
– Exkurs zu Manlio Brusatins Ausführungen zum Schöpfungsmythos und Weltbau-
Modell der Architektur als einer Kunst der Linien (aus: Brusatin, Geschichte der Linien, S. 180 ff)
– Architekturutopien der Renaissance; Weltbaumeister-Syndrom der Neuzeit;
Grundzügen einer Theorie der Architekturkunst: Perspektivische Konstruktion,
Perspektivität und Idealstadt
Weltentwürfe Kunst VL 03
VL 3: 4. November 2008
Allegorien der Renaissance – Teil I
In der dritten Vorlesung des Semesters entfaltet Hans Ulrich Reck die Thematik
eigentlicher Weltbilder, wie sie, mittels naturalistischer Darstellungstechnik und der Kundigkeit humanistisch-literarischer Referenzen in der Epoche der Renaissance zu Höchstleistungen artistischer Visualisierung entwickelt worden sind. Die ematik wird in drei Vorlesungen dargestellt. Der erste Teil startet mit historischem Vorspiel aus dem frühen 14. Jahrhundert, den Werken von Giotto und den Gebrüdern Lorenzetti (Siena, Palazzo Pubblico). Ein Durchbruch ist erreicht mit den Namen Florentiner Berühmtheiten: Masaccio, Botticelli, Ghirlandajo (Familie Tornabuoni; St. Maria Novella Florenz). Besonderes Gewicht erhalten, mit Verweis auf die bahnbrechenden kunstgeschichtlichen Erörterungen durch Pierre Francastel ('La Figure et le lieu. L'ordre visuel du Quattrocento') Sandro Botticellis allegorische Meisterwerke 'Primavera' und 'Venus'. Bereits die Technik hypernaturalistischer visueller Identi"kation und die exakte geometrische Konstruktion der Zentralperspektive ermöglichen allegoretisch ein neues Weltbild
Weltentwürfe Kunst VL 04
VL 4: 11. November 2008
Allegorien der Renaissance – Teil II
In der vierten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck die Erörterungen zu den
Weltbildern/Allegorien der Renaissance fort. Es geht um Piero della Francesca,
Andrea Mantegna, Leonardo da Vinci, Raffael, Michelangelo (Medici-Grabmäler),Tizian ('Himmlische und irdische Liebe'), Giorgione, Albrecht Dürer (Kupferstich 'Melencolia I')
Weltentwürfe Kunst VL 06
VL 6: 25. November 2008
Architekturutopien, Stadtrepublik als politische Kunst
In der sechsten Vorlesung setzt Hans Ulrich Reck zunächst die Darstellung der Idealstädte und Utopien fort, wobei am historischen Material immer auch die Funktionen der Utopien und des Utopischen generell erörtert werden.
Im zweiten Teil der Vorlesung wird der Prozess der Urbanisierung in Europa dargestellt.
Es ergeben sich eine neue Politik, Typologie und Diversität. Der Ausgang aus dem
Mittelalter schafft neu Stadtrepubliken oder Stadtstaaten. Sie werden verglichen mit der christlichen Siedlungspolitik und -auffassung. Die christlichen
Fundamentallebensgemeinschaften werden skizziert anhand der streng organisierten
Gemeinschaften von Fontenay und Pontigny sowie durch eine Darstellung des späten
Traums der Präraffaeliten und Nazarener (romantische Revokationen des religiösen
Kommunismus) ergänzt. Es folgt ein Exkurs zu Bildpolitik und Bildpolemik sowie den
Kreuzzügen. Im Zentrum steht eine Bildpolitik als imperiale Machtstrategie (anhand von Bernard von Clairvaux). Eine spätere Erfahrung setz dagegen auf die Revokation der Religionskunst als Kunstreligion. Die romantische Entleerung der Welt führt gegenwärtig zu einer Allegorie des Post-Histoire. Ein Exkurs widmet sich den darin einschlägigen Themen Ruine und Zerfall (Teil I)
Weltentwürfe Kunst VL 01
VL 1: 21. Oktober 2008
Anhand von Energieflüssen und Maschinenbau (mitsamt JGM) – Hinführung und
Einstieg
In der ersten Vorlesung entwirft Hans Ulrich Reck eine methodische, epistemologische, philosophische und thematische Einführung. Es geht um die Darstellung des Unsichtbaren. Und um mediale Verbindungen in Kunst und visueller Kommunikation anhand der Themen: Energieflüsse, Junggesellenmaschinen (JGM), Maschinenbau, Simulation
Weltentwürfe Kunst VL 00
Prof. Dr. Hans Ulrich Reck
Zwischen Freiheit und Ordnung, Totalität und Fragment: "Weltbilder" der Künste
(Architektur, Urbanität, Malerei, Hybride)
Basisseminar Grundstudium: Geschichte der Künste im medialen Kontext/ Geschichte der
bildenden Kunst; Vorlesung mit Diskussion, offen für Gasthörer
DI 10.30-13.00
Aula (Neubau), Filzengraben 2
Beginn: 21. Oktober 2008
Kunst entsteht im Rahmen der Zivilisationen. Mittels der Entwicklung symbolischer
Artefakte entwickelt die Deutung der Kunst ein eigenes ästhetisches System, das in
komplexer Beziehung zu Urbanität und der Geschichte der Stadt (funktional, strukturell,
imaginativ, symbolisch) steht. Die Stadt selber bewährt sich immer wieder als Medium,
Stoff und Objekt für die nicht selten zum System verbundenen Künste (Architektur,
Skulptur, Öffentlichkeit, Malerei, Poesie, Theater).
In den Bildern einer neuen Malerei, welche die Emanzipation der Stadtrepubliken von der
mittelalterlichen Aristokratie Europas weniger illustrieren, als vielmehr mitbefördern,
erlangt neuzeitliche Kunst eine wesentliche Fundierung. In der Folge treten immer
schneller sich verändernde Konzeptionen urbaner Wahrnehmung in neuen Bildformen
auf. Wie die Stadt 'Weltbild' ist, so artikulieren sich an Umbruchstellen bedeutende
Imaginationen als 'Weltbilder' – ganz unbesehen davon, ob diese Bilder und Visionen
Malereien oder Architekturen, ja: ganze Stadtentwürfe sind. Über die Erscheinung des
Motivs des Städtischen in der bildenden Kunst hinaus wird die Stadt selber Medium
künstlerischer Vermittlung und Initiierung neuer Erfahrungen, zumal in der Moderne
und den in ihr explodierenden Metropolen bis hin zur heutigen nach-modernen 'Exo-
Polis'.
Die Lehrveranstaltung widmet sich der Dynamik solcher metropolitan wirksamer
'Weltbilder'.
Als Gast wird der Künstler Erik Steinbrecher (seit WS 2009 auch Prof. für
Installation( Skulptur/ Raum an der HdK Zürich) an einer Sitzung seine Arbeit vorstellen
und mit uns diskutieren.
Begleitend zur Vorlesung wird von Stefanie Stallschus ein Tutorium/ Trainingsfeld
angeboten (Donnerstag 14.00 - 16.00 Filzengraben 8-10, Seminarraum 204
sowie Museen in Köln), in dem die intensive Beschäftigung mit einzelnen Kunstwerken
den historischen Überblick ergänzen und vertiefen soll. Das Tutorium dient außerdem der
Vorbereitung und Entwicklung der Abfassung von Seminararbeiten. Im Mittelpunkt des
Tutoriums steht die intensive Beschäftigung mit einzelnen Kunstwerken, um den
historischen Überblick aus dem Basisseminar zu ergänzen und zu vertiefen. Zu diesem
Zweck werden elementare Kenntnisse für das Sprechen und Schreiben über Kunst
vermittelt: unter anderem systematische Literaturrecherche, Werkanalyse,
kunstwissenschaftliche Methoden, Erstellung von Referaten und Hausarbeiten. Ziel ist es
ein Gespür dafür zu bekommen, wie und zu welchen Zwecken kunsthistorisches und
theoretisches Wissen erschlossen werden kann. Die Veranstaltung wird überwiegend vor
Originalen in den Museen von Köln und Umgebung stattfinden