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Traumphilosophien: Theoreme, Setzungen, Probleme und Modelle
Rekapitulation und Ausblick: Zur Aktualität des Träumens und Thesen zu medialen Rückkoppelungen des Onirischen an die entfalteten videographischen und televisuellen Bildmaschinerien; Exkurse zu Film und Video - Audiolectures 03,13
Bildende Kunstgeschichte - VL 01
VL 1: 23. April 2010
Bildende Kunstgeschichte. Einführung Theoriemodelle und Analysen zu Werken
In der ersten Vorlesung, die Hans Ulrich Reck als Eröffnung des ersten kompakten Tages mit anschließender Exkursion vor Originale in Kölner Museen hält – in denen zusammen mit Stefanie Stallschus und aktiven Studierenden unterschiedliche Modelle von Bildthematisierungen (Aneignungen, Beschreibungen, Kontextualisierungen) entwickelt werden –, geht es um die PopArt
Rosenkreuzer-Ikonographie(n)/ Athanasius Kircher
Symbolisches Referenzsystem einer anti-mimetischen, nicht-abbildlichen Kunst; idiosynkratische Gefühle, Singuläre Welten: Kunst von 'Geisteskranken'; Bildtheorie des Problems Ikonizität: Vera Icona und die Folgen versus assoziative Imagination des Unsichtbaren; Romantik, Utopie, Bild, Natur; schwarze Romantik, Interiorisierung der Imagination, Paradigmenwechsel der Traumfunktion - Audiolectures 03,9
Resonanzen des Hermetischen, Philosophische und symbolische Programmatiken/ Hermetische Embleme
In der Vorlesung besprochene Künstler: Marcel Duchamp; Salomono Trismosin, La toyson d'or, 1612; Michael Maier, Scrutinium Chymicum, 1687; Tractatus qui dicitur Thomae Aquinatis de alchemia, 1420; Tizian; Claude Monet; Max Ernst; André Breton, Amour fou, 1937; Pellegrino Tibaldi; Rosso Fiorentino; Giorgio Vasari, Studiolo, Florenz, Palazzo Vecchio, 1570-72; Hendrick Goltzius; Marc Chagall; Parmigianino; Raffael und Giulio Romano; Caravaggio; Rosso Fiorentino; El Greco; Salvador Dalì; Pieter Aertsen; Henri Rousseau; Leonardo da Vinci; Giacomo Torelli; Athanasius Kircher; Albrecht Dürer, Traumgesicht oder 'Traumvision', 1525; Robert Fludd, Utriusque cosmi, maioris scilicet et minoris, metaphysica, physica atque technica historia – in duo volumina secundum cosmi differentiam divisa, 2 Bde., Oppenheim, 1617-1621; Odilon Redon; Mario Bettini; Hildegard von Bingen; P. Mersenne; Pablo Picasso; Lorenz Stoer; Paul Klee; Max Ernst; 'Mysterium Magnum' von Jacob Böhme, 1682; Scipione (=Gino Bonichi); Bomarzo, Gärten des Grafen V. Orsini, 17. Jh; Dame mit dem Einhorn, Zyklus aus Lyon zu den Sinnen und ihrer Allegorie, Tapisserie im Museum Cluny, Paris, um 1500; Matthäus Merian; Giorgio Ghisi; Marc Anton Raimondi; Dosso Dossi; Fabius von Gugel; Jacques Callot; Hartmann Schedel, Buch der Chroniken, Nürnberg 1493; Hartmann Schedel, Illustration aus 'Liber Chronicarum', Anf. 16. Jh.; George Cruikshank; Grandville, Un autre monde, Paris 1844; Agostino Carracci; William Hogarth, The Analysis of Beauty, London 1753; Giovanni Battista della Porta, De Humana Physiognomia, Neapel, 1586; Honoré Daumier; Johann Kaspar Lavater; François Desprez; Lobacco; Giovanni da Udine; Christoph Jammnitzer; Gottfried Müller; Hans Leonhard Schäufelein; Jean-Baptiste Oudry; Théodore Maurisset; Ferdinand August Oldenburg; Lektionar von St. Martial zu Limoges, 10. Jh.; Meister E. S.; Peter Flötner; Johann David Steingruber; Ferdinand Kriwet; Jean-François Bary; Guillaume Apollinaire, Calligrammes, 1918; magisches Quadrat 'Sator Arepo'; kalligraphischer Text von Johann Neudörffer aus 'Eine gut Ordnung und Unterricht', 1538; Giuseppe Arcimboldi; Erhard Schön; Jean-François Niceron, La perspective curieuse ou magie artificiele des effets merveilleux, Paris 1638; Grégoire Huret; Shrî-Yantra; lamaistisches Vajra-Mandala; Henrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, De occulta philosophia Libri, 1533; Basilius Valentinus; Thomas Norton 'Mercurius redivius', 1630; De Glanville, Le Propriétaire des choses, 1487; Hartmann Schedel, Das Buch der Chroniken und Geschichten, 1493; Heinrich Khunrath, Amphiteatrum, 1595/ 1609; Barchusen, Elementa chemicae, 1718; Sandzeichnung der Navajo-Indianer; Boschius, Symbolographia, 1702; Horapollo, Selecta hieroglyphica; Eleazar, Uraltes chymisches Werk, 1760; Ripley Scrowle, Die rot-weisse Rose als Geburtsstätte des filius philosophorum, 1588; Oswald Wirth; Jamsthaler, Viatorum spagyrium, 1625; Stephan Michelspacher, Die Cabala. Spiegel der Kunst und Natur, 1615; Jan Sadeler; Annibal Barlet, La théotechnie ergocosmique, 1653; Valentinus, Duodecim claves, 1678; Mylius, Philosophia reformata, 1622; Stolcius de Stolgenberg, Viridarium chymicum, 1624; Trimosin; Adolpho Luckiny, Universal Tinctur, 1750-60; Buch der heiligen Dreifaltigkeit, Ulmannus, Beginn 15. Jh.; Libavius, Alchymia, 1606; Nicolaus Flamell, 1681; Raymundus Lullus, Liber de Ascensu, 1512; William Blake; Herrad von Landsberg, Hortus deliciarum, 1180 - Audiolectures 03,7
Hermetische Transformationen in den Künsten des 20. Jahrhunderts - Antonin Artaud, Max Ernst, Dalì-Buñuel
Zu Artaud: Hermetik, Alchemie, Götter-Prinzipien, Einheit ('Heliogabal'); Peyotl, Einheit, Kultur der Bewusstlosigkeit ('Tarahumaras'); Ich und Bewusstsein; Kulturhass und Zivilisationsverachtung; der 'primitive Geist' Mexikos; das 'Gebirge der Zeichen'; Giordano Bruno; die Serie der 'sorts': Theater mit dem Körper (Idiosynkrasie) auf/ durch Papier. Verschiedene Sequenzen aus Buñuel/ Dalì, 'Der Andalusische Hund' (1929); Metaphern, Metonymien, Montagetechniken, Dramaturgie der Übergänge als Formung einer spezifischen, traumanalogen Bildlogik des Denkens; Analyse der Übergänge, Narrativität und Bildlogik; Exkurs zum durchgeschnittenen Auge (Bataille; Horus/ Set; mythographische Materialien zum zerstückelten Körper); Dekonstruktionen des Auges: Apparatisierung, Kritik des Sehens, Projektile, Auseinandersetzungen; Körper nach Bildvorgaben: Hysterie etc.; Ekstaseformen des deregulierten Körpers; Versteinerungen: Bann der Naturgeschichte; Fixierung des entschwundenen Lebens: Geist, eingeschrieben in Stein; Artefakte, Hantieren, Handgriffe, Instrumente, die Innervierende Operationalisierung der Sehlust, Zwischenzone der Dinge, Griffgenauigkeit der Geräte; Dalìs paranoisch-kritische Methode; Funktion und Theorie des Schocks; Epiphanie des Wunderbaren, das Geheimnisvollste Im Profanen: Theorie des Surrealismus; Unsichtbares wird sichtbar, Erschrecken und Geheimnis; zur Ikonographie des Hundes als Träger von Leidenschaftlichkeit; Motive und Bildfindungen von Dürer bis Andrej Tarkowski - Audiolectures 03,10
Werk und Diskurs VL 02
VL 2: 4. November 2010
Postmoderne Autorschaft, minimal und conceptual art
In der zweiten Vorlesung leitet Hans Ulrich Reck, nach einer üblichen Rekapitulation der letzten Vorlesung, über zu Thesen zur postmodernen Autorschaft. Eine besondere Rolle spielen darin die Thesen und Ausführungen von Felix Philipp Ingold zum Wandel in der Auffassung und im gesamten Dispositiv der Autorschaft in der Literatur und ihrer Entwicklung über die letzten einhundert Jahre. Der Hauptteil der Vorlesung widmet sich dann den bahnbrechenden Arbeiten herausragender Vertreter von minimal und conceptual art
Bildende Kunstgeschichte - VL 04
VL 4: 25. Juni 2010
Marcel Duchamp
In der vierten Vorlesung, die Hans Ulrich Reck zur Eröffnung der Exkursionen zu
Bildoriginalen und zur Arbeit an der Aneignung und Artikulation von Bildmodellen
zusammen mit den Studierenden in den Kölner Museen hält, geht es um einen weiteren
bahnbrechenden Künstler, Marcel Duchamp, aber auch um eine Zäsur, ja radikale
Verschiebung in der bisherigen Bildauffassung und all ihren Thematisierungen.
Duchamp hat Kunst in ein Spiel mit Denotationen und Irritationen verwandelt.
Bezugnahmen auf Schachspiel, Mathematik, Wissenschaften treten nun in neuer Weise in das Geflecht der Referenzen ein. Kommt dazu eine Geste der Verdoppelung des Alltags mittels zu Kunstwerken erklärten gewöhnlichen Objekten. Diese Transformation/ Transfiguration/ Verklärung bleibt eine verbindliche Markierung und Fluchtlinie für das gesamte weitere zeitgenössische Schaffen aller Künstlerinnen und Künstler seither und bis heute
Bildende Kunstgeschichte - VL 02
VL 2: 23. April 2010 Teil II
Bildende Kunstgeschichte. Einführung Theoriemodelle und Analysen zu Werken
In der zweiten Vorlesung, die Hans Ulrich Reck direkt im Anschluss an Darlegung,
Erörterung und Diskussion der Pop Art hält, weist er zunächst darauf hin, dass auch an anderen Beispielen zu anderen Zeiten die Kontextualisierung der Werke (Bilder, Kunst) eine entscheidende Rolle spielt. Bilder sind immer Medien, in denen sich diverse Kräfte kreuzen und verbinden: Technik, Alltag, Lebenswelt, Philosophie, Handwerk, Kunststatus, Wissenschaft, andere Künste etc.
Dann entfaltet Hans Ulrich Reck – im Sinne eines ausgedehnten Exkurses – das Panorama der intrikaten und komplexen Allegorien und Weltbilder (u. a. von Piero della Francesca, Giorgione, Albrecht Dürer, Sandro Botticelli), wie sie für die Renaissance, also die Hochzeit der beginnenden Neuzeit typisch sind
Verschiebung, Verdichtung, Aspektwechsel, Transformation, Verbindungen – onirische Bildauffassung und traumbezogene Formtheorie am Beispiel der Bildmontagen/ 'Fotoromane' von Max Ernst
Vom Portrait/ der Physiognomie des menschlichen Gesichts und der Landschaft zur Hieroglyphik der Natur und dem neuronalen Tanz/ Methoden der Introspektion als hermetische Erkundungen des Unsichtbaren - Audiolectures 03,11