Zeitschrift für Soziologie
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    Hamlet or System Theory

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    Fall or Renaissance of the Self-Emplyoed? Statistical Data Concerning the Development in the EC and in North America

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    Es wurde gezeigt, daß, gleich welches relative Maß zugrundegelegt wird, mit Ausnahme des Vereinigten Königreiches in allen EG-Ländern, den USA und Kanada zwischen 1960 und 1982 von einer Renaissance der Nichtabhängigen, des Kleinbürgertums bzw. der Selbständigen nicht die Rede sein kann. Daß ihr Niedergang sich seit Mitte der 70er Jahre abbremste, wurde vor allem als Konsequenz der allgemeinen Abschwächung des Wirtschaftswachstums interpretiert. Eine produktionsbereichs- bzw. sektorenspezifische Betrachtung ergab, daß der Nichtabhängigenanteil allein im Bauwesen stieg und daß er im sekundären Sektor stagnierte. Eine Komponentenanalyse zeigte, a) daß der Rückgang des Nichtabhängigenanteils in den USA und in den Beneluxländern vor allem eine Folge von produktionsbereichsinternen Prozessen, in den meisten EG-Ländern jedoch vor allem eine Folge der Schrumpfung von Produktionsbereichen mit hohem Nichtabhängigenanteil war und b) daß die Bedeutung von produktionsbereichsinternen Proletarisierungsprozessen mit dem Rückgang des Nichtabhängigenanteils in einer Gesellschaft etwas zunimmt.

    Genre Characteristics of Conversion Accounts

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    In diesem Beitrag werden mündlich vorgetragene Schilderungen der eigenerlebten Konversion verglichen und im Hinblick auf Gattungsmerkmale untersucht. Im Mittelpunkt stehen einerseits die situativen und sozialen Voraussetzungen für das Erzählen einer Konversionsgeschichte, insbesondere die Art der Sozialbeziehung zwischen dem Erzähler und seinem Zuhörer, die durch das Kriterium der Mitgliedschaft in einer religiösen Gruppe definiert ist. Andererseits werden die elementaren Komponenten von Konversionserzählungen isoliert und in ihrer funktionalen Bedeutung für den Gesamtaufbau gewichtet. Ein entscheidendes kommunikatives Problem entsteht dadurch, daß der Erzähler eine persönliche religiöse Erfahrung als Ursache für seine Konversion geltend macht. Der Autor liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der Mittel und Strategien, mit denen der Erzähler versucht, das damit verbundene Darstellungsproblem zu lösen und das religiöse Schlüsselerlebnis für seine Zuhörer faßbar zu machen.

    Experiencing Unemployment and the Resulting Sociopolitical Attitudes

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    Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung steht die Frage, ob Arbeitslosigkeit in der Jugendphase demotivierend wirkt und von anomischen Tendenzen begleitet ist. Im einzelnen wird untersucht, inwieweit Arbeitslosigkeitserfahrungen Jugendlicher im Zusammenhang stehen mit bestimmten Einstellungen zu Arbeit und Beruf, Attributionen beruflichen Erfolgs, Motivationsvariablen und soziopolitischen Einstellungen wie etwa Anomie. Als nächstes wird geprüft, ob derartige Zusammenhänge durch sozialstrukturelle und andere Faktoren differenziert werden müssen. Außerdem wird gezeigt, inwieweit sich die untersuchte Population in ihrer Antwortverteilung von entsprechenden Antwortverteilungen in allgemeinen, repräsentativen Bevölkerungsumfragen unterscheidet. Die Daten der Untersuchung basieren auf einer schriftlichen Befragung von Teilnehmern des Berufspraktischen Jahres (BPJ) in Bayern. Insgesamt machen die Ergebnisse deutlich, daß es sich bei den befragten jugendlichen Arbeitslosen nicht um eine desorientierte, daher demotivierte und desinteressierte Problemgruppe handelt. Die Ergebnisse vermitteln eher den gegenteiligen Eindruck. Pflichtbewußtsein und Leistungsbereitschaft der befragten Jugendlichen erscheinen hoch, allerdings gepaart mit einer gekränkten Enttäuschung über eine ungerechte Gesellschaft, die sie mit ihren Problemen zusehr allein läßt. Letzteres trifft auf alle Strata gleichermaßen zu. Differenzierungen ergeben sich dagegen z. B. im Hinblick auf die Attribution beruflichen Erfolgs, der bei Besserqualifizierten eher fähigkeitszentriert und weniger anstrengungszentriert erklärt wird.

    Political Narrowmindedness of the "Petit Bourgeois" - An Empirical Contribution to an Analysis of Political Consciousness in the Federal Republic of Germany

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    Bei der exemplarischen Untersuchung von Berufsgruppen der unteren Mittelschicht (140 Personen aus zwei Kohorten) erwies sich der Begriff der Kleinbürgerlichkeit als unentbehrlich zur Charakterisierung der politischen Orientierungen eines relevanten Teils der Befragten. Sichtbar wurde ein Typus politischen Denkens, der weder dem von Angestellten, noch dem von Industriearbeitern entspricht, aber deutliche Verwandtschaft mit traditionell kleinbürgerlichen Orientierungen mit moralisierenden, konformitätsorientierten Zügen aufweist. Allerdings sind auch Unterschiede zu dem als typisch kleinbürgerlich geltenden faschistoiden Denken der Weimarer Zeit offenkundig. Angesichts der historischen Diskreditierung autoritärer Deutungsmuster ist kleinbürgerliches politisches Denken gegenwärtig offensichtlich eher auf subpolitischer Ebene, als kulturell definierte Abgrenzung gegenüber abweichenden gesellschaftlichen Gruppen zu identifizieren, was auf Entideologisierungs-, nicht aber Nivellierungstendenzen verweist. Die Untersuchung belegt allerdings auch die Heterogenität der politischen Orientierungen in der Befragtengruppe. So finden sich neben kleinbürgerlichen auch andere Typen politischer Orientierungen. Die gesellschaftliche Bedeutung traditionell kleinbürgerlichen Denkens, dieses retardierenden gesellschaftlichen Elements, darf dennoch nicht unterschätzt werden. Vermutlich ist es in anderen Bereichen, z. B. kleinstädtisch-ländlichen Regionen, stärker verbreitet als in dieser großstädtischen, beruflich gut integrierten Befragtengruppe; und es kann angesichts künftig evtl. zunehmender Abschließung sozialer Schichten keineswegs als historisch obsolet angesehen werden.

    Formal Rationality and "Wertfreiheit" in Max Weber's Opus

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    Im Werk Max Webers spielen der Rationalitäts- und der Wissenschaftsbegriff eine zentrale Rolle. Sie werden in der Diskussion über sein Werk jedoch so gut wie nie in Verbindung zueinander gebracht. Macht man das aber, so erweist sich, daß Weber in seiner Definition von formaler und materialer Rationalität des Wirtschaftens gegen seine eigenen Prinzipien einer wertfreien Wissenschaft verstößt. Er bestimmt die formale Rationalität des Wirtschaftens nämlich ganz eindeutig vom für ihn 'materialen' Standpunkt optimaler Kapitalverwertung aus.

    A Decision Theory Model for the Analysis of Mediation and the Concept of Nearness to Conflict

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    In den letzten Jahren wird vor dem Hintergrund der Kritik an der gerichtlichen Konfliktverarbeitung und dem steigenden Geschäftsanfall der Justiz konsensuellen Streitregelungsverfahren große Aufmerksamkeit gewidmet. Falke und Gessner haben aufgrund einer funktionalistischen Analyse des Konflikts die Forderung nach Konfliktnähe eines Streitregelungsverfahren erhoben. Im vorliegenden Aufsatz wird anhand allgemeiner entscheidungs- und spieltheoretischer Überlegungen ein Modell entwickelt, das die Bedingungen der Inanspruchnahme und des Erfolgs von Vermittlungsverfahren aufzeigt. Die Schlußfolgerungen von Falke/ Gessner lassen sich innerhalb des individualistischen Ansatzes reproduzieren. Das Modell macht jedoch deutlich, daß die Rolle des Vermittlers und seine Ziele bisher zu wenig beachtet wurden. Es zeigt Gefahren auf, die mit einer Rechtspolitik der Ausweitung konsensueller Verfahren verbunden sein können.

    The Antinomies of Neofunctionalism - A Critical Assessment for Jeffrey Alexander's Theory

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    Seit dem Beginn der achtziger Jahre unternimmt ein Kreis jüngerer amerikanischer Soziologen um Jeffrey Alexander energische und spektakuläre Versuche, durch Anknüpfung an das Lebenswerk von Talcott Parsons der Soziologie zu einem einheitlichen und umfassenden theoretischen Gerüst zu verhelfen. In diesem Aufsatz werden Alexanders Verdienste bei der Rechtfertigung allgemeiner soziologischer Theorie (insbesondere Handlungs- und Ordnungstheorie) gewürdigt, zugleich aber Einwände gegen den Charakter von Alexanders Theorie erhoben. Die Prüfung von Alexanders metatheoretischen Überlegungen und seiner Interpretationen soziologischer Klassiker (Marx, Durkheim, Weber, Parsons) ergibt, daß Alexanders metatheoretischer Rahmen nicht geschmeidig genug ist, um die Problemlage der Klassiker wirklich zu rekonstruieren. Es werden Hinweise auf eine Handlungstheorie gegeben, die sich der Antinomie von Utilitarismus und Normativismus entzieht und damit theoretisch und interpretatorisch dem Erbe der soziologischen Klassiker angemessener ist.

    Of Wild Men and Poor Wretches - An Attempt to Define Postmodern Small-mindedness

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