Zeitschrift für Soziologie
Not a member yet
    1359 research outputs found

    What is a Social Movement? Distinction and Unity of a Social Phenomenon

    No full text
    Trotz eines quantitativ beeindruckenden Umfangs der soziologischen Analyse sozialer Bewegungen bleibt bislang die Frage offen, was eine soziale Bewegung eigentlich ist. In diesem Artikel werden zunächst unterschiedliche Konzeptionsentwürfe sozialer Bewegungen daraufhin untersucht, wie sie die Vorstellung von der Einheit sozialer Bewegungen gewinnen. Dabei erweist sich der Bezug auf Ziele und Organisationsformen als nicht zureichend, um die Distinktivität des Phänomens zu erfassen. Auf diesem Hintergrund wird der Versuch unternommen, an die Theorie autopoietischer sozialer Systeme anzuschließen und die Frage nach der Einheit und Geschlossenheit sozialer Bewegungen in neuer Weise aufzunehmen. Dabei wird die Schließung des Sozialsystems soziale Bewegung in selbstreferentiellen Mobilisierungsereignissen festgemacht, die als Elementaroperation sozialer Bewegungen identifiziert werden.

    Real Defnitions, Ideal Types and Reifications - Comments on R. Kreckel's Comments

    No full text
    -

    Forms of Critical Argumentation, or: How Verdicts are Passed on New Scientific Publications

    No full text
    Häufig ist die Klage zu vernehmen, das Rezensieren kenne im Grunde keine Regeln und kein Gesetz. Allgemein anerkannte Programme oder Partituren, die rezensive Kritik verbindlich leiten könnten, existieren in der Tat nicht. Doch läßt eingehendes Studium der Besprechungen wissenschaftlicher Publikationen sehr wohl spezifische Regelhaftigkeiten und Ordnungen erkennen, die kollektiv abgestimmt erscheinen, ohne daß sie expliziten Plänen folgten. Es kristallisiert sich eine relativ begrenzte Zahl typischer Rezensionsgestalten heraus, deren markanteste der Artikel exemplarisch vorstellt.

    The Job Passage into Entrepreneurship. Theoretical and Empirical Findings on the Social Process of Firm Foundatios

    No full text
    Der Aufsatz beschäftigt sich zunächst theoretisch und sekundär-statistisch mit der beruflichen Ein- und Austrittsmobilität bei der Wirtschaftskategorie der Selbständigen und konstatiert diesbezüglich eine relativ beachtliche individuell-personelle Fluktuation, welche in den 'großen' Gesellschaftsentwürfen früherer Zeit entweder kaum registriert oder bestritten worden war. Daran anschließend wird gefragt, wie der Schritt in die selbständige Erwerbsarbeit auf der Akteursebene operationalisiert wird. Diesbezüglich nimmt der Beitrag Bezug auf Ergebnisse einer empirischen Pilot-Untersuchung, die sich mit den Instrumentarien beschäftigt, welche in dem sozialen Prozeß der Konstitution einer Firma eingesetzt werden. Hier wird deutlich, daß neben den in unterschiedlicher Komposition relevanten Ressourcen Geld und Wissen der Rolle der Sozialkontakte eine Schlüssefunktion zukommt.

    "Occult" Everyday Life. Description and Sociological Interpretations of " New Age"

    No full text
    -

    Industrial Participation as Social Interaction. A Contribution to the Analysis of Industrial Relations within the Firm

    No full text
    Im gegenwärtigen Strukturwandel des bundesdeutschen Systems industrieller Beziehungen gewinnt die betriebliche Regelungsebene zunehmend an Bedeutung. Das schlägt sich auch in einer gewissen Umorientierung der gewerkschaftssoziologischen Forschung nieder, die sich nun stärker als in der Vergangenheit den innerbetrieblichen 'Industrial Relations' zuwendet. Dabei stößt man als Sozialforscher auf verschiedene konzeptionellanalytische Schwächen bisheriger Studien; dies wird an drei zentralen Aspekten näher erläutert, wobei dem Autor eine interaktionstheoretisch orientierte Perspektive als Folie seiner kritischen Anmerkungen dient. Dabei wird (a) die starke Betriebsratsorientierung bisheriger Studien und ihre weitgehende Ausblendung des Managements als innerbetrieblichem Aktor kritisiert, (b) die bislang kaum thematisierte Relevanz intra-organisationeller Aushandlungsprozesse für die Struktur der inter-organisationellen Beziehungen der Betriebsparteien betont, um dann (c) für eine stärkere Berücksichtigung der 'informellen' Beziehungsebene zu plädieren.

    The Integration of the Second Generation. Towards an Explanation of "Cultural" Differences

    No full text
    Gegenstand des Beitrags ist die Erklärung von Unterschieden in Sprachkenntnissen und interethnischen Freundschaften bei jugoslawischen und türkischen Arbeitsmigranten der ersten und zweiten Generation. Das theoretische Ausgangsmodell erklärt diese Prozesse als kombinierte Folge von (latenten) Interessen und (faktischen) Handlungs-Beschränkungen. In Abhängigkeit theoretischer Annahmen über die Verteilung der Handlungsbeschränkungen nach Handlungstypen (Spracherwerb als 'absolute', Freundschaftswahl als 'relationale' Handlung) und Kontexten (Nationalität, Schulsituation, kulturelles Milieu im Elternhaus) ergeben sich unterschiedliche statistische Modelle für die Wirksamkeit der Verminderung von Handlungs-Beschränkungen. Die Konfrontation der theoretisch begründeten statistischen Modelle mit empirischen Daten zeigte die Haltbarkeit der theoretischen Überlegungen. Es wurde deutlich, daß sich 'kulturelle' Differenzen in der Eingliederung nahezu restlos durch Unterschiede von Kollektiven (Nationalität, Generation) in strukturellen Begrenzungen erklären lassen.

    Rationality, Cognition, and Emotion: The Mode of Human Behavior as a Dependent Variable of Social Development

    No full text
    Die Prozeß- und Figurationstheorie zeichnet sich gegenüber traditionellen Ansätzen durch die Synthese der Mikroperspektive behandelnder Menschen, der Mesoperspektive zwischenmenschlicher Interdependenzgeflechte und der Makroperspektive langfristiger gesellschaftlicher Prozesse aus. Es wird eine Theorie menschlichen Handelns entworfen, die auf unnötige Prämissen verzichtet und mehrere Typen menschlicher Verhaltenssteuerung - Affekt, Konditionierung, Kognition - integriert. Zentrale Aussage der Eliasschen Zivilisationstheorie ist, daß Rationalismus und Individualismus, die aktuellen Handlungstheorien als Universalien menschlichen Handelns zugrundeliegen, lediglich abhängige Variablen der langfristigen gesellschaftlichen Entwicklung sind. Am Beispiel der Eingliederungsforschung wird demonstriert, daß die Prozeß- und Figurationstheorie realitätsadäquatere und empirisch bewährtere Erklärungen zu liefern vermag als die individualistische Theorie rationalen Handelns.

    The Second Child. On the Road to the One-Child-Family?

    No full text
    In diesem Beitrag wird theoretisch und empirisch untersucht, welche Bestimmungsgründe für die Geburt eines zweiten bzw. dritten Kindes maßgeblich sind und wie sich die Entscheidungssituation im Zusammenhang mit Überlegungen zu einem zweiten Kind im Zuge des Wandels von Familie und Familienbildung verändert hat. Dabei wird der These entgegen getreten, daß wir auf dem Weg zur Ein-Kind-Familie sind. Dafür lassen sich eine Reihe von theoretischen Gründen angeben. Die zentrale These ist, daß mit der größeren individuellen Autonomie bei der Entscheidung für oder gegen eine Familie sich immer mehr Partner entweder gegen Kinder überhaupt oder aber eher für mehr als ein Kind entscheiden. Diese These läßt sich empirisch plausibilisieren. Mehr noch, es lassen sich deutliche Anzeichen dafür erkennen, daß sich ein solches Muster zukünftig etablieren könnte.

    384

    full texts

    1,359

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Zeitschrift für Soziologie
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇