Zeitschrift für Soziologie
Not a member yet
1359 research outputs found
Sort by
Why do partnerships fail? Subjective causes for seperation of marriages and Non-Marital Partnerships
Im vorliegenden Beitrag wird über die Ergebnisse einer Studie berichtet, in der 130 geschiedene oder getrennt lebende Personen nach den Ursachen ihrer Scheidung bzw. Trennung und nach ihren wichtigsten Beziehungsproblemen gefragt worden sind. Dabei wurden sowohl eheliche als auch nicht-eheliche Partnerschaften in die Untersuchung einbezogen und Trennungsverhalten und Trennungsgründe vergleichend analysiert. Es wurde deutlich, daß hoch institutionalisierte Beziehungsformen (Ehepaare mit Kindern) vor der Trennung eine wesentlich höhere Problembelastung aufweisen als gering institutionalisierte nicht-eheliche Beziehungsformen. Damit zusammenhängend unterscheiden sich die genannten Trennungsgründe: So nennen Ehepartner mit Kindern finanzielle Probleme und tiefreichende Zerwürfnisse mit dem Ex-Partner weit häufiger, wogegen sich kinderlose Ehepartner häufiger allmählich auseinanderleben, ohne daß sich ausgeprägte Konflikte zwischen ihnen entwickeln. Langeweile, Routinisierung und emotionale Verarmung der Partnerschaft werden dann als Trennungsursachen genannt.
Unemployment and the Course of Further Employment
Trotz neuerer Entwicklungen auf der konzeptuellen und methodischen Ebene, welche die dynamische Seite von Arbeitslosigkeit betonen, ist die Soziologie der Arbeitslosigkeit meist auf eine statische Betrachtungsweise gegründet. Dies ist hauptsächlich eine Folge des Gebrauchs von Daten amtlicher Statistiken, welche sich auf den Umfang und die Struktur des Arbeitslosenbestands beziehen. Arbeitslosigkeit tritt jedoch wesentlich häufiger im Erwerbsverlauf auf, als die amtlichen Daten vermuten lassen. Die Arbeit untersucht den weiteren Erwerbsverlauf einer Zugangsstichprobe von Arbeitslosen und versucht zu zeigen, daß dieser zu einem erheblichen Ausmaß im Licht des bisherigen Erwerbsverlaufs verstanden werden kann. Dies gilt besonders für Frauen, die im Anschluß an die Arbeitslosigkeit häufig aus dem Arbeitsmarkt austreten, wenn sie zwischen 25 und 40 Jahre alt sind bzw. dann, wenn sie kleine Kinder haben. Bei Männern zeigen sich dagegen kaum Effekte des Alters oder kleiner Kinder in der Familie. Außerdem ergibt sich, daß ein stabiler bisheriger Erwerbsverlauf auch eine längere Dauer der Arbeitslosigkeit bewirkt, während Arbeitslose, die im bisherigen Erwerbsverlauf häufiger Beschäftigungsverhältnisse gewechselt haben, die Arbeitslosigkeit auch schneller verlassen, freilich auch schneller erneut arbeitslos werden.
Lack of Opinion in Interviews: Manifestations and Consequences of different Strategies of Inquiry
-
Paradox ad Exit. Description and Comparison of Assistants (Non-Tenure Track) at the Vienna School of Business
-
Status Inconsistency - A New Approach to an Old Theory
Ziel der Studie ist es, einen neuen Ansatz zur klassischen Statusinkonsistenz-Theorie (SI) zu liefern, um die bisher widersprüchlichen Ergebnisse zum Wahlverhalten erklären zu können. Hierzu wird eine Sekundäranalyse der ALLBUS-Datensätze 1980 und 1986 vorgenommen. Dabei wird eine systematische Untersuchung der subjektiven SI durchgeführt und SI in Abhängigkeit von sozialem Wandel und geschlechtsspezifischen Einflüssen analysiert, wobei eine Differenzierung in 'positive' und 'negative' SI erfogt. Frauen überwiegen trotz gleichwertiger Bildung in der 'negativen' Inkonsistenzgruppe deutlich. Es zeigt sich, daß SI nicht pauschal liberal/progressives Wahlverhalten hervorruft, sondern daß die Konstellation von Bildung und entsprechendem Einkommen entweder die Wahl progressiver oder konservativer Parteien bewirkt.
Asymmetric Information as Cause of Doping in Professional Athletics. - An Analysis on the Basis of Game Theory
Für viele Spitzen-Athleten stellt Doping ein Gefangenen-Dilemma dar: Ohne Doping sind in vielen Sportarten nach Meinung der meisten Fachleute die Siegeschancen gleich Null, mit Doping müssen die Athleten mit Gesundheitsschäden rechnen. Aufgrund von asymmetrischer Information kann aber selbst im Rahmen von Super-Spielen kooperatives Verhalten nicht spontan entstehen. Wegen der Informationsschwierigkeiten löst das gegenwärtige Kontrollsystem das Doping-Dilemma nur in einem Teilbereich, verschärft es aber zugleich in einem anderen Teilbereich. Entweder sind die Sportler und die Verbände bereit, einem Maß an Transparenz und Kontrollen zuzustimmen, das über den gegenwärtigen Stand weit hinausgeht und auf den ersten Blick vielen unzumutbar erscheint, oder der Hochleistungssport wird in seiner gegenwärtigen Form verschwinden.