Zeitschrift für Soziologie
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    Is it Possible to Rescue Luhmann with Weber?

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    Formal versus Informal Problem Resolution in Economic Transactions: Explanations between "Legal Centralism" and "Legal Peripheralism"

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    Der Artikel untersucht die Problemlösung in wirtschaftlichen Transaktionen im Spannungsfeld zweier theoretischer Pole. Zwischen der Perspektive, dass die Problembewältigung überwiegend an Rechtsnormen gebunden ist (legal centralism), und der Sichtweise bevorzugt dezentralisierter Lösungsprozesse (legal peripheralism) werden Determinanten zur Erklärung der Art der Problemlösung herausgearbeitet. Die Frage, unter welchen Bedingungen eine Anbindung an Rechtsnormen in Form schriftlicher Kommunikation entsteht, steht im Mittelpunkt der Betrachtung. Neben ökonomischen Faktoren sowie Aspekten der sozialen Einbettung werden hierbei insbesondere Tatbestände der Problemwahrnehmung diskutiert. Datengrundlage sind 321 problembehaftete Transaktionen beim Einkauf von EDV-Leistungen klein- und mittelständischer Unternehmen im Raum Halle/Leipzig und München. Während sich die Problemlösung insgesamt überwiegend informell bzw. mündlich vollzieht, wirken sowohl die Schadenshöhe als auch die juristische Nachweisbarkeit der Problemursache in Richtung einer formellen Handhabung. Die soziale Einbettung hingegen hat wider Erwarten keinen nennenswerten Einfluss auf die Problemregulierung.This article examines problem resolution in economic transactions in the light of two theoretical perspectives. Determinants of problem solving are developed between the position, on the one hand, that legal norms are the dominant factor (legal centralism) and the position that decentralized processes play the major role (legal peripheralism), on the other. The central question is under what circumstances problem solving is connected to legal norms in terms of written communication. Next to economic factors and aspects of the social embeddedness of business relations, the perception of the problem is discussed. The data base used consists of 321 problematic transactions involving the purchase of information technology products by small and medium sized enterprises in the areas Halle/Leipzig and Munich. Even though problem resolution is usually managed in an informal way, the amount of the damages and the necessity of legal verifiability tend to stimulate formal problem solving. Surprisingly, social embedding does not have a significant influence on problem solving

    Systems Theory's Systems. Strengths, Weaknesses and a Remedy Proposal

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    Der Aufsatz widmet sich dem Systembegriff der Luhmannschen Theorie gesellschaftlicher Differenzierung und versucht zu zeigen, daß dieser Begriff in Luhmanns Werk in zwei ganz unterschiedlichen Fassungen vorkommt. Beide Fassungen decken wichtige Wirklichkeitsaspekte ab und sind insofern gesellschaftstheoretisch unverzichtbar. Die jeweiligen Bestimmungen, die Luhmann ihnen gibt, machen sie jedoch inkompatibel, so daß sie sich nicht konsistent zusammen verwenden lassen. Zwei Lösungsmöglichkeiten für den daraus erwachsenden Selbstwiderspruch werden diskutiert. Die vom Verfasser favorisierte Variante schließt an Webers Unterscheidung zwischen Wertsphären und Lebensordnungen an, welche es erlaubt, den Erkenntnisschatz, den Luhmann über beide damit bezeichneten Wirklichkeitsbereiche angehäuft hat, voll auszuschöpfen, ohne auf zentrale Prämissen seines Denkens verzichten zu müssen.The article concerns itself with Luhmann's concept of societal function systems and shows that Luhmann uses this concept with two fundamentally different meanings. Both versions cover important aspects of social reality and hence are indispensable for an adequate social theory. Yet, their respective definitions make them mutually incompatible, resulting not only in deep conceptual flaws and self-contradictions, but also giving rise to two conflicting social theories within the same body of work whose difference remains unacknowledged. Two proposals for solving the problem are discussed. The author suggests that Luhmann's concept of function systems be disaggregated in line with Weber's distinction between value spheres and life orders that, he claims, would permit us to retain key insights Luhmann offers about both aspects of reality without forcing us to give up central premises underlying his thought, which are contradictory only when applied to the same subject matter

    Can Vocational Training Equalize Job Opportunities? The Signaling Value of Certificates Earned by Non-German and German Young Adultss

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    Der deutsche Ausbildungsabschluss gilt als Garant für den Zugang zu Beschäftigung und insbesondere zu qualifizierten beruflichen Tätigkeiten. Gilt dies auch für junge Ausländer, die in Deutschland eine Ausbildung abgeschlossen haben? Haben sie durch einen Ausbildungsabschluss die gleichen Beschäftigungschancen wie deutsche Ausbildungsabsolventen? Diese Fragen werden in dem Beitrag mit Hilfe von Mikrozensusdaten empirisch untersucht. Wir vergleichen die Arbeitsmarktchancen von Ausgebildeten und Ausbildungslosen verschiedener ethnischer Gruppen und prüfen, inwieweit ethnische Benachteiligungen durch Ausbildungsabschlüsse an Bedeutung verlieren. Im Sinne des 'Integrationsauftrags' des deutschen Ausbildungssystems sollte der Ausbildungsabschluss für Ausländer zu den gleichen Arbeitsmarktchancen führen wie für Deutsche. Wie unsere Analysen allerdings zeigen, haben insbesondere türkische Ausbildungsabsolventen dennoch schlechtere Arbeitsmarktchancen. Dies spricht für einen 'ethnisierten' Signalwert eines Ausbildungsabschlusses.German vocational training certificates are presumed to guarantee access to work, especially to qualified occupational positions. But is this similarly true for young non-Germans who have completed vocational training in Germany? Do they attain job opportunities similar to German graduates of training programs? In this article, we answer these questions empirically utilizing the German Microcensus. We compare the job opportunities of trained and untrained young adults of various ethnic groups and analyze how strongly ethnic disadvantages can be compensated for by vocational training certificates. If the German vocational training system meets its charge to facilitate "integration," we should find that such certificates actually do provide opportunities for non-Germans similar to those for Germans. Our investigation shows, however, that especially Turkish young adults have poorer job opportunities. This indicates an "ethnic" signal value of vocational training certificates

    Does the Eastern European Enlargement of the European Union Mobilize Ethnocentric Attitudes?. The Importance of Threats vis-à-vis Situational and Personality Factors

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    Im vorliegenden Aufsatz wird der Frage nachgegangen, ob die im Mai 2004 vollzogene EU-Osterweiterung in Deutschland ethnozentrische Einstellungen aktivieren könnte. Es wird davon ausgegangen, dass der mit diesem Schritt ausgelöste beschleunigte soziale Wandel auf der Individualebene zu Bedrohungsgefühlen führt. Die Existenz wahrgenommener Bedrohungen ist entsprechend neuerer Studien aus dem Bereich der Vorurteilsforschung ein starker Prädiktor für die Genese von diskriminierenden Einstellungen. Dennoch neigen nicht alle Menschen in der gleichen Weise dazu, sozialen Wandel als bedrohlich zu interpretieren. In einem theorieintegrierenden Schritt wird deshalb das Bedrohungskonzept mit den Annahmen von Desintegrations- und Autoritarismustheorie verknüpft. Die empirische Prüfung des hypothetischen Modells erfolgt anhand eines deutschlandrepräsentativen Datensatzes von 1008 Personen, die im Frühsommer 2003 befragt wurden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es unter bestimmten Bedingungen tatsächlich zu einer Mobilisierung ethnozentrischer Einstellungen kommen könnte. Eine besondere Anfälligkeit weisen autoritär strukturierte Personen auf. Allerdings zeigt sich in den neuen Bundesländern, dass Ängste um eine weitere Verschlechterung der eigenen ökonomischen Situation ebenfalls mit Fremdgruppenabwertung in Verbindung stehen.The article elaborates on the question whether the Eastern European enlargement of the European Union is liable to mobilize ethnocentric attitudes in Germany. It is the expectation that rapid social change as caused by the enlargement will be perceived as a threat by the individual. Recent theories of prejudice postulate that feelings of threat are an important predictor of discrimination. But not every individual tends to feel threatened in times of rapid social change. Thus, the integration of threat theory with the assumptions of the authoritarianism approach and the theory of disintegration is proposed to explain interindividual difference. The resulting theoretical model is tested empirically based on a representative German survey study (N=1008) conducted in the early Summer of 2003. Results show that under certain conditions EU enlargement may indeed mobilize ethnocentric attitudes. This is especially true for individuals with an authoritarian personality disposition. Only in East Germany does economic threat on the personal level additionally predict a devaluation of outgroups

    Embeddeness and Contingency. Welfare Markets and their Impact through the Lens of Economic Sociology

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    Wohlfahrtsmärkte sind mittlerweile ein weit verbreitetes, aber in der politischen Soziologie noch unterbelichtetes Phänomen. Dieser Beitrag beschäftigt sich aus theoretischer Perspektive mit der Frage, was sich im Hinblick auf die Geltung bestimmter wohlfahrtsstaatlicher Prinzipien ändert, wenn in einem weiterhin öffentlich regulierten System sozialer Daseinsvorsorge auf stärker marktförmige Koordinations- bzw. Implementationsmechanismen umgestellt wird. Dabei wird anhand dreier Beispiele und im Rekurs auf neuere wirtschaftssoziologische Arbeiten argumentiert, dass die Geltung dieser Prinzipien einerseits weniger unmittelbar unter Druck gerät als dies bestimmte wirtschaftswissenschaftliche und soziologische Theorieansätze - weil sie den Möglichkeitsraum einer normativen Einbettung von Wohlfahrtsmärkten unzulänglich bestimmen - nahe legen. Andererseits aber lässt sich erkennen, dass diese Einbettung unter Bedingungen systematischer Kontingenz erfolgt und insofern die Geltung der Prinzipien eingrenzt, was mittelbar fatale Folgen haben könnte.Welfare markets have recently become a widespread phenomenon which has however remained under-explored in political sociology. Taking a theoretical stance, this article examines how far key welfare-state related norms remain effective in the case of the increasing importance of market-based means of governance within welfare systems that continue to be publicly regulated. Referring to three examples and drawing on approaches from economic sociology, it is argued that these norms have been set under pressure less directly than mainstream paradigms in economics and sociology suggest since the latter take the normative embedding of welfare markets insufficiently into account. Yet it becomes evident that this embeddedness is subject to systematic contingency so that, from this point of view, the effectiveness of these norms is constrained. The latter, however, might turn out to have fatal consequences

    The Influence of Strong Ties on the Use of Modern Contraceptives in Kenya

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    Der nachhaltige Rückgang der Geburtenentwicklung in Kenia ist neben fortschreitenden gesellschaftlichen Prozessen der Modernisierung und Urbanisierung auch auf die vermehrte Nutzung moderner Verfahren der Familienplanung zurückzuführen. Die wachsende Akzeptanz moderner Kontrazeptiva in der kenianischen Gesellschaft ist das Ergebnis eines fortschreitenden Diffusionsprozesses. Informelle kommunikative Beziehungen nehmen in diesem Prozess eine Schlüsselrolle ein, indem Akteure, die bereits moderne Kontrazeptiva nutzen, andere Akteure im Rahmen alltäglicher Kommunikation beeinflussen, diese Methoden ebenfalls zu verwenden. Der Grad dieser Beeinflussung hängt unter anderem davon ab, wie weit Nutzer und potenzielle Nutzer über starke Beziehungen miteinander verbunden sind. Starke Beziehungen sind in Prozessen interpersonaler Beeinflussung von Bedeutung, da sie zum einen Strukturen normativer Handlungserwartungen schaffen und zum anderen Quellen zuverlässiger Informationen sind. Daten über 740 mündlich befragte Kenianische Frauen, die im Rahmen des Kenyan Diffusion and Ideational Change Project gewonnen wurden, stützen die Bedeutung starker Beziehung im Kontext individueller Entscheidungen, moderne Kontrazeptiva zu nutzen oder nicht zu nutzen. Die empirischen Ergebnisse zeigen signifikante Assoziationen zwischen der Wahrscheinlichkeit, dass eine Befragte moderne Kontrazeptiva verwendet, und starken Beziehungen zu Nutzern und Nichtnutzern moderner Kontrazeptiva in ihren kommunikativen Netzwerken. Hierbei ist aber von Bedeutung, zu welchem Personenkreis starke Beziehungen existieren. Starke Beziehungen zu Freunden oder Mitgliedern der Ursprungsfamilie besitzen einen größeren Einfluss als starke Beziehungen zu Personen des unmittelbaren häuslichen Umfelds.The persistent decline of fertility in Kenya has been attributed to increasing modernization and urbanization as well as to the increased use of modern family planning methods. The growing acceptance of modern contraceptives in Kenya is the result of a diffusion process. Informal communication networks are a key factor in this process because as part of day-to-day interaction and communication participants, who already use modern contraception influence others to use these methods. This influence depends - among other things - on the extent to which users of modern contraceptives and potenzial users of these methods are connected by strong ties. In particular, such ties are relevant for social influence because they create structures of normative expectations and constitute sources of reliable information. This paper is based on data from 740 women participating in the Kenyan Diffusion and Ideational Change Project, and our analyses support the role of strong ties for women's decisions to employ modern contraceptives. In particular, the empirical results show significant associations between a woman's probability of using modern contraception and strong ties to users and non-users in her social network. Moreover, our analyses also reveal the particular relevance of the social relationships associated with strong ties. For instance, strong ties to friends or members of the parental family exert a greater influence on contraceptive decisions than strong ties to persons in the immediate household

    Decision-Making by Hospital Physicians

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    Entscheidungen für oder gegen medizinische Eingriffe, die für den Patienten ein großes Risiko bergen bzw. die Gefahr massiver lebenspraktischer Konsequenzen mit sich bringen, können für das medizinisch-therapeutische Team insbesondere im Hinblick auf die Übernahme und Verteilung von Verantwortung eine erhebliche Belastung darstellen. Die vorliegende Arbeit untersucht den Modus operandi solcher Entscheidungsprozesse. Wie werden diese hergestellt und wer aus dem therapeutischen Team übernimmt dabei welche Aufgabe? Hierzu werden am Beispiel zweier verschiedener medizinischer Abteilungen (Chirurgie, Innere Medizin) die Dynamiken ausgewählter Fallbeispiele rekonstruiert. Die Auswertung erfolgt anlehnend an die dokumentarische Methode von Bohnsack in den drei Schritten "formulierende Interpretation", "reflektierende Interpretation" und "komparative Analyse", ergänzt durch einige Konzepte aus Goffmans Rahmenanalyse. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Entscheidungsfindungen in prekären medizinischen Problemlagen komplexe soziale Prozesse darstellen, die nur auf der Folie der Systemdynamik medizinischer Organisationen, insbesondere dem reziproken Abtasten von Erwartungen, der Verteilung und Verschiebung von Verantwortlichkeiten und dem Bedürfnis nach legitimatorischer Absicherung, verständlich werden.Decisions for or against medical procedures that are associated with a high risk or can have major life-changing consequences can be highly stressful for medical teams, particularly when it comes to assuming and delegating responsibility. This articles presents a study which investigated the modus operandi of such decision-making processes with a view to establishing how they are created and which members of medical teams assume which tasks. Two selected case studies conducted in different types of hospital ward (surgery and internal medicine) are presented. The data were analysed using Bohnsack's documentary method, with the three stages "formulating interpretation," "reflecting interpretation," and "comparative analysis," complemented by some elements of Goffman's Frame Analysis. The results reveal that decision-making in critical medical situations is a complex social process which can only be understood against the backdrop of the systems dynamics of medical organizations, and in particular the reciprocal sounding out of other team members' expectations, the delegation and shifting of responsibilities, and the need for legitimation

    Meta-Analysis in Sociology: Review of German Research on Divorce or "Statistical Fruit Salad"?

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    What is a "Career of Violence"?

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    Am Beispiel jugendlicher Wiederholungstäter führt der Beitrag das Konzept der Gewaltkarriere ein und demonstriert dessen explikativen Wert für die Biographieforschung und Kriminalsoziologie. In handlungstheoretischer Hinsicht kritisiert er eine ausschließliche Orientierung am Modell des rational handelnden und stets handlungsfähigen Akteurs. Er unterscheidet zwischen Verlaufskurven des Erleidens familiärer Gewalt und Missachtung einerseits und Handlungsschemata der Gewaltausübung andererseits. Nach der Rekonstruktion einer ersten Phase von Gewaltkarrieren, die von Erfahrungen der Viktimisierung in der Familie geprägt ist, aber auch Vorboten einer gewaltsamen Rückgewinnung von Handlungsmacht und Anerkennung aufweist, arbeitet der Beitrag im Rekurs auf den Begriff der epiphanischen Erfahrung biographische Wendepunkte heraus, die den identitätsstiftenden Umschlag von der Opfer- in die Täterrolle herbeiführen. Schließlich werden drei wesentliche Aspekte gewalttätiger Handlungsschemata aufgezeigt, die für eine zweite Phase von Gewaltkarrieren charakteristisch sind: gewaltaffine Interpretationsregimes, mit deren Hilfe sich die lange ungeklärte Frage beantworten lässt, wie familiäre Gewaltzusammenhänge in jugendliche Lebenswelten hinein transferiert werden; intrinsische Gewaltmotive, die aus berauschenden Erfahrungen der Gewaltausübung hervorgehen und zu einer Verselbständigung entsprechender Handlungsmuster führen; und Gewaltmythologien, mit denen die Jugendlichen die Gewaltsamkeit normativ auszeichnen und in ihren Wirkungen glorifizieren.Using young repeat offenders as an example, this paper introduces the concept of a career of violence and demonstrates its explanatory value for biographical research and the sociology of crime. From an action-theory perspective, it criticizes exclusive orientation toward a model based on rationally behaving players who are always capable of action. It distinguishes between trajectories of violence and disrespect suffered in the family, on the one hand, and violent action schemes, on the other. After reconstructing the first phase of careers of violence - characterized by victimization within the family and presaging a violent reacquisition of power and recognition - this paper identifies biographical turning points and explains them using the concept of epiphanic experiences. These turning points bring about an identity-promoting switch in roles from victim to perpetrator. Finally, three essential aspects of violent action schemes are discussed that are characteristic of the second phase of careers of violence: interpretive regimes, which can shed light on the long unanswered question of how violent relations in families are transferred to young people's social environments; intrinsic motives for violence, which arise from exhilarating experiences of the use of violence and lead to the emergence of corresponding behavioral patterns; and mythologies of violence that enable young people to identify violence as normative behavior and glorify its effects

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