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United-pulse
This paper introduces a device that creates remote intimacy by the use of two rings named "united-pulse". Each ring can measure the wearer's heartbeat and send it to the partner's ring. Hereby, artificial corporeality is created between the couple. By means of a working prototype, united-pulse has been successfully tested. Among the 28 participants the prototype has attracted large interest. Through the heartbeat - the essential vital sign - a feeling of being very close to the partner is provided. Touching the ring allows a small moment of intimacy in situations where emotional support is needed
Die Göttinger Psychotherapiestudie
Es besteht ein großer Bedarf an empirischen Studien, die die Wirksamkeit analytischer Langzeittherapie (AP) belegen. Insbesondere mangelt es an störungsspezifischen Wirkungsnachweisen. In der vorliegenden Arbeit wird die Wirksamkeit ambulanter AP hinsichtlich der Symptombesserung und der Reduktion interpersoneller Probleme untersucht. Im Besonderen geht es um die Frage der Wirksamkeit der AP bei Patienten mit affektiven Störungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoformen Störungen und Persönlichkeitsstörungen. Zu diesem Zweck werden die Daten der Göttinger Studie zur Wirksamkeit ambulanter AP für die oben genannten Diagnosegruppen spezifisch ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass AP signifikante Verbesserungen in der Symptomatik und in interpersonellen Problemen sowohl bei Therapieende als auch in der Einjahreskatamnese erreicht. Die Effekte sind groß und in der Einjahreskatamnese stabil. In den meisten Fällen nehmen die Effekte zur Katamnese sogar tendenziell zu. Dies gilt für affektive Störungen, Angststörungen, Zwangsstörungen, somatoforme Störungen und Persönlichkeitsstörungen. Weitere Studien zur Wirksamkeit der AP bei spezifischen Störungen sind erforderlich. Zusätzlich zur Untersuchung von Veränderungen in der Symptomatik sollten zukünftig Maße einbezogen werden, die spezifische Aspekte der AP erfassen, wie etwa die Veränderung unbewusster Konflikte oder struktureller Defizite
Modeling interaction in collaborative groups
This paper studies the dynamics of identity and status management within groups in collaborative settings. We present an agent-based simulation model for group interaction rooted in social psychological theory. The model integrates affect control theory with networked interaction structures and sequential behavior protocols as they are often encountered in task groups. By expressing status hierarchy through network structure, we build a bridge between expectation states theory and affect control theory, and are able to reproduce central results from the expectation states research program in sociological social psychology. Furthermore, we demonstrate how the model can be applied to analyze specialized task groups or sub-cultural domains by combining it with empirical data sources. As an example, we simulate groups of open-source software developers and analyze how cultural expectations influence the occupancy of high status positions in these groups
Kontrollieren : (Inter-)Aktivitäten in, mit und von Computerspielen
Ausgehend vom Begriff der Interaktivität erörtert der Beitrag, was ein Computerspiel ist und ermöglicht. Daraus entstehen neue Möglichkeiten und Ansatzpunkte, Games zum Komplex der Medienbildung zu machen und sie spielend zu reflektieren. Um die (Inter-)Aktivitäten in, mit und von Computerspielen zu diskutieren, werden Games in Bezug zur Ästhetik und Logik der Verfügung gesetzt, welche die Gegenwart des Computers in seinen diversen Formen auszeichnet
Regeln : was Vorschriften bedeuten (und ein „Casual Game“ davon vermitteln kann)
Der Beitrag widmet sich der im Verhältnis von Spiel und Computer so besonderen Rolle von Regeln und der Frage, wie mit ihnen umgegangen werden kann. Das „Casual Game“ ANGRY BIRDS wird hier zum Beispiel und Anlass, grundsätzlich über Games als Funktionen des Computers sowie über Algorithmen und Programmierung nachzudenken
Forschungsgeleitete Lehre : forschendes Lernen im Studium der Sozialen Arbeit
Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung forschungsgeleiteter Lehre und Forschenden Lernens für den Studiengang der Sozialen Arbeit sowohl aus lerntheoretischer, hochschuldidaktischer wie aus professionstheoretischer Perspektive. Ergänzt wird diese Diskussion um die Darstellung dreier konkret praktizierter Lehrformate forschungsgeleiteter Lehre an der Fachhochschule Potsdam sowie um eine Reflexion zu den Anforderungen an die beteiligten Akteur_innen, die einen gelingenden Lehr-/ Lernprozess unterstützen wollen
Potentiale und Fallstricke von Peer-Research im Rahmen partizipativer Forschung mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten
Peer Research ist eine partizipative Forschungsmethode und bedeutet die aktive Beteiligung der Forschungsteilnehmer_innen am Forschungsprojekt. Im Rahmen der Kinder- und Jugendforschung begegnet Peer Research der Herausforderung adulter Zurichtung des Forschungsgegenstands. Sie bietet den jungen Peer Researchern die Möglichkeit, ihre Perspektiven einzubringen und den Forschungsprozess mitzubestimmen. Die vorgestellte Studie zur Situation unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in Brandenburg nutzt die Peer Research-Methode, um sich der Subjektperspektive und der Lebenswelt unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter partizipativ anzunähern. Der Beitrag berichtet aus dem konkreten Forschungsalltag des Projekts, indem beispielhaft die partizipative Erarbeitung der zentralen Forschungsthemen mit den Jugendlichen vorgestellt wird. Darüber hinaus sollen die Potentiale und Fallstricke von Peer Research anhand des Forschungsprojekts diskutiert und es soll die Frage erörtert werden, welche Erkenntnisprozesse mit anderen qualitativen Methoden nicht oder nur in Ansätzen erfolgt wären
Denkmalpflege und Entwurf : die Denkmalskirche auf der Spreeinsel Berlin
Seit der Wiedereröffnung des Berliner Doms 1993 hat sich sein Umfeld auf der Spreeinsel stark weiterentwickelt. Die Alte Nationalgalerie, das Staatsratsgebäude, der Neue Marstall, das Bode-Museum und das Neue Museum wurden denkmalgerecht generalsaniert. Mit der unmittelbar bevorstehenden Vollendung des Masterplans Museumsinsel befindet sich der Dom in Nachbarschaft zu einem Museumsensemble von Weltrang. Am stärksten haben sich aber der Abriss des Palastes der Republik und der Neubau des Humboldt Forums mit seinen rekonstruierten Schlossfassaden ausgewirkt.
Mit dem Voranschreiten dieser Projekte treten die letzten verbliebenen Leerstellen auf der Spreeinsel immer deutlicher hervor. Dies betrifft besonders den Bereich zwischen der Nordseite des Doms und der Alten Nationalgalerie, wo bis zu ihrem Abriss 1975 die Denkmalskirche des Berliner Doms stand. Dass es sich um eine Leerstelle im städtebaulichen Zusammenhang handelt, weist Peter Stephan in einem historisch-ikonografischen Überblick nach. Sonja Tubbesings Untersuchungen belegen, wie sehr die Kirche in Hinblick auf den Dom als Baudenkmal fehlt. Und Markus Tubbesing zeigt auf, in welchem Maße es sich im Kontext des UNESCO-Weltkulturerbes Museumsinsel und am Baudenkmal Berliner Dom um eine architektonisch-denkmalpflegerische Doppelherausforderung handelt. Dabei stellt er zehn mögliche Entwürfe für einen Neubau anstelle der Denkmalskirche vor, die 2019 im Studio Entwurf Denkmalpflege an der Fachhochschule Potsdam entstanden