Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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Vertrauen und Verantwortung
Aus den Ergebnissen von Umfragen zum Stellenwert von Archiven, Bibliotheken und Museen für die Demokratie in der Digitalität im europäischen Projekt ALMPUB ergibt sich, dass diese Informations- und Kulturerbe-Institutionen im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Institutionen ein außerordentlich hohes Vertrauen in der Bevölkerung genießen. Der Beitrag arbeitet die Konsequenzen aus dieser Beobachtung heraus und folgert, dass den Informationseinrichtungen i. w. S. eine hohe gesellschaftliche Verantwortung zufällt. Es wird konstatiert, dass das komplementäre Themenfeld „Vertrauen und Verantwortung“ in der Informationswissenschaft noch Forschungs- und Reflexionsdesiderate aufweist
SocialButton
We are exploring the use of small displays as an instrument to enhance social communication. Our focus is on encouraging communication between strangers by revealing the existence of common friends. In the following we present the concept of the SocialButton, a wearable mobile device which displays aspects of friend-of-a-friend networks. A group study has provided us with an initial understanding regarding the potential of the SocialButton to influence our social environment
Die Fortbildung zum/zur Wissenschaftlichen Dokumentar/in am Institut für Information und Dokumentation in Potsdam
Die Ausbildung Wissenschaftlicher Dokumentare und Dokumentarinnen am Institut für Information und Dokumentation der Fachhochschule Potsdam hat ihren festen Platz in der deutschen Ausbildungslandschaft. Als berufsbegleitende Fortbildung konzipiert, richtet sich das Angebot an Akademiker verschiedenster Fachrichtungen, die bereits über praktische Erfahrungen in der Informationsarbeit verfügen und eine zusätzliche Qualifikation in der Information und Dokumentation erwerben möchten. Nach einer kursorientierten Vorstellung der wichtigsten Ausbildungsangebote für Informationsspezialisten in Deutschland und der Verortung der IID-Ausbildung wird das bisherige Konzept im Einzelnen vorstelllt. Zum Abschluss werden - gestützt auf einzelne Ergebnisse aus aktuellen Teilnehmerbefragungen - Überlegungen zur Modernisierung des Konzepts und zur Öffnung des Angebots für die neue Zielgruppe dargelegt
Der Technical Report ISO / TR 21946
Wer mit der Aufbewahrung und Aufbereitung von Daten betraut ist, trägt eine große Verantwortung: Die Informationen müssen in der optimalen Form und für eine näher bezeichnete Lebensdauer so aufbewahrt werden, dass sie vor Schäden und Verlust sicher sind, und auch datenschutzrechtliche Aspekte erfüllt werden. Die Bedingungen für den Umgang mit Daten finden sich in der ISO 15489, und im ISO/TR 21946. Der Unterschied besteht im Wesentlichen im Grad der Konkretisierung und im spezifischen Verwendungszweck. So gilt der ISO/TR 21946 für die Bewertung von Aufzeichnungen zur Vorbereitung des Aufbaus eines umfassenden Datenmanagements. Dieses Datenmanagement soll sich idealerweise über den gesamten Lebenszyklus der Informationen erstrecken
Children are more social when playing analog games together than digital games
Digital media are being used more and more frequently by children and for a wide variety of functions. However, there are no studies to date that examine the effect of such use on peer interactions and the occurrence of prosocial behavior in peers. For parents, it has been found that when using digital media only few parents respond responsively to their children’s attempts at interaction and also very rarely, they communicate with them verbally and nonverbally. In the present study, we investigated how playing a game in a digital versus analog form influences interactions (especially prosocial behavior) of peers. We used an experimental situation, where 24 dyads of 4-10-year-old children were examined. Each of the dyads was randomly assigned to a condition where they played either a digital or analog game together. Various interaction parameters and prosocial behavior during and after the game were analyzed. Results show that children in the analog condition communicated verbally with each other more often, responded more often to interaction attempts of their partners and showed less often negative forms of interaction and more often positive forms of interaction than children in the digital condition. However, the type of medium had no influence on prosocial behavior after the game situation. These results suggest that the format of a game (digital vs. analog) has a decisive influence on peer interactions concerning their communication during but not their prosocial behavior after the game situation
Digitale Aufbereitung brandgeschädigter Kirchenbücher : Bestandserhaltung als Ausgangspunkt der digitalen Aufbereitung
Im Bestand des Archivs und der Bibliothek der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg befinden sich zwölf Kirchenbücher der ehemaligen Wallonisch-Reformierten Gemeinde Magdeburg. Diese enthalten Eintragungen aus dem Zeitraum von 1734 bis 1942. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu mehreren Luftangriffen auf Magdeburg mit schweren Schäden im gesamten Stadtgebiet, bei denen auch kirchliche Gebäude beschädigt wurden. Im Zuge der vielen daraus resultierenden Brände wurden auch die Kirchenbücher stark geschädigt. Nach Bergung wurden die Objekte über 70 Jahre im landeskirchlichen Archiv verwahrt. Der Zustand ließ weder eine inhaltliche Erschließung noch eine Nutzung jeglicher Art zu
Untersuchungen zum Verschiebungsmodul verzahnter Balken
Vor der industriellen Produktion von Stahlträgern und Brettschichtholz boten Zahnbalken eine Möglichkeit große Auflagerabstände im Hoch- und Brückenbau zu überspannen. Verzahnte Balken sind aus heutiger Sicht als nachgiebig zusammengesetzte Biegeträger zu betrachten. Dabei wirken die handwerklich hergestellten Zahnverbindungen in gleicher Weise wie zum Beispiel Dübel besonderer Bauart. Der zur statischen Nachweisführung benötigte Verschiebungsmodul ist in der aktuell gültigen Holzbau-Bemessungsnorm DIN EN 1995–1–1:2010 nicht ausgewiesen. Somit ist es zurzeit nur durch eine versuchstechnische Ermittlung des Verschiebungsmoduls für die jeweilige Zahngeometrie möglich, statische Nachweise durchzuführen
PKKB : Postdigitale Kunstpraktiken
Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben widmet sich postdigitalen Kulturszenen, die an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Technologie innovative Formate ästhetischer Aneignung, Produktion und Vermittlung hervorbringen. Gemeint sind künstlerische Praktiken, die die Computertechnik zum Ausgangspunkt nehmen, um durch sie bedingte und über sie hinausgehende Fragestellungen ästhetisch neu zu verhandeln. Ausgangspunkt ist die postdigitale Beobachtung, dass Algorithmen und Daten die Gesellschaft längst durchziehen, unsere Verhältnisse zur sozialen und materiellen Welt zunehmend über digitale Repräsentationen vermitteln und die Komplexität ihrer technologischen Konstituierung unsichtbar wird (Bolter/Gruisin 1999; Cramer 2015; Berry/Dieter 2015; Contreras-Koterbay/Mirocha 2016). Vor diesem Hintergrund erlauben Kunstpraktiken, die mit digitalen Methoden generiert, aber nicht notwendigerweise digital vermittelt werden, in besonderem Maße Prozesse der Digitalisierung kritisch zu reflektieren und so die Beziehungen zwischen digitalen und physischen Räumen nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern aktiv mitzugestalten. Dennoch finden sie in der Kulturellen Bildung (KuBi), deren Zielgruppen kaum Bewusstsein für das künstlerische und kritische Potenzial digitaler Formate haben, bislang wenig Berücksichtigung. Es scheint, als ob postdigitaler Kunst über die Altersgruppen hinweg ein hohes Maß an Affirmation von Digitalisierungsprozessen zugesprochen wird. Im Kontrast hierzu veranschaulichen prominente Vertreterinnen und Vertreter, wie digitale Methoden produktiv eingesetzt werden, um kritische Fragen zur Digitalisierung zu artikulieren (Bridle 2013). Hervorzuheben ist die Reflexionsfähigkeit medienimmanenter Ausdrucksformen postdigitaler Kunst, die eine rezeptive und kreative Auseinandersetzung mit ihrer soziotechnischen Spezifik ermöglicht, wenngleich sie im Kunstverständnis der jüngeren Generation kaum eine Rolle spielen (Meyer 2010, Seitz 2013a; Rat für Kulturelle Bildung 2015a). Es fehlt die notwendige Grundlagenforschung, um eine angemessene Anwendung postdigitalen Kunstschaffens für verschiedene Zielgruppen der KuBi zu ermöglichen. In dem folgenden Beitrag umreißen wir kurz den Status Quo der KuBi, reflektieren wesentliche Entwicklungslinien postdigitaler Kunst und formulieren Ansprüche für transdisziplinäre Forschung an deren Schnittmenge
Moved images : velocity, immediacy and spatiality of photographic communication
This article discusses how the formerly motionless and silent photographic image is set in motion and how this shift affects its usages. This turn is viewed under the changing conditions in production and circulation of social media platforms and the technical unity of photo and video camera. Various photographic practices and aspects will be adressed: the accelerated and ubiquitous production of images (capture and processing), which is dialectically related to the aesthetics of the images, their mode of reception (displays), their distribution and storage (platforms) and the (photographic) apparatuses, with which they are produced. The increase in photographic production is accompanied by a shift away from the decisive and composed single image. The unified apparatus of photographic and video technology is bringing both media ever closer together, which in turn supports the tendency toward the mobile and mobilized image. The article shows how communication has become immediate with digital photographs, how mobile, spatial images, people and apparatuses are related to one another as well as how they create and influence powerful realities; this has always been one of the most fundamental issues of photography