Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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    Digitale Narrative zu Wissenschaftler*innen

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    Die Studie analysiert 21.811 Twitter-Accounts von Wissenschaftler*innen und ihre Tweets mit Blick auf die digitale Selbstdarstellung nach Gender. Mit digitalen Methoden (u.a. Stilometrie, Topic Modeling, Word Embeddings) wird herausgearbeitet, dass Wissenschaftlerinnen* im Sinne des FLINTA*-Begriffs häufiger Care- und Genderthemen betonen und sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften verorten, während männlich gelesene Accounts größere Nähe zu Technikwissenschaften und Ökonomie aufweisen und deutlich häufiger den Begriff »Experte« zur Selbstbeschreibung nutzen. Gender prägt somit digitale Selbstnarrative

    Digital Footprint – Choose your own adventure

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    Publizieren ist für Wissenschaftler*innen essentiell. Dabei ist es heutzutage kaum möglich, an digitalen Angeboten vorbeizukommen. Nur wenigen Forschenden ist dabei bewusst, dass auch bei digitalen Verlagsangeboten persönliche Daten getrackt und missbraucht werden können. Ein Auftrag von Bibliotheken ist es, Forschende zu unterstützen und Informationskompetenz zu stärken. Deshalb fällt das Stärken von Bewusstsein für Data Tracking durch wissenschaftliche Verlage in ihr Aufgabengebiet. Dies kann unter anderem durch Workshops passieren. Unsere Frage hierbei ist, wie Wissenschaftler*innen, speziell Early Career Researchers in den Naturwissenschaften, Datentracking durch wissenschaftliche Verlage, die negativen Auswirkungen und Abwehrmöglichkeiten gegen Datentracking vermittelt werden können. In unserem Workshop-Konzept haben wir zusätzlich zu Kurzvorträgen ein Spiel als eine simulationsbasierte Aufgabe mit Rollenspiel-ähnlichen Merkmalen entwickelt, das auf einem Entdecken-lassenden-Ansatz basiert. Mithilfe dessen wird ein realitätsnaher Publikationsprozess durchgespielt. Hier werden, abhängig von den getroffenen Entscheidungen, personenbezogene Daten getrackt. Dieses Konzept wurde in einem Pre-ISI-Workshop (ISI = Internationales Symposium für Informationswissenschaft) am 17. März 2025 vorgestellt und durchgeführt; das prototypische Kartenspiel wurde getestet und Feedback eingeholt. Dieses Kartenspiel wird für die Weiterverwendung (und Weiterentwicklung) als Open Educational Resource freigegeben. Mögliche Anpassungen sind beispielsweise, den Workshop auch auf Studierende auszurichten und ihnen so den Publikationsprozess oder den Schreibprozess von wissenschaftlichen Arbeiten spielerisch darzustellen

    Konzept zum Aufbau der digitalen Archivierung für die Kommunen von Rheinland-Pfalz

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    Digitale Archivierung ist keine rein technische Aufgabe, sondern v.a. eine organisatorische Herausforderung. Kern dieser Erkenntnis ist die Tatsache, dass die heute vorhandene Technik unweigerlich veralten und unbrauchbar werden wird. Daher ist es erforderlich, durch vorherige Planung sicherzustellen, dass diese Technik möglichst verlustfrei aktualisiert und ersetzt werden kann. Die zweite zentrale Erkenntnis im Zusammenhang mit der digitalen Archivierung ist die, dass sie idealerweise nicht von einzelnen Archiven angegangen werden sollte, sondern in gemeinschaftlichen Kooperationen. Diese Auffassung ist in der Fachliteratur inzwischen soweit Konsens geworden, dass sie von der nestor-Arbeitsgruppe Kooperation der Archive als „unerlässliche Voraussetzung“ angesehen wird. Einzellösungen werden dagegen z.B. als „Sackgasse“ bezeichnet. Inzwischen gibt es in Deutschland eine größere Zahl von Verbünden zur digitalen Archivierung. Dennoch fehlt es in einzelnen Regionen Deutschlands – so auch in Rheinland-Pfalz – bis heute an Konzepten und Lösungen für die Masse der kleinen Kommunalarchive, während sich zugleich durch die fortschreitende Digitalisierung der Druck auf die Archive stetig erhöht. Daher widmet sich die vorliegende Arbeit der Frage, wie die rheinland-pfälzischen Kommunen erfolgreich ihre digital entstandenen Unterlagen archivieren können

    The Participatory Actions of Professionals With Toddlers in Mealtime Situations: A Comparison Between Professionals With East and West German Biographies

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    Als eine wesentliche Aufgabe pädagogischer Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung gilt die rechtlich verankerte Beteiligung von Kindern in alltäglichen Angelegenheiten wie in Essenssituationen. Im Fokus der Studie steht das partizipationsförderliche Handeln von pädagogischen Fachkräften ( n = 86) in Essenssituationen mit Unterdreijährigen, das deutschlandweit erstmalig videografiert und ausgewertet wurde. Als zentraler Forschungsgegenstand wurden dabei Unterschiede in den Zugeständnissen von Mit- und Selbstbestimmung sowie in der Unterstützung von Selbstständigkeit von Fachkräften mit ost- und westdeutscher Biografie in den Blick genommen. Es konnten neben Gemeinsamkeiten signifikante Unterschiede in entscheidenden autonomieförderlichen Praktiken festgestellt werden. Fachkräfte mit westdeutscher Biografie räumten den Krippenkindern mehr Möglichkeiten selbstbestimmten Handelns ein. Abschließend wird diskutiert, welche Rolle die Auseinandersetzung mit der Biografie für die Reflektion des Interaktionshandelns der Fachkräfte einnimmt, um schlussendlich mit geeigneten Aus- und Fortbildungsformaten dem insgesamt recht zurückhaltendem partizipationsförderlichen Interaktionshandeln der Fachkräfte zu begegnen

    Der ungewollte Blick über die Schulter

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    In den letzten Jahren hat sich der Fokus der internationalen, kommerziellen Verlagslandschaft von klassischen Publikationsdienstleistungen zu Data-Analytics-Dienstleistungen verschoben. Diese Entwicklung birgt Risiken für die digitale Souveränität der Wissenschaft und den Datenschutz. Der DFG-Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme (AWBI) machte 2021 auf diese Problematik aufmerksam. Verschiedene Initiativen wie SPARC und Stop Tracking Science haben sich des Themas angenommen. Das Poster stellt Beispiele aus dem aktuellen Stand des wissenschaftlichen Datentrackings und Handlungsoptionen vor. Es werden die technischen Hintergründe des Datentrackings, insbesondere der Einsatz von First-Party- und Third-Party-Trackern, sowie bei der Nutzung von ORCID als Beispiele untersucht. Es wird gezeigt, wie Methoden der Computerforensik eingesetzt werden können, um Datentracking zu identifizieren. Zudem werden Herausforderungen und Ansätze zur Vermittlung des Themas in wissenschaftlichen Communitys behandelt. Abschließend wird ein Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Forschung und die Entwicklung didaktischer Materialien gegeben

    Towards Collective Storytelling

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    This work investigates personal perspectives in visualization annotations as devices for collective data-driven storytelling. Inspired by existing efforts in critical cartography, we show how people share personal memories in a visualization of COVID-19 data and how comments by other visualization readers influence the reading and understanding of visualizations. Analyzing interaction logs, reader surveys, visualization annotations, and interviews, we find that reader annotations help other viewers relate to other people's stories and reflect on their own experiences. Further, we found that annotations embedded directly into the visualization can serve as social traces guiding through a visualization and help readers contextualize their own stories. With that, they supersede the attention paid to data encodings and become the main focal point of the visualization

    Interprofessional collaboration in ECEC

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    In various European countries, there is significant variation in the level of early childhood education and care (ECEC) system integration. In these countries, in which the level of system integration varies from split to integrated systems, there is a growing interest in interprofessional collaboration (IPC) between ECEC, school, and family support (family services, welfare, and child protection services) to offer integrated services for children and their families. In a realist review of six countries with varying levels of ECEC system integration (in descending order of integration: Norway, Finland, Sweden, Germany, Flanders (Belgium) and the Netherlands), we analyzed the literature related to IPC between professionals from ECEC, school, and family support. The review showed various IPC mechanisms, including barriers and facilitators, for professionals working in ECEC who face similar challenges in achieving pedagogical continuity and offering integrated services in different countries

    Fluidly Revealing Information

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    Revealing relevant information on demand is an essential requirement for visual data exploration. In this state-of-the-art report, we review and classify techniques that are inspired by the physical metaphor of un/folding to reveal relevant information or, conversely, to reduce irrelevant information in data visualizations. Similar to focus+context approaches, un/foldable visualizations transform the visual data representation, often between different granularities, in an integrated manner while preserving the overall context. This typically involves switching between different visibility states of data elements or adjusting the graphical abstraction linked by gradual display transitions. We analyze a literature corpus of 101 visualization techniques specifically with respect to their use of the un/folding metaphor. In particular, we consider the type of data, the focus scope and the effect scope, the number of un/folding states, the transformation type, and the controllability and interaction directness of un/folding. The collection of un/foldables is available as an online catalog that includes classic focus+context, semantic zooming, and multi-scale visualizations as well as contemporary un/foldable visualizations. From our literature analysis, we further extract families of un/folding techniques, summarize empirical findings to date, and identify promising research directions for un/foldable data visualization

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