Publikationsserver der Fachhochschule Potsdam
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Ich will das und ich schaffe das! : über die Fähigkeit, eine Idee umzusetzen
Manchmal scheint aufgeben leichter als durchhalten. Um gesteckte Ziele zu erreichen, brauchen Kinder vor allem eins: motivierende Erwachsene
Angststörungen : Prävalenz, Bedeutung und Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung
Angst ist in unterschiedlichen Formen alltäglicher Begleiter unseres Lebens. Sie äußert sich körperlich, psychisch und im zwischenmenschlichen Verhalten und sie nimmt Einfluss darauf, wie wir Situationen bewerten und mit ihnen umgehen. Das Eingehen von Risiken („Exposition“) und ihre „Vermeidung“ stehen bei gesundem Verhalten in einem individuell ausgewogenen Gleichgewicht. Für die Förderung von Gesundheit und die Prävention von Erkrankungen spielt Angst und spielen Angststörungen eine große Rolle. Angststörungen sind häufig und vielgestaltig. Sie werden oft spät erkannt und vielfach unzureichend behandelt. Zur Chronifizierung von Angststörungen tragen Aspekte unseres Versorgungssystems und auch Interaktionen mit Helfern häufig bei. Frühzeitig und adäquat behandelt, sind die Ergebnisse von Psychotherapie bei Angststörungen gut
Perspektivendivergenz in der Antizipation und Einordnung antisemitischer Gewalt im Kontext Schule
In Deutschland wurde Antisemitismus über Jahrzehnte vorwiegend unter dem Aspekt der Stereotypenbildung, Vorurteils- und Meinungsforschung untersucht.1 Seit etwas über einem Jahrzehnt entwickelt sich eine neuere Forschungslandschaft, die neben den Ursachen auch nach der Bedeutung antisemitischen Wissens in sozialen Konstellationen der Gegenwartsgesellschaft fragt und antisemitische Praktiken in Institutionen in den Blick nimmt. Erst seit 2017 wird umfassender zu Antisemitismuserfahrungen aus jüdischen Perspektiven geforscht, insbesondere im Kontext Schule. Die aktuellen Forschungsbefunde verweisen auf eine starke Perspektivendivergenz« im Hinblick auf die Antizipation und Wahrnehmung von Antisemitismus. Im Folgenden fragen wir nach dem Bedeutungsgehalt dieser Perspektivendivergenz. Auf der Grundlage einer Studienreihe zu Antisemitismus an Schulen gehen wir der Frage nach, wie Antisemitismus durch unterschiedliche Akteur:innen wahrgenommen und eingeordnet wird. Zunächst rahmen wir den Begriff der Perspektivendivergenz in Bezug auf Antisemitismuserfahrungen theoretisch und historisch. Daran anschließend skizzieren wir die methodologische Anlage der Untersuchung und diskutieren Strukturmerkmale der Perspektivendivergenz kontrastierend anhand von Ausschnitten aus empirischem Material. Der Artikel endet mit organisationalen und pädagogischen Schlussfolgerungen
Which operativity? On political aspects of operational images and sounds
“‘Operational’ now turns out to be characterized by mutual connections and interdependencies, which is why this politically motivated and complicating concept is so useful for opening up the diverse interface processes that are in use today on a planetary scale.
Composite dowels for bridges : trends and challenges for new european design rules
The introduction of composite dowels (CDs) in Europe at the beginning of the last decade led to the creation of new forms of composite bridges in which a T-profile is used instead of an I-beam. Both the construction and design methods are new [4]. Experiences from the construction of new bridges and discussion between the authors lead to new significant conclusions, which should be included in the new European approval (CEN-TS). The problem of design formulas for concrete dowels is presented
Archival Literacy – Welche archivischen Informationskompetenzen brauchen Historiker*innen für die wissenschaftliche Forschung im Archiv?
Historiker:innen bauen ihre Forschung auf der Analyse historischen Quellenmaterials auf. Vor dem Hintergrund, dass die historischen Grundwissenschaften durch den stetigen Abbau der dazugehörigen Lehrstühle zunehmend in ihrer Existenz bedroht sind, stellt sich die Frage, mit welchem Wissensstand (knowledge base) zukünftige Historiker:innen an die Archivrecherche herangehen werden und wie viel Unterstützung sie von Seiten der Archive benötigen. Angesichts der zunehmenden Zugänglichkeit historischer Quellen im Netz sowie den sich wandelnden Formatvorlagen werden Fähigkeiten zur Prüfung der Integrität und Authentizität des Quellenmaterials immer wichtiger. Doch nicht nur die Zugänglichkeit zu historischen Quellen ändert sich im Zuge der Digitalisierung, sondern auch die Methoden der Geschichtswissenschaften als solche. Dies setzt bei Geschichtsstudent:innen eine Erweiterung ihrer bisherigen Kompetenzen im Umgang mit Primärquellen auch im digitalen Raum voraus. Welche Kompetenzen für eine erfolgreiche Archivrecherche benötigt werden, wird auf Grundlage des Konzepts der Archival Literacy und der Primary Source Literacy untersucht und ausgewertet. Inwieweit diese Kompetenzen Anwendung im geschichtswissenschaftlichen Lehrbetrieb finden, wird anschließend überprüft
Gründungsmotive und Einblick in die Fachkulturen Archiv, Bibliothek, Design, Bau, Kulturarbeit, Architektur, soziale Arbeit und Restaurierung
Der Beitrag gibt einen Überblick über die Gründungsmotive aller Angehörigen der Fachhochschule Potsdam. Zudem erfolgt ein Einblick in die Fachkulturen Archiv, Bibliothek, Design, Bau, Kulturarbeit, Architektur, soziale Arbeit und Restaurierung. Der Beitrag beruht auf einer im November 2021 bis Januar 2022 durchgeführten Umfrage zuzüglich Gespräche mit ausgewählten Expert*innen. Insgesamt haben 305 Personen an der Untersuchung teilgenommen (Rücklaufquote ca. 7%). Diese Personen können den fünf Fachbereichen Sozial- und Bildungswissenschaften, Stadt/ Bau/ Kultur, Bauingenieurwesen, Design und Informationswissenschaften zugeordnet werden. Es wurden ausschließlich Personen, die bereits selbstständig sind, sich derzeit in der Planung einer Selbstständigkeit befinden oder aber ernsthaft an einer Selbstständigkeit interessiert sind, gebeten, Aussagen zu Gründungsmotiven zu machen (n=176). Die Ergebnisse zeigen, dass die Gründungsmotive Unabhängigkeit und Streben nach eigenverantwortlicher Tätigkeit ohne Vorgesetzte für beide Geschlechter von großer Bedeutung sind. Etwa jeder Zehnte gab an, dass die Selbstständigkeit ihnen helfen würde, Beruf und Familie zu vereinbaren. Unabhängigkeit und Streben nach eigenverantwortlicher Tätigkeit ohne Chef*in wurde von Studierenden und Absolvent*innen am häufigsten genannt, während für Mitarbeitende ebenso Unabhängig, aber auch ihre Erfahrungen in einer Selbstständigkeit zu nutzen relevanter sind. Bezogen auf die einzelnen Fachbereiche werden Unterschiede in der Gründungsmotivation deutlich, wobei über alle Fachbereiche hinweg erneut das Unabhängigkeitsmotiv und das Streben nach einer eigenverantwortlichen Tätigkeit bedeutsam ist. Für die Entwicklung eines tiefergehenden Verständnisses für die jeweilige Fachkultur wurden Gespräche mit Expert*innen geführt. Es wird aufgezeigt, welche Normen, Werte und Erfolgsmaßstäbe für die Fachkulturen „Archiv“, „Bibliothek“, „Design“, „Bau“, „Kulturarbeit“, „Architektur“, „soziale Arbeit“, „Restaurierung“ charakteristisch sind. Es wird reflektiert, welche Bedeutung „Risikobereitschaft“, „Unabhängigkeit“, „freie Entfaltung“, „selbständiges Arbeiten“, „Kreativität“, „Entscheidungen unter Unsicherheit“, „finanzielle Anreize“ in der jeweiligen Fachkultur hat
Emosaic: Visualizing Affective Content of Text at Varying Granularity
This paper presents Emosaic, a tool for visualizing the emotional tone of text documents, considering multiple dimensions of emotion and varying levels of semantic granularity. Emosaic is grounded in psychological research on the relationship between language, affect, and color perception. We capitalize on an established three-dimensional model of human emotion: valence (good, nice vs. bad, awful), arousal (calm, passive vs. exciting, active) and dominance (weak, controlled vs. strong, in control). Previously, multi-dimensional models of emotion have been used rarely in visualizations of textual data, due to the perceptual challenges involved. Furthermore, until recently most text visualizations remained at a high level, precluding closer engagement with the deep semantic content of the text. Informed by empirical studies, we introduce a color mapping that translates any point in three-dimensional affective space into a unique color. Emosaic uses affective dictionaries of words annotated with the three emotional parameters of the valence-arousal-dominance model to extract emotional meanings from texts and then assigns to them corresponding color parameters of the hue-saturation-brightness color space. This approach of mapping emotion to color is aimed at helping readers to more easily grasp the emotional tone of the text. Several features of Emosaic allow readers to interactively explore the affective content of the text in more detail; e.g., in aggregated form as histograms, in sequential form following the order of text, and in detail embedded into the text display itself. Interaction techniques have been included to allow for filtering and navigating of text and visualizations