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Bilderloses Europa?! : Kulturpolitische Konsequenzen der Rechtsprechung zum Framing
Framing war wiederholt Gegenstand höchstrichterlicher Rechtsprechung in Deutschland und Europa. Der vorliegende Beitrag nimmt ein Urteil des Berliner Kammergerichts von Mitte Juni 2018 zum Anlass, um sich erneut mit dieser Rechtsprechung auseinanderzusetzen und dabei deren vermeintliche kulturpolitischen Konsequenzen aufzuzeigen
Familienrat und inklusive, versammelnde Methoden des Helfens
„Familienrat“ nennt sich ein innovativer Ansatz für die Soziale Arbeit mit Familien, der die Stärken von größeren Familiengruppen bündelt und sie mit der Fachkompetenz von professionellen Helfern zusammenführt. Sein Ursprung liegt in den Praktiken der neuseeländischen Maori. Hier werden Probleme als Anlass verstanden, Gemeinschaft herzustellen. Ihre Ursachen werden nicht individuellen Symptomträgern zugeschrieben und Lösungen nicht von Hilfeexperten erwartet, sondern von Verwandtschaft, Netzwerken und anderen Menschen aus dem Umfeld. Für die Soziale Arbeit ist das sehr bereichernd: Kinderschutz z. B. braucht ein aufmerksames, wohlwollendes Umfeld; Integration oder Resozialisierung brauchen Unterstützer aus dem Netzwerk. Problemlösungen, die auf diese Weise gemeinsam entwickelt werden, bringen fast automatisch auch Inklusionseffekte mit sich. Das Buch stellt praxisnah die methodischen Elemente des Familienrats vor und geht auf die Herausforderungen der „versammelnden“ Arbeit ein. Die Kombination von journalistisch präsentierten Beispielen und deren fachlicher Analyse aus wissenschaftlicher Perspektive machen den besonderen Charme dieses Buches aus
Spiking Versus Speculation? Perceived Prevalence, Probability, and Fear of Drink and Needle Spiking
Contrasting widespread speculation in the media and public debate about spiking (administration of a substance to a person without their knowledge/consent), empirical evidence on the subject is lacking. This study aimed to investigate the assumed prevalence, perceived likelihood, and fear of drink-versus needle-spiking, and associated mental strain. Data from a cross-sectional online-survey (November 2022 – January 2023) of 1916 adults connected to Berlin’s nightlife-scene were analyzed. Almost a quarter reported having experienced drink-spiking, but only a small fraction sought medical or police attention; about 1% suspected needle-spiking. Presumptive victims of drink-spiking rated the likelihood and fear of spiking significantly higher and exhibited more symptoms of depression and anxiety. Considering toxicological and police findings, the reported prevalence and perceived likelihood of spiking seem to be highly overestimated. This, in conjunction with associated mental strain, highlights the importance of adequately addressing the issue of spiking through psychoeducation, prevention, and interprofessional investigation
Unfolding Edges
Existing work on visualizing multivariate graphs is primarily concerned with representing the attributes of nodes. Even though edges are the constitutive elements of networks, there have been only few attempts to visualize attributes of edges. In this work, we focus on the critical importance of edge attributes for interpreting network visualizations and building trust in the underlying data. We propose 'unfolding of edges' as an interactive approach to integrate multivariate edge attributes dynamically into existing node-link diagrams. Unfolding edges is an in-situ approach that gradually transforms basic links into detailed representations of the associated edge attributes. This approach extends focus+context, semantic zoom, and animated transitions for network visualizations to accommodate edge details on-demand without cluttering the overall graph layout. We explore the design space for the unfolding of edges, which covers aspects of making space for the unfolding, of actually representing the edge context, and of navigating between edges. To demonstrate the utility of our approach, we present two case studies in the context of historical network analysis and computational social science. For these, web-based prototypes were implemented based on which we conducted interviews with domain experts. The experts' feedback suggests that the proposed unfolding of edges is a useful tool for exploring rich edge information of multivariate graphs
Video Conferencing
The COVID-19 pandemic has reorganized existing methods of exchange, turning comparatively marginal technologies into the new normal. Multipoint videoconferencing in particular has become a favored means for web-based forms of remote communication and collaboration without physical copresence. Taking the recent mainstreaming of videoconferencing as its point of departure, this anthology examines the complex mediality of this new form of social interaction. Connecting theoretical reflection with material case studies, the contributors question practices, politics and aesthetics of videoconferencing and the specific meanings it acquires in different historical, cultural and social contexts
Der Archivbegriff bei Foucault
Es gibt unzählige Bücher über den Philosophen, Soziologen, Psychologen und Historiker Michel Foucault (1926 - 1984) und in unzähligen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften stößt man auf seinen Namen. Er hat Begriffe wie Dispositiv, Diskurs, Macht und Wissen geprägt und zählt zu den bedeutendsten Denkern des 20. Jahrhunderts. Manche nennen ihn Archivar ohne Archiv oder bezeichnen ihn als einen der bedeutendsten Archivtheoretiker. Dies liegt auch an der archivorientierten Art und Weise, wie er gedacht und gearbeitet hat.
Foucaults Archiv erscheint als eines von drei Elementen seiner Diskursanalyse. Das nächste Kapitel widmet sich den anderen beiden Teilen, den Aussagen und Diskursen. Das Kapitel unter dem Punkt 3. behandelt zum einen das Archiv bei Foucault selbst und zum anderen die Rezeption seines Archivkonzepts in anderen Wissenschaften. Dabei wird das Archiv nicht aus seinem Inneren und seinen eigenen Gesetzen betrachtet, sondern nimmt eine Perspektive von außen ein und verbindet dabei unter anderem ethnologische, philosophische, historische und medienarchäologische Ansätze. Dadurch wird dem Feld der möglichen Aussagen durch andere Diskurse ein Rahmen gesetzt und begreift sich durch die Ansätze der Diskursanalyse als interdisziplinär. Diese Betrachtungen werden in einem weiteren Kapitel an einem konkreten Beispiel, der „Biographischen Datenbank jüdisches Unterfranken“ gedeutet. Zuletzt wird ein Ausblick mit einigen Anregungen aufgestellt. Damit soll ein Paradigmenwechsel nach Foucault aufgezeigt werden, dass das Archiv weder ein neutraler, noch ein passiver Ablageort ist. Vielmehr ist es eine wissensproduzierende und transformierende Institution, welche eine bedeutende Position im kulturellen Gedächtnis einnimmt, die ein bestimmender Faktor ist, wie nachfolgende Generationen auf unsere Gesellschaft und ihre Vergangenheit blicken werden
Kollegiale Fallbesprechung anhand erfahrungsbasierter Textvignetten pädagogischer Situationen in der (inklusionsorientierten) Lehrkräftebildung
Lehramtsstudierende äußern vielfach den Wunsch nach umfangreichen praktischen Lerngelegenheiten. Insbesondere fallbasierte Lehr-Lern-Konzepte scheinen diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Dieser Beitrag stellt ein an der Universität Potsdam entwickeltes Seminarkonzept vor, welches diesen Transfer zu fördern versucht. Die Basis des Konzepts bildet der Einsatz erfahrungsbasiert entwickelter Textvignetten pädagogischer Situationen. Im Rahmen der Begleitseminare zum Praktikum in pädagogisch-psychologischen Handlungsfeldern (PppH) wurde die kollegiale Fallbesprechung als eine Form zur angestrebten Transferförderung in dieses Seminarkonzept integriert. Dieser Beitrag skizziert zunächst die erfahrungsbasierte Entwicklung der Vignetten sowie die theoretischen Grundlagen des Seminarkonzepts. Im Anschluss werden die praktische Implementation und erfahrungsbasierte konzeptionelle Änderung (design-based-research) in der Lehre beschrieben sowie erste Ergebnisse der systematischen empirischen Erprobung im Rahmen des PppH vorgestellt. Abschließend diskutieren die Autoren die Herausforderungen der praktischen Umsetzung auch mit Blick auf das Verstetigungsvorhaben
Experimente zur Entfernung alter Holzschutz- und Holzfestigungsmittel mit Methyl-tert-butylether (MTBE) aus ungefassten und gefassten Holzproben
Frühere Schutz- und Festigungsmittel für Kulturgut aus Holz können eine Gesundheitsgefährdung und Materialschädigung bewirken. Die gegenwärtig zu ihrer Entfernung benutzten Lösemittel besitzen eine unzureichende Wirkung und können insbesondere bei gefassten Objekten Folgeschäden verursachen.
Hier bietet der in Kraftstoffen enthaltene Methyltert-butylether (MTBE) aufgrund seiner Polarität und weiterer vorteilhafter Eigenschaften möglicherweise eine Alternative. Das Lösemittel wurde an Holzprüfkörpern mit Festigungsmitteln oder Vergoldung, Epitaphteilen mit Carbolineum und einem biozidhaltigen Blaudruckmodel als Auslaug- und Extraktionsmittel eingesetzt.
Durch die Lagerung der Objekte in MTBE ließen sich in Abhängigkeit von der Zeit hohe Dekontaminationsgrade bei verschiedenen Festigungsmitteln, Carbolineum und Organochlor-Bioziden erzielen. Die ebenfalls herangezogene Soxhlet-Extraktion hatte infolge der kurzen Extraktionszeit eine geringere Effizienz. Weder bei der Auslaugung noch bei der Soxhlet-Extraktion traten an den getesteten Fassungen irreversible Schädden auf
In Case You Don’t Know What To Play : framework for a VR application that manipulates time perception through spatial distortion
In Case You Don’t Know What To Play is a framework for designing a Virtual Reality application that uses spatial distortion to influence the user’s visual perception and ultimately shall manipulate their sense of time. Spatial orientation allows us to judge distances regarding their temporal component. In particular, in self-motion we can estimate the duration it takes to cover a given distance, since time and spatial perception are connected. This connection can be broken with the help of Virtual Reality technology and a perceptual conflict can be created